Art Pepper – +11

44,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Geschwindigkeit
33⅓ RPM
Quelle
Rein analog (AAA)
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Jazz

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LabelContemporary Records (Acoustic Sounds Series)
KatalognummerACONC 383
GenreJazz
Anzahl Platten1

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

I am aware and agree, that the Record will be put out of the original shrink wrap (this will be included to the delivery).

Schutz für diese Ausgabe

Gatefold · 1 LP

Das aufklappbare Cover lässt sich auf zwei Arten schützen:

Für die Platte: eine Innenhülle. Außenhüllen schützen das Cover; Innenhüllen schützen jeweils eine Schallplatte. Bereits passende Innenhüllen kannst du weiterverwenden.

Zwölf Klassiker zwischen Solostimme und Ensemble

Der Albumtitel nennt eine ungewöhnlich genaue Größenordnung: Art Pepper plus elf. Gemeint ist kein gewöhnliches Quartett, aber auch nicht einfach eine beliebig vergrößerte Begleitband. Art Pepper + Eleven: Modern Jazz Classics stellt Peppers Solostimme in einen sorgfältig arrangierten Ensemblezusammenhang. Marty Paich schrieb die Arrangements und leitete die Musiker. Zwölf Stücke aus dem Repertoire des modernen Jazz bilden das Programm, aufgenommen an drei Tagen im Frühjahr 1959 in den Contemporary-Studios in Los Angeles.

Die Auswahl liest sich wie eine persönliche Landkarte des Jazz seit den vierziger Jahren. Charlie Parker und Dizzy Gillespie sind ebenso vertreten wie Thelonious Monk, Horace Silver, Gerry Mulligan, Jimmy Giuffre und Sonny Rollins. Der Begriff „Classics“ bezeichnet hier also Musik, die zum Zeitpunkt der Aufnahme noch keine jahrzehntelang abgeschlossene Vergangenheit war. Paich und Pepper behandeln dieses Material als lebendiges Repertoire. Die Stücke erhalten neue Ensemblefassungen, ohne dass ihre prägnanten melodischen Identitäten dafür verschwinden müssten.

Gerade der Abstand zwischen einer einzelnen Solostimme und einem mehrstimmigen Arrangement macht die Platte interessant. Ein Thema kann im Bläsersatz einen anderen Umriss bekommen als im kleinen Comboformat. Ein Solist wiederum steht nicht nur vor einer Rhythmusgruppe, sondern reagiert auf vorbereitete Farben, Antworten und Übergänge. Für den Hörer entsteht daraus eine doppelte Aufmerksamkeit: auf Pepper als Persönlichkeit und auf die Form, die Paich um die Stücke und ihre Improvisationen herum entwickelt.

Lester Koenig produzierte, Roy DuNann und Howard Holzer werden als Toningenieure genannt. Die Originalausgaben erschienen bei Contemporary als M3568 beziehungsweise S7568. Diese Neuauflage präsentiert die Stereofassung. Wer Pepper vor allem aus einer kleineren Besetzung kennt, findet hier deshalb eine wertvolle Ergänzung. Nicht die Zahl der Musiker allein begründet den Unterschied, sondern die Art, wie individuelle Beweglichkeit und geschriebene Stimmen zusammenarbeiten. Das Album bietet genug Übersicht für den ersten Zugang und genügend personelle wie musikalische Details für wiederholtes, genaueres Hören.

Art Pepper · um 1960 · historisch inspirierte Illustration
Art Pepper · um 1960

Elf Begleiter — mit wechselnden Namen

Die Aufnahmetage waren der 14. März, der 28. März und der 12. Mai 1959. Über alle drei Termine hinweg ergibt sich eine längere Namensliste, als der Titel zunächst erwarten lässt: Einige Bläserpositionen wurden unterschiedlich besetzt. „Plus Eleven“ bedeutet daher nicht, dass alle in den Gesamtcredits genannten Musiker gleichzeitig spielten. Diese Unterscheidung ist wichtig, wenn man die Platte sammeln, vergleichen oder ihre Besetzung genauer kennenlernen möchte. Im Musikerblock sind die wechselnden Beiträge den jeweiligen Titeln zugeordnet.

