Morrison Hotel als Hybrid-Mehrkanal-SACD aus der Doors-Reihe von Analogue Productions: Doug Sax hat sie unter der Aufsicht von Bruce Botnick gemastert, und das Surround-Programm stammt aus Botnicks eigenen 24-Bit/96-kHz-Mischungen. Alle elf Songs laufen am Stück – von „Roadhouse Blues“ bis „Maggie M’Gill“.
Ein Hotel als Wegweiser
Ein unscheinbares Hotel in der Innenstadt von Los Angeles gab dem fünften Studioalbum der Doors seinen Namen, und Henry Diltz’ Foto machte sein Fenster zur Bühne. Die Musik selbst entstand in den Studios von Elektra, mit Paul A. Rothchild als Produzent und Bruce Botnick als Toningenieur. 1970 erschienen, rückte Morrison Hotel nach den Bläsern und Streichern von The Soft Parade wieder die Band in den Mittelpunkt: Bluesformen, Gitarren, Tasten und das Zusammenspiel der Rhythmusgruppe.
Ihre Eigenart gaben die Doors dabei nicht auf. Die elf Songs zeigen verschiedene Vorstellungen davon, was ein Song sein kann – auf einen direkten Auftakt folgen Bilder, Brüche und leisere Passagen. Die Originalausgabe gab ihren beiden Hälften sogar die Titel „Hard Rock Café“ und „Morrison Hotel“ und verband das Programm so mit den fotografierten Orten, ohne den Songs eine durchgehende Geschichte aufzuzwingen.

Die Menschen hinter dem Blues
„Roadhouse Blues“ ist die perfekte Einführung in die Besetzung. Neben den vier Doors spielt Lonnie Mack Bass, und John Sebastian steuert Mundharmonika bei – in den Credits unter dem Namen G. Puglese. Mack war als Gitarrist berühmt, spielt hier aber Bass, und er taucht auch im abschließenden „Maggie M’Gill“ auf: eine schöne Verbindung zwischen erstem und letztem Titel.
Ray Neapolitan spielte auf einem großen Teil des Albums Bass und verbreiterte das Fundament unter Manzareks Klavier und Orgel, Kriegers Gitarre und Densmores Schlagzeug. Diese Gäste stehen für ein erweitertes Studio-Ensemble, nicht für eine neue Bandbesetzung. Und während Rothchild und Botnick Produktion und Klang prägten, hält die Musikerliste unten die Spieler selbst im Blick.

Elf Songs, viele Perspektiven
Nach „Roadhouse Blues“ führt „Waiting for the Sun“ an einen ganz anderen Ort. Sein Titel hatte schon das dritte Album der Doors benannt, doch der Song selbst fand erst hier seinen Platz – eine Erinnerung daran, dass Material liegen bleiben, neu gedacht werden und schließlich in einem anderen Rahmen seine Aufgabe finden kann. „You Make Me Real“ wechselt erneut die Richtung, und das Paar „Peace Frog“ und „Blue Sunday“ lädt ein, den Übergang von rastlosen Worten zu einer zurückhaltenderen Geste auszukosten.
„Ship of Fools“ weitet das Bild, bevor „Land Ho!“ die zweite Hälfte eröffnet. „The Spy“ und „Queen of the Highway“ gehören so selbstverständlich zu diesem Album wie der berühmte Auftakt, „Indian Summer“ reicht zurück in die frühe Studiozeit der Band, und der Schlussblues „Maggie M’Gill“ verbindet das Ende mit dem Anfang. Nimm dir Zeit für diese Folge: Ihr Zauber liegt darin, wie die Stücke aufeinander antworten.
Die Hybrid-Mehrkanal-SACD von Analogue Productions
CAPP 75007 SA ist eine Hybrid-Mehrkanal-SACD aus der Doors-Reihe von Analogue Productions. Laut Herausgeber hat Doug Sax sie gemastert, betreut vom Produzenten und Toningenieur der Doors, Bruce Botnick. Das Surround-Programm stammt aus den originalen 24-Bit/96-kHz-Dateien, die Botnick für die DVD-Audio-Veröffentlichung Doors/Perception gemischt und gemastert hat, entstanden von den originalen analogen Achtspur-Masterbändern; für die SACD wurden diese Mischungen ohne Filter mit dem Weiss-Saracon-Wandler nach DSD hochgerechnet und von Gus Skinas im Super Audio Center aufbereitet. Für das Surround-Programm brauchst du einen mehrkanalfähigen SACD-Spieler und eine passende Anlage; die CD-Schicht spielst du auf jedem gewöhnlichen CD-Spieler ab. Die Disc enthält die elf Songs des Originalalbums.
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Auch in einer anderen Ausgabe: Morrison Hotel
Weitere SACDs von The Doors: L.A. Woman · Strange Days · The Soft Parade · Waiting For The Sun
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Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen
Beteiligte Musiker
Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.
- Jim MorrisonGesangMitwirkung: Album-Besetzung; Titelzuordnung nicht einzeln ausgewiesen
- Robby KriegerGitarreMitwirkung: Album-Besetzung; Titelzuordnung nicht einzeln ausgewiesen
- Ray ManzarekKlavier, OrgelMitwirkung: Album-Besetzung; Titelzuordnung nicht einzeln ausgewiesen
- John DensmoreSchlagzeugMitwirkung: Album-Besetzung; Titelzuordnung nicht einzeln ausgewiesen
- Ray NeapolitanBassMitwirkung: Album-Besetzung; Titelzuordnung nicht einzeln ausgewiesen
- Lonnie MackBassMitwirkung: Titel 1, 11
- John SebastianMundharmonikaMitwirkung: Titel 1
Albumcredits sind keine pauschale Zusage jedes Instruments auf jedem Titel.











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