Fritz Reiner – Ravel: Pictures at an Exhibition/ Moussorgsky

82,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Sterling Sound
Geschwindigkeit
45 RPM
2 LPs
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Classical

Nur noch wenige

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LabelAnalogue Productions (RCA Living Stereo)
KatalognummerAAPC 2201-45
GenreClassical
Anzahl Platten2

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

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Artikelnummer: AAPC 2201-45 Kategorien: , ,

Schutz für diese Ausgabe

Gatefold · 2 LPs

Das aufklappbare Cover lässt sich auf zwei Arten schützen:

Für die zwei Platten: zwei Innenhüllen. Außenhüllen schützen das Cover; Innenhüllen schützen jeweils eine Schallplatte. Bereits passende Innenhüllen kannst du weiterverwenden.

Ein Rundgang, der zum Orchesterdrama wird

Ein Mensch geht durch eine Ausstellung, bleibt stehen, betrachtet ein Bild und nimmt auf dem Weg zum nächsten etwas davon mit. Aus dieser einfachen Bewegung formte Modest Mussorgsky 1874 eine der ungewöhnlichsten Klaviersuiten des 19. Jahrhunderts. Bilder einer Ausstellung entstand im Gedenken an seinen Freund Viktor Hartmann, den 1873 verstorbenen Architekten und Maler. Eine Gedächtnisausstellung gab den Anstoß. Die Musik bewahrt aber nicht bloß eine Folge von Bildbeschreibungen: In der wiederkehrenden „Promenade“ wird auch der Betrachter selbst hörbar, mit wechselndem Schritt, nachdenklich oder entschlossen, jedes Mal ein wenig verändert durch das gerade Erlebte.

Dass viele Hörer dieses Werk zunächst als Orchestermusik kennenlernen, verdankt sich vor allem Maurice Ravels Instrumentierung von 1922. Zwischen dem ursprünglichen Klavierzyklus und dieser Fassung liegt fast ein halbes Jahrhundert. Ravel übersetzt die Musik nicht einfach in mehr Lautstärke. Er gibt einzelnen Gestalten eigene Klangfarben und macht aus dem Wechsel der Bilder eine Abfolge sehr unterschiedlich beleuchteter Räume. Die beiden Namen auf dem Cover bezeichnen deshalb verschiedene schöpferische Aufgaben: Mussorgsky schrieb das Werk, Ravel gestaltete die hier gespielte Orchesterfassung. Wer beide Ebenen auseinanderhält, entdeckt gerade in ihrem Zusammenwirken den besonderen Reichtum dieser Aufnahme.

Fritz Reiner und das Chicago Symphony Orchestra nahmen die Suite 1957 in der Orchestra Hall in Chicago für RCA auf. Produzent Richard Mohr und Toningenieur Lewis Layton gehören zum dokumentierten Aufnahmeteam; die Veröffentlichung unter der Nummer LSC-2201 folgte 1958. Reiner war seit 1953 Musikdirektor des Orchesters. Die Einspielung steht damit in jener Chicagoer Arbeitsphase, aus der ein wesentlicher Teil seines bis heute gesammelten RCA-Repertoires stammt. Es ist keine nachträgliche Konzertzusammenstellung, sondern die gemeinsame Arbeit eines Dirigenten, eines Orchesters und eines Aufnahmeteams an einem klar umrissenen Werk.

Fritz Reiner · um 1957 · historisch inspirierte Illustration
Fritz Reiner · um 1957

Fünfzehn Stationen und ein wiederkehrender Gedanke

Schon die erste „Promenade“ lädt dazu ein, auf die Beziehung von Einzelstimme und Ensemble zu achten. Ihr Gedanke erscheint später wieder, aber die Umgebung verändert seine Wirkung. „Gnomus“ eröffnet eine ganz andere Welt als das alte Schloss von „Il vecchio castello“. Die bewegten Szenen der „Tuileries“ und des Marktplatzes von Limoges stehen wiederum neben der schweren Bewegung von „Bydło“. Die Satzüberschriften können dabei als Orientierung dienen, ohne dass man sich beim Hören auf eine einzige bildliche Vorstellung festlegen müsste. Mussorgskys Musik ist konkreter als abstrakte Programmmusik und zugleich offener als eine bloße Illustration.