Jack Sheldon spielt Trompete; Pete Candoli ist auf „Opus de Funk“, „’Round Midnight“, „Walkin’ Shoes“ und „Airegin“ beteiligt. Bei den übrigen acht Titeln übernimmt Al Porcino die entsprechende Trompetenposition. Dick Nash wird an der Posaune geführt, Bob Enevoldsen mit Ventilposaune und Tenorsaxofon, Vincent DeRosa am Waldhorn. Bereits diese Instrumente zeigen, dass Paich mehr als einen gewöhnlichen Saxofon-und-Trompeten-Satz zur Verfügung hatte. Vor allem das Horn und die unterschiedlichen tiefen beziehungsweise mittleren Bläserfarben erweitern die Möglichkeiten des Ensembles.

Auch im Saxofonbereich wechseln die Namen: Herb Geller, Bud Shank und Charlie Kennedy gehören zu unterschiedlichen Terminen, ebenso Bill Perkins und Richie Kamuca. Med Flory spielt Baritonsaxofon. Am Klavier sitzt Russ Freeman, der Jazzpianist, nicht der gleichnamige spätere Gitarrist. Joe Mondragon übernimmt den Kontrabass, Mel Lewis das Schlagzeug. Paichs eigener Credit lautet Arrangement und Leitung; die Klavierstimme sollte ihm deshalb nicht versehentlich zugeschrieben werden.

Pepper selbst wird mit Alt- und Tenorsaxofon sowie Klarinette geführt. Die Klarinette ist insbesondere bei „Anthropology“ belegt; daraus folgt nicht, dass jedes der genannten Instrumente auf jedem Titel erklingt. Gerade eine solche Platte lohnt eine genaue Lektüre der Credits. Sie erklären nicht die Musik anstelle des Hörens, machen aber Unterschiede erkennbar, die hinter dem bekannten Namen auf der Vorderseite leicht verschwinden. Aus einem vermeintlich einheitlichen Begleitapparat werden konkrete Musiker mit klar umrissenen Beiträgen.

Pete Candoli · 1950er-Jahre · historisch inspirierte Illustration
Pete Candoli · 1950er-Jahre

Eine kleine Geschichte des modernen Jazz

„Move“ von Denzil Best eröffnet das Programm. Danach folgen Gillespies „Groovin’ High“ und Horace Silvers „Opus de Funk“: drei verschiedene melodische und rhythmische Charaktere, die schon am Anfang zeigen, wie weit der Begriff moderner Jazz hier gefasst ist. Es geht nicht nur um die Wiederholung einer einzigen Spielhaltung. Ein guter Höransatz ist, auf den Wechsel zwischen Themenvorstellung, Satzarbeit und Soloraum zu achten. Wo wird eine Melodie gemeinsam getragen, wo bekommt sie durch eine einzelne Stimme neues Gewicht?

„’Round Midnight“ bringt Monks unverwechselbares Lied in diese Folge. „Four Brothers“ verweist auf Jimmy Giuffre und die Geschichte des Saxofonsatzes, „Shaw ’Nuff“ zurück auf Parker und Gillespie. Die erste Seite stellt damit Stücke nebeneinander, deren ursprüngliche Zusammenhänge sehr verschieden waren. Paichs Arrangements bilden die verbindende Ebene. Für Sammler liegt ein besonderer Reiz darin, diese Fassungen mit anderen bekannten Aufnahmen derselben Kompositionen im Kopf zu hören, ohne von ihnen bloße Nachbildungen zu erwarten.

Die zweite Seite beginnt mit „Bernie’s Tune“ und Gerry Mulligans „Walkin’ Shoes“. „Anthropology“, „Airegin“, „Walkin’“ und „Donna Lee“ vervollständigen das Dutzend. Rollins’ „Airegin“ gehört dabei genauso selbstverständlich zum Programm wie die mit Parker verbundenen Bebopthemen. Der Titel „Modern Jazz Classics“ wird dadurch konkret: Nicht eine chronologische Lehrstunde, sondern ein ausgewähltes Repertoire steht im Mittelpunkt. Die Kompositionen bleiben unterscheidbar und werden trotzdem Teil einer gemeinsam gedachten Albumform.

