Arthur Fiedler – Gershwin: An American In Paris / Rhapsody In Blue

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Mastering Engineer
Sterling Sound
Geschwindigkeit
33⅓ RPM
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Classical

Auf Bestellung

LabelAnalogue Productions (RCA Living Stereo)
KatalognummerAAPC 2367
GenreClassical

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

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Artikelnummer: AAPC 2367 Kategorien: , , ,

Zwei Wege in Gershwins musikalische Welt

Ein Klarinettenaufgang öffnet „Rhapsody in Blue“ mit einer Geste, die weit über den Konzertsaal hinaus bekannt geworden ist. Wenig später begegnen sich Klavier und Orchester in einer Musik, deren Themen unmittelbar ansprechen und deren Form sich ständig weiterbewegt. Auf der anderen Plattenseite führt „An American in Paris“ durch eine andere Art von Bewegung: durch wechselnde Orchesterfarben, rhythmische Schritte und den Blick eines Reisenden auf eine fremde Stadt. Arthur Fiedler und das Boston Pops Orchestra verbinden auf dieser RCA-Aufnahme zwei Werke, die Gershwins musikalische Vorstellungskraft aus unterschiedlichen Richtungen zeigen.

Die Kombination ist besonders einladend, weil sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede deutlich hervortreten lässt. Beide Stücke verbinden eine ausgeprägte melodische Begabung mit rhythmischer Beweglichkeit und einer großen Freude an instrumentalen Farben. In der „Rhapsody“ besitzt das Klavier eine eigene solistische Stimme. In „An American in Paris“ wird das Orchester selbst zum Träger des wechselnden Blicks. Wer beide Seiten nacheinander hört, erlebt deshalb zwei verschiedene Arten, einen größeren musikalischen Zusammenhang aus einprägsamen Einzelgedanken zu entwickeln.

Für die „Rhapsody“ tritt Earl Wild als Pianist hinzu. Der Klarinettist Pasquale Cardillo ist für dieses Werk ebenfalls ausdrücklich genannt. Diese beiden Einzelcredits sind wichtig: Der berühmte Anfang bleibt nicht nur eine anonym beschriebene Orchesterfarbe, und das Klaviersolo erhält einen klaren Interpreten. Fiedler dirigiert beide Werke, das Boston Pops Orchestra bildet ihre gemeinsame Grundlage. Die Besetzung wird dadurch übersichtlich, ohne die Solobeiträge in einer allgemeinen Orchesterangabe verschwinden zu lassen.

Die ursprüngliche Veröffentlichung gehört zu RCA Victor Red Seal und trägt die Nummer LSC-2367. Richard Mohr produzierte, Lewis Layton verantwortete die Tontechnik; der Hülltext stammt von Deems Taylor. Die Platte lässt sich über die berühmten Themen kennenlernen, aber auch über das Handwerk hinter ihnen: über die Abstimmung von Solist und Ensemble, die Gewichtung der Instrumentengruppen und die Spannung eines Übergangs. Aus diesen Entscheidungen entsteht der Zusammenhang eines ganzen Werkes.

Earl Wild · freie Illustration nach der vorhandenen Porträtvorlage von 1961 · historisch inspirierte Illustration
Earl Wild · freie Illustration nach der vorhandenen Porträtvorlage von 1961

Fiedler, Wild und die Stimmen des Orchesters

Arthur Fiedlers Aufgabe besteht hier darin, sehr unterschiedliche Bewegungen zusammenzuhalten. Ein Thema kann beinahe wie ein Lied auftreten und kurz darauf in einer anderen Instrumentengruppe eine neue Funktion erhalten. Das Orchester muss solche Übergänge tragen, ohne den rhythmischen Impuls zu verlieren. Für das Hören lohnt es sich deshalb, auf die Weitergabe einer Melodie zu achten: Welche Farbe stellt sie vor, welche übernimmt sie, und wie verändert sich ihre Wirkung im größeren Zusammenhang? Gershwins Musik bietet dafür viele unmittelbar nachvollziehbare Anhaltspunkte.

Earl Wilds Klavier auf „Rhapsody in Blue“ steht in einem fortlaufenden Verhältnis zum Ensemble. Der Solist kann einen Gedanken aufnehmen, ihn ausschmücken oder ihm eine eigene Richtung geben. Das Werk lebt von solchen Wechseln zwischen einzelner Stimme und gemeinsamem Klang. Es lässt sich deshalb besonders gut hören, wenn man nicht nur auf die virtuosen Passagen wartet, sondern auch die Übergaben verfolgt. Ein kurzer orchestraler Gedanke kann zum Ausgangspunkt einer größeren Klavierbewegung werden; ein solistischer Moment kann die Rückkehr des Ensembles vorbereiten.

