John Coltrane – ‚Live‘ At The Village Vanguard

44,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Sterling Sound
Geschwindigkeit
33⅓ RPM
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Jazz

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LabelImpulse (Acoustic Sounds Series)
KatalognummerAIMP 78201
GenreJazz
Anzahl Platten1

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

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Artikelnummer: AIMP 78201 Kategorien: , , , ,

Schutz für diese Ausgabe

Gatefold · 1 LP

Das aufklappbare Cover lässt sich auf zwei Arten schützen:

Für die Platte: eine Innenhülle. Außenhüllen schützen das Cover; Innenhüllen schützen jeweils eine Schallplatte. Bereits passende Innenhüllen kannst du weiterverwenden.

Drei Stücke aus einem New Yorker Jazzclub

November 1961, Village Vanguard, New York: John Coltrane steht mit seiner Musik in einem Club, dessen Name später eng mit dieser Aufnahme verbunden bleiben sollte. „Live“ at the Village Vanguard erschien 1962 bei Impulse! und konzentriert das Material auf drei Stücke. Diese knappe Zahl sagt wenig über die musikalische Reichweite der Platte. „Spiritual“, „Softly as in a Morning Sunrise“ und „Chasin’ the Trane“ eröffnen sehr unterschiedliche Räume. Gemeinsam bilden sie ein Album, das nicht den Anspruch erhebt, sämtliche Auftritte dieses Engagements abzubilden, sondern eine bestimmte Auswahl als geschlossene Veröffentlichung vorstellt.

Bob Thiele produzierte, Rudy Van Gelder zeichnete für die Aufnahme verantwortlich. Der Name Van Gelder bezeichnet hier den Toningenieur, nicht den Aufnahmeort: Die Musik entstand im Village Vanguard und nicht in seinem Studio in Englewood Cliffs. Diese Unterscheidung ist mehr als eine diskografische Kleinigkeit. Das Album hält Liveaufführungen fest, bei denen die Musiker ihre Formen im zeitlichen Verlauf einer Darbietung entwickeln. Die Veröffentlichung macht daraus zwei Plattenseiten, deren Aufbau bis heute einen eigenen Zugang zu dieser Phase Coltranes eröffnet.

Coltrane ist mit Tenor- und Sopransaxofon beteiligt; Eric Dolphy bringt auf „Spiritual“ die Bassklarinette ein. McCoy Tyner, Reggie Workman, Jimmy Garrison und Elvin Jones gehören ebenfalls zu den Credits, jedoch nicht alle gleichzeitig zu jedem Titel. Gerade bei einem später vielfach erweiterten Livebestand ist es wichtig, die ursprüngliche LP ernst zu nehmen. Diese Platte ist weder eine beliebig verkürzte Gesamtausgabe noch die Dokumentation einer einzigen unveränderten Besetzung. Ihre drei Aufführungen besitzen jeweils eine eigene instrumentale Gestalt. Darin liegt ein wesentlicher Teil ihres Reizes: Der gemeinsame künstlerische Zusammenhang bleibt bestehen, während sich die Mittel verändern.

John Coltrane · Tenorsaxofon · 1961 · historisch inspirierte Illustration
John Coltrane · Tenorsaxofon · 1961

Spiritual, ein Standard und eine ganze Seite Trane

„Spiritual“ eröffnet die erste Seite mit gut dreizehn Minuten. Dolphys Bassklarinette erweitert die Klangmöglichkeiten des Ensembles um eine tiefe Holzbläserstimme, die sich deutlich von einem weiteren Saxofon unterscheidet. Der Titel steht als Coltrane-Komposition im Programm. Für das Hören ist zunächst die Kombination der Stimmen interessant: Wie können ein lang angelegtes Stück und eine zusätzliche Bläserfarbe einen eigenen Spannungsbogen tragen? Die Bassklarinette ist dabei kein bloßes dekoratives Detail. Schon ihre Anwesenheit verändert die Möglichkeiten des Zusammenspiels und gibt dieser Aufnahme innerhalb des Albums ein besonderes Profil.

Mit „Softly as in a Morning Sunrise“ folgt ein Song von Sigmund Romberg und Oscar Hammerstein II. Hier steht Coltranes Sopransaxofon im Mittelpunkt einer Quartettbesetzung mit Tyner, Workman und Jones. Die Aufführung dauert rund sechseinhalb Minuten und bildet damit den kürzesten Abschnitt der LP. Nach dem längeren Eröffnungsstück bietet der Standard einen anderen formalen Bezugspunkt. Eine überlieferte Melodie und ihre harmonischen Bewegungen treffen auf Musiker, deren Ausdruck nicht darin aufgeht, die Vorlage lediglich wiederzugeben. Gerade dieser Wechsel macht Seite eins zu mehr als einer Ansammlung von Livetiteln.

