Dick Schory’s New Percussion Ensemble – Music For Bang, Baaroom, And Harp

58,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Sterling Sound
Geschwindigkeit
33⅓ RPM
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Jazz

Lieferbar

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LabelAnalogue Productions
KatalognummerAAPP 1866
GenreClassical
Anzahl Platten1
Artikelnummer: AAPP 1866 Kategorien: , ,

Wenn das Schlagwerk die Hauptrolle übernimmt

Schon der Titel Music for Bang, Baaroom and Harp lässt keinen Zweifel daran, dass hier andere Kräfte im Mittelpunkt stehen als auf einem gewöhnlichen Orchesteralbum. Dick Schory’s New Percussion Ensemble versammelt Schlagwerk in großer Vielfalt und stellt ihm Klavier, Kontrabässe, Gitarren, Banjo und Harfen zur Seite. Die Aufnahme entstand am 2. und 3. Juni 1958 in der Orchestra Hall in Chicago. Sie gehört damit in dieselbe frühe Stereozeit, in der RCA die Möglichkeiten räumlicher Aufnahme besonders aufmerksam erkundete. Ihr Gegenstand ist allerdings keine Sinfonie, sondern ein ebenso sorgfältig arrangiertes wie spielerisch angelegtes Programm von zwölf Stücken.

Dick Schory leitet das Ensemble; Bob Bollard ist als Produzent und Verfasser des Plattentextes genannt. Laut Herausgeber kamen acht Schlagzeuger und weitere Musiker zum Einsatz, darunter Instrumentalisten aus dem Umfeld des Chicago Symphony Orchestra. Das ist ein wichtiger Unterschied zu der Vorstellung einer bloßen Geräuschsammlung. Hier werden klangliche Möglichkeiten von Musikern geordnet, verteilt und in nachvollziehbare Abläufe gebracht. Der Reiz liegt nicht nur darin, dass etwas laut, tief, metallisch oder überraschend klingt, sondern darin, wann ein bestimmter Klang erscheint und welche Antwort darauf folgt.

Die historische RCA-Ausgabe trägt die Nummer LSP-1866. Beim Erscheinungsjahr begegnen unterschiedliche Angaben: Der Herausgeber nennt 1958, eine dokumentierte Erfassung der ursprünglichen Ausgabe 1959. Die beiden belegten Aufnahmetage im Juni 1958 sind davon unabhängig. Für den Zugang zur Musik ist diese Trennung hilfreicher als eine scheinbar lückenlose Chronologie. Sicher ist der Zusammenhang mit der Begeisterung für Stereo am Ende der fünfziger Jahre und mit einem Album, das die Möglichkeiten eines großen Schlagwerkensembles weit über eine kurze Demonstrationsnummer hinaus ausspielt.

Auch die Aufnahmetechnik gehört zur Geschichte. Der Herausgeber beschreibt zwei Ampex-300-3-Dreispurmaschinen mit Halbzollband, die mit 15 beziehungsweise 30 Zoll pro Sekunde liefen. Verwendet wurde Ausrüstung aus RCAs klassischer Red-Seal-Produktion. Das erklärt das Zusammentreffen von populärem Programm, ungewöhnlicher Besetzung und einem für große Orchesteraufnahmen genutzten Arbeitsumfeld. Es beweist für sich genommen noch kein bestimmtes Hörergebnis. Es zeigt aber, welchen Aufwand RCA einem Projekt widmete, dessen Humor und Unterhaltungswert seine musikalische Organisation leicht übersehen lassen können.

Schlagwerk · albumbezogenes Stillleben · historisch inspirierte Illustration
Schlagwerk · albumbezogenes Stillleben

Harfen, Trommeln und die Menschen hinter dem Klang

Der Titel nennt ausdrücklich die Harfe. In den Albumcredits erscheinen Carol Baum und Russell Crandall an diesem Instrument. Sie sind damit keine dekorative Fußnote zwischen den Schlagzeugern, sondern Teil der besonderen Besetzungsfarbe. Willis Charkovsky spielt Klavier, Harold Siegel und John Frigo sind am Kontrabass aufgeführt, John Gray und Earl Backus an der Gitarre; Backus außerdem am Banjo. Diese Instrumente erweitern die Möglichkeiten, rhythmische Figuren mit Harmonie und melodischer Bewegung zu verbinden. Welche einzelne Person in jedem Takt oder auf jedem Titel zu hören ist, lässt sich aus den Albumcredits nicht verlässlich ableiten.

Zum dokumentierten Schlagwerk gehören Bobby Christian, Bob Wessberg, Dale Anderson, Edward Metzenger, Frank Rullo, Hubert Anderson, Jim Ross und Thomas L. Davis. Gerade bei einer solchen Platte lohnt es sich, diese Namen nicht unter einer pauschalen Bezeichnung verschwinden zu lassen. Das Ensemble funktioniert durch die Koordination mehrerer eigenständiger Spieler. Die genaue Verteilung einzelner Instrumente auf einzelne Titel bleibt offen; deshalb wird keinem von ihnen ein bestimmtes Solo nur aufgrund eines auffälligen Klangs zugeschrieben. Die vollständige Besetzung unter der Geschichte hält die belegten Mitwirkungen sichtbar.

