George Wallington Quintet – Jazz For The Carriage Trade (Mono)

58,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Geschwindigkeit
33⅓ RPM
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Jazz

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LabelAnalogue Productions (Prestige)
KatalognummerAPRJ 7032
GenreJazz
Anzahl Platten1

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

Mir ist bewusst und ich stimme zu, dass die Platte aus der Originalfolie genommen wird (die Folie liegt der Lieferung bei).

Artikelnummer: APRJ 7032 Kategorien: , , , ,

George Wallington und eine Band voller Zukunft

George Wallington gehört zu jenen Pianisten, deren Bedeutung größer ist als die Häufigkeit, mit der ihr Name heute auf Jazz-Empfehlungslisten erscheint. Als Jazz for the Carriage Trade am 20. Januar 1956 bei Rudy Van Gelder in Hackensack aufgenommen wurde, hatte er bereits an der frühen Bebop-Geschichte mitgewirkt. Hier steht er jedoch nicht als Zeitzeuge im Mittelpunkt, sondern als Leiter eines lebendigen Quintetts: Donald Byrd spielt Trompete, Phil Woods Altsaxofon, Teddy Kotick Kontrabass und Art Taylor Schlagzeug. Die Platte zeigt, wie ein erfahrener Pianist jüngeren Bläsern einen gemeinsamen Raum eröffnet.

Wallington wurde als Giacinto Figlia in Palermo geboren und wuchs in New York auf. Seine Arbeit mit Dizzy Gillespie verbindet ihn mit den Anfängen des Bebop; als Komponist hinterließ er unter anderem Godchild und Lemon Drop. Beide Stücke stehen nicht auf dieser LP. Das ist für ihren Charakter durchaus aufschlussreich. Wallington baut das Programm nicht als Rückblick auf seine bekanntesten eigenen Beiträge auf. Er wählt Musik von Tadd Dameron, Frank Foster und Phil Woods sowie zwei Songs aus dem amerikanischen Standardrepertoire. Seine Vorstellung von Bandleitung zeigt sich hier ebenso in der Auswahl und Verbindung fremder Stimmen.

Das Quintett hatte eine Vorgeschichte im New Yorker Cafe Bohemia. 1955 spielten dort Byrd, Jackie McLean, Wallington, Paul Chambers und Taylor zusammen. Für die Aufnahme von Jazz for the Carriage Trade übernehmen Woods den Alt- und Kotick den Basspart. Byrd und Taylor bleiben. Es wäre deshalb ungenau, die Studioplatte einfach als Dokument derselben unveränderten Clubbesetzung zu beschreiben. Spannender ist ohnehin die Bewegung innerhalb dieses Kreises: Musiker begegnen einander in neuen Konstellationen, und ein Leader gibt solchen Begegnungen eine erkennbare Form.

George Wallington · um 1956 · historisch inspirierte Illustration
George Wallington · um 1956

Phil Woods, Donald Byrd und ein Pianist, der Platz schafft

Woods und Byrd bringen zwei unterschiedliche Bläserfarben an die Spitze der Gruppe. Beide stehen damals noch am Anfang langer Laufbahnen. Wallingtons Name bleibt der des Leaders, doch die Besetzung macht deutlich, dass hier keine Klavieraufnahme mit gelegentlichen Bläsereinwürfen geplant ist. Das Quintett lebt von mehreren melodischen Stimmen. Wer die Themen verfolgt, kann darauf achten, wie Alt und Trompete zusammenfinden und wie sich ihr Verhältnis zum Klavier verändert, sobald die Improvisationen beginnen. Die Rolle des Pianisten lässt sich dabei nicht nur in seinen eigenen Soli erkennen.

Besonders interessant ist Woods auch als Autor. Together We Wail und But George stammen von ihm. Er liefert damit zwei Stücke für das Album eines anderen Leaders und steht neben Dameron, Foster und den Songkomponisten auf der Autorenliste. Diese Beiträge gehören zu jener frühen Seite seiner Arbeit, die hinter seiner späteren Bekanntheit als Altsaxofonist leicht zurücktritt. Im November 1956 sollten Woods, Byrd und Kotick bei Van Gelder für The Young Bloods erneut zusammentreffen; dort stammen sogar vier der sechs Stücke von Woods. Die Verbindung zwischen beiden Platten ist also musikalisch und personell zugleich.

Kotick und Taylor halten das Quintett in Bewegung. Alle fünf Musiker sind auf allen sechs Titeln beteiligt, sodass sich das Zusammenspiel über ein vollständiges Album verfolgen lässt. Der Bass stellt eine Verbindung zwischen harmonischem Verlauf und rhythmischer Bewegung her; das Schlagzeug kann Akzente aufnehmen, Übergänge markieren und auf die Länge einer Phrase reagieren. Wallington befindet sich zwischen diesen Impulsen und der Bläserfront. Gerade darin liegt ein schöner Zugang zu seiner Bandleitung: nicht nur darauf zu achten, wann er selbst hervortritt, sondern auch, wie er die anderen Stimmen umgibt und ihnen Spielraum lässt.

Phil Woods · um 1956 · historisch inspirierte Illustration
Phil Woods · um 1956

Dameron, Gershwin und die eigenen Stücke der jüngeren Generation

Mit Tadd Damerons Our Delight setzt das Album seinen ersten Akzent. Schon die Wahl dieses Komponisten verankert das Programm in einer Jazztradition, in der melodische Erfindung und harmonische Bewegung eng zusammengehören. Darauf folgt Our Love Is Here to Stay von George und Ira Gershwin. Der Wechsel zwischen einer Jazzkomposition und einem bekannten Song schafft unterschiedliche Ausgangspunkte für dieselbe Band. Die vertraute Melodie kann als Orientierung dienen, während bei einem weniger geläufigen Thema zunächst dessen Form und gemeinsamer Vortrag in den Vordergrund treten.

