Genesis – Selling England By The Pound

(4 Kundenrezensionen)

77,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Bernie Grundman Mastering
Geschwindigkeit
45 RPM
2 LPs
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Pop/Rock

Nur noch wenige

✓ Versand meist in 1–2 Werktagen

LabelAnalogue Productions (Atlantic 75 Series)
KatalognummerAAPA 002-45
GenrePop/Rock
Anzahl Platten2

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

Mir ist bewusst und ich stimme zu, dass die Platte aus der Originalfolie genommen wird (die Folie liegt der Lieferung bei).

Artikelnummer: AAPA 002-45 Kategorien: , , ,

Schutz für diese Ausgabe

Gatefold · 2 LPs

Das aufklappbare Cover lässt sich auf zwei Arten schützen:

Für die zwei Platten: zwei Innenhüllen. Außenhüllen schützen das Cover; Innenhüllen schützen jeweils eine Schallplatte. Bereits passende Innenhüllen kannst du weiterverwenden.

England zwischen Märchen und Gegenwart

Eine einzelne Stimme eröffnet „Dancing With The Moonlit Knight“. Peter Gabriel stellt eine Frage, und aus diesem schmalen Anfang wächst eine Musik, die ihren Maßstab mehrfach verändert. Gitarren, Keyboards und Schlagzeug treten hinzu; das Lied gewinnt Tempo, Gewicht und eine andere Richtung. Schon dieser Beginn zeigt, was Selling England By The Pound so reizvoll macht: Genesis können eine Geschichte erzählen und zugleich eine Form entwickeln, in der sich vertraute Melodien, scharfe Kontraste und lange instrumentale Gedanken gegenseitig tragen.

Das fünfte Studioalbum der Band erschien 1973. Peter Gabriel, Tony Banks, Steve Hackett, Mike Rutherford und Phil Collins bilden jene Besetzung, in der die unterschiedlichen musikalischen Interessen besonders deutlich nebeneinanderstehen. Gesang und Flöte, elektrische und akustische Gitarren, Bass, Klavier, Orgel, Mellotron, Synthesizer und Schlagzeug öffnen ein breites Feld. Die Musik wechselt zwischen Lied, Erzählung und instrumentaler Entwicklung. Sie kann sich Zeit nehmen, ohne ihre kurzen, einprägsamen Gesten aus dem Blick zu verlieren.

Der Titel richtet den Blick auf England und auf die Frage, was von einer kulturellen Identität übrig bleibt, wenn sie zur Ware wird. Das Album ist dabei keine geradlinige politische Erklärung. Wortspiele, Figuren, Anspielungen und sonderbare Alltagsszenen geben ihm eine bewegliche Perspektive. „I Know What I Like“ steht neben „The Battle Of Epping Forest“, „Firth Of Fifth“ neben dem zurückgenommenen „More Fool Me“. Der Zusammenhang entsteht aus wiederkehrenden Farben und einem gemeinsamen erzählerischen Ton, nicht aus einer einzigen durchgehenden Handlung.

Aufgenommen wurde im August 1973 in den Island Studios in London. Genesis produzierten gemeinsam mit John Burns, der auch als Toningenieur wirkte; Rhett Davies war Assistent. Das Cover basiert auf einem Gemälde von Betty Swanwick. Bild und Musik teilen ein Interesse am Vertrauten, das bei genauerem Hinsehen merkwürdig wird. Für einen ersten Durchgang lohnt es sich, diesen Wechsel der Perspektive anzunehmen: Die Platte bietet sofort erkennbare Melodien, öffnet um sie herum aber Räume, deren Einzelheiten sich erst nach und nach erschließen.

Peter Gabriel · freie Illustration, frühe Genesis-Jahre · historisch inspirierte Illustration
Peter Gabriel · freie Illustration, frühe Genesis-Jahre

Fünf Musiker und viele Wege durch ein Stück

Tony Banks gibt der Musik mit seinen Tasteninstrumenten unterschiedliche Oberflächen. Klavier kann eine Passage klar konturieren, Orgel und Mellotron können sie verbreitern, ein Synthesizer kann eine eigene melodische Linie entwickeln. Steve Hacketts Gitarren treten dazu mit einer anderen Art von Spannung. Besonders in „Firth Of Fifth“ lässt sich verfolgen, wie ein Thema über verschiedene Instrumente hinweg seine Gestalt behält und dennoch eine andere Ausdrucksweise annimmt. Die Komposition gewinnt Zusammenhang aus solchen Verwandlungen, nicht allein aus dem Wechsel von laut und leise.