Daneben prägen die Arrangeure das Programm. Mike Simpson ist für National Emblem March, April in Paris und Buck Dance genannt. Skitch Henderson arrangiert Holiday in a Hurry und September in the Rain. Willis Charkovsky ist mit Ding Dong Polka und Tiddley Winks vertreten und arbeitet bei Baía mit Schory zusammen. Bobby Christian arrangiert unter anderem Way Down Yonder in New Orleans, Duel on the Skins und The Sheik of Araby. Typee ist mit Christian und Schory verbunden. So wird aus der Sammlung unterschiedlicher Titel ein Programm mit mehreren musikalischen Handschriften.

Ein besonders sprechendes Detail nennt der Herausgeber bei den verwendeten Klangquellen: einen Auspuffkrümmer eines Chevrolet von 1946. Das ist als albumbezogene Angabe bemerkenswert, erlaubt aber keine Behauptung darüber, auf welchem Titel welcher Schlag genau von diesem Gegenstand stammt. Der Einfall zeigt vielmehr die Offenheit des Projekts gegenüber Klängen jenseits des üblichen Instrumentenkatalogs. Entscheidend bleibt, was die Arrangeure und Musiker daraus machen. Ein ungewöhnlicher Gegenstand wird erst durch Einsatz, Rhythmus und Zusammenhang zu einem musikalischen Ereignis.

Harfe und Trommel · albumbezogenes Stillleben · historisch inspirierte Illustration
Harfe und Trommel · albumbezogenes Stillleben

Zwölf Stücke zwischen Marsch, Lied und Schlagwerkdialog

Die erste Seite beginnt mit „National Emblem March“, dem Marsch von E. E. Bagley. Danach öffnet „Baía“ von Ary Barroso einen anderen musikalischen Bezugspunkt. Schon diese Nachbarschaft macht deutlich, dass das Album keine einzige stilistische Formel über zwölf Titel wiederholt. Es arbeitet mit bekanntem Material und eigens eingebrachten Stücken, die sehr unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen. Ein Marsch organisiert Bewegung anders als ein Lied; ein Arrangement kann diese Herkunft nutzen oder einzelne Bestandteile neu gewichten. Beim Hören lässt sich verfolgen, wie viel einer Vorlage erkennbar bleibt und welche Instrumentengruppe ihren Charakter verändert.

Es folgen Way Down Yonder in New Orleans, Ding Dong Polka, April in Paris und Holiday in a Hurry. Damit stehen unterschiedliche Traditionslinien dicht nebeneinander. Du musst sie nicht alle historisch einordnen können, um den Reiz der wechselnden Aufgaben zu bemerken. Achte einmal auf den Beginn eines Stücks: Wird zuerst eine melodische Idee vorgestellt oder setzt eine rhythmische Figur den Rahmen? Welche Instrumente halten einen Gedanken fest, während andere ihn kommentieren? Der Wechsel zwischen Anschlag und Nachklang kann ebenso aufschlussreich sein wie ein besonders kräftiger Akzent.

Seite B beginnt mit Buck Dance und führt zu „Duel on the Skins“, einer Komposition und einem Arrangement von Bobby Christian. Schon der Titel legt die Aufmerksamkeit auf die dialogische Möglichkeit des Schlagwerks. Danach folgen September in the Rain, Tiddley Winks, The Sheik of Araby und „Typee“. Die letzte Nummer stammt von Christian und Schory. Das Album endet damit nicht bloß mit einer weiteren bekannten Melodie, sondern mit einem Stück aus dem eigenen schöpferischen Umfeld des Projekts. Zwölf Titel ergeben zwölf Gelegenheiten, Besetzung und Form neu aufeinander zu beziehen.

Für Musikliebhaber mit einer Vorliebe für ungewöhnliche Studioproduktionen liegt hier ein besonderer Sammlerreiz. Die Platte gehört zur Geschichte der Stereo-Unterhaltung, ist aber zugleich ein Beispiel dafür, wie viel planerische Arbeit in scheinbar müheloser Spielfreude stecken kann. Man kann sie auflegen, um sich von den wechselnden Farben überraschen zu lassen, und später zu den Arrangements zurückkehren. Der zweite Zugang entwertet den ersten nicht. Humor, handwerkliche Präzision und Interesse an Aufnahmetechnik finden auf dieser Platte einen gemeinsamen Platz. Das Programm lädt dazu ein, zwischen diesen Perspektiven zu wechseln und dabei immer wieder zu den einzelnen Stücken zurückzukehren.

