David Abel/ Julie Steinberg – Debussy/Brahms/Bartok: Sonatas For Violin And Piano

58,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Cohearent Audio
Geschwindigkeit
33⅓ RPM
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Classical

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LabelAnalogue Productions (Wilson Audiophile)
KatalognummerAAPC 8722
GenreClassical

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

Mir ist bewusst und ich stimme zu, dass die Platte aus der Originalfolie genommen wird (die Folie liegt der Lieferung bei).

Artikelnummer: AAPC 8722 Kategorien: , , ,

Zwei Instrumente, drei musikalische Sprachen

Eine Violine und ein Klavier genügen, um einen ganzen musikalischen Raum zu verändern. Auf Sonatas For Violin And Piano begegnen David Abel und Julie Steinberg drei Komponisten, deren Vorstellungen von Bewegung, Klang und Form deutlich auseinanderliegen: Johannes Brahms, Claude Debussy und Béla Bartók. Die Besetzung bleibt gleich, doch das Verhältnis zwischen den beiden Instrumenten wird immer wieder neu bestimmt. Genau darin liegt der Reiz dieses Wilson-Audiophile-Programms.

Brahms ist mit seiner ersten Violinsonate in G-Dur, op. 78, vertreten, Debussy mit der Sonate in g-Moll. Bartóks Beitrag sind die Rumänischen Volkstänze in einer Bearbeitung für Violine und Klavier. Der Albumtitel fasst das Programm also nicht wörtlich als drei Sonaten zusammen. Die Tänze setzen einen anderen Maßstab: kürzere Formen, deutlich umrissene Gesten und eine Folge wechselnder Charaktere. Nach zwei größeren kammermusikalischen Bögen erhält das Album damit einen eigenen Abschluss.

Für Hörer ist diese Zusammenstellung besonders ergiebig, weil sie den Vergleich erleichtert, ohne daraus einen Wettbewerb zu machen. Wie lange darf eine Linie ausgreifen? Wann wird eine Begleitfigur zur gleichberechtigten Stimme? Wie verändert ein rhythmischer Akzent den Charakter einer Melodie? Bei nur zwei Instrumenten treten solche Fragen deutlich hervor. Zugleich bleibt genug Vielschichtigkeit, um bei wiederholtem Hören neue Beziehungen zwischen den Stimmen zu entdecken.

Die Aufnahme stammt aus der Mills College Concert Hall in Oakland und wurde von David Wilson realisiert. Der ursprüngliche Wilson-Katalog führt sie als W-8722. Hier steht ein klar definiertes Duo vor den Mikrofonen, kein nachträglich zusammengestelltes Ensemble wechselnder Solisten. Abel und Steinberg tragen das gesamte Programm gemeinsam. Ihre Namen gehören deshalb gleichwertig auf die Produktseite: Die Violine erzählt diese Musik nicht allein, und das Klavier ist weit mehr als ein harmonischer Untergrund.

Violine und Konzertflügel · freie Instrumentenvignette zum Duo · historisch inspirierte Illustration
Violine und Konzertflügel · freie Instrumentenvignette zum Duo

Guarneri und Hamburger Steinway im Dialog

David Abel spielt eine Guarneri-Violine, Julie Steinberg einen Hamburger Steinway. Schon die Bauweise beider Instrumente eröffnet unterschiedliche Möglichkeiten. Ein gestrichener Ton kann wachsen, seine Farbe während der Dauer verändern und nahezu nahtlos in den nächsten übergehen. Ein Klavierton beginnt mit einem Anschlag und klingt anschließend ab. Dafür kann das Klavier mehrere Stimmen, Register und harmonische Ebenen gleichzeitig tragen. Kammermusik für diese Besetzung lebt davon, beide Eigenschaften aufeinander zu beziehen.

Bei Brahms rückt die gemeinsame Entwicklung längerer Gedanken in den Mittelpunkt. Das Klavier kann eine Bewegung anlegen, auf die die Violine antwortet, während seine übrigen Stimmen weiterarbeiten. Umgekehrt verändert eine Geigenphrase die Bedeutung des darunter liegenden harmonischen Verlaufs. Es lohnt sich, dieselbe Passage gedanklich einmal von der oberen und einmal von der unteren Stimme aus zu verfolgen. Was zunächst wie Begleitung erscheint, kann sich als der Motor des ganzen Abschnitts erweisen.

