Stanislaw Skrowaczewski – Chopin: Concerto No. 1/ Rubinstein

58,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Sterling Sound
Geschwindigkeit
33⅓ RPM
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Classical

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LabelAnalogue Productions
KatalognummerAAPC 2575
GenreClassical

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

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Artikelnummer: AAPC 2575 Kategorien: , , ,

Chopin zwischen jugendlichem Aufbruch und einem langen Musikerleben

Chopins erstes Klavierkonzert entstand 1830, als der Komponist zwanzig Jahre alt war. Arthur Rubinstein nahm es 1961 mit dem New Symphony Orchestra of London unter Stanisław Skrowaczewski auf, im Alter von 74 Jahren. Zwischen diesen beiden Lebensaltern liegt ein reizvoller Zugang zu dieser Platte: jugendliche Erfindungskraft, gespielt von einem Pianisten, dessen Beschäftigung mit Chopin längst Jahrzehnte umfasste. Man hört eine Komposition des Aufbruchs durch die Perspektive einer langen musikalischen Biografie. Schon diese Konstellation gibt der Aufnahme ein eigenes Profil innerhalb des großen Rubinstein-Katalogs.

Der Dirigent gehörte einer anderen Generation an. Skrowaczewski, 1923 im damaligen polnischen Lwów geboren, hatte 1960 die Leitung der Minneapolis Symphony übernommen. Die englische Aufnahme fiel in die ersten Jahre seiner amerikanischen Laufbahn. Rubinstein und Skrowaczewski verband ihre polnische Herkunft, nicht aber ein identischer Erfahrungshorizont. Das macht ihre Begegnung interessanter als eine bloße nationale Zuschreibung: Ein weltbekannter Pianist und ein deutlich jüngerer Dirigent finden in einem vertrauten Werk zusammen, während ihre eigenen Lebenswege sehr unterschiedliche Stationen erreicht haben.

Auf der ursprünglichen RCA-LP LSC-2575 ist das New Symphony Orchestra of London genannt. Das ist auch für diese Wiederveröffentlichung die richtige Orchesterbezeichnung. Max Wilcox produzierte die Aufnahme, Kenneth Wilkinson verantwortete den Ton. Der ursprüngliche Begleittext stammt von Sol Hurok. Solche Angaben sind keine Nebensache, wenn man sich für klassische Schallplatten interessiert. Sie verorten die Aufnahme innerhalb eines konkreten Produktionszusammenhangs und helfen, sie von anderen Rubinstein-Einspielungen desselben Werkes zu unterscheiden.

Dass gerade Chopin zu Rubinsteins zentralem Repertoire gehört, kann den Einstieg erleichtern, sollte aber die Neugier nicht ersetzen. Ein bekannter Name ist ein guter Anlass zum Hören; spannend wird es dort, wo die Musik ihre eigenen Fragen stellt. Wie viel Raum erhält eine Melodie? Wie bleibt die Bewegung unter den Verzierungen spürbar? Und wie reagieren Klavier und Orchester aufeinander, wenn die Solostimme zwischen erzählerischem Gesang und virtuoser Beweglichkeit wechselt?

Arthur Rubinstein · 1961 · historisch inspirierte Illustration
Arthur Rubinstein · 1961

Warum das erste Konzert eigentlich das spätere ist

Die Nummerierung kann in die Irre führen. Das Konzert e-Moll op. 11 entstand nach dem f-Moll-Konzert, das als Nummer zwei bekannt wurde. Die Reihenfolge folgt der Veröffentlichung, nicht der Komposition. Chopin spielte das e-Moll-Werk im Oktober 1830 in Warschau selbst, kurz vor seinem Weggang aus Polen. Gewidmet ist es Friedrich Kalkbrenner. Hinter der vertrauten Bezeichnung „Klavierkonzert Nr. 1“ steht damit ein Werk aus einer sehr bestimmten Übergangszeit: noch eng mit Warschau verbunden und zugleich am Beginn einer internationalen Zukunft.

Das Allegro maestoso gibt der Solostimme einen großen formalen Rahmen. Wer vor allem Chopins Klavierminiaturen kennt, erlebt hier eine andere Größenordnung. Der Pianist muss nicht nur einzelne Gedanken ausgestalten, sondern sie über einen weit gespannten Satz hinweg aufeinander beziehen. Das Orchester ist Teil dieses Rahmens. Es stellt Verbindungen her, markiert Gewichte und verändert den Blick auf die Klavierstimme. Eine lohnende Hörfrage ist deshalb, wann man das Klavier als Fortsetzung eines bereits begonnenen Gedankens und wann als neuen Einsatz wahrnimmt.

Der zweite Satz heißt Romanze. Larghetto. Chopin beschrieb seinen Charakter in einem Brief als ruhig, melancholisch und träumerisch; das häufig mit ihm verbundene Mondscheinbild hat also einen biografischen Hintergrund. Für den Zugang zur Musik muss man daraus keine festgelegte Szene machen. Entscheidend ist die besondere Aufmerksamkeit, die eine zurückgenommene Bewegung verlangt. Wo der äußere Effekt kleiner wird, gewinnen die Länge einer Phrase und das Verhältnis von Verzierung und melodischem Kern an Bedeutung.

Im Rondo. Vivace kommt der Tanz stärker ins Spiel. Das Finale greift Rhythmen des Krakowiak auf, eines Tanzes aus der Krakauer Region. Dieser Hintergrund lenkt den Blick auf die rhythmische Beweglichkeit des Satzes. Virtuosität besteht hier nicht nur aus schnellen Noten, sondern auch aus dem Wechsel von Akzent, Leichtigkeit und Bewegung. Zusammen bilden die drei Sätze einen abwechslungsreichen Weg: ein weit angelegter Beginn, eine nach innen gerichtete Romanze und ein Finale, das den Blick wieder nach außen öffnet.

Stanisław Skrowaczewski · späteres Porträt, 1981 · historisch inspirierte Illustration
Stanisław Skrowaczewski · späteres Porträt, 1981

Rubinstein wiederentdecken, statt nur einen Klassiker abhaken

Eine Sammlung klassischer Schallplatten wächst häufig über Lieblingswerke. Irgendwann kommen verschiedene Interpreten hinzu, danach vielleicht mehrere Aufnahmen desselben Solisten. Diese Rubinstein-LP lässt sich auf jeder dieser Ebenen entdecken. Als einzelne Platte bietet sie ein vollständiges großes Chopin-Werk. Innerhalb einer Rubinstein-Sammlung zeigt sie eine Zusammenarbeit mit Skrowaczewski. Und neben Aufnahmen des Pianisten mit anderen Dirigenten wird sie zum Anlass, auf musikalische Beziehungen zu achten, ohne sofort eine Rangliste daraus machen zu müssen.

Gerade bei Chopin kann man sich leicht auf die rechte Hand und die sangliche Oberstimme konzentrieren. Es lohnt sich, die Aufmerksamkeit gelegentlich tiefer zu richten: auf die Begleitbewegung, auf das Verhältnis zwischen den Händen und auf die Übergänge zum Orchester. Auf diese Weise wird aus einem wohlbekannten Namen eine konkrete Hörerfahrung, die jeder selbst machen kann. Der Text auf einer Plattenseite kann dazu einladen; er muss nicht vorgeben, welche Empfindung sich einstellen soll oder welche Pressung zwangsläufig gewinnt.

Auch die Gegenüberstellung mit Rubinsteins Rachmaninoff-Aufnahme unter Reiner ist reizvoll. Dort Chicago 1956, hier England 1961; dort ein anderer Dirigent und ein anderes Konzertverständnis, hier Chopins Verbindung von Klaviergesang und tänzerischer Bewegung. Die beiden Platten zeigen verschiedene Ausschnitte aus derselben langen Pianistenlaufbahn. Wer über solche Verbindungen sammelt, baut mit jeder Aufnahme zugleich einen persönlichen Weg durch das Repertoire auf. Die Beziehung zwischen den Alben kann wichtiger werden als die bloße Vollständigkeit einer Serie.

Die 33⅓-Ausgabe unterstützt dabei einen unkomplizierten Höralltag. Das dreisätzige Konzert befindet sich auf einer einzelnen LP; man muss sich nicht durch vier kurze Seiten bewegen, um das Werk zu verfolgen. Ein Seitenwechsel bleibt Teil des Mediums, aber das Format hält den Aufwand überschaubar. Gerade bei einem Konzert, dessen Form auf längeren Entwicklungen beruht, ist das ein sinnvoller praktischer Gesichtspunkt. Die Geschwindigkeit allein ersetzt weder die Interpretation noch das Mastering, sie prägt aber den Ablauf einer Hörsitzung.

