Complete & Unbelievable: The Otis Redding Dictionary of Soul als Hybrid-Stereo-SACD aus der Atlantic 75 Series, von Bernie Grundman vom Originalmasterband nach DSD gemastert. Zwölf Songs am Stück – von „Fa-Fa-Fa-Fa-Fa (Sad Song)“ über „Try A Little Tenderness“ bis „Love Have Mercy“.
Ein Wörterbuch aus Songs
Der Titel strotzt vor Selbstbewusstsein – und das versprochene Wörterbuch besteht aus zwölf Songs statt aus Definitionen. Country, ältere Unterhaltungsmusik, ein Beatles-Song und eigene Kompositionen stehen nebeneinander, und Otis Redding begegnet allem mit einer sofort erkennbaren Persönlichkeit. Was passiert, wenn ein Song in die Zusammenarbeit zwischen Redding und den Musikern des Stax-Studios gerät? Jeder Titel gibt eine andere Antwort – und diese Vielfalt ist das Herz des Albums.
Erschienen 1966 bei Volt, dem Schwesterlabel von Stax, war es Reddings fünftes Studioalbum und das letzte Solo-Studioalbum, das zu seinen Lebzeiten herauskam. Aufgenommen wurde in Memphis im ehemaligen Capitol Theatre an der East McLemore Avenue, das zum Stax-Studio umgebaut worden war; Jim Stewart betreute die Produktion. Songs aus verschiedenen Generationen treffen auf die Musiker, die sie spielen – und finden zu einem neuen Verhältnis.

Ein Song von 1932 wird zum Mittelpunkt
„Try A Little Tenderness“ war schon Jahrzehnte alt, als Redding ihn aufnahm. Geschrieben von Harry Woods, Jimmy Campbell und Reg Connelly, hatten ihn unter anderem Bing Crosby und Frank Sinatra gesungen, und Sam Cookes Fassung war ein wichtiger Bezugspunkt. Redding und Isaac Hayes entwickelten eine ganz eigene Version. Folge dem Verhältnis von Stimme, antwortenden Bläsern und Rhythmusgruppe – und hör, wie ein Arrangement einer vertrauten Melodie einen völlig neuen Verlauf gibt.
„Fa-Fa-Fa-Fa-Fa (Sad Song)“, geschrieben von Redding und Steve Cropper, führt direkt in den Studioalltag: Der Song spielt auf Reddings Angewohnheit an, den Bläsern ihre Linien vorzusingen. „Tennessee Waltz“ bringt einen Country-Standard ins Spiel, „Day Tripper“ einen damals brandneuen Beatles-Song. Soul ist hier kein geschlossener Club der Herkunft – es zählt, was die Musiker aus dem Material machen.

Die Menschen hinter dem gemeinsamen Sound
Zum Kreis gehören Booker T. Jones, Steve Cropper, Donald „Duck“ Dunn und Al Jackson Jr., dazu Isaac Hayes und Bläser wie Wayne Jackson und Andrew Love. Nicht jedes Instrument lässt sich jedem Song sicher zuordnen. Und der spätere Name „Memphis Horns“ gehört zu einer Partnerschaft, die Jackson und Love erst danach gründeten – für 1966 ist es genauer, die Musiker selbst zu nennen.
Neben dem übernommenen Material stehen Redding-Originale wie „My Lover’s Prayer“, „She Put The Hurt On Me“ und „Ton Of Joy“. „Sweet Lorene“ verbindet ihn als Autor mit Hayes und Alvertis Isbell, später bekannt als Al Bell, und „Love Have Mercy“ von Hayes und David Porter beschließt das Album. Folge einmal dem Wechsel von einem Song, der von außen kam, zu einem, der im Autorenkreis des Studios entstand – genau aus diesen verschiedenen Anfängen baut das Album seine Vorstellung von Soul.
Die Hybrid-Stereo-SACD der Atlantic 75 Series
CAPA 036 SA ist eine Hybrid-Stereo-SACD aus der Atlantic 75 Series von Analogue Productions. Laut Herausgeber hat Bernie Grundman sie vom Originalmasterband nach DSD gemastert. Sie bringt das Album in Stereo; das Originalalbum erschien auch in Mono. Ein Volt-Album in der Atlantic 75 Series? Das spiegelt die Vertriebs- und Rechtegeschichte des Stax-Katalogs – das ursprüngliche Label bleibt Volt. Die SACD-Schicht spielst du auf einem SACD-fähigen Spieler ab, die CD-Schicht auf jedem gewöhnlichen CD-Spieler. Die Disc enthält die zwölf Titel des Originalalbums in ihrer Reihenfolge – „Sweet Lorene“, „Try A Little Tenderness“ und „Day Tripper“ folgen als Titel 4 bis 6 direkt aufeinander.
Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.
Mehr aus der Reihe: Atlantic 75 Series
Auch in einer anderen Ausgabe: The Otis Redding Dictionary of Soul
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Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen
Beteiligte Musiker
Belegte Mitwirkende dieser Aufnahme. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.
- Otis ReddingGesangMitwirkung: Album-Besetzung
- Booker T. JonesKeyboards, Orgel, Vibrafon (Titel 3, 11), Bass (Titel 3, 11)Mitwirkung: Album-Besetzung
- Isaac HayesKeyboards, KlavierMitwirkung: Album-Besetzung
- Steve CropperGitarreMitwirkung: Album-Besetzung
- Donald „Duck“ DunnBassMitwirkung: Album-Besetzung
- Al Jackson Jr.SchlagzeugMitwirkung: Album-Besetzung
- Wayne JacksonTrompeteMitwirkung: Album-Besetzung
- Andrew LoveTenorsaxofonMitwirkung: Album-Besetzung
- Floyd NewmanBaritonsaxofonMitwirkung: Album-Besetzung
- David PorterBackgroundgesangMitwirkung: Titel 1
- Charles AxtonTenorsaxofonMitwirkung: Titel 7
- Gene ParkerTenorsaxofonMitwirkung: Titel 7
- Gene MillerTrompeteMitwirkung: Titel 7
- Sammy ColemanTrompeteMitwirkung: Titel 7
Albumcredits sind keine vollständige Titelzuordnung. Zusätzliche Bläser auf Titel 7 sind nach aufnahmespezifischen Credits aufgeführt. Gil Caple und Joe Arnold bleiben wegen widersprüchlicher Belege ausgeschlossen.















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