Debussys Sonate fordert eine andere Wachheit gegenüber Farbe und Geste. Ihre Satzbezeichnungen führen vom Allegro vivo über das Intermède: Fantasque et léger zum Finale. Schon diese Folge macht deutlich, dass Energie nicht nur durch Größe oder Dichte entstehen muss. Beweglichkeit, kurze Wendungen und das Verhältnis von Gewicht und Leichtigkeit werden zu wesentlichen Ausdrucksmitteln. Die beiden Instrumente können einander berühren, widersprechen oder ihre Rollen innerhalb weniger Takte vertauschen.

Bartóks Tänze lassen anschließend stärker an Körperbewegung denken. Die Form ist kompakter, die jeweilige Figur muss ihren Charakter rasch finden. Gerade nach den Sonaten wird die Bedeutung eines Akzents oder einer kurzen Wiederholung besonders anschaulich. Abel und Steinberg müssen das Programm nicht mit einem dritten großen Bau abschließen: Eine Reihe prägnanter Miniaturen öffnet eine andere Perspektive auf dieselben Instrumente und auf das Zusammenspiel, das die Platte zusammenhält.

Zwei Mikrofone, zwei Stimmen · freie Vignette zur Stereoaufnahme, keine Darstellung der konkreten Geräte · historisch inspirierte Illustration
Zwei Mikrofone, zwei Stimmen · freie Vignette zur Stereoaufnahme, keine Darstellung der konkreten Geräte

Eine Aufnahmeidee, die den Raum mitdenkt

David Wilsons Aufnahmeansatz gehört zur Identität dieses Albums. Der Herausgeber beschreibt ein räumlich getrenntes Paar Schoeps-Mikrofone, Röhrenelektronik und eine Wilson-Ultramaster-Bandmaschine mit Elektronik von John Curl. Eine solche Anordnung setzt den Schwerpunkt auf das Verhältnis zweier Instrumente in einem gemeinsamen Raum. Die Balance wird damit bereits zu einer wesentlichen Aufgabe während der Aufnahme, statt erst als Summe vieler isolierter Einzelspuren zu entstehen.

Das ist bei Violine und Klavier besonders interessant. Ein Konzertflügel ist ein großes Instrument, dessen Klang nicht an einem einzigen Punkt entsteht. Auch eine Violine strahlt je nach Register und Spielweise unterschiedlich ab. Mikrofonabstand und Position beeinflussen deshalb, wie direkt der Bogenansatz wirkt, wie sich der Klavieranschlag mit seinem Nachklang verbindet und wie beide Instrumente im Stereobild zueinander stehen. Diese Zusammenhänge erklären die Aufnahmeidee, ohne die Musik auf technische Einzelheiten zu reduzieren.

Der Hersteller charakterisiert die Perspektive als vergleichsweise nah. Damit wird keine beliebige Sitzposition in einem Konzertsaal versprochen, sondern eine bestimmte Aufnahmesicht beschrieben. Für die musikalische Wahrnehmung ist entscheidend, ob die beiden Stimmen als Partner verständlich bleiben. Wer Kammermusik gern aufmerksam verfolgt, kann gerade auf die Übergänge achten: auf das Weiterreichen eines Gedankens, auf gemeinsam gesetzte Akzente und auf Stellen, an denen ein Instrument Raum für das andere lässt.

Die unterschiedliche Länge der Formen hilft bei dieser Konzentration. Brahms erlaubt, einen größeren Zusammenhang im Gedächtnis zu halten; Debussy lenkt Aufmerksamkeit auf Beweglichkeit und Farbwechsel; Bartók verdichtet Charaktere in kurzen Folgen. Das Album bleibt dadurch abwechslungsreich, obwohl sich seine Besetzung nicht verändert. Es eignet sich sowohl für einen geschlossenen Hörgang als auch dafür, einzelne Sätze wieder aufzulegen und das Verhältnis der Instrumente von einer anderen Seite zu verfolgen.