Bei den zwölf vergleichsweise kompakten Stücken lässt sich der Blick gut von einem Durchgang zum nächsten verändern. Einmal kann Peppers Linie im Vordergrund stehen, dann die Arbeit der Rhythmusgruppe oder der Wechsel der Bläserfarben. Das Ensembleformat bietet viele Einzelheiten, ohne dafür auf seitenlange Solostrecken angewiesen zu sein. Die Wirkung entsteht aus der Verteilung des Materials und der Beziehung zwischen geschriebenen Passagen und improvisierten Stimmen. Genau diese Verbindung macht die Platte zu einer eigenständigen Begegnung mit bekannten Kompositionen — und nicht bloß zu einer Sammlung vertrauter Titel.

Contemporary, Bernie Grundman und eine klare Ausgabe

Die angebotene Platte trägt die Bestellnummer ACONC 383 und gehört zur Contemporary Records Acoustic Sounds Series von Craft Recordings. Sie sollte nicht mit der gleichnamigen Verve/UMe-Reihe zusammengeworfen werden. Hier handelt es sich um eine 180-Gramm-Stereo-LP mit 33⅓ Umdrehungen pro Minute, gepresst bei Quality Record Pressings. Bernie Grundman verantwortet das vollständig analoge Mastering von den Originalbändern. Das Stoughton-Tip-on-Cover gehört zur Ausstattung dieser Ausgabe; ein Klappcover wird damit nicht automatisch zugesagt.

Die konkrete Herstellungsgeschichte ist für diese Aufnahme besonders willkommen, weil der Name Contemporary oft bereits starke Erwartungen weckt. Roy DuNann und Howard Holzer stehen für die historische Aufnahmearbeit, Grundman für diese Neubearbeitung, QRP für die Pressung. Das sind unterschiedliche Schritte. Gemeinsam bilden sie den Weg von den drei Los-Angeles-Sessions zur heutigen LP. Besonders für eine Sammlung verschiedener Contemporary-Alben ist diese Zuordnung hilfreich: Das historische Aufnahmeteam bleibt erkennbar, während Schnitt und Herstellung der konkreten Neuauflage genau benannt sind.

Eine einzelne 33er bewahrt die ursprüngliche Aufteilung in sechs Stücke je Seite. Bei einem Album mit zwölf kompakten Arrangements hat das einen handfesten Vorteil: Man hört mehrere unterschiedliche Ensembleideen in unmittelbarer Folge, bevor die Platte gewendet werden muss. Die dramaturgischen Nachbarschaften bleiben erhalten. Wer sich beim zweiten Durchgang gezielt auf einen Bläser oder auf Mel Lewis konzentrieren möchte, findet zugleich eine übersichtliche Tracklist mit nachvollziehbaren Positionsangaben. So passen Albumfluss und genaues Nachschlagen gut zusammen.

