Memphis beginnt mit einer Entscheidung
Dusty Springfield sucht bei Atlantic die Zusammenarbeit mit Jerry Wexler. Für die britische Sängerin bedeutet Dusty in Memphis einen neuen musikalischen Arbeitszusammenhang: Die Rhythmusgruppe von American Sound liefert die Basis, Wexler, Arif Mardin und Tom Dowd produzieren. Das 1969 veröffentlichte Album verbindet ihre Stimme mit Musikern, deren gemeinsames Spiel in unzähligen Sessions gewachsen war.
Der Titel erzählt allerdings nur einen Teil der Entstehung. Die Arbeit beginnt in Memphis; Gesang und Orchesterteile werden später in New York ausgearbeitet. Gerade dieses Zusammenspiel verschiedener Orte und Fähigkeiten gehört zur Geschichte der Platte.

Eine Stimme zwischen Zurückhaltung und Nachdruck
„Son of a Preacher Man“ ist der vertraute Einstieg. Doch schon „Just a Little Lovin’“ und „So Much Love“ zeigen, wie sorgfältig das Programm gewählt ist. Songs von Goffin und King, Randy Newman sowie Bacharach und David stehen neben „The Windmills of Your Mind“. Es ist ein Album großer Songschreiber, zusammengehalten durch Springfields Interpretation.
Achte darauf, wie sie eine Zeile beginnt und wie spät sie manchmal deren Gewicht verlagert. Der Ausdruck steckt nicht allein in den lauten Momenten. Auch eine kleine Verzögerung oder das Ende eines Tons verändert das Verhältnis zwischen Stimme und Begleitung.

Die Band hinter den Liedern
Reggie Young spielt Gitarre, Tommy Cogbill Bass, Bobby Emmons und Bobby Wood übernehmen Tasteninstrumente, Gene Chrisman sitzt am Schlagzeug. Die Sweet Inspirations ergänzen die Vokalarrangements. Diese Namen erklären, warum sich ein zweiter Durchgang mit dem Ohr auf der Begleitung lohnt.
Bei „Breakfast in Bed“ kannst du zunächst der Stimme folgen und danach die Antworten der Instrumente suchen. „No Easy Way Down“ öffnet einen weiteren Blick auf die Auswahl der Goffin/King-Songs. Der bekannte Singlehit steht hier in einem sorgfältig gebauten Albumzusammenhang.
Die Ausgabe mit drei Bonusstücken
AAPA 017-45 gehört zur Atlantic-75-Reihe: zwei 180-Gramm-LPs mit 45 RPM. Laut Herausgeber masterte Kevin Gray bei Cohearent Audio vom Originalmasterband; genannt werden QRP und ein Stoughton-Tip-on-Klappcover. Zu den elf Originaltiteln kommen auf Seite D „Willie and Laura Mae Jones“, „That Old Sweet Roll (Hi-De-Ho)“ und „What Do You Do When Love Dies“. Damit unterscheidet sich diese Ausgabe von der älteren AP-Doppel-LP ohne diese drei Ergänzungen.
Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.
Auch als SACD: Dusty In Memphis
Auch in einer anderen Ausgabe: Dusty In Memphis
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Serie: Atlantic 75 Series – alle 75 Alben, Zeitreise und die Menschen hinter Atlantic
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Dusty Springfield | Gesang |
| The Sweet Inspirations | Begleitgesang |
| Reggie Young | Gitarre, Sitar |
| Tommy Cogbill | E-Bass, Gitarre |
| Bobby Emmons | E-Piano, Congas, Orgel |
| Bobby Wood | Klavier |
| Gene Chrisman | Schlagzeug |
| Mike Leech | Congas |
So hört Michael diese Ausgabe
Höreindruck · sinngemäß zusammengefasst
Michael vergleicht die Atlantic-75-Ausgabe mit der AP-45er von 2011. Klanglich hört er keine erwähnenswerten Unterschiede und verweist auf das Kevin-Gray-Mastering beider Ausgaben. Wer die ältere Ausgabe besitzt, braucht die neue nach diesem Vergleich nicht allein wegen des Klangs.











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