Ray Charles – Genius + Soul = Jazz

44,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Geschwindigkeit
33⅓ RPM
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
R&B/Soul

Ausverkauft

Artikelnummer: AIMP 21001 Kategorien: , , , ,

Genius + Soul = Jazz: Ray Charles an der Orgel

Der Name Ray Charles weckt häufig zuerst die Erinnerung an seine Stimme. Genius + Soul = Jazz verschiebt diese Erwartung: Im Mittelpunkt steht die Orgel, und nur zwei der zehn Titel führen einen Gesangscredit. Um Charles herum arbeitet eine große Zahl von Bläsern und Rhythmusmusikern. Das Album bietet damit einen anderen Zugang zu seiner musikalischen Persönlichkeit. Wer wegen des Sängers kommt, kann hier den Instrumentalisten entdecken. Wer Bigbandaufnahmen sammelt, begegnet einer Besetzung, in der die Orgel einen eigenen Platz zwischen Solostimme, harmonischem Zentrum und rhythmischem Partner einnimmt.

Die Aufnahmen entstanden am 26. und 27. Dezember 1960 im Van Gelder Studio in Englewood Cliffs, New Jersey. Produzent war Creed Taylor. Der Titel verbindet drei Begriffe zu einer Gleichung, doch die Musik lässt sich interessanter hören, wenn man daraus keine starre Formel macht. Eine Orgel kann Töne halten, während Bläser mit Atem und Artikulation arbeiten. Sie kann einen Akkord stehen lassen und zugleich eine bewegliche Linie darüberführen. Diese unterschiedlichen Voraussetzungen schaffen Möglichkeiten für Spannung, Antworten und gemeinsame Akzente. Schon die Instrumentierung legt damit eine Aufmerksamkeit nahe, die über die Erwartung eines gewöhnlichen Gesangsalbums hinausgeht.

Die Besetzung bleibt nicht auf allen Stücken gleich. Zwei umfangreiche Musikergruppen sind in den Credits verschiedenen Titeln zugeordnet. Auch die Arrangements werden mit Quincy Jones und Ralph Burns zwei Personen zugeschrieben. Das macht die Platte zu einem Ensembleprojekt mit mehreren Ebenen: Charles als zentrale Figur, die jeweiligen Instrumentalisten und die schriftlich vorbereitete Ordnung ihrer Beiträge. Die Aufgabe beim Hören besteht nicht darin, jeden Namen sofort zu erkennen. Spannend ist vielmehr, wie eine konstante Hauptstimme in wechselnden Umgebungen wirkt und welche Möglichkeiten die jeweiligen Bläsergruppen eröffnen.

Ray Charles an der Orgel · freie Künstlerillustration, keine Sessionrekonstruktion · historisch inspirierte Illustration
Ray Charles an der Orgel · freie Künstlerillustration, keine Sessionrekonstruktion

Zehn Titel, zwei Gesangsnummern und viel instrumentale Bewegung

From the Heart eröffnet Seite A. Danach folgen I’ve Got News for You, Moanin’, Let’s Go und One Mint Julep. I’ve Got News for You ist eine der beiden Nummern, auf denen Charles singt. Dadurch bekommt die menschliche Stimme innerhalb eines überwiegend instrumentalen Programms ein besonderes Gewicht. Sie ist nicht die durchgehende Voraussetzung jeder Nummer, sondern eine zusätzliche Ausdrucksform an ausgewählten Stellen. Achte darauf, wie sich deine Aufmerksamkeit verändert, sobald Worte hinzukommen: Die Instrumente bleiben dieselben Arten von Gesprächspartnern, aber der Mittelpunkt der Wahrnehmung kann sich verschieben.

Die zweite Seite beginnt mit I’m Gonna Move to the Outskirts of Town, dem anderen dokumentierten Gesangstitel. Danach stehen Stompin’ Room Only, Mister C, Strike Up the Band und Birth of the Blues auf dem Programm. Mit fünf Titeln je Seite besitzt die Platte eine klare äußere Ordnung. Die einzelnen Stücke bleiben dabei unterschiedlich lang: Let’s Go und Strike Up the Band sind besonders kompakt, während Birth of the Blues mit 5:05 den weitesten zeitlichen Rahmen erhält. Das Album endet damit nicht einfach im selben Maßstab, in dem es alle vorherigen Nummern behandelt.