Die Vinyl-Ausgabe von Analogue Productions

Diese Ausgabe trägt die Katalognummer AAPC 8722 und enthält das Programm auf einer 180-Gramm-LP mit 33⅓ RPM. Kevin Gray bei Cohearent Audio verantwortete das Remastering, die Pressung stammt von Quality Record Pressings. Analogue Productions führt damit eine Aufnahme aus dem Wilson-Audiophile-Katalog auf Vinyl weiter, deren Ausgangspunkt ein bewusst überschaubarer musikalischer und technischer Aufbau ist.

Das Format passt zur Anlage des Albums: zwei Sonaten mit jeweils drei Sätzen und die Folge der Rumänischen Volkstänze. Die Werkübersicht benennt diese sieben Einträge ausdrücklich, sodass Brahms, Debussy und Bartók nicht nur auf dem Cover erscheinen, sondern sich auch im Programm klar unterscheiden lassen. Die Tänze werden dabei als zusammengehöriger Eintrag geführt. Das erleichtert die Orientierung, ohne aus einer Werkfolge unbelegte zusätzliche Plattenspuren zu machen.

Für eine Sammlung ist diese Platte vor allem dann reizvoll, wenn Kammermusik nicht als kleine Variante des Orchesterrepertoires behandelt werden soll. Hier besitzt jeder Einsatz Gewicht. Die Größe des Flügels und die bewegliche Linie der Violine müssen sich nicht gegenseitig überbieten; gerade ihre unterschiedlichen Eigenschaften schaffen den Dialog. Wer sich auf dieses Verhältnis einlässt, bekommt drei deutlich verschiedene musikalische Welten innerhalb einer sehr konzentrierten Besetzung.

Der technische Hintergrund liefert dazu eine nachvollziehbare Ergänzung: ein benannter Aufnahmeort, zwei benannte Instrumente, ein dokumentierter Mikrofonansatz und ein klar zugeordneter Neuschnitt. Im Mittelpunkt bleiben Abel und Steinberg mit Brahms, Debussy und Bartók. Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • David AbelVioline (Guarneri)Mitwirkung: Alle drei Werke
  • Julie SteinbergKlavier (Hamburger Steinway)Mitwirkung: Alle drei Werke

David Wilson: Aufnahme in der Mills College Concert Hall, Oakland. Guarneri-Violine und Hamburger Steinway; zwei räumlich getrennte Schoeps-Mikrofone, Röhrenelektronik und Wilson-Ultramaster mit John-Curl-Elektronik laut Herausgeber. Kevin Gray / Cohearent Audio: Remastering; QRP: Pressung. Zwei Sonaten und Bartóks Rumänische Volkstänze, keine dritte Sonate. Sieben Einträge gemäß Hersteller, ohne gesicherte Seitenzuordnung oder Laufzeiten.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,7 kg

Internationale Kundenstimmen

1 Rezension für David Abel/ Julie Steinberg – Debussy/Brahms/Bartok: Sonatas For Violin And Piano

  1. Remona Aimone –

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • David AbelVioline (Guarneri)Mitwirkung: Alle drei Werke
  • Julie SteinbergKlavier (Hamburger Steinway)Mitwirkung: Alle drei Werke

David Wilson: Aufnahme in der Mills College Concert Hall, Oakland. Guarneri-Violine und Hamburger Steinway; zwei räumlich getrennte Schoeps-Mikrofone, Röhrenelektronik und Wilson-Ultramaster mit John-Curl-Elektronik laut Herausgeber. Kevin Gray / Cohearent Audio: Remastering; QRP: Pressung. Zwei Sonaten und Bartóks Rumänische Volkstänze, keine dritte Sonate. Sieben Einträge gemäß Hersteller, ohne gesicherte Seitenzuordnung oder Laufzeiten.


Werke

  • 1 · Brahms: Sonate Nr. 1 G-Dur, op. 78 – I. Vivace ma non troppo
  • 2 · Brahms: Sonate Nr. 1 – II. Adagio
  • 3 · Brahms: Sonate Nr. 1 – III. Allegro molto moderato
  • 4 · Debussy: Sonate g-Moll – I. Allegro vivo
  • 5 · Debussy: Sonate g-Moll – II. Intermède: Fantasque et léger
  • 6 · Debussy: Sonate g-Moll – III. Finale
  • 7 · Bartók: Rumänische Volkstänze (Bearbeitung für Violine und Klavier)