Mike Rutherford verbindet Bass und zwölfsaitige Gitarre mit den übrigen Stimmen. Seine Rolle hilft zu erklären, weshalb die akustischen Passagen eine eigene Dichte besitzen können, bevor das Schlagzeug stärker in den Vordergrund rückt. Phil Collins begleitet die wechselnden Formen mit einem beweglichen rhythmischen Spiel. Eine längere Passage muss dadurch nicht auf einem einzigen Begleitmuster verharren. Kleine Verschiebungen, Akzente und Übergänge tragen dazu bei, dass die Musik auch innerhalb ihrer ausgedehnten Abschnitte in Bewegung bleibt.

Peter Gabriel behandelt den Gesang häufig als Stimme einer Figur. Eine Zeile kann erzählerisch wirken, die nächste zugespitzt oder ironisch. Seine Flöte fügt dem instrumentalen Bild eine weitere Farbe hinzu. Auf „More Fool Me“ übernimmt dagegen Phil Collins den Leadgesang. Dieser Besetzungswechsel ist wichtig: Der kurze Song zeigt eine andere stimmliche Perspektive innerhalb desselben Albums. In diesem leisen Moment hängt die Wirkung besonders unmittelbar an Stimme und Begleitung. Die Musik braucht keine ausgedehnte instrumentale Entwicklung, um einen eigenen Platz zwischen den längeren Stücken zu behaupten.

Die Albumcredits nennen außerdem Instrumente wie Oboe, elektrische Sitar und Cello. Sie liefern aber keine lückenlose Zuordnung jedes Instruments zu jedem Titel. Die Musikerübersicht unterscheidet deshalb zwischen der dokumentierten Albumrolle und ausdrücklich belegten Einzelbeiträgen. Für das Hören ist das keine Einschränkung. Man kann den Zusammenklang verfolgen, ohne jedes Geräusch sofort einem Instrument zuweisen zu müssen. Gerade Genesis nutzen die Übergänge zwischen den Klangfarben, um den Charakter einer Passage zu verändern und ein bereits bekanntes Thema aus einer anderen Richtung zurückkehren zu lassen.

Mellotron, zwölfsaitige Gitarre und Flöte · freie Instrumentenvignette · historisch inspirierte Illustration
Mellotron, zwölfsaitige Gitarre und Flöte · freie Instrumentenvignette

Von Firth Of Fifth bis The Cinema Show

„Dancing With The Moonlit Knight“ und „I Know What I Like (In Your Wardrobe)“ teilen sich die erste Seite dieser Ausgabe. Das ausgedehnte Eröffnungsstück stellt die große Form vor, während der zweite Song einen unmittelbaren, wiedererkennbaren Refrain besitzt. Dieser Wechsel ist ein wesentlicher Teil der Albumdramaturgie. Genesis verlangen nicht bei jedem Stück dieselbe Art von Aufmerksamkeit. Die knappe Form kann die längere Entwicklung ergänzen und eine andere Seite derselben Band zeigen, ohne aus dem musikalischen Zusammenhang herauszufallen.

„Firth Of Fifth“ eröffnet Seite B. Sein Klavieranfang, die gesungenen Passagen und die instrumentale Entfaltung bieten mehrere Zugänge zu derselben musikalischen Idee. Wer sich zunächst auf Hacketts Gitarrenlinie konzentriert, kann beim nächsten Hören den Weg dorthin genauer verfolgen: die Vorbereitung durch die Keyboards, die Rolle der Flöte und den Aufbau der Begleitung. „More Fool Me“ verkleinert anschließend den Maßstab. Collins’ Stimme und die zurückgenommene Begleitung schaffen eine Pause, die als Bestandteil der Gesamtfolge besonders wirkungsvoll ist.

Auf Seite C folgen „The Battle Of Epping Forest“ und „After The Ordeal“. Das erste Stück verdichtet die erzählerische Seite des Albums zu einem bewegten Figurenstück mit zahlreichen Wendungen. Sprache und Musik beanspruchen hier gleichzeitig Aufmerksamkeit. Das anschließende Instrumental verschiebt den Schwerpunkt auf melodische Linien und ihre Begleitung. Man muss nicht jede sprachliche Anspielung sofort auflösen, um diesen Wechsel wahrzunehmen. Die Reihenfolge bietet dem Hörer unterschiedliche Aufgaben und lässt auf eine dichte Erzählung eine Passage folgen, deren Ausdruck ohne Worte auskommt.

„The Cinema Show“ und „Aisle Of Plenty“ beschließen das Album. Auf der konkreten 45er-Ausgabe sind sie auf Seite D als zusammenhängender Eintrag geführt. Der lange instrumentale Verlauf von „The Cinema Show“ lädt dazu ein, auf die Verknüpfung von Keyboardlinie, Bass und Schlagzeug zu achten. „Aisle Of Plenty“ führt anschließend Gedanken des Anfangs wieder heran. Dadurch erhält die Platte einen Rahmen: Nach vielen Richtungswechseln bleibt ein Gefühl von Zusammenhang, das stärker ist als die bloße Summe der einzelnen Songs.

Die Atlantic-75-Ausgabe mit dem Schnitt von Chris Bellman

Analogue Productions veröffentlicht Selling England By The Pound in der Atlantic-75-Reihe als zwei Stereo-LPs mit 180 Gramm und 45 RPM. Die Katalognummer lautet AAPA 002-45. Den Schnitt übernahm Chris Bellman bei Bernie Grundman Mastering; der Herausgeber nennt das originale Masterband als Quelle. Die Unterscheidung zwischen dem Namen des Studios und dem ausführenden Ingenieur ist hier wesentlich: Diese Ausgabe wurde von Bellman geschnitten. Das Albumprogramm bleibt vollständig erhalten und verteilt sich auf vier Seiten.

Die Edition besitzt ein folienkaschiertes Stoughton-Tip-on-Klappcover mit zwei Einschüben. Für die ersten 2.000 Exemplare sind Nummerierung und Pressung bei Quality Record Pressings dokumentiert. Bei unnummerierten Nachpressungen kommen laut Ausgabendokumentation QRP oder RTI infrage; die konkrete Kennzeichnung der gelieferten Charge entscheidet. Eine nummerierte Erstauflage ist deshalb nicht automatisch Bestandteil des Angebots. Die Zugehörigkeit zur Atlantic-75-Serie beschreibt die Neuauflage, während das Originalalbum historisch zur Charisma-Veröffentlichung von 1973 gehört.

Die vier Seiten setzen überschaubare Hörabschnitte. Besonders Seite D erhält mit „The Cinema Show / Aisle Of Plenty“ einen zusammenhängenden Abschluss. Die Tracklist dieser Edition führt deshalb sieben Einträge für das achtteilige ursprüngliche Songprogramm. Das ist keine Kürzung: Die beiden letzten Stücke sind gemeinsam erfasst. Wer verschiedene Ausgaben vergleicht, sollte diese Art der Zählung ebenso berücksichtigen wie die Drehzahl und die Zahl der Platten. Zusätzliche Seitenwechsel gehören zum 45er-Format.

Diese Ausgabe ist für Hörer interessant, die sich mit dem ganzen Album beschäftigen möchten: mit seinen Liedern ebenso wie mit den langen Übergängen und der Arbeit aller fünf Musiker. Selling England By The Pound hält seine vielen Einzelheiten durch einen ausgeprägten Sinn für Form zusammen. Ein Refrain kann sofort vertraut wirken; eine instrumentale Passage zeigt vielleicht erst beim nächsten Durchgang, wie sorgfältig sie vorbereitet wurde. Gerade diese Verbindung macht die Rückkehr zum Anfang lohnend.

Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

Künstlerseite: Alle Titel von Genesis und Phil Collins

Kundenfragen: Atlantic 75: welche Titel lohnen sich? · Analogue Productions in Europa kaufen

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Peter GabrielVorhandene Illustration · Bildjahr offenGesang, Flöte, Oboe, PerkussionMitwirkung: Album-Besetzung; Instrumente nicht titelgenau ausgewiesen
  • Tony BanksVorhandene Illustration · Bildjahr offenHammondorgel, Mellotron, Hohner Pianet, ARP Pro Soloist, Klavier, zwölfsaitige GitarreMitwirkung: Album-Besetzung; Instrumente nicht titelgenau ausgewiesen
  • Steve HackettVorhandene Illustration · Bildjahr offenE-Gitarre, NylongitarreMitwirkung: Album-Besetzung; Instrumente nicht titelgenau ausgewiesen
  • Mike RutherfordVorhandene Illustration · Bildjahr offenzwölfsaitige Gitarre, Bass, elektrische Sitar, CelloMitwirkung: Album-Besetzung; Instrumente nicht titelgenau ausgewiesen; Cello ergänzend laut Enzyklopädie
  • Phil CollinsVorhandene Illustration · Bildjahr offenSchlagzeug, Perkussion, Begleitgesang, LeadgesangMitwirkung: Leadgesang B2 · More Fool Me; sonst Albumcredits