Moanin’ und One Mint Julep gehören zu den Titeln, die vielen Hörern bereits begegnet sein dürften. Auch ohne solche Wiedererkennung bietet das Programm mehrere Zugänge: über die Orgel, die rhythmische Bewegung oder die Wechsel zwischen Bläsern und zentralem Instrument. Wichtig ist, die Gesangstitel nicht zum alleinigen Maßstab des Albums zu machen. Acht Nummern erzählen ohne Charles’ Stimme, und gerade darin liegt ein wesentlicher Teil seines Profils. Die Platte lässt einen Musiker hören, dessen Ausdruck nicht an ein einziges Mittel gebunden ist und der innerhalb eines großen Ensembles verschiedene Aufgaben übernehmen kann.

Bläser und Notenpulte · freie Instrumentenstudie · historisch inspirierte Illustration
Bläser und Notenpulte · freie Instrumentenstudie

Zwei Besetzungsgruppen und ein differenzierter Creditstand

Für A1 bis A3 sowie B2 bis B4 sind unter anderem Frank Wess, Marshall Royal, Billy Mitchell, Frank Foster, Charlie Fowlkes, Snooky Young, Joe Newman und Thad Jones dokumentiert. Dazu kommen Al Grey, Benny Powell, Henry Coker, Freddie Green, Eddie Jones und Sonny Payne. Die andere titelbezogene Gruppe steht auf A4, A5, B1 und B5: unter anderem Earle Warren, George Dorsey, Budd Johnson, Seldon Powell, Haywood Henry, Jimmy Nottingham, Joe Wilder und John Frosk, ergänzt durch weitere Posaunen und die Rhythmusmusiker Sam Herman, Joe Benjamin und Roy Haynes.

Die vollständige Übersicht unter dem Text führt diese Namen mit ihren Instrumenten. Clark Terry, Urbie Green und Phillip Guilbeau sind ebenfalls in der Recherche genannt, jedoch ohne gesicherte Titelzuordnung. Diese Unterscheidung bleibt sichtbar, statt aus einem Albumcredit eine Beteiligung an jedem Stück abzuleiten. Ebenso werden Quincy Jones und Ralph Burns als Arrangeure von den tatsächlich spielenden Musikern getrennt. Ihre Titelzuweisungen überschneiden sich in der vorliegenden Quelle bei A2; eine eindeutige ausschließliche Zuordnung wird daraus nicht erfunden. Für eine große Besetzung ist solche Genauigkeit hilfreicher als eine eindrucksvolle, aber unzutreffende Gesamtzahl.

Beim Hören kann man die Fülle der Namen zunächst beiseitelassen und auf Instrumentengruppen achten. Wie verhalten sich die kürzeren Bläserakzente zu einem gehaltenen Orgelton? Wann wirkt die Rhythmusgruppe als zusammenhängender Boden, wann nimmt man einzelne Stimmen deutlicher wahr? Solche Fragen öffnen die Musik, ohne eine bestimmte Antwort vorzuschreiben. Anschließend können die Credits helfen, das Gehörte einzuordnen. Die Liste ist damit ein Werkzeug für Neugier, keine Voraussetzung für den Zugang. Charles bleibt der Mittelpunkt, doch das Album gewinnt seine Gestalt aus dem Zusammenspiel mit vielen weiteren musikalischen Persönlichkeiten.

Die Acoustic-Sounds-Ausgabe und ihr korrigierter Masteringcredit

Diese Wiederveröffentlichung der Acoustic Sounds Series erscheint auf einer 180-Gramm-LP mit 33⅓ Umdrehungen in Stereo. Sie trägt die Nummer B0033210-01 und die Shopkennung AIMP 21001. Gepresst wurde bei Quality Record Pressings. Für diese konkrete Ausgabe ist ein Detail besonders wichtig: Das Mastering und der Lackschnitt stammen von Kevin Gray bei Cohearent Audio. Die Hülle nennt an dieser Stelle irrtümlich Ryan Smith und Sterling Sound. Die dokumentierte Korrektur wird hier berücksichtigt, damit die Beschreibung nicht einfach einen gedruckten Fehler wiederholt und als gesicherte Information weitergibt.

Die Herstellungsangaben helfen bei der Auswahl einer Ausgabe, doch der musikalische Reiz liegt in der ungewöhnlichen Gewichtung des Programms. Wer Charles vor allem als Sänger kennt, erhält eine Platte, auf der sein instrumentales Spiel weit mehr Raum bekommt. Wer sich für große Jazzbesetzungen interessiert, kann unterschiedliche Gruppen und Arrangements innerhalb eines kompakten Albums verfolgen. Eine einzelne LP hält diese Vielfalt in einer gut erfassbaren Form zusammen. Fünf Titel auf jeder Seite machen es leicht, das Programm vollständig zu hören und anschließend zu den Stellen zurückzukehren, an denen Orgel, Bläser und Rhythmusgruppe besonders neugierig gemacht haben.

Genius + Soul = Jazz erweitert den Blick auf Ray Charles, ohne seine Stimme aus dem Bild zu nehmen: Sie erscheint gezielt, während die Orgel das gesamte Album verbindet. Michael 45 versendet Bestellungen aus Hilden in Deutschland, sodass Kunden in Deutschland und der EU ohne einen eigenen Import aus den Vereinigten Staaten und ohne Warten auf die Zollabfertigung bestellen können. Wenn du Genius + Soul = Jazz auf Vinyl kaufen möchtest, findest du hier die Acoustic-Sounds-Ausgabe mit korrigiertem Masteringcredit, vollständiger Tracklist und einer Musikerübersicht, die gesicherte Titelzuordnungen von offenen Details unterscheidet.

Die aktuelle Verfügbarkeit und Lieferzeit stehen am Kaufbereich; eine Beschreibung dieser Ausgabe ist keine Lagerzusage.

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Ray CharlesVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungOrgel, GesangMitwirkung: Orgel: alle zehn Titel; Gesang: A2 und B1
  • Clark TerryPorträtvorlage: 1964TrompeteMitwirkung: Albumcredit; Titelzuordnung nicht belegt
  • Urbie GreenPosauneMitwirkung: Albumcredit; Titelzuordnung nicht belegt
  • Phillip GuilbeauTrompeteMitwirkung: Albumcredit; Titelzuordnung nicht belegt
  • Frank WessAltsaxofonMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Marshall RoyalAltsaxofonMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Billy MitchellTenorsaxofonMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Frank FosterTenorsaxofonMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Charlie FowlkesBaritonsaxofonMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Snooky YoungPorträtvorlage: spätere Lebensjahre, undatiertTrompeteMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Joe NewmanTrompeteMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Thad JonesTrompeteMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Al GreyPosauneMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Benny PowellPosauneMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Henry CokerPosauneMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Freddie GreenVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungGitarreMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Eddie JonesKontrabassMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Sonny PayneSchlagzeugMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Earle WarrenAltsaxofonMitwirkung: A4, A5, B1, B5
  • George DorseyAltsaxofonMitwirkung: A4, A5, B1, B5
  • Budd JohnsonTenorsaxofonMitwirkung: A4, A5, B1, B5
  • Seldon PowellTenorsaxofonMitwirkung: A4, A5, B1, B5
  • Haywood HenryBaritonsaxofonMitwirkung: A4, A5, B1, B5
  • Jimmy NottinghamTrompeteMitwirkung: A4, A5, B1, B5
  • Joe WilderTrompeteMitwirkung: A4, A5, B1, B5
  • John FroskTrompeteMitwirkung: A4, A5, B1, B5
  • George MatthewsPosauneMitwirkung: A4, A5, B1, B5
  • Jimmy ClevelandPorträtvorlage: 1965PosauneMitwirkung: A4, A5, B1, B5
  • Keg JohnsonPosauneMitwirkung: A4, A5, B1, B5
  • Sam HermanGitarreMitwirkung: A4, A5, B1, B5
  • Joe BenjaminVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungKontrabassMitwirkung: A4, A5, B1, B5
  • Roy HaynesPorträtvorlage: vorhandenes gesichertes PorträtSchlagzeugMitwirkung: A4, A5, B1, B5

Produktion: Creed Taylor. Ton: Rudy Van Gelder. Fotografie: Bob Gomel. Reihenbetreuung: Chad Kassem. Mastering/Lackschnitt: Kevin Gray, Cohearent Audio (Korrektur des Hüllenfehlers). Arrangements: Quincy Jones (A1, A2, A3, A5, B1, B3, B4) und Ralph Burns (A2, A4, B2, B5); die Quelle nennt A2 für beide, ohne den Widerspruch aufzulösen. Albumcredits ohne Titelbezug werden nicht auf alle Stücke übertragen.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,8 kg

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Ray CharlesVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungOrgel, GesangMitwirkung: Orgel: alle zehn Titel; Gesang: A2 und B1
  • Clark TerryPorträtvorlage: 1964TrompeteMitwirkung: Albumcredit; Titelzuordnung nicht belegt
  • Urbie GreenPosauneMitwirkung: Albumcredit; Titelzuordnung nicht belegt
  • Phillip GuilbeauTrompeteMitwirkung: Albumcredit; Titelzuordnung nicht belegt
  • Frank WessAltsaxofonMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Marshall RoyalAltsaxofonMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Billy MitchellTenorsaxofonMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Frank FosterTenorsaxofonMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Charlie FowlkesBaritonsaxofonMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Snooky YoungPorträtvorlage: spätere Lebensjahre, undatiertTrompeteMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Joe NewmanTrompeteMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Thad JonesTrompeteMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Al GreyPosauneMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Benny PowellPosauneMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Henry CokerPosauneMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Freddie GreenVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungGitarreMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Eddie JonesKontrabassMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Sonny PayneSchlagzeugMitwirkung: A1 bis A3, B2 bis B4
  • Earle WarrenAltsaxofonMitwirkung: A4, A5, B1, B5
  • George DorseyAltsaxofonMitwirkung: A4, A5, B1, B5
  • Budd JohnsonTenorsaxofonMitwirkung: A4, A5, B1, B5
  • Seldon PowellTenorsaxofonMitwirkung: A4, A5, B1, B5
  • Haywood HenryBaritonsaxofonMitwirkung: A4, A5, B1, B5
  • Jimmy NottinghamTrompeteMitwirkung: A4, A5, B1, B5
  • Joe WilderTrompeteMitwirkung: A4, A5, B1, B5
  • John FroskTrompeteMitwirkung: A4, A5, B1, B5
  • George MatthewsPosauneMitwirkung: A4, A5, B1, B5
  • Jimmy ClevelandPorträtvorlage: 1965PosauneMitwirkung: A4, A5, B1, B5
  • Keg JohnsonPosauneMitwirkung: A4, A5, B1, B5
  • Sam HermanGitarreMitwirkung: A4, A5, B1, B5
  • Joe BenjaminVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungKontrabassMitwirkung: A4, A5, B1, B5
  • Roy HaynesPorträtvorlage: vorhandenes gesichertes PorträtSchlagzeugMitwirkung: A4, A5, B1, B5

Produktion: Creed Taylor. Ton: Rudy Van Gelder. Fotografie: Bob Gomel. Reihenbetreuung: Chad Kassem. Mastering/Lackschnitt: Kevin Gray, Cohearent Audio (Korrektur des Hüllenfehlers). Arrangements: Quincy Jones (A1, A2, A3, A5, B1, B3, B4) und Ralph Burns (A2, A4, B2, B5); die Quelle nennt A2 für beide, ohne den Widerspruch aufzulösen. Albumcredits ohne Titelbezug werden nicht auf alle Stücke übertragen.


Seite A

  • A1 · From The Heart (3:30)
  • A2 · I’ve Got News For You (4:28)
  • A3 · Moanin’ (3:14)
  • A4 · Let’s Go (2:39)
  • A5 · One Mint Julep (3:02)

Seite B

  • B1 · I’m Gonna Move To The Outskirts Of Town (3:38)
  • B2 · Stompin’ Room Only (3:35)
  • B3 · Mister C (4:28)
  • B4 · Strike Up The Band (2:35)
  • B5 · Birth Of The Blues (5:05)