Ray Charles – Ray Charles (Mono Version)

(1 Kundenrezension)

75,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Geschwindigkeit
45 RPM
2 LPs
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
R&B/Soul

Lieferbar

✓ Versand meist in 1–2 Werktagen

LabelAnalogue Productions (Atlantic 75 Series)
KatalognummerAAPA 007-45
GenreJazz
Anzahl Platten2

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

Mir ist bewusst und ich stimme zu, dass die Platte aus der Originalfolie genommen wird (die Folie liegt der Lieferung bei).

Artikelnummer: AAPA 007-45 Kategorien: , , ,

Schutz für diese Ausgabe

Gatefold · 2 LPs

Das aufklappbare Cover lässt sich auf zwei Arten schützen:

Für die zwei Platten: zwei Innenhüllen. Außenhüllen schützen das Cover; Innenhüllen schützen jeweils eine Schallplatte. Bereits passende Innenhüllen kannst du weiterverwenden.

Bevor aus einem Namen ein Versprechen wurde

1957 erschien bei Atlantic ein Album, dessen Titel zunächst kaum mehr sagte als Ray Charles. Heute wirkt dieser Name wie eine eigene musikalische Kategorie. Damals sammelte die LP vierzehn Aufnahmen, an denen sich nachvollziehen lässt, wie diese unverwechselbare Sprache Gestalt annahm. Die Stücke waren zwischen 1953 und 1956 entstanden, viele hatten bereits ein Leben als Singles geführt. Das Album setzt deshalb keinen einzelnen Studiotag ins Bild. Es verbindet mehrere Stationen eines Weges, auf dem Blues, Gospel, Rhythm and Blues und die Beweglichkeit einer kleinen Jazzbesetzung zunehmend ineinandergriffen.

Dabei ist die Vorstellung eines plötzlichen Erweckungsmoments zu einfach. In „Mess Around“ steht das Klavier mit seiner rollenden Energie im Mittelpunkt, „Sinner’s Prayer“ hält am Gewicht des Blues fest, und „I Got a Woman“ macht aus dem Wechselspiel von Stimme und Band einen vorwärtsdrängenden gemeinsamen Impuls. Die Unterschiede verschwinden nicht unter einer einheitlichen Oberfläche. Ray Charles setzt sie zueinander in Beziehung. Er kann eine Zeile wie eine Geschichte erzählen, sie im nächsten Moment rhythmisch zuspitzen und aus einer Wiederholung einen neuen Gedanken machen. Seine Stimme trägt dabei die Spuren der Anstrengung, statt sie hinter makelloser Glätte zu verbergen.

Später wurde das Album unter dem Titel Hallelujah I Love Her So wiederveröffentlicht. Die vorliegende Ausgabe führt es als Ray Charles (Mono Version). Diese Namen bezeichnen hier denselben historischen Albumzusammenhang; sie sollten nicht den Eindruck zweier unterschiedlicher ursprünglicher Projekte erwecken. Für Sammler ist das besonders nützlich, weil sich die Geschichte dieser Musik über Singles, spätere LP-Titel und zahlreiche Neuauflagen verteilt. Hinter den wechselnden Hüllen steht eine Auswahl, die den frühen Atlantic-Künstler in einer bemerkenswert großen Bandbreite zeigt.

Ray Charles · frühe Atlantic-Jahre · historisch inspirierte Illustration
Ray Charles · frühe Atlantic-Jahre

Eine Stimme im Gespräch mit der Band

Ray Charles ist auf diesen Aufnahmen Sänger und Pianist. Beides lässt sich kaum voneinander trennen. Das Klavier kann den Gesang anschieben, eine kurze Lücke kommentieren oder dem Rhythmus eine zusätzliche Kante geben. Die Stimme wiederum übernimmt Bewegungen, die ebenso gut aus einer Instrumentalphrase stammen könnten. Das erklärt einen Teil jener unmittelbaren Wirkung, die oft vorschnell nur als Temperament beschrieben wird. Unter der rauen Oberfläche liegt ein sehr genaues Verhältnis von Einsatz, Pause und Antwort. Die kleinen Besetzungen bieten dafür einen beweglichen Rahmen.