Die zweite Seite gehört vollständig „Chasin’ the Trane“. Fast sechzehn Minuten lang trägt eine reduzierte Kernbesetzung die Aufführung: Coltranes Tenorsaxofon, Jimmy Garrisons Kontrabass und Elvin Jones’ Schlagzeug. Das Klavier fehlt. Damit verschiebt sich das Verhältnis zwischen harmonischer Festlegung und melodisch-rhythmischer Bewegung. Ein Stück dieser Länge verlangt Aufmerksamkeit für Entwicklung, Wiederholung und Veränderung; es lässt sich nicht sinnvoll auf die bloße Zahl der Solominuten reduzieren. Auf Vinyl wird diese Konzentration körperlich greifbar: Nach dem Umdrehen der Platte beginnt ein einziger langer Zusammenhang, der die gesamte Seite beansprucht. Das ist ein wesentlicher Bestandteil der ursprünglichen Albumform.

Eric Dolphy · Bassklarinette · Illustration zu Spiritual · historisch inspirierte Illustration
Eric Dolphy · Bassklarinette · Illustration zu Spiritual

Die Besetzung gehört zum einzelnen Take

Die für diese LP ausgewählten Aufführungen stammen vom 2. und 3. November 1961. „Softly as in a Morning Sunrise“ und „Chasin’ the Trane“ wurden am 2. November aufgenommen, „Spiritual“ am folgenden Tag. Bei „Spiritual“ nennt die Sessiondiskografie Coltrane an Tenor- und Sopransaxofon, Dolphy an der Bassklarinette, Tyner am Klavier, Workman am Bass und Jones am Schlagzeug. Auf dem Standard verbleibt das Quartett ohne Dolphy. Diese konkreten Zuordnungen verhindern, dass Musiker oder Instrumente aus anderen Aufführungen der Konzertserie versehentlich Teil der drei Originaltitel werden.

Besonders leicht lässt sich die Bassbesetzung verwechseln. Reggie Workman spielt die beiden Titel der ersten Seite, Jimmy Garrison „Chasin’ the Trane“. Garrison ist dort nicht einfach ein zusätzlicher zweiter Bassist neben Workman. Ebenso gehört McCoy Tyner nicht zur Kernbesetzung dieses Stücks. Die Sessiondiskografie vermerkt außerdem eine kleine Besonderheit: Dolphy wird für die letzte Note von „Chasin’ the Trane“ am Altsaxofon genannt. Das ist ein ergänzender, eng begrenzter Credit und keine Grundlage dafür, ihn als durchgehenden zweiten Solisten dieses Titels darzustellen. Die Musikerübersicht hält solche Unterschiede ausdrücklich fest.

Für den musikalischen Zugang muss man diese Details nicht auswendig lernen. Sie helfen aber, das Gehörte mit den richtigen Erwartungen zu verbinden. Ein Klavierquartett bietet andere Beziehungen als Saxofon, Bass und Schlagzeug; eine Bassklarinette erweitert wiederum das Spektrum der verfügbaren Stimmen. Elvin Jones verbindet die drei Aufführungen als Schlagzeuger, während sich um ihn herum Besetzungsgewicht und Form ändern. Die Platte lädt dazu ein, solche Veränderungen als Teil der Musik wahrzunehmen. Gerade wer Coltrane bereits über andere Alben kennt, begegnet hier nicht nur einer berühmten Liveaufnahme, sondern drei präzise benennbaren Situationen innerhalb eines größeren musikalischen Aufbruchs.

Die einzelne Stereo-LP mit 33⅓ Umdrehungen

Diese Ausgabe AIMP 78201 präsentiert das Originalprogramm in der Acoustic Sounds Series auf einer 180-Gramm-Stereo-LP bei 33⅓ Umdrehungen. Ryan K. Smith bei Sterling Sound verantwortet das Mastering von den Original-Analogbändern. Die Platte wird bei Quality Record Pressings gefertigt und steckt in einer Stoughton-Tip-on-Klapphülle. Die Angaben gehören zur konkreten Neuauflage; die Liveaufnahmen selbst bleiben die Mitschnitte aus dem November 1961. Aufnahme, Erstveröffentlichung und heutige Herstellung sind drei Stationen, die sich ergänzen, ohne miteinander verwechselt werden zu müssen.