Foster Dulles, das dritte Stück der ersten Seite, stammt von Frank Foster. Die korrekte Autorenangabe ist hier besonders wichtig, weil verbreitete Sekundärlisten das Stück Wallington zuschreiben. Es gehört ebenso wenig zu dessen Kompositionen wie die beiden Woods-Titel auf der Rückseite. Eine genaue Tracklist zeigt somit ein anderes Bild als eine pauschale Zuordnung aller weniger bekannten Nummern an den Leader: Wallington stellt Musik verschiedener Autoren zusammen und vertraut darauf, dass seine Band ihr einen Zusammenhang gibt.

Die zweite Seite eröffnet Woods‘ Together We Wail. Anschließend folgt What’s New? von Bob Haggart und Johnny Burke, bevor But George den Abschluss bildet. Woods steht damit am Anfang und am Ende dieser Albumhälfte; dazwischen liegt ein Song, der einen anderen Zugang zur melodischen Gestaltung anbietet. Beim Hören lohnt es sich, die Unterschiede nicht allein am Tempo festzumachen. Auch die Länge eines Themas, die Platzierung einer Antwort und das Verhältnis zwischen gemeinsam gespielter Melodie und Soloraum prägen den Verlauf.

Für Sammler ist Jazz for the Carriage Trade deshalb mehr als eine seltenere Prestige-Adresse mit berühmten Begleitmusikern. Die Platte führt einen frühen Bebop-Pianisten, zwei aufstrebende Bläser und eine durchgehend besetzte Rhythmusgruppe zusammen. Sie ermöglicht, Woods und Byrd innerhalb eines von Wallington geprägten Rahmens kennenzulernen und gleichzeitig den Leader selbst wieder in den Blick zu nehmen. Wer sich in der Jazzgeschichte gern von Musiker zu Musiker und von Session zu Session bewegt, findet hier mehrere lohnende Wege. Das Album besitzt aber auch ohne solche Querverbindungen eine klare, überschaubare Gestalt: fünf Musiker, sechs Stücke und eine konzentrierte Begegnung im Studio.

Die Prestige-Mono-LP von Analogue Productions

Angeboten wird APRJ 7032, die einzelne Mono-LP von Analogue Productions mit 33⅓ Umdrehungen pro Minute. Kevin Gray betreute Mastering und Lackschnitt bei Cohearent Audio. Der Herausgeber nennt analoge Master als Quelle; gepresst wird bei Quality Record Pressings. Die heutige Ausgabe ist mit 180 Gramm ausgewiesen. Eine hochglänzende Tip-on-Hülle von Stoughton nimmt die klassische Präsentation des Albums auf. Die humorvolle Kutschenaufnahme auf dem Originalcover gehört zu dessen Wiedererkennungswert; die Musik selbst entstand selbstverständlich im Studio.

Die frühe Analogue-Productions-Ausgabe von 2013 wurde auf 200-Gramm-Vinyl gefertigt. Spätere 180-Gramm-Pressungen tragen dieselbe Katalognummer, weshalb alte Gewichtsangaben nicht ohne Weiteres auf ein aktuelles Exemplar übertragen werden können. Ebenso gilt eine frühe Nummerierung nicht pauschal für die heutige Auflage. Die vorliegende Beschreibung bezieht sich auf die aktuell vom Herausgeber geführte 180-Gramm-Ausgabe und ihre dokumentierte Herstellung, nicht auf zugesicherte Merkmale eines frühen Sammlerexemplars.

Mit je drei Stücken pro Seite bleibt das Album in zwei zusammenhängenden Bögen erhalten. Die erste Hälfte führt von Dameron über Gershwin zu Foster; die zweite stellt Woods‘ Kompositionen um What’s New?. Ein einziger Seitenwechsel genügt für das gesamte Programm. Das passt zu einer Platte, deren Reiz im Kennenlernen einer Band und ihrer Beziehungen liegt. Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Phil WoodsAltsaxofonMitwirkung: A1, A2, A3, B1, B2, B3
  • Teddy KotickKontrabassMitwirkung: A1, A2, A3, B1, B2, B3
  • Art TaylorSchlagzeugMitwirkung: A1, A2, A3, B1, B2, B3
  • George WallingtonKlavierMitwirkung: A1, A2, A3, B1, B2, B3
  • Donald ByrdTrompeteMitwirkung: A1, A2, A3, B1, B2, B3

Alle fünf Musiker auf allen sechs Titeln; 20. Januar 1956, Hackensack.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,7 kg

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Phil WoodsAltsaxofonMitwirkung: A1, A2, A3, B1, B2, B3
  • Teddy KotickKontrabassMitwirkung: A1, A2, A3, B1, B2, B3
  • Art TaylorSchlagzeugMitwirkung: A1, A2, A3, B1, B2, B3
  • George WallingtonKlavierMitwirkung: A1, A2, A3, B1, B2, B3
  • Donald ByrdTrompeteMitwirkung: A1, A2, A3, B1, B2, B3

Alle fünf Musiker auf allen sechs Titeln; 20. Januar 1956, Hackensack.


Seite A

  • A1 · Our Delight
  • A2 · Our Love Is Here To Stay
  • A3 · Foster Dulles

Seite B

  • B1 · Together We Wail
  • B2 · What’s New?
  • B3 · But George