Bei historischen Credits ist eine Besonderheit zu beachten: Eine dokumentierte Hüllenangabe enthält eine widersprüchliche Zuordnung des März-Termins, bei der ein Titel doppelt und ein anderer gar nicht erscheint. Die hier verwendete Zuordnung wurde deshalb mit der Sessiondiskografie abgeglichen. Ungeklärte Details werden nicht durch vermeintliche Präzision ersetzt. Das Ergebnis bleibt eine Einladung zu dieser außergewöhnlichen Besetzung: Pepper als Solostimme, Paich als Gestalter und ein Ensemble voller eigenständiger Persönlichkeiten. Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Art PepperPorträt: um 1960Altsaxofon, Tenorsaxofon, Klarinette (u. a. B3)Mitwirkung: Alle Titel
  • Marty PaichArrangement, LeitungMitwirkung: Alle Titel
  • Jack SheldonPorträt: BestandsporträtTrompeteMitwirkung: Alle Titel
  • Pete CandoliPorträt: 1950er-JahreTrompeteMitwirkung: A3, A4, B2, B4
  • Al PorcinoTrompeteMitwirkung: A1, A2, A5, A6, B1, B3, B5, B6
  • Dick NashPosauneMitwirkung: Alle Titel
  • Bob EnevoldsenVentilposaune, TenorsaxofonMitwirkung: Alle Titel
  • Vincent DeRosaWaldhornMitwirkung: Alle Titel
  • Herb GellerPorträt: 1971 · spätere PorträtvorlageAltsaxofonMitwirkung: A3, A4, B2, B4
  • Bud ShankAltsaxofonMitwirkung: A2, A6, B3, B6
  • Charlie KennedyAltsaxofonMitwirkung: A1, A5, B1, B5
  • Bill PerkinsTenorsaxofonMitwirkung: A2–A4, A6, B2–B4, B6
  • Richie KamucaPorträt: 1965TenorsaxofonMitwirkung: A1, A5, B1, B5
  • Med FloryBaritonsaxofonMitwirkung: Alle Titel
  • Russ FreemanKlavierMitwirkung: Alle Titel
  • Joe MondragonKontrabassMitwirkung: Alle Titel
  • Mel LewisPorträt: 1959SchlagzeugMitwirkung: Alle Titel

Drei Sessions 1959; die Titelzuordnung folgt der abgeglichenen Diskografie. Mehrfachinstrumente sind Albumcredits, keine Behauptung sämtlicher Instrumente auf jedem Titel. Marty Paich arrangiert und dirigiert; Russ Freeman spielt Klavier.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,7 kg

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Art PepperPorträt: um 1960Altsaxofon, Tenorsaxofon, Klarinette (u. a. B3)Mitwirkung: Alle Titel
  • Marty PaichArrangement, LeitungMitwirkung: Alle Titel
  • Jack SheldonPorträt: BestandsporträtTrompeteMitwirkung: Alle Titel
  • Pete CandoliPorträt: 1950er-JahreTrompeteMitwirkung: A3, A4, B2, B4
  • Al PorcinoTrompeteMitwirkung: A1, A2, A5, A6, B1, B3, B5, B6
  • Dick NashPosauneMitwirkung: Alle Titel
  • Bob EnevoldsenVentilposaune, TenorsaxofonMitwirkung: Alle Titel
  • Vincent DeRosaWaldhornMitwirkung: Alle Titel
  • Herb GellerPorträt: 1971 · spätere PorträtvorlageAltsaxofonMitwirkung: A3, A4, B2, B4
  • Bud ShankAltsaxofonMitwirkung: A2, A6, B3, B6
  • Charlie KennedyAltsaxofonMitwirkung: A1, A5, B1, B5
  • Bill PerkinsTenorsaxofonMitwirkung: A2–A4, A6, B2–B4, B6
  • Richie KamucaPorträt: 1965TenorsaxofonMitwirkung: A1, A5, B1, B5
  • Med FloryBaritonsaxofonMitwirkung: Alle Titel
  • Russ FreemanKlavierMitwirkung: Alle Titel
  • Joe MondragonKontrabassMitwirkung: Alle Titel
  • Mel LewisPorträt: 1959SchlagzeugMitwirkung: Alle Titel

Drei Sessions 1959; die Titelzuordnung folgt der abgeglichenen Diskografie. Mehrfachinstrumente sind Albumcredits, keine Behauptung sämtlicher Instrumente auf jedem Titel. Marty Paich arrangiert und dirigiert; Russ Freeman spielt Klavier.


Seite A

  • A1 · Move (3:26)
  • A2 · Groovin‘ High (3:22)
  • A3 · Opus de Funk (3:13)
  • A4 · ‚Round Midnight (3:32)
  • A5 · Four Brothers (2:57)
  • A6 · Shaw ‚Nuff (2:58)

Seite B

  • B1 · Bernie’s Tune (2:41)
  • B2 · Walkin‘ Shoes (3:31)
  • B3 · Anthropology (3:22)
  • B4 · Airegin (3:04)
  • B5 · Walkin‘ (4:15)
  • B6 · Donna Lee (3:23)