Don Wilkerson gehört zu den wichtigen Saxofonstimmen dieser frühen Atlantic-Jahre. Sein Tenorsaxofon ist unter anderem für die Session vom 18. November 1954 in Atlanta dokumentiert, aus der „Come Back Baby“, „Greenbacks“ und „I Got a Woman“ stammen. Joe Bridgewater und Charles Whitley spielten Trompete, David Newman Baritonsaxofon; dazu kamen Wesley Jackson an der Gitarre, Jimmy Bell am Bass und Glenn Brooks am Schlagzeug. Diese konkrete Gruppe ist mehr als eine Liste bekannter Namen. Sie macht sichtbar, dass der kräftige Bläserklang aus verschiedenen Registern und individuellen Funktionen entsteht.

Gerade bei David Newman lohnt die Genauigkeit. Für diese Atlanta-Session ist Baritonsaxofon verzeichnet, bei den Aufnahmen im April 1955 Alt- und Baritonsaxofon, bei „Ain’t That Love“ im November 1956 Tenor- und Altsaxofon. Ihn durchgehend nur als Tenorsaxofonisten einzutragen, würde seine Mitwirkung auf diesem Album falsch verkürzen. Ebenso wenig darf man die Gruppe von 1954 rückwirkend für alle Titel einsetzen. Bei den New Yorker Aufnahmen vom Mai 1953 stehen etwa Sam Taylor am Tenor, Dave McRae am Baritonsaxofon, Mickey Baker an der Gitarre und Connie Kay am Schlagzeug in den Sessionangaben. Die Musikerübersicht bildet diese Unterschiede ab.

Don Wilkerson · Tenorsaxofon · historisch inspirierte Illustration
Don Wilkerson · Tenorsaxofon

Vierzehn Aufnahmen zwischen Schwere und Bewegung

Der Einstieg mit „Ain’t That Love“ führt unmittelbar in das Wechselspiel von Stimme, Bläsern und Rhythmus. Danach verändert „Drown in My Own Tears“ das Maß der Zeit. Hier wird ein Gedanke nicht schnell abgehandelt; die Melodie muss sein Gewicht tragen dürfen. „Come Back Baby“ und „Sinner’s Prayer“ vertiefen diese Seite des Albums, ohne einfach dieselbe Stimmung zu wiederholen. Charles kann Dringlichkeit aus einem zurückgehaltenen Einsatz entwickeln. Das macht die langsameren Stücke zu eigenständigen dramatischen Formen und nicht bloß zu Ruhepunkten zwischen schnelleren Nummern.

„Funny (But I Still Love You)“, „Losing Hand“ und „A Fool for You“ führen unterschiedliche Schattierungen von Bindung und Verlust vor. Ihnen stehen „Hallelujah I Love Her So“, „Mess Around“ und „This Little Girl of Mine“ gegenüber, bei denen rhythmische Bewegung und melodische Direktheit stärker nach außen drängen. Die Albumfolge lässt die einzelnen Stücke ihre eigenen Proportionen behalten. Sie verlangt keine lange Improvisation, um musikalischen Charakter zu entfalten. Eine Wendung im Gesang, ein kurzer Bläsereinsatz oder eine Klavierfigur kann dafür bereits ausreichen.

Mit „Mary Ann“, „Greenbacks“, „Don’t You Know“ und schließlich „I Got a Woman“ bleibt das Ende ebenso abwechslungsreich. „Don’t You Know“ stammt aus einer New-Orleans-Session vom Dezember 1953; „I Got a Woman“ führt wieder nach Atlanta 1954. Die Abfolge ist also keine Chronologie. Sie ist eine Albumdramaturgie, die erst im Zusammenstellen entsteht. Beim wiederholten Hören lassen sich sowohl die Kontinuität von Charles’ Persönlichkeit als auch die wechselnden Begleiter verfolgen. Gerade diese Verbindung macht die frühe Sammlung so ergiebig: Sie zeigt einen bereits unverkennbaren Musiker, ohne seine Entwicklung nachträglich glattzubügeln.