Ravels Orchesterfassung macht solche Gegensätze bis in die Besetzung hinein fassbar. Holzbläser, Blech, Streicher und Schlagzeug übernehmen wechselnde Aufgaben; eine Farbe, die eben noch begleitete, kann im nächsten Moment den Charakter eines ganzen Abschnitts tragen. Das „Ballett der Küchlein in ihren Eierschalen“ ist ein besonders anschaulicher Gegenpol zur Monumentalität des Schlusses. Dazwischen stehen die beiden Charaktere von „Samuel Goldenberg und Schmuÿle“ und die dunklere Perspektive der „Catacombae“. Nicht jeder Abschnitt braucht dieselbe Größe. Gerade die Unterschiede zwischen knapper Geste und ausgedehntem Aufbau halten den Rundgang in Bewegung.

Mit „Cum mortuis in lingua mortua“ verändert sich die Beziehung zur Erinnerung nochmals, bevor die Hütte der Baba-Jaga den Weg zum großen Tor öffnet. „Das große Tor von Kiew“ ist dadurch mehr als ein wirkungsvoller Schluss, der unabhängig vom Vorangegangenen funktionieren soll. Nach den wechselnden Blickwinkeln der Suite bekommt die Idee des gemeinsamen, weiten Raums ein anderes Gewicht. Die Werkübersicht unter dem Text führt die 15 Abschnitte in ihrer Reihenfolge auf. Sie bezeichnet musikalische Stationen und behauptet keine Seitenaufteilung der vorliegenden Doppel-LP, für die keine ausreichend gesicherte Liste vorliegt.

Das große Tor · freie musikalische Architekturvorstellung · historisch inspirierte Illustration
Das große Tor · freie musikalische Architekturvorstellung

Reiner, Chicago und die Aufmerksamkeit für Übergänge

Bei einer so bekannten Aufnahme kann ihr Ruf leicht vor der Musik stehen. Ein hilfreicher Zugang ist deshalb, zunächst die Übergänge ernst zu nehmen: Wie verändert sich die Bewegung zwischen Promenade und Bild? Welche Stimme setzt einen neuen Charakter in Gang? Wann wirkt das Orchester als geschlossener Körper, wann als Zusammenspiel vieler einzelner Farben? Diese Fragen lenken die Aufmerksamkeit auf das Werk und seine Ausführung, ohne eine persönliche Hörerfahrung vorwegzunehmen. Sie funktionieren auch dann, wenn man die Suite bereits lange kennt und einzelne Höhepunkte beinahe auswendig erwartet.

Reiners Chicagoer Jahre verbinden sich mit einer großen Zahl von RCA-Aufnahmen, doch hier lässt sich diese Geschichte an einem einzigen, überschaubaren Werk verfolgen. Die Besetzung ist das Chicago Symphony Orchestra unter seiner Leitung. Einzelne Instrumentalsoli machen noch keine verlässlich benannte Solistenliste; deshalb bleiben in den Credits Dirigent und Orchester die gesicherten Angaben. Gerade bei historischen Aufnahmen ist diese Zurückhaltung sinnvoller als eine nachträglich aus anderen Konzertprogrammen zusammengesetzte Personenliste. Das musikalische Profil des Ensembles wird dadurch nicht weniger interessant.

Für eine Sammlung bietet die Einspielung mehrere Anknüpfungspunkte: Mussorgskys Klavieroriginal, Ravels Orchesterdenken, Reiners Arbeit in Chicago und die frühe Stereo-Aufnahmepraxis von RCA treffen zusammen. Man kann sie als Ausgangspunkt für andere Deutungen nehmen oder die Suite innerhalb des Living-Stereo-Katalogs betrachten. Dabei muss die Wirkung der großen Schlusssteigerung nicht das einzige Kriterium sein. Auch der Wechsel zwischen kurzen Charakterstücken, nachdenklichen Verbindungen und größeren Bögen gehört zur Identität des Werks. Wer den gesamten Rundgang verfolgt, hört den Schluss aus einer reicheren Perspektive als beim isolierten Anspielen eines bekannten Ausschnitts.

Analogue Productions: zwei LPs mit 45 RPM

Die hier angebotene Ausgabe trägt die Nummer AAPC 2201-45. Analogue Productions veröffentlicht die Stereoaufnahme auf zwei LPs mit 45 Umdrehungen pro Minute. Ryan K. Smith bei Sterling Sound verantwortet das Remastering von den originalen analogen Sessionbändern; Gary Salstrom wird für die Galvanik genannt. Gepresst wird bei Quality Record Pressings, zur Ausstattung gehört ein Stoughton-Klappcover. Der Herausgeber nennt aktuell 180 Gramm. Eine frühere Ausgabe von 2017 ist auch mit 200 Gramm dokumentiert; die physische Lagercharge bleibt davon zu unterscheiden.

Die Verteilung auf zwei 45er-Platten bringt mehrere Seitenwechsel mit sich. Für den praktischen Umgang ist das ebenso relevant wie die Herkunft des Bandmaterials. Ein Werk, das musikalisch einen Rundgang bildet, wird auf Vinyl in einzelne Hörabschnitte gegliedert. Die unterhalb aufgeführten Satznamen helfen bei der Orientierung, sind aber keine erfundenen A-, B-, C- oder D-Seitenangaben. Die separat angebotene Hybrid-SACD besitzt andere technische Eigenschaften und verwendet dieselben albumbezogenen Illustrationen; diese Produktbeschreibung bezieht sich auf die Doppel-LP.

Damit sind Werk, Interpretation und konkrete Wiederveröffentlichung klar verbunden: Mussorgsky in Ravels Orchesterfassung, Reiner mit dem Chicago Symphony Orchestra, aufgenommen 1957, hier im 45-RPM-Format von Analogue Productions. Das ist ein präziser Ausgangspunkt für Sammler, die eine bestimmte Ausgabe suchen, und zugleich eine Einladung, hinter dem berühmten Schlussbild den ganzen musikalischen Ausstellungsbesuch wiederzuentdecken.

Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

Auch als SACD: Ravel: Pictures at an Exhibition / Moussorgsky

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Fritz ReinerPorträt: 1958LeitungMitwirkung: Werk
  • Chicago Symphony OrchestraOrchesterMitwirkung: Werk

Werkübersicht mit 15 Abschnitten; keine belegte Seitenaufteilung der 45er-Ausgabe. Keine ungesicherten Solisten namentlich zugeordnet.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,8 kg

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  • Fritz ReinerPorträt: 1958LeitungMitwirkung: Werk
  • Chicago Symphony OrchestraOrchesterMitwirkung: Werk

Werkübersicht mit 15 Abschnitten; keine belegte Seitenaufteilung der 45er-Ausgabe. Keine ungesicherten Solisten namentlich zugeordnet.


Werke

  • 1 · Promenade
  • 2 · Gnomus
  • 3 · Promenade
  • 4 · Il vecchio castello
  • 5 · Promenade
  • 6 · Tuileries
  • 7 · Bydło
  • 8 · Promenade
  • 9 · Ballet of the Chicks in Their Shells
  • 10 · Samuel Goldenberg und Schmuÿle
  • 11 · The Market Place at Limoges
  • 12 · Catacombae, Sepulchrum Romanum
  • 13 · Cum mortuis in lingua mortua
  • 14 · The Hut on Fowl’s Legs (Baba-Jaga)
  • 15 · The Great Gate of Kiev

Werkübersicht mit 15 Abschnitten; keine belegte Seitenaufteilung der 45er-Ausgabe. Keine ungesicherten Solisten namentlich zugeordnet.