Für eine Sammlung ist diese Form besonders nachvollziehbar. Sie bewahrt die ursprüngliche Auswahl von drei Stücken, statt zusätzliche Aufnahmen derselben Abende in die Tracklist einzufügen. Erweiterte Veröffentlichungen können einen anderen dokumentarischen Zweck erfüllen; hier steht das Album in seiner ursprünglichen dramaturgischen Größe im Zentrum. Die beiden Seiten sind ungleich gebaut und gerade deshalb aufschlussreich: Auf der ersten wechseln ein ausgedehntes Stück und ein kompakterer Standard, auf der zweiten steht ein einziger langer Titel. Das Format trägt diese Entscheidung mit. „Chasin’ the Trane“ wird innerhalb dieser LP-Seite nicht durch einen weiteren Seitenwechsel geteilt.

Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir übernehmen den US-Import und versenden aus Hilden. „Live“ at the Village Vanguard ist eine Platte für die konzentrierte Beschäftigung mit Form, Besetzung und der Beweglichkeit einer musikalischen Sprache. Ihr Rang erschöpft sich nicht im Namen des Clubs oder in der Berühmtheit des Bandleaders. Die drei ausgewählten Aufführungen geben konkrete Gründe, sich Zeit zu nehmen: Dolphys Bassklarinette, Coltranes Wechsel der Saxofonstimme, das Quartett mit Tyner und Workman, schließlich die Reduktion um Garrison und Jones. Wer diese Unterschiede aufmerksam verfolgt, hält mit der einzelnen 33⅓-LP einen klar gegliederten, zugleich weit geöffneten Ausschnitt aus Coltranes Entwicklung in Händen.

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • John ColtraneTenor- und SopransaxofonMitwirkung: A1: Tenor/Sopran · A2: Sopran · B1: Tenor
  • Eric Dolphy1960Bassklarinette; Altsaxofon (Schlussnote B1 laut Sessiondiscografie)Mitwirkung: Bassklarinette A1 · B1: ergänzender Discografiehinweis
  • McCoy Tyner1973 · spätere PorträtvorlageKlavierMitwirkung: A1, A2
  • Reggie WorkmanKontrabassMitwirkung: A1, A2
  • Jimmy GarrisonKontrabassMitwirkung: B1
  • Elvin Jones1964 · spätere PorträtvorlageSchlagzeugMitwirkung: Alle Titel

Die Original-LP enthält drei konkrete Takes: A1 vom 3. November, A2/B1 vom 2. November 1961. Garrison spielt B1, Workman A1/A2; Tyner spielt nicht auf B1. Dolphys Bassklarinette ist A1 zugeordnet. Jazzdisco ergänzt für B1 ausschließlich die letzte Note am Altsaxofon. Andere Besetzungen der Konzertserie sind nicht auf diese LP übertragen.

So hört Michael diese Ausgabe

Höreindruck · sinngemäß zusammengefasst

Michael hört hervorragende Instrumententrennung, Bühnentiefe und Gesamtqualität. Beim ersten Stück Spiritual fällt ihm allerdings eine linksbetonte Verteilung mit einer kleinen räumlichen Lücke auf, an die er sich erst gewöhnen muss. Einen Mono-Vergleich hat er noch nicht durchgeführt.

Michaels Videostelle ansehen · 4:27

🎧 Review video: John Coltrane Live at the Village Vanguard Acoustic Sound Series

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Zusätzliche Informationen

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • John ColtraneTenor- und SopransaxofonMitwirkung: A1: Tenor/Sopran · A2: Sopran · B1: Tenor
  • Eric Dolphy1960Bassklarinette; Altsaxofon (Schlussnote B1 laut Sessiondiscografie)Mitwirkung: Bassklarinette A1 · B1: ergänzender Discografiehinweis
  • McCoy Tyner1973 · spätere PorträtvorlageKlavierMitwirkung: A1, A2
  • Reggie WorkmanKontrabassMitwirkung: A1, A2
  • Jimmy GarrisonKontrabassMitwirkung: B1
  • Elvin Jones1964 · spätere PorträtvorlageSchlagzeugMitwirkung: Alle Titel

Die Original-LP enthält drei konkrete Takes: A1 vom 3. November, A2/B1 vom 2. November 1961. Garrison spielt B1, Workman A1/A2; Tyner spielt nicht auf B1. Dolphys Bassklarinette ist A1 zugeordnet. Jazzdisco ergänzt für B1 ausschließlich die letzte Note am Altsaxofon. Andere Besetzungen der Konzertserie sind nicht auf diese LP übertragen.


Seite A

  • A1 · Spiritual (13:30)
  • A2 · Softly As In A Morning Sunrise (6:25)

Seite B

  • B1 · Chasin‘ The Trane (15:55)