Die Ausgabe: Mono auf zwei 45er-LPs

Die Analogue-Productions-Ausgabe AAPA 007-45 gehört zur Atlantic-75-Serie und verteilt die vierzehn Titel auf zwei 180-Gramm-LPs mit 45 Umdrehungen pro Minute. Ausdrücklich ausgewiesen ist Mono. Das ist für dieses Material eine zentrale Formatangabe und kein beiläufiger Zusatz zum Titel. Wer mit verschiedenen Ausgaben vergleicht, sollte den ursprünglichen Aufnahmezusammenhang und die jeweilige Bearbeitung berücksichtigen. Das Ziel eines solchen Vergleichs wäre nicht eine möglichst breite Bühne, sondern die schlüssige Beziehung von Stimme, Klavier, Bläsern und Rhythmus innerhalb des Monobildes.

Nach Herstellerangabe wurde die Ausgabe von Bernie Grundman vom originalen Masterband geschnitten. Der aktuelle Herausgebertext nennt Quality Record Pressings und RTI als Presswerke; ohne Prüfung eines konkreten Exemplars wird hier keines der beiden exklusiv behauptet. Dazu kommt eine von Stoughton gefertigte Tip-on-Klapphülle. Die technische Ausstattung beschreibt die angebotene Edition, sie ersetzt keinen eigenen Höreindruck. Als Bezugspunkte bieten sich die Verständlichkeit der Gesangsphrasen, das Zusammenspiel der unteren Register und die Dynamik kurzer Bläserantworten an. Vor allem aber bewahrt diese Ausgabe ein Album, auf dem ein großer Name noch in vielen einzelnen, genau unterscheidbaren Schritten zu seiner Bedeutung findet.

Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

Auch als SACD: Ray Charles

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Ray CharlesGesang, KlavierMitwirkung: Alle Albumtitel
  • Jesse DrakesTrompeteMitwirkung: A4, B1, B2, C2
  • Sam TaylorTenorsaxofonMitwirkung: A4, B1, B2, C2
  • Dave McRaeBaritonsaxofonMitwirkung: A4, B1, B2, C2
  • Mickey BakerGitarreMitwirkung: A4, B1, B2, C2
  • Lloyd TrotmanKontrabassMitwirkung: A4, B1, B2, C2
  • Connie KaySchlagzeugMitwirkung: A4, B1, B2, C2
  • Wallace DavenportTrompeteMitwirkung: D2
  • Frank MitchellTrompeteMitwirkung: D2
  • O’Neil GeraldAltsaxofonMitwirkung: D2
  • Joe TillmanTenorsaxofonMitwirkung: D2
  • Warren BellBaritonsaxofonMitwirkung: D2
  • Lloyd LambertKontrabassMitwirkung: D2
  • Oscar MooreSchlagzeugMitwirkung: D2 · Schlagzeuger, nicht der gleichnamige Gitarrist
  • Joe BridgewaterTrompeteMitwirkung: A1, A2, A3, B3, C1, C3, C4, D1, D3
  • Charles WhitleyTrompeteMitwirkung: A3, D1, D3
  • Don WilkersonTenorsaxofonMitwirkung: A2, A3, B3, C1, C3, C4, D1, D3
  • David NewmanBaritonsaxofon, Altsaxofon, TenorsaxofonMitwirkung: Bariton: A3, D1, D3; Alt/Bariton: B3, C3; Tenor/Alt: A1
  • Wesley JacksonGitarreMitwirkung: A3, D1, D3
  • Jimmy BellKontrabassMitwirkung: A3, D1, D3
  • Glenn BrooksSchlagzeugMitwirkung: A3, D1, D3
  • Riley WebbTrompeteMitwirkung: B3, C3
  • Roosevelt SheffieldKontrabassMitwirkung: A1, B3, C3
  • William PeeplesSchlagzeugMitwirkung: A1, B3, C3
  • Joshua WillisTrompeteMitwirkung: A2, C1, C4
  • Cecil PayneBaritonsaxofonMitwirkung: A2, C1, C4
  • Paul WestKontrabassMitwirkung: A2, C1, C4
  • Panama FrancisSchlagzeugMitwirkung: A2, C1, C4
  • John HuntTrompeteMitwirkung: A1
  • Emmett DennisBaritonsaxofonMitwirkung: A1