RCA Living Stereo, neu geschnitten bei Sterling Sound

Analogue Productions veröffentlicht diese Aufnahme unter AAPC 2575 innerhalb seiner zweiten RCA-Living-Stereo-Reihe. Ryan K. Smith fertigte den neuen Schnitt bei Sterling Sound an; als Quelle nennt der Herausgeber die originalen Zweispur-Masterbänder. Quality Record Pressings übernimmt die Pressung. Die angebotene Fassung ist eine Stereo-LP mit 33⅓ Umdrehungen. Damit ist die Ausgabe klar von anderen Tonträgerformaten und älteren Wiederveröffentlichungen getrennt.

Die Stoughton-Hülle greift die ursprüngliche RCA-Gestaltung auf. Das gehört zum Reiz solcher Editionen: Die historische Aufnahme erscheint in einer zeitgenössischen Fertigung, behält aber einen sichtbaren Bezug zu ihrer LP-Geschichte. Das Cover und die gedruckten Angaben sind für Sammler deshalb mehr als Verpackung. Sie machen die Beteiligten und das Werk im Zusammenhang lesbar. Dennoch sollte die historische Gestaltung nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier eine neue Pressung angeboten wird und keine Originalausgabe von 1961.

Bei den Gewichtsangaben ist eine Unterscheidung sinnvoll. Eine frühere AP-Auflage ist mit 200 Gramm dokumentiert, während der Herausgeber das Produkt heute als 180-Gramm-LP führt. Diese Angaben beschreiben unterschiedliche Nachweise; die konkrete Ausführung hängt vom jeweiligen Exemplar ab. Für die musikalische und technische Identität dieser Wiederveröffentlichung sind AAPC 2575, die Stereoaufnahme und der Schnitt von Ryan K. Smith die verlässlicheren Orientierungspunkte als ein pauschales Versprechen für sämtliche Lagerchargen.

Was die Platte im Regal besonders macht, bleibt die Begegnung ihrer Musiker. Ein junger Chopin schreibt ein Konzert kurz vor dem Verlassen seiner Heimat; mehr als ein Jahrhundert später widmet sich Rubinstein diesem Werk zusammen mit einem Dirigenten, dessen eigene internationale Geschichte gerade eine neue Richtung genommen hat. Solche Verbindungen muss man beim Hören nicht ständig mitdenken. Aber sie geben einer vertrauten Komposition Tiefe und machen aus einer Wiederveröffentlichung eine Einladung, sich erneut mit ihr zu beschäftigen.

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Arthur RubinsteinKlavierMitwirkung: alle Sätze
  • Stanisław SkrowaczewskiDirigentMitwirkung: alle Sätze
  • New Symphony Orchestra of LondonOrchesterMitwirkung: alle Sätze

Aufnahme: England, 1961. Produktion: Max Wilcox; Ton: Kenneth Wilkinson. Original-Begleittext: Sol Hurok. AP-Lackschnitt: Ryan K. Smith, Sterling Sound; Pressung: Quality Record Pressings. Die Werkübersicht nennt die drei Sätze ohne ungesicherte LP-Seitengrenzen.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,7 kg

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Arthur RubinsteinKlavierMitwirkung: alle Sätze
  • Stanisław SkrowaczewskiDirigentMitwirkung: alle Sätze
  • New Symphony Orchestra of LondonOrchesterMitwirkung: alle Sätze

Aufnahme: England, 1961. Produktion: Max Wilcox; Ton: Kenneth Wilkinson. Original-Begleittext: Sol Hurok. AP-Lackschnitt: Ryan K. Smith, Sterling Sound; Pressung: Quality Record Pressings. Die Werkübersicht nennt die drei Sätze ohne ungesicherte LP-Seitengrenzen.


Sätze

  • I · Allegro maestoso
  • II · Romanze. Larghetto
  • III · Rondo. Vivace

Aufnahme: England, 1961. Produktion: Max Wilcox; Ton: Kenneth Wilkinson. Original-Begleittext: Sol Hurok. AP-Lackschnitt: Ryan K. Smith, Sterling Sound; Pressung: Quality Record Pressings. Die Werkübersicht nennt die drei Sätze ohne ungesicherte LP-Seitengrenzen.