Die Analogue-Productions-LP und ihre Ausgabenmerkmale

Das hier angebotene Produkt ist AAPP 1866, eine einzelne Stereo-LP von Analogue Productions mit 33⅓ RPM. Der aktuelle Herausgebertext nennt die originalen Dreispur-Masterbänder, Ryan K. Smith bei Sterling Sound für Remastering und Lackschnitt sowie Quality Record Pressings für die Pressung. Diese Angaben beschreiben die angebotene Wiederveröffentlichung nach heutigem Herstellerstand. Sie sollten nicht ungeprüft auf jede frühere Veröffentlichung unter ähnlicher Katalognummer übertragen werden. Gerade bei einem lange nachgefragten Album können Auflagengeschichte und aktuelle Produktbeschreibung auseinanderlaufen.

Eine ältere dokumentierte AP-Ausgabe von 2016 wird mit 200 Gramm und einem Remastering-Credit für Bernie Grundman geführt. Der aktuelle Herausgeber nennt dagegen 180 Gramm und Ryan Smith. Dieser Widerspruch ist anhand der vorliegenden Unterlagen nicht abschließend geklärt. Deshalb verspricht die Beschreibung weder eine bestimmte ältere Pressung noch ein durch Prüfung der Lagerplatte bestätigtes Gewicht. Wer exakt eine historische Variante sammelt, benötigt dafür die konkrete Ausgabeidentifikation einschließlich ihrer Kennzeichnungen. Die aktuelle Herstellerangabe wird hier erkennbar von der älteren Erfassung getrennt.

Das 33er-Format passt zu einem Album, dessen zwölf Titel als zwei zusammenhängende Programmhälften erlebt werden können: sechs Stücke auf Seite A, sechs auf Seite B, ein Seitenwechsel und eine Platte. Das ist ein praktischer Vorteil für regelmäßiges Auflegen und keine pauschale Behauptung über Klangqualität. Auch die separat verfügbare SACD bleibt eine eigene Ausgabe, obwohl Albumgeschichte und Illustrationen dieselben musikalischen Inhalte begleiten können. Für diese LP zählen AAPP 1866, Stereo und 33⅓. Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Dick SchoryLeitungMitwirkung: Album-Besetzung
  • Bobby ChristianSchlagwerkMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • Willis CharkovskyKlavierMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • Carol BaumHarfeMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • Russell CrandallHarfeMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • Harold SiegelKontrabassMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • John FrigoKontrabassMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • John GrayGitarreMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • Earl BackusGitarre, BanjoMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • Bob WessbergSchlagwerkMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • Dale AndersonSchlagwerkMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • Edward MetzengerSchlagwerkMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • Frank RulloSchlagwerkMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • Hubert AndersonSchlagwerkMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • Jim RossSchlagwerkMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • Thomas L. DavisSchlagwerkMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert

Aufnahme: 2./3. Juni 1958, Orchestra Hall, Chicago. Bob Bollard, Produktion. Albumcredits, keine titelgenaue Instrumentenverteilung gesichert. Herausgeber nennt Ryan K. Smith/Sterling, ältere Discogs-Ausgabe Bernie Grundman; Auflagen nicht vermischen. Arrangeure: Mike Simpson (A1/A5/B1), Dick Schory und Willis Charkovsky (A2), Bobby Christian (A3/B2/B5), Willis Charkovsky (A4/B4), Skitch Henderson (A6/B3), Bobby Christian und Dick Schory (B6).

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,7 kg

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Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Dick SchoryLeitungMitwirkung: Album-Besetzung
  • Bobby ChristianSchlagwerkMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • Willis CharkovskyKlavierMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • Carol BaumHarfeMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • Russell CrandallHarfeMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • Harold SiegelKontrabassMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • John FrigoKontrabassMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • John GrayGitarreMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • Earl BackusGitarre, BanjoMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • Bob WessbergSchlagwerkMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • Dale AndersonSchlagwerkMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • Edward MetzengerSchlagwerkMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • Frank RulloSchlagwerkMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • Hubert AndersonSchlagwerkMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • Jim RossSchlagwerkMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert
  • Thomas L. DavisSchlagwerkMitwirkung: Album; Titelzuordnung nicht gesichert

Aufnahme: 2./3. Juni 1958, Orchestra Hall, Chicago. Bob Bollard, Produktion. Albumcredits, keine titelgenaue Instrumentenverteilung gesichert. Herausgeber nennt Ryan K. Smith/Sterling, ältere Discogs-Ausgabe Bernie Grundman; Auflagen nicht vermischen. Arrangeure: Mike Simpson (A1/A5/B1), Dick Schory und Willis Charkovsky (A2), Bobby Christian (A3/B2/B5), Willis Charkovsky (A4/B4), Skitch Henderson (A6/B3), Bobby Christian und Dick Schory (B6).


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  • A2 · Baía
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  • A5 · April in Paris
  • A6 · Holiday in a Hurry

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  • B3 · September in the Rain
  • B4 · Tiddley Winks
  • B5 · The Sheik of Araby
  • B6 · Typee