Pasquale Cardillos Klarinettencredit gehört ebenfalls zu Seite A. Schon der berühmte Beginn macht verständlich, weshalb ein einzelner Bläser innerhalb einer großen Besetzung entscheidend für den Charakter eines Werkes sein kann. Die Klarinette stellt eine Beweglichkeit vor, die sich später auf anderen Ebenen fortsetzt. Ihr Aufgang ist damit mehr als ein wiedererkennbares Signal am Anfang. Er führt in eine Musik ein, die Übergänge, Verformungen und unterschiedliche Arten des Vortrags zu einem wesentlichen Teil ihrer Sprache macht.

„An American in Paris“ besitzt auf dieser Platte keinen entsprechenden Klaviersolisten. Hier richtet sich die Aufmerksamkeit auf das Orchester und seine wechselnden Gruppen. Die Musikerübersicht wahrt deshalb den Titelbezug von Wild und Cardillo, während Fiedler und das Boston Pops Orchestra beiden Werken zugeordnet sind. Eine vollständige namentliche Liste aller Orchestermitglieder liegt in den verwendeten Credits nicht vor. Das Ensemble bleibt als solches sichtbar; unbekannte Einzelbesetzungen werden nicht ergänzt. So erhält jede belegte Mitwirkung ihren richtigen Platz.

Arthur Fiedler · freie Illustration nach der vorhandenen Porträtvorlage von 1961 · historisch inspirierte Illustration
Arthur Fiedler · freie Illustration nach der vorhandenen Porträtvorlage von 1961

Ein Werk pro Seite, zwei unterschiedliche Hörwege

Seite A gehört vollständig „Rhapsody in Blue“. Der berühmte Anfang bietet einen unmittelbaren Zugang, doch das Werk lohnt die Aufmerksamkeit weit über diese ersten Sekunden hinaus. Seine Themen können in verschiedenen Zusammenhängen wiederkehren, und das Verhältnis zwischen Klavier und Orchester verschiebt sich fortlaufend. Ein erster Hörweg kann dem Solisten gelten. Beim nächsten Durchgang lässt sich verfolgen, wie das Ensemble dessen Bewegungen vorbereitet, beantwortet und in einen größeren Verlauf einbindet. Die bekannte Melodie ist dabei ein Orientierungspunkt, kein Ersatz für das ganze Stück.

Der Titel „Rhapsody“ passt zu einer Musik, die ihre Gedanken in einer beweglichen Folge entfaltet. Besonders reizvoll ist das Nebeneinander von rhythmischer Prägnanz und weit gespannten melodischen Bögen. Beide verlangen unterschiedliche Aufmerksamkeit. Eine kurze, markante Figur kann sofort erfasst werden; eine längere Linie gewinnt ihre Wirkung aus dem Weg, den sie über mehrere Phrasen nimmt. Das Klavier verbindet diese Maßstäbe. Es kann eine kleine Bewegung zuspitzen und im nächsten Abschnitt einen größeren melodischen Raum öffnen.

„An American in Paris“ nimmt Seite B ein. Der Titel lädt dazu ein, die Musik als Gang durch eine Stadt zu verstehen, doch das Stück erschöpft sich nicht in einer Folge von Geräuschbildern. Die wechselnden Rhythmen und Orchesterfarben bilden einen eigenen musikalischen Verlauf. Man kann zunächst den Bewegungscharakter verfolgen: Wo wirkt die Musik geschäftig, wo verweilt sie, wo verändert sich der Blick? Ein späterer Durchgang kann den einzelnen Instrumentengruppen gelten und der Frage, wie ihre Einsätze diese Veränderungen hervorbringen.

Die Paarung beider Werke auf einer LP schafft einen besonders klaren Vergleich. Nach der Begegnung zwischen Klavier und Orchester steht ein Werk, das seine Perspektiven innerhalb des Ensembles verteilt. Fiedler und die Boston Pops bilden die Verbindung zwischen beiden Seiten. Für Hörer, die Gershwin bereits über einzelne Themen kennen, bietet dieses Programm Gelegenheit, die größeren Formen dahinter kennenzulernen. Für vertrautere Hörer liegt der Reiz im erneuten Verfolgen der Übergänge und im Wechsel der Aufmerksamkeit zwischen Solist, Instrumentengruppe und Gesamtklang.

RCA Living Stereo bei Analogue Productions

Die angebotene Neuauflage von Analogue Productions trägt die Katalognummer AAPC 2367 und gehört zur RCA-Living-Stereo-Reihe. Es handelt sich um eine einzelne LP mit 33⅓ Umdrehungen pro Minute. Ryan K. Smith übernahm den Schnitt bei Sterling Sound vom originalen Masterband, wie der Herausgeber angibt. Gary Salstrom ist für die Matrizenherstellung dokumentiert, Quality Record Pressings für die Pressung. Die Ausgabe bewahrt die einfache Werkverteilung: „Rhