Acoustic Sounds Series · Chess Records
Chess. Aus Singles wurden Alben.
10 Platten aus dem Chicagoer Label, das den elektrischen Blues groß machte: Muddy Waters, Howlin’ Wolf, Chuck Berry, Etta James, Little Walter und Sonny Boy Williamson.
Jede Ausgabe: 180 Gramm, gemastert von Matthew Lutthans in The Mastering Lab, gepresst bei Quality Record Pressings, im Klappcover.
01 / Von der Single zum Album
Erst Singles, dann die LP
Die meisten dieser Alben entstanden nicht in einer Session: Chess sammelte Singles über Jahre und machte daraus LPs. Der Balken zeigt die Jahre der Aufnahmen, der Punkt das Jahr der LP – nur belegte Daten.
AufnahmenLP erschienen
- The Real Folk BluesMuddy Waters · Aufnahmen 1947–1964
- The Best of Muddy WatersMuddy Waters · LP 1958 · Aufnahmen 1948–1954
- Moanin’ in the MoonlightHowlin’ Wolf · LP 1959 · Aufnahmen 1951–1959
- The Real Folk BluesHowlin’ Wolf · Aufnahmen 1956–1965
- St. Louis to LiverpoolChuck Berry · LP 1964 · Aufnahmen 1957–1964
- The Best of Little WalterLittle Walter · LP 1958 · Singles der 1950er
- Berry Is on TopChuck Berry · LP 1959 · Singles der 1950er
- At Last!Etta James · Aufnahmen 1960 · LP 1961
- Folk SingerMuddy Waters · Aufnahmen September 1963 · LP 1964
- The Real Folk BluesSonny Boy Williamson · nach seinem Tod zusammengestellt
02 / The Real Folk Blues
Folk auf dem Cover, Chicago in den Rillen
Als in den 1960er-Jahren junge Leute die Folk-Musik entdeckten, gab Chess drei Sammlungen einen Titel, der genau dieses Publikum ansprach: The Real Folk Blues. Drin steckt trotzdem vor allem elektrischer Chicago-Blues – mit Band, Verstärker und Rhythmusgruppe.
Das wirklich akustische Album der Reihe ist Folk Singer: Muddy Waters mit Buddy Guy an der zweiten Gitarre, aufgenommen im September 1963 in den Ter-Mar Studios in Chicago.
„Chess nannte es The Real Folk Blues … wegen der riesigen, immer weiter wachsenden Schar junger Leute, die Folk liebten – das haben sie mit dem Titel genutzt.“
03 / Alle Platten
Alle 10 Chess-Platten
Tipp auf einen Namen, um nur seine Platten zu sehen, oder zeig nur, was sofort lieferbar ist. Preise und Lieferstatus kommen live aus dem Shop.
LP 1958 · Singles der 1950er · Mono

The Best of Little Walter
Little Walter
Mit „Juke“, dem Instrumental, das 1952 an die Spitze der R&B-Charts ging, und Willie Dixons „My Babe“. Liner Notes von Studs Terkel.
Hör mal rein „Juke“ – das Instrumental, das 1952 an die Spitze der R&B-Charts ging; es eröffnet die zweite Seite.
Mit Muddy Waters und Jimmy Rogers
LP 1958 · Aufnahmen 1948–1954 · Mono

The Best of Muddy Waters
Muddy Waters
Die erste LP von Chess (laut Acoustic Sounds): zwölf Singles, darunter „Rollin’ Stone“ und „Hoochie Coochie Man“.
Hör mal rein „Rollin’ Stone“ – Muddy Waters singt und spielt allein, nur Stimme und elektrische Gitarre.
Mit Little Walter, Jimmy Rogers, Otis Spann und Willie Dixon
„Es gibt nicht so viele audiophile Neuauflagen von Muddy Waters … zum Glück haben wir jetzt noch eine Ausgabe auf hohem Niveau, in die wir eintauchen können.“
LP 1959 · Singles der 1950er · Mono

Berry Is on Top
Chuck Berry
„Maybellene“, „Roll Over Beethoven“ und „Johnny B. Goode“ auf einer Platte – Chuck Berrys dritte LP.
Hör mal rein „Johnny B. Goode“ – mit Lafayette Leake am Klavier; hör unter Gitarre und Stimme auf das Klavier.
Mit Johnnie Johnson, Lafayette Leake und Willie Dixon
„Diese Platte gehört, in welcher Form auch immer, in jede Plattensammlung. Das ist Geschichte.“
LP 1959 · Aufnahmen 1951–1959 · Mono

Moanin’ in the Moonlight
Howlin’ Wolf
Wolfs erste LP: frühe Aufnahmen mit Sam Phillips in Memphis, dann Chicago – mit „Smokestack Lightnin’“.
Hör mal rein „Smokestack Lightnin’“ – eine wiederkehrende Gitarrenfigur, um die Wolf seine Rufe und Phrasen baut.
Mit Hubert Sumlin, Willie Johnson, Ike Turner und Otis Spann
„Was für ein authentisches, raues Stück Musik.“
Aufnahmen 1960 · LP 1961

