Art Pepper – Smack Up

44,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Geschwindigkeit
33⅓ RPM
Quelle
Rein analog (AAA)
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Jazz

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LabelContemporary Records (Acoustic Sounds Series)
KatalognummerACONC 706
GenreJazz
Anzahl Platten1

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

Mir ist bewusst und ich stimme zu, dass die Platte aus der Originalfolie genommen wird (die Folie liegt der Lieferung bei).

Ein Saxofonist begegnet den Ideen anderer Saxofonisten

Smack Up hat eine ebenso einfache wie ergiebige Programmidee: Art Pepper spielt Kompositionen von Saxofonisten. Harold Land, Buddy Collette, Benny Carter, Duane Tatro und Ornette Coleman sind mit je einem Stück vertreten; Pepper steuert Las Cuevas de Mario bei. Das verbindende Instrument der Autoren führt dabei keineswegs zu einem einheitlichen musikalischen Blickwinkel. Unterschiedliche Persönlichkeiten liefern das Material, aus dem ein Quintett seine eigene Folge gestaltet. Die Platte lässt sich deshalb als Begegnung zwischen kompositorischer Idee und persönlicher Ausführung verstehen. Was jemand geschrieben hat und was ein anderer daraus macht, bleibt miteinander verbunden, ohne deckungsgleich werden zu müssen.

Die Aufnahmen entstanden am 24. und 25. Oktober 1960 bei Contemporary Records in Los Angeles. Lester Koenig produzierte, Roy DuNann verantwortete den Ton. Pepper spielt Altsaxofon, Jack Sheldon Trompete, Pete Jolly Klavier, Jimmy Bond Kontrabass und Frank Butler Schlagzeug. Diese fünf Namen bilden die tatsächliche Aufnahmebesetzung. Die anderen Saxofonisten sind über ihre Kompositionen gegenwärtig; sie spielen auf dieser Sitzung nicht mit. Gerade diese Unterscheidung macht das Konzept deutlich: Ein festes Ensemble begegnet verschiedenen musikalischen Ausgangspunkten und schafft daraus ein zusammenhängendes Album.

Für Hörer, die Pepper bereits kennen, bietet die Auswahl einen besonderen Zugang zu seiner Persönlichkeit. Die Frage lautet nicht nur, wie er ein eigenes Thema behandelt, sondern wie seine musikalische Sprache auf fremde Vorstellungen reagiert. Wer neu zu ihm kommt, erhält zugleich eine überschaubare Verbindung zu mehreren anderen Autoren des Jazz. Die sechs Stücke sind keine umfassende Geschichte des Saxofons. Sie bilden eine konkrete Auswahl, die innerhalb derselben zwei Aufnahmetage und mit denselben Partnern Gestalt annahm. Darin liegt ihr Zusammenhang: Verschiedenes Material trifft auf eine gemeinsame musikalische Gegenwart, und diese Beziehung lässt sich Stück für Stück verfolgen.

Art Pepper · freie Illustration nach einer Porträtvorlage vom November 1960 · historisch inspirierte Illustration
Art Pepper · freie Illustration nach einer Porträtvorlage vom November 1960

Sechs Kompositionen, sechs Ausgangspunkte

Das Titelstück Smack Up stammt von Harold Land und eröffnet Seite A. Darauf folgt Peppers Las Cuevas de Mario, dessen 5/4-Takt einen besonders markanten Orientierungspunkt im Programm bildet. Fünf Schläge in einem Takt können zunächst ungewohnt erscheinen; beim Hören muss daraus aber keine Rechenaufgabe werden. Interessant ist, wie eine Melodie und ihre Begleitung innerhalb dieser Ordnung Bewegung finden. Ein wiederkehrender Puls wird zu etwas, das die Musiker unterschiedlich gewichten können. Peppers eigenes Stück steht so mitten im Austausch mit den Kompositionen seiner Kollegen und bringt eine konkrete rhythmische Besonderheit in die Auswahl.

A Bit of Basie von Buddy Collette beschließt die erste Seite. Schon der Titel verweist auf eine weitere musikalische Persönlichkeit, die weder als Spieler noch als Autor dieser Aufnahme geführt wird: Count Basie ist der Bezug im Namen des Stücks. Seite B beginnt mit How Can You Lose von Benny Carter, gefolgt von Maybe Next Year aus der Feder Duane Tatros. Die Autorenfolge lässt verschiedene Vorstellungen nebeneinanderstehen. Statt die Stücke nur als Solounterlagen zu betrachten, kannst du ihre Themen und Übergänge bewusst als Ausgangsmaterial wahrnehmen. Dann wird deutlicher, worauf die jeweiligen Interpretationen reagieren.

Mit Tears Inside von Ornette Coleman endet die LP. Diese Position ist innerhalb des Konzepts besonders reizvoll: Eine Komposition Colemans steht hier in einer Quintettbesetzung mit Klavier, neben Werken der anderen genannten Saxofonisten. Das lädt dazu ein, zwischen einem Stück und den üblichen Vorstellungen über seinen Autor zu unterscheiden. Eine Komposition kann in eine andere musikalische Umgebung treten und dort neue Beziehungen eingehen. Die sechs Titel verteilen sich gleichmäßig auf beide Plattenseiten. Solid Citizens und dessen Alternativfassung, die in erweiterten CD-Programmen erscheinen, gehören nicht zu dieser LP. Die ursprüngliche Auswahl bleibt als klar umrissener Ablauf erhalten.

Altsaxofon, Trompete und Notenpult · freie Vignette zur Quintettbesetzung; keine konkreten Studioinstrumente · historisch inspirierte Illustration
Altsaxofon, Trompete und Notenpult · freie Vignette zur Quintettbesetzung; keine konkreten Studioinstrumente

Art Pepper, Jack Sheldon und die drei Stimmen der Rhythmusgruppe

Altsaxofon und Trompete geben dem Quintett zwei klar unterscheidbare Bläserstimmen. Pepper und Jack Sheldon stehen dabei innerhalb einer gemeinsamen Besetzung, die mit dem Material verschiedener Autoren arbeitet. Ein nützlicher Hörzugang ist, auf den Wechsel zwischen Thema und individueller Linie zu achten. Welche Eigenschaften einer Melodie bleiben als Orientierung hörbar? Wann verschiebt sich die Aufmerksamkeit auf die Art, wie ein Ton angesetzt oder eine Phrase beendet wird? Die Kombination zweier Instrumente macht außerdem deutlich, dass musikalische Identität nicht allein aus der geschriebenen Linie entsteht. Dieselbe Aufgabe kann durch unterschiedliche Stimmen eine andere Gestalt bekommen.

Pete Jolly bringt das Klavier in diese Beziehung, Jimmy Bond den Kontrabass und Frank Butler das Schlagzeug. Ihre Rollen greifen ineinander, bleiben aber eigenständig. Das Klavier kann den harmonischen Verlauf deutlich machen und auf eine Bläserphrase reagieren; der Bass verbindet das tiefe Register mit dem Fortgang der Musik; das Schlagzeug gestaltet die rhythmische Ebene. Beim erneuten Hören lohnt es sich, einen dieser Musiker zum Ausgangspunkt zu nehmen. So wird aus einer scheinbar vertrauten Quintettbesetzung ein Geflecht konkreter Entscheidungen. Die Begleitung erhält Aufmerksamkeit als Teil der Interpretation und nicht bloß als Unterlage für das, was vorne geschieht.

Auch Leonard Feathers Begleittext gehört zum historischen Rahmen des Albums. Er lenkt den Blick auf Peppers Verständnis musikalischer Individualität: die persönliche Art, Zeit und Klang zu gestalten. Das passt zu einer Platte, deren Material ausdrücklich von verschiedenen Autoren stammt. Ein fremdes Stück muss die eigene Stimme nicht verdecken; es kann sie in einer neuen Beziehung sichtbar machen. Für eine Sammlung ist Smack Up daher mehr als ein weiterer Eintrag in einer ohnehin reichen Diskografie. Das nachvollziehbare Konzept, die feste Besetzung und die sechs unterschiedlichen Ausgangspunkte geben der Aufnahme eine eigene Form, die sich beim wiederholten Hören aus mehreren Richtungen erschließen lässt.

Contemporary, Craft und Bernie Grundmans analoge Bearbeitung

Die hier angebotene Ausgabe führt im Shop die Artikelnummer ACONC 706; die Katalognummer der Veröffentlichung lautet CR00706. Sie gehört zur Contemporary Records Acoustic Sounds Series von Craft Recordings. Diese Zuordnung ist wichtig: Die Reihe wird zwar in Zusammenarbeit mit Acoustic Sounds betreut, die Ausgabe ist jedoch keine Analogue-Productions-Veröffentlichung. Bernie Grundman schnitt laut Herausgeber die Lackfolien AAA aus den originalen analogen Masterbändern. Diese ausdrücklich dokumentierte Angabe bezieht sich auf die vorliegende Neuauflage; sie wird nicht allein aus einem allgemeinen Verweis auf ältere Analogaufnahmen abgeleitet.

