Zwei Städte auf einer Platte
Seven Steps to Heaven hält 1963 einen Wechsel in Miles Davis’ Band fest. Die Aufnahmen entstanden in Los Angeles und New York, mit verschiedenen Pianisten und Schlagzeugern. Das fertige Album verbindet beide Etappen. Du hörst damit eine Auswahl aus einem Prozess, in dem sich eine neue Gruppe erst zusammenfand.
Am 16. und 17. April arbeitete Davis in Los Angeles mit Victor Feldman am Klavier, Ron Carter am Bass und Frank Butler am Schlagzeug. Drei Standards dieser Termine gelangten auf das Album: „Basin Street Blues“, „I Fall in Love Too Easily“ und „Baby Won’t You Please Come Home“. Die älteren Songs stehen neben drei später aufgenommenen Stücken. Dieser Aufbau ist ein Schlüssel zur Platte, auch wenn die Reihenfolge auf der LP die beiden Sitzungen miteinander verschränkt.

Feldmans Musik reist weiter
Victor Feldman hinterließ auf dem Album zwei verschiedene Spuren. Er spielt auf den in Los Angeles ausgewählten Aufnahmen. Außerdem schrieb er „Joshua“ und gemeinsam mit Davis das Titelstück. Auf den veröffentlichten Fassungen dieser beiden Kompositionen sitzt jedoch Herbie Hancock am Klavier: Sie stammen vom New Yorker Termin am 14. Mai.
Feldman entschied sich gegen die dauerhafte Tourneearbeit in Davis’ Band und blieb seinem Arbeitsumfeld in Los Angeles verbunden. Seine Kompositionen gingen mit der Musik weiter. Genau dieser Zusammenhang macht seine Rolle so reizvoll: Die Besetzung ändert sich, während Material eines beteiligten Musikers die nächste Phase mitprägt.

Vertraute Songs, neue Partner
In New York spielen neben Hancock und Carter der erst 17-jährige Tony Williams am Schlagzeug und George Coleman am Tenorsaxofon. Aus dieser Sitzung kommen „Seven Steps to Heaven“, „So Near, So Far“ und „Joshua“. Hancock, Carter und Williams bilden hier bereits den Kern der Rhythmusgruppe, die Davis’ Musik in den folgenden Jahren begleiten wird. Wayne Shorter gehört dieser Aufnahme noch nicht an; er kommt erst 1964 zur Band.
Zum Einstieg kannst du einen der Standards und danach „Joshua“ hören. Achte auf die Aufgaben des Klaviers und auf die Zusammenarbeit zwischen Bass und Schlagzeug. So wird der Besetzungswechsel zu etwas, das du musikalisch verfolgen kannst. Das von Teo Macero produzierte Album zeigt mehrere Möglichkeiten innerhalb desselben Aufnahmeprojekts, ohne daraus eine lückenlose Chronik zu machen.
Die Einzel-LP mit Ryan K. Smiths Mastering
AAPJ 8851 bezeichnet die 180-Gramm-Einzel-LP von Analogue Productions mit 33⅓ RPM. Ryan K. Smith masterte bei Sterling Sound; als Quelle nennt der Herausgeber das originale analoge Band. Die Platte wird bei Quality Record Pressings gefertigt und kommt in einer Stoughton-Tip-On-Hülle. Diese Angaben gehören zur Einzel-LP; die 45-RPM-Doppel-LP besitzt ein anderes Mastering.
Die Ware befindet sich bei Michael 45 in Deutschland und wird aus Hilden verschickt, sodass du in Deutschland und der EU einen persönlichen US-Import und das Warten auf die Zollabfertigung vermeiden kannst.
Im Magazin: Miles Davis: Eine Geschichte in Platten
Auch in einer anderen Ausgabe: Seven Steps To Heaven
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Künstlerseite: Alle Titel von Miles Davis
Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Miles Davis | Trompete |
| George Coleman | Tenorsaxofon |
| Victor Feldman | Klavier |
| Ron Carter | Bass |
| Frank Butler | Schlagzeug |
| Herbie Hancock | Klavier |
| Tony Williams | Schlagzeug |
Zwei Sitzungen mit wechselndem Klavier und Schlagzeug. George Colemans Mitwirkung ist nicht für jeden Titel belegt.









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