At Last!
Etta James
Ihr erstes Studioalbum, für die Chess-Tochter Argo. Riley Hampton schrieb die Arrangements mit Streichern; mit „At Last“ und „Stormy Weather“.
Hör mal rein „At Last“ – ein Song aus dem Film Sun Valley Serenade von 1941; Etta James nahm ihn 1960 mit Riley Hamptons Arrangement auf.
Mit Riley Hampton
„Ich schätze ihre kraftvolle, wirklich kraftvolle Art zu singen sehr.“
LP 1964 · Aufnahmen 1957–1964

St. Louis to Liverpool
Chuck Berry
„No Particular Place to Go“, „You Never Can Tell“ und „Promised Land“ auf einem Album.
Hör mal rein „You Never Can Tell“ – Michael 45 erinnert im Video an die Tanzszene aus Pulp Fiction. Video ab 10:22
Mit Johnnie Johnson, Lafayette Leake und Willie Dixon
Über „You Never Can Tell“
„Selbst wenn es nur um diesen Song und diese Qualität ginge – schon dafür lohnt sie sich, finde ich.“
Aufnahmen September 1963 · LP 1964 · Mono

Folk Singer
Muddy Waters
Akustisch, in den Ter-Mar Studios in Chicago: Buddy Guy an der zweiten Gitarre, Willie Dixon am Kontrabass. Neun Titel wie im Original.
Hör mal rein „My Home Is in the Delta“ – der Eröffnungstitel: Muddy Waters mit akustischen Gitarren statt elektrischer Band.
Mit Buddy Guy, Willie Dixon und Clifton James
Aufnahmen 1947–1964 · Mono

The Real Folk Blues
Muddy Waters
Siebzehn Jahre in zwölf Songs – von den frühen Aristocrat-Aufnahmen bis „Mannish Boy“.
Hör mal rein „Mannish Boy“ – Muddys Antwort auf Bo Diddleys „I’m a Man“, aufgenommen 1955.
Mit Little Walter, Otis Spann, Jimmy Rogers und Willie Dixon
„Wir haben hier eine wunderschöne, wunderschöne Zusammenstellung von Muddy Waters.“
Aufnahmen 1956–1965 · Mono

The Real Folk Blues
Howlin’ Wolf
Mit „Killing Floor“: elektrischer Chicago-Blues trotz des Folk-Titels, aus Aufnahmen von 1956 bis 1965.
aus digitalen Quellen gemastert (laut Hersteller)
Hör mal rein „Killing Floor“ – eine Gitarrenfigur, die nach vorn drängt, und darüber Wolfs Stimme.
Mit Hubert Sumlin, Buddy Guy, Otis Spann und Willie Dixon
nach seinem Tod zusammengestellt

The Real Folk Blues
Sonny Boy Williamson
Nach seinem Tod 1965 aus teils unveröffentlichten Aufnahmen zusammengestellt, von „One Way Out“ bis „Too Old to Think“, mit „Bring It On Home“. Liner Notes von Willie Dixon.
Hör mal rein „Bring It On Home“ – von Willie Dixon geschrieben, mit Matt „Guitar“ Murphy, lange bevor Led Zeppelin darauf zurückgriff.
Mit Otis Spann, Lafayette Leake und Matt „Guitar“ Murphy
Keine Platte passt zu diesem Filter.
Aus Michaels Videos
Was Michael 45 über die Chess-Reihe sagt
Über Berry Is on Top
„Rock ’n’ Roll vom Allerfeinsten.“
„Für alle, die in den Blues einsteigen wollen oder ihn schon lieben: Moanin’ in the Moonlight von Howlin’ Wolf ist, finde ich, eine Platte, die du haben solltest.“
„Diese Blues-Platten sind so interessant, so großartig – und ich tauche immer tiefer in dieses Genre ein.“
Die Ausgabe
So sind die Platten gemacht
- Mastering
- Matthew Lutthans, The Mastering Lab
- Quelle
- 9 der 10 Platten rein analog gemastert; The Real Folk Blues von Howlin’ Wolf laut Hersteller aus digitalen Quellen
- Pressung
- Quality Record Pressings, 180 Gramm, 33⅓ U/min
- Hülle
- Klappcover mit aufgezogenem Druck
- Mono
- 7 der 10 Platten erscheinen in Mono
Häufige Fragen
Kurz beantwortet
Was ist die Chess-Reihe von Acoustic Sounds?
Eine Neuauflage klassischer Chess-Alben: 180-Gramm-Vinyl, gemastert von Matthew Lutthans in The Mastering Lab, gepresst bei Quality Record Pressings, im Klappcover. Bei Michael 45 findest du 10 Platten der Reihe.
Ist The Real Folk Blues akustischer Folk?
Nein. Trotz des Titels ist es vor allem elektrischer Chicago-Blues; der Titel richtete sich an das junge Folk-Publikum der 1960er-Jahre. Das akustische Album der Reihe ist Folk Singer von Muddy Waters.
Warum sind so viele Platten in Mono?
Die Musik stammt aus der Zeit der Single. 7 der 10 Ausgaben erscheinen in Mono.
Womit fange ich an?
Michael 45 empfiehlt für den Einstieg in den Blues Moanin’ in the Moonlight von Howlin’ Wolf. Über Berry Is on Top sagt er, die Platte gehöre in jede Sammlung.
Angaben aus den Produkttexten von Michael 45 und den Artikelseiten von Acoustic Sounds (18.09.2026). Zitate aus den Videos von Michael 45 mit Zeitmarke, auf Deutsch aus dem Englischen übersetzt. Preis und Lagerstand live aus dem Shop.