Die 180-Gramm-Stereo-LP wird bei Quality Record Pressings gepresst und mit 33⅓ U/min abgespielt. Sie kommt im Stoughton-Tip-on-Cover mit einer entsprechenden QRP-Innenhülle. Die historische Coverfotografie stammt von William Claxton, die Gestaltung wird Robert Guidi und George Kershaw zugeschrieben. Produktions- und Gestaltungsgeschichte greifen hier ineinander: Koenig und DuNann stehen für die Aufnahme von 1960, Grundman und QRP für diese spätere Vinylherstellung. So bleibt nachvollziehbar, welche Arbeit zu welchem Zeitpunkt gehört. Eine sorgfältige Wiederveröffentlichung gewinnt gerade dadurch Kontur, dass diese Ebenen nicht miteinander verwechselt werden.

Drei Stücke auf jeder Seite bewahren den konzentrierten Verlauf. Nach A Bit of Basie folgt der einzige Seitenwechsel; die zweite Hälfte führt schließlich zu Coleman. Das Format erlaubt, die sechs Kompositionen als zusammenhängende Auswahl zu hören, ohne deren Unterschiede einzuebnen. Für Pepper-Sammler und für neugierige Hörer kleiner Jazzbesetzungen bietet das Album einen klaren Gegenstand: fünf Musiker, sechs Autoren und viele Möglichkeiten, Persönlichkeit in bekanntem oder fremdem Material zu entdecken. Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Art PepperPorträt um 1960AltsaxofonMitwirkung: Quintett der sechs Originaltitel
  • Jack SheldonVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungTrompeteMitwirkung: Quintett der sechs Originaltitel
  • Pete JollyKlavierMitwirkung: Quintett der sechs Originaltitel
  • Jimmy BondKontrabassMitwirkung: Quintett der sechs Originaltitel
  • Frank ButlerVorhandene Porträtvorlage 1956SchlagzeugMitwirkung: Quintett der sechs Originaltitel

Contemporary Records, Los Angeles, 24.–25.10.1960. Lester Koenig: Produktion; Roy DuNann: Ton; Leonard Feather: Liner Notes; William Claxton: Fotografie; Guidi/Kershaw: Covergestaltung. Sechs Originaltitel. Komponisten in Titelfolge: Harold Land, Art Pepper, Buddy Collette, Benny Carter, Duane Tatro, Ornette Coleman. Keine Solid-Citizens-Bonustracks. Original-Veröffentlichungsjahr in den Quellen widersprüchlich (1960/©1962); sicher datiert ist die Aufnahme. Craft/Contemporary-Neuauflage, nicht Analogue Productions.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,7 kg

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Art PepperPorträt um 1960AltsaxofonMitwirkung: Quintett der sechs Originaltitel
  • Jack SheldonVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungTrompeteMitwirkung: Quintett der sechs Originaltitel
  • Pete JollyKlavierMitwirkung: Quintett der sechs Originaltitel
  • Jimmy BondKontrabassMitwirkung: Quintett der sechs Originaltitel
  • Frank ButlerVorhandene Porträtvorlage 1956SchlagzeugMitwirkung: Quintett der sechs Originaltitel

Contemporary Records, Los Angeles, 24.–25.10.1960. Lester Koenig: Produktion; Roy DuNann: Ton; Leonard Feather: Liner Notes; William Claxton: Fotografie; Guidi/Kershaw: Covergestaltung. Sechs Originaltitel. Komponisten in Titelfolge: Harold Land, Art Pepper, Buddy Collette, Benny Carter, Duane Tatro, Ornette Coleman. Keine Solid-Citizens-Bonustracks. Original-Veröffentlichungsjahr in den Quellen widersprüchlich (1960/©1962); sicher datiert ist die Aufnahme. Craft/Contemporary-Neuauflage, nicht Analogue Productions.


Seite A

  • A1 · Smack Up (4:14)
  • A2 · Las Cuevas De Mario (7:06)
  • A3 · A Bit Of Basie (7:23)

Seite B

  • B1 · How Can You Lose (6:52)
  • B2 · Maybe Next Year (4:20)
  • B3 · Tears Inside (7:42)