Ein Pianist, zwei Orchester
Artur Rubinstein verbindet diese beiden Werke, doch um ihn herum wechselt das gesamte Ensemble. Rachmaninoffs Rhapsodie über ein Thema von Paganini nahm er am 16. Januar 1956 mit Fritz Reiner und dem Chicago Symphony Orchestra auf. Für Fallas Nächte in spanischen Gärten stand am 25. Mai 1957 Enrique Jordá vor der San Francisco Symphony. Die Kopplung führt damit von Chicago nach Kalifornien und von einem Variationenspiel zu drei musikalischen Landschaften.
Die Aufnahmen entstanden in der Orchestra Hall und im War Memorial Opera House. Es sind zwei eigenständige Sitzungen, keine gemeinsame Produktion beider Dirigenten. Rubinsteins Klavier bildet den Bezugspunkt, an dem sich die unterschiedlichen Werke und Besetzungen miteinander in Beziehung setzen lassen.

Paganinis Thema bekommt 24 Antworten
Rachmaninoff schrieb seine Rhapsodie 1934 in der Schweiz. Grundlage ist die letzte der 24 Capricen Paganinis für Violine solo. Daraus werden 24 Variationen für Klavier und Orchester: ein Werk, das sein Material immer wieder neu anordnet und über wechselnde Aufgaben zwischen Solist und Ensemble verteilt.
Die achtzehnte Variation ist besonders bekannt und wird häufig einzeln gespielt. Innerhalb des vollständigen Werks erhält sie einen anderen Zusammenhang. Hör darauf, welche Stationen ihr vorausgehen und wie sich danach die Bewegung verändert. Die Rhapsodie besteht aus kurzen Abschnitten, deren Wirkung auch von den Übergängen abhängt. Für diese LP-Fassung ist deshalb die Seitenteilung wichtig: Nach Variation XV wird umgedreht; XVI bis XXIV folgen auf der Rückseite der ersten Platte.

Jordá und die spanischen Gärten
Manuel de Falla begann Noches en los jardines de España zunächst als Klavierstücke. Daraus entwickelte sich ein Werk für Klavier und Orchester, vollendet 1915. Die drei Teile heißen „En el Generalife“, „Danza lejana“ und „En los jardines de la Sierra de Córdoba“. Der erste Titel verweist auf die Gärten bei der Alhambra, die anderen öffnen weitere spanische Schauplätze.
Enrique Jordá war von 1954 bis 1963 Musikdirektor in San Francisco. Mit Rubinstein begegnet ihm hier ein Pianist, dessen Verbindung zum Werk weit zurückreicht: Rubinstein hatte es bereits bei einer frühen Aufführung in San Sebastián gehört. Die Aufnahme von 1957 setzt diese persönliche Repertoiregeschichte fort. Im Unterschied zur Folge klar benannter Variationen bei Rachmaninoff kannst du hier größeren Abschnitten nachgehen. Achte darauf, wann das Klavier als einzelne Stimme hervortritt und wann seine Figuren in den Orchesterklang eingehen. Eine Gitarre verlangt Fallas Partitur übrigens nicht.
Diese 45er verwendet eine Bandkopie
AAPC 2430-45 enthält beide Werke auf zwei 180-Gramm-Stereo-LPs mit 45 RPM, gepresst bei Quality Record Pressings. Acoustic Sounds nennt Matthew Lutthans, The Mastering Lab, und ausdrücklich eine Bandkopie als Quelle. Ein Einlegeblatt gehört dazu. Die erste LP enthält Rachmaninoff, die zweite Falla: dessen erster Teil steht auf Seite A, die beiden folgenden auf Seite B. Der Seitenwechsel innerhalb der Rhapsodie liegt nach Variation XV.
Michael 45 hält die Platten in Deutschland und verschickt sie aus Hilden, sodass Kunden keinen eigenen Import aus den USA organisieren und nicht auf die Zollabfertigung warten müssen.
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Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Artur Rubinstein | Klavier |
| Fritz Reiner | Dirigat |
| Chicago Symphony Orchestra | Orchester |
| Enrique Jordá | Dirigat |
| San Francisco Symphony | Orchester |
Reiner und das Chicago Symphony Orchestra: Rachmaninoff. Jordá und die San Francisco Symphony: Falla. Rubinstein ist der Pianist beider Aufnahmen.







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