August 1973, Island Studios London. Genesis und John Burns: Produktion; John Burns: Ton; Rhett Davies: Assistenz. Betty Swanwick: Covergemälde; Barrie Wentzell: Fotografie. Instrumente albumbezogen, nicht sämtlich auf jedem Titel. Phil Collins Leadgesang nur More Fool Me; fehlerhaften Labelcredit für Seite D nicht übernehmen. Chris Bellman / Bernie Grundman Mastering: Schnitt.

So hört Michael diese Ausgabe

Höreindruck · sinngemäß zusammengefasst

Im Vergleich mit seiner britischen Porky-Erstpressung hört Michael mehr Offenheit, deutlich mehr Details und bessere Instrumententrennung. Die Frische und der Druck des Originals bleiben für ihn erhalten.

Michaels Videostelle ansehen · 7:59

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,8 kg

Internationale Kundenstimmen

4 Rezensionen für Genesis – Selling England By The Pound

  1. Pedro Gonzalez –

    Overwhelming pressing. Cannot praise this enough. One of my top 10 albums in an immaculate edition. Thank Chad. And thank you shop team!

  2. Manelus –

    This one is perfect!
    My previous Classic Records was very good, but this one, wow!

  3. Roy Brezinski –

    I own an original UK, original German and the Classic Records version.
    Until the Atlantic 75 Analogue Productions release, the Classic was the best.
    But this 45rpm Analogue Productions pressing smokes all others. It’s wonderful, wow, so clear, layered and dynamic.
    Absolutely beautiful and worth the money.

  4. Ralf Doerner –

    Eine fantastische Platte die mit hervorragenden Klang. 🥰

Füge deine Rezension hinzu

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website ist durch reCAPTCHA geschützt und es gelten die Datenschutzbestimmungen und Nutzungsbedingungen von Google

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Peter GabrielVorhandene Illustration · Bildjahr offenGesang, Flöte, Oboe, PerkussionMitwirkung: Album-Besetzung; Instrumente nicht titelgenau ausgewiesen
  • Tony BanksVorhandene Illustration · Bildjahr offenHammondorgel, Mellotron, Hohner Pianet, ARP Pro Soloist, Klavier, zwölfsaitige GitarreMitwirkung: Album-Besetzung; Instrumente nicht titelgenau ausgewiesen
  • Steve HackettVorhandene Illustration · Bildjahr offenE-Gitarre, NylongitarreMitwirkung: Album-Besetzung; Instrumente nicht titelgenau ausgewiesen
  • Mike RutherfordVorhandene Illustration · Bildjahr offenzwölfsaitige Gitarre, Bass, elektrische Sitar, CelloMitwirkung: Album-Besetzung; Instrumente nicht titelgenau ausgewiesen; Cello ergänzend laut Enzyklopädie
  • Phil CollinsVorhandene Illustration · Bildjahr offenSchlagzeug, Perkussion, Begleitgesang, LeadgesangMitwirkung: Leadgesang B2 · More Fool Me; sonst Albumcredits

August 1973, Island Studios London. Genesis und John Burns: Produktion; John Burns: Ton; Rhett Davies: Assistenz. Betty Swanwick: Covergemälde; Barrie Wentzell: Fotografie. Instrumente albumbezogen, nicht sämtlich auf jedem Titel. Phil Collins Leadgesang nur More Fool Me; fehlerhaften Labelcredit für Seite D nicht übernehmen. Chris Bellman / Bernie Grundman Mastering: Schnitt.


Seite A

  • A1 · Dancing With The Moonlit Knight (8:02)
  • A2 · I Know What I Like (In Your Wardrobe) (4:03)

Seite B

  • B1 · Firth Of Fifth (9:36)
  • B2 · More Fool Me (3:10)

Seite C

  • C1 · The Battle Of Epping Forest (11:43)
  • C2 · After The Ordeal (4:07)

Seite D

  • D · The Cinema Show / Aisle Of Plenty (12:40)