Ein Debüt mit vielen Sprachen
Donny Hathaway bringt auf seinem 1970 veröffentlichten Debüt Gospel, Soul und Jazz zusammen. Everything Is Everything zeigt ihn als Sänger und Pianisten, aber ebenso als Arrangeur und musikalischen Organisator. Gemeinsam mit Ric Powell produziert er ein Programm, das eigene Stücke neben Musik von Ray Charles, Erroll Garner und Nina Simone stellt.
Diese Beweglichkeit hat eine Vorgeschichte. Hathaway studiert an der Howard University, begegnet dort Leroy Hutson und arbeitet später in Chicago für Curtis Mayfields Curtom. Als sein Debüt erscheint, hat er bereits Erfahrung hinter den Kulissen gesammelt. Die Platte macht diese Fähigkeiten unter seinem eigenen Namen sichtbar.

Ein Groove wird zum Mittelpunkt
„The Ghetto“, zusammen mit Hutson geschrieben, gibt dem elektrischen Klavier und der Perkussion viel Platz. Henry Gibsons Congas gehören zu dieser Aufnahme. Der Titel lebt über weite Strecken von einem Zusammenspiel, in dem kurze Vokalrufe eine andere Funktion haben als die Strophen eines herkömmlichen Songs.
Folge einmal nur dem Rhythmus: Wie greifen Klavier und Perkussion ineinander, und wann verändert eine Stimme das Geschehen? Mit dieser Aufmerksamkeit wird verständlich, warum ein wiederkehrendes Muster so viel Bewegung tragen kann.

Vom Jazzstandard zum Schlusswort
„Misty“ öffnet die Tür zum Jazzstandard, „I Believe to My Soul“ zum Repertoire von Ray Charles. „Thank You Master (For My Soul)“ bringt Hathaways Gospelprägung deutlich ins Programm. Phil Upchurch arbeitet an Gitarre und auf mehreren Titeln am Bass mit; die Besetzungen wechseln mit den Anforderungen der Stücke.
Am Schluss steht „To Be Young, Gifted and Black“ von Nina Simone und Weldon Irvine. Hier gehört der Chor der Vashonettes zur Besetzung. Hör auf den Wechsel vom einzelnen Sänger zu den gemeinsamen Stimmen. Das Album endet damit in einer anderen Größenordnung als ein intimer Klaviermoment, bleibt aber Teil derselben musikalischen Persönlichkeit.
Vier Seiten Atlantic 75
AAPA 052-45 verteilt die neun Albumtitel auf zwei 180-Gramm-LPs mit 45 RPM. Der Herausgeber nennt QRP und ein Stoughton-Tip-on-Klappcover. Das Schlussstück erhält die gesamte vierte Seite. Ein Mastering-Ingenieur und die Bandquelle werden auf der Herausgeberseite dieser LP nicht ausgewiesen; entsprechende Angaben der SACD werden deshalb nicht auf diese Ausgabe übertragen. Das Albumprogramm bleibt ohne den späteren CD-Bonustitel „A Dream“.
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Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Donny Hathaway | Begleitgesang, Leadgesang, Dirigat, Klavier, Orgel, Bass |
| Phil Upchurch | E-Bass, Gitarre |
| John Avant | Posaune |
| Johnny Board | Tenorsaxofon |
| Lenard Druss | Tenorsaxofon |
| Oscar Brashear | Trompete |
| Aaron Dodd | Tuba |
| Morris Ellis | Posaune |
| Marshall Hawkins | Bass |
| Willie Henderson | Baritonsaxofon |
| John Howell | Trompete |
| Morris Jennings | Schlagzeug |
| John Lounsberry | Horn |
| Ethel Merker | Horn |
| Don Myrick | Altsaxofon |
| Ric Powell | Perkussion, Schlagzeug |
| Louis Satterfield | Bass |
| The Vashonettes | Begleitgesang |







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