Otis Redding – The Dock Of The Bay

(1 Kundenrezension)

77,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Geschwindigkeit
45 RPM
2 LPs
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
R&B/Soul

Nur noch wenige

✓ Versand meist in 1–2 Werktagen

LabelAnalogue Productions (Atlantic 75 Series)
KatalognummerAAPA 005-45
GenrePop/Rock
Anzahl Platten2

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

Mir ist bewusst und ich stimme zu, dass die Platte aus der Originalfolie genommen wird (die Folie liegt der Lieferung bei).

Artikelnummer: AAPA 005-45 Kategorien: , , ,

Schutz für diese Ausgabe

Gatefold · 2 LPs

Das aufklappbare Cover lässt sich auf zwei Arten schützen:

Für die zwei Platten: zwei Innenhüllen. Außenhüllen schützen das Cover; Innenhüllen schützen jeweils eine Schallplatte. Bereits passende Innenhüllen kannst du weiterverwenden.

Ein weiter Horizont und eine Stimme aus Memphis

Mit The Dock Of The Bay verbindet sich ein Bild von Ruhe: Wasser, vorbeiziehende Schiffe, ein Mensch, der für einen Augenblick aus der Bewegung seines Lebens heraustritt. Doch diese Ruhe ist nicht sorglos. Der Titelsong lässt Sehnsucht und Stillstand nebeneinander bestehen, und Otis Reddings Stimme verleiht selbst den schlichtesten Worten Gewicht. Das Album, das 1968 unter diesem Namen erschien, öffnet den Blick zugleich auf einen größeren Ausschnitt seines Werks. Es enthält elf Aufnahmen aus verschiedenen Zusammenhängen und zeigt einen Sänger, dessen Ausdruck vom leisen Zögern bis zur unmittelbaren, körperlichen Energie reicht.

Die Veröffentlichung war von einem schweren Verlust überschattet. Redding starb am 10. Dezember 1967 bei einem Flugzeugabsturz; die LP erschien im Februar 1968 bei Volt. Steve Cropper stellte das Programm aus älteren Albumaufnahmen, Singles, B-Seiten und zuvor unveröffentlichtem Material zusammen. Deshalb sollte man die Platte nicht als Ergebnis einer einzigen abschließenden Studiositzung verstehen. Sie verbindet Aufnahmen aus den Jahren 1965 bis 1967. Gerade diese Zusammenstellung macht sie zu einem berührenden Zugang: Sie bewahrt unterschiedliche Seiten eines Künstlers, dessen Entwicklung noch längst nicht abgeschlossen war.

Der große Rahmen bleibt Memphis und das musikalische Umfeld von Stax und Volt. Hier hatte Redding einen Kreis von Mitmusikern gefunden, der seine Phrasierung begleiten, beantworten und antreiben konnte. Die Songs brauchen dafür keine überladene Kulisse. Eine Bassbewegung, ein knapper Gitarreneinsatz oder eine Antwort der Bläser kann genügen, um eine Gesangszeile anders erscheinen zu lassen. Wer auf solche kleinen Beziehungen achtet, begegnet hinter dem weltberühmten Titel einer sehr lebendigen Ensemblekunst.

Otis Redding · 1967 · historisch inspirierte Illustration
Otis Redding · 1967

Otis Redding und Steve Cropper

Die Anfänge des Titelsongs führen an die andere Küste der USA. Im Sommer 1967 hielt sich Redding in der Gegend von San Francisco auf. Auf einem Hausboot in Sausalito entstanden die ersten Ideen zu Dock Of The Bay. Später arbeitete er den Song mit Steve Cropper in Memphis aus; die Aufnahmen gehören in den November und Dezember 1967. Aus der persönlichen Beobachtung am Wasser wurde ein Stück, das mit wenigen Bildern eine erstaunlich offene Gefühlslage erreicht. Es erzählt von Entfernung und Ankunft, ohne die innere Unruhe einfach aufzulösen.

Cropper ist dabei weit mehr als der Gitarrist neben dem Sänger. Als Mitautor des Titelsongs, Produzent und Gestalter des späteren Albums gehört er zu den entscheidenden Personen dieser Geschichte. Nach Reddings Tod vollendete er den Mix und ergänzte die Geräusche von Wellen und Möwen. Die Single erschien im Januar 1968 und wurde ein amerikanischer Nummer-eins-Hit. Ihr Erfolg macht den Verlust nicht kleiner; er unterstreicht vielmehr, wie weit Reddings Musik Menschen bereits erreicht hatte und weiterhin erreichen würde.