Sessionbezogene Mitwirkung nach Atlantic-Diskografie. Die Instrumentenwechsel David Newmans sind berücksichtigt. Keine pauschale Zuordnung von Cookies oder Raelettes zu diesen vierzehn Titeln.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,8 kg

Internationale Kundenstimmen

1 Rezension für Ray Charles – Ray Charles (Mono Version)

  1. Charlie Messing –

    I’ve had this album since it came out in 57. One of my best albums, and I have a thousand. He was so great back then, and the songs were too! He invented „Soul“ with this material.
    I am sad when I hear anyone say they don’t know his early material – all they know starts after his amazing Atlantic years, with either „Hit the Road Jack“ or „Georgia on My Mind.“
    You will not be sorry to get this album – it is transcendent.
    Welcome to the world of the young Ray Charles.

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Ray CharlesGesang, KlavierMitwirkung: Alle Albumtitel
  • Jesse DrakesTrompeteMitwirkung: A4, B1, B2, C2
  • Sam TaylorTenorsaxofonMitwirkung: A4, B1, B2, C2
  • Dave McRaeBaritonsaxofonMitwirkung: A4, B1, B2, C2
  • Mickey BakerGitarreMitwirkung: A4, B1, B2, C2
  • Lloyd TrotmanKontrabassMitwirkung: A4, B1, B2, C2
  • Connie KaySchlagzeugMitwirkung: A4, B1, B2, C2
  • Wallace DavenportTrompeteMitwirkung: D2
  • Frank MitchellTrompeteMitwirkung: D2
  • O'Neil GeraldAltsaxofonMitwirkung: D2
  • Joe TillmanTenorsaxofonMitwirkung: D2
  • Warren BellBaritonsaxofonMitwirkung: D2
  • Lloyd LambertKontrabassMitwirkung: D2
  • Oscar MooreSchlagzeugMitwirkung: D2 · Schlagzeuger, nicht der gleichnamige Gitarrist
  • Joe BridgewaterTrompeteMitwirkung: A1, A2, A3, B3, C1, C3, C4, D1, D3
  • Charles WhitleyTrompeteMitwirkung: A3, D1, D3
  • Don WilkersonTenorsaxofonMitwirkung: A2, A3, B3, C1, C3, C4, D1, D3
  • David NewmanBaritonsaxofon, Altsaxofon, TenorsaxofonMitwirkung: Bariton: A3, D1, D3; Alt/Bariton: B3, C3; Tenor/Alt: A1
  • Wesley JacksonGitarreMitwirkung: A3, D1, D3
  • Jimmy BellKontrabassMitwirkung: A3, D1, D3
  • Glenn BrooksSchlagzeugMitwirkung: A3, D1, D3
  • Riley WebbTrompeteMitwirkung: B3, C3
  • Roosevelt SheffieldKontrabassMitwirkung: A1, B3, C3
  • William PeeplesSchlagzeugMitwirkung: A1, B3, C3
  • Joshua WillisTrompeteMitwirkung: A2, C1, C4
  • Cecil PayneBaritonsaxofonMitwirkung: A2, C1, C4
  • Paul WestKontrabassMitwirkung: A2, C1, C4
  • Panama FrancisSchlagzeugMitwirkung: A2, C1, C4
  • John HuntTrompeteMitwirkung: A1
  • Emmett DennisBaritonsaxofonMitwirkung: A1

Sessionbezogene Mitwirkung nach Atlantic-Diskografie. Die Instrumentenwechsel David Newmans sind berücksichtigt. Keine pauschale Zuordnung von Cookies oder Raelettes zu diesen vierzehn Titeln.


Seite A

  • A1 · Ain’t That Love
  • A2 · Drown in My Own Tears
  • A3 · Come Back Baby
  • A4 · Sinner’s Prayer

Seite B

  • B1 · Funny (But I Still Love You)
  • B2 · Losing Hand
  • B3 · A Fool for You

Seite C

  • C1 · Hallelujah I Love Her So
  • C2 · Mess Around
  • C3 · This Little Girl of Mine
  • C4 · Mary Ann

Seite D

  • D1 · Greenbacks
  • D2 · Don’t You Know
  • D3 · I Got a Woman