Zum dokumentierten Albumumfeld gehören Booker T. Jones und Isaac Hayes an Tasteninstrumenten, Donald „Duck“ Dunn am Bass und Al Jackson Jr. am Schlagzeug. Wayne Jackson und Joe Arnold sind in den Albumcredits als Bläser vertreten. Diese Namen bezeichnen Beiträge zum zusammengestellten Programm, keine pauschal identische Besetzung aller elf Titel. Auch darin liegt eine Besonderheit dieser Veröffentlichung: Man hört verschiedene Entstehungsmomente aus einem gemeinsamen musikalischen Umfeld. Cropper hält sie als Programm zusammen, ohne ihre unterschiedlichen Charaktere einzuebnen.

Steve Cropper · 1967 · historisch inspirierte Illustration
Steve Cropper · 1967

Elf Stücke, viele Ausdrucksfarben

Nach dem Titelsong führt I Love You More Than Words Can Say in eine andere Art von Intimität. Schon die Folge der ersten Stücke macht deutlich, dass dieses Album nicht auf einer einzigen Stimmung beharrt. Let Me Come On Home und Open The Door wenden sich wieder unmittelbarer an ein Gegenüber. Die Stimme kann bitten, drängen und insistieren; ihre Wirkung entsteht aus dem Verhältnis zwischen melodischer Linie, rhythmischer Betonung und den Antworten der Begleitung. Redding behandelt einen Song nicht wie eine bloße Melodie mit Text, sondern wie eine konkrete Ansprache.

Mit Don’t Mess With Cupid und The Glory Of Love wechseln Haltung und musikalischer Hintergrund erneut. Das Programm verbindet eigenes und fremdes Repertoire, ohne Reddings Persönlichkeit auf einen engen Stilbegriff zu reduzieren. Tramp, das Duett mit Carla Thomas aus dem gemeinsamen Album King & Queen, bringt einen besonders lebhaften Dialog hinein. Hier ist Thomas keine anonyme Begleitstimme. Ihr Gegenpart gehört zur Konstruktion des Stücks und gibt Redding jemanden, an dem sich sein Vortrag reiben kann. Das kleine Wortgefecht ist ein anderer Ausdruck von Nähe als die Ruhe des Titelsongs.

Auf der letzten Seite dieser Ausgabe stehen The Huckle-Buck, Nobody Knows You (When You’re Down And Out) und Ole Man Trouble. Die beiden letztgenannten Aufnahmen führen zurück zu The Soul Album beziehungsweise Otis Blue. Damit wird die zeitliche Spannweite des Programms noch einmal greifbar. Für Musikliebhaber lohnt es sich, neben den Höhepunkten auch diesen Schluss aufmerksam zu verfolgen: Er verbindet Beweglichkeit, Blueserfahrung und persönliche Ansprache. Das Album hinterlässt so kein starres Denkmal, sondern viele unterschiedliche Gesten einer unverwechselbaren Stimme.

Bernie Grundmans Schnitt für die Atlantic-75-Doppel-LP

Die hier angebotene Vinylausgabe ist AAPA 005-45 aus der Atlantic-75-Serie von Analogue Productions. Sie enthält das elfteilige Originalprogramm auf zwei 180-Gramm-LPs in Stereo, geschnitten und abgespielt mit 45 Umdrehungen pro Minute. Bernie Grundman übernahm Mastering und Lackfolienschnitt. Analogue Productions nennt das originale analoge Masterband als Quelle und beschreibt die Ausgabe als vollständig analog gemastert. Diese Angaben beziehen sich auf die konkrete Vinylproduktion und sind von der separat erschienenen SACD zu unterscheiden.

Gepresst wird die Ausgabe bei Quality Record Pressings. Das Tip-on-Gatefold mit zwei Plattentaschen stammt von Stoughton Printing und erhält eine Folienlaminierung. Die vierseitige Aufteilung bewahrt die ursprüngliche Reihenfolge, verteilt sie aber auf kürzere Plattenseiten: zwei Titel auf Seite A, anschließend jeweils drei auf B, C und D. Für Sammler ist damit klar umrissen, welche Ausgabe vorliegt und welcher Schnitt dazugehört. Musikalisch bleibt der Reiz dieses Albums seine Nähe zu Reddings unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten: die nachdenkliche Weite des Titelstücks, die Dringlichkeit der Liebeslieder und der lebendige Austausch mit den Menschen um ihn herum.

Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

Auch als SACD: The Dock Of The Bay

Mehr von Otis Redding: Otis Blue- Otis Redding Sings Soul

Kundenfragen: Atlantic 75: welche Titel lohnen sich? · Analogue Productions in Europa kaufen

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Otis ReddingGesangMitwirkung: 1–11
  • Steve CropperGitarre; ProduktionMitwirkung: Albumcredit; keine pauschale Zuordnung zu jedem Titel
  • Booker T. JonesKeyboardsMitwirkung: Albumcredit; keine pauschale Zuordnung zu jedem Titel
  • Isaac HayesKeyboardsMitwirkung: Albumcredit; keine pauschale Zuordnung zu jedem Titel
  • Donald „Duck“ DunnBassMitwirkung: Albumcredit; keine pauschale Zuordnung zu jedem Titel
  • Al Jackson Jr.SchlagzeugMitwirkung: Albumcredit; keine pauschale Zuordnung zu jedem Titel
  • Wayne JacksonTrompeteMitwirkung: Albumcredit; keine pauschale Zuordnung zu jedem Titel
  • Joe ArnoldTenorsaxofonMitwirkung: Albumcredit; keine pauschale Zuordnung zu jedem Titel
  • Carla ThomasGesang im DuettMitwirkung: 8 · Tramp

Produktion: Steve Cropper. Coverfoto: Jim Marshall; Rückseitenfoto: Jerry Cunningham; Gestaltung: Loring Eutemey; ursprüngliche Begleittexte: Jon Landau. Original-Toningenieur nicht abschließend belegt. Diese Vinylausgabe: Bernie Grundman, Mastering und Lackfolienschnitt; QRP; Stoughton Printing. Zusätzliche Serienbegleittexte: Chad Kassem, Craig Kallman und Julie Greenwald. Weitergehende Bläserzuordnungen nur aus Fan-Diskografien bleiben unbestätigt.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,8 kg

Internationale Kundenstimmen

1 Rezension für Otis Redding – The Dock Of The Bay

  1. Pedro Gonzalez –

    Glorius sound, beautiful music. What a pressing. Go for it, it’s surreal.

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Otis ReddingGesangMitwirkung: 1–11
  • Steve CropperGitarre; ProduktionMitwirkung: Albumcredit; keine pauschale Zuordnung zu jedem Titel
  • Booker T. JonesKeyboardsMitwirkung: Albumcredit; keine pauschale Zuordnung zu jedem Titel
  • Isaac HayesKeyboardsMitwirkung: Albumcredit; keine pauschale Zuordnung zu jedem Titel
  • Donald "Duck" DunnBassMitwirkung: Albumcredit; keine pauschale Zuordnung zu jedem Titel
  • Al Jackson Jr.SchlagzeugMitwirkung: Albumcredit; keine pauschale Zuordnung zu jedem Titel
  • Wayne JacksonTrompeteMitwirkung: Albumcredit; keine pauschale Zuordnung zu jedem Titel
  • Joe ArnoldTenorsaxofonMitwirkung: Albumcredit; keine pauschale Zuordnung zu jedem Titel
  • Carla ThomasGesang im DuettMitwirkung: 8 · Tramp

Produktion: Steve Cropper. Coverfoto: Jim Marshall; Rückseitenfoto: Jerry Cunningham; Gestaltung: Loring Eutemey; ursprüngliche Begleittexte: Jon Landau. Original-Toningenieur nicht abschließend belegt. Diese Vinylausgabe: Bernie Grundman, Mastering und Lackfolienschnitt; QRP; Stoughton Printing. Zusätzliche Serienbegleittexte: Chad Kassem, Craig Kallman und Julie Greenwald. Weitergehende Bläserzuordnungen nur aus Fan-Diskografien bleiben unbestätigt.


Seite A

  • A1 · (Sittin‘ On) The Dock Of The Bay (2:38)
  • A2 · I Love You More Than Words Can Say (2:50)

Seite B

  • B1 · Let Me Come On Home (2:53)
  • B2 · Open The Door (2:21)
  • B3 · Don’t Mess With Cupid (2:28)

Seite C

  • C1 · The Glory Of Love (2:38)
  • C2 · I’m Coming Home (3:03)
  • C3 · Tramp (2:32)

Seite D

  • D1 · The Huckle-Buck (2:58)
  • D2 · Nobody Knows You (When You’re Down And Out) (3:10)
  • D3 · Ole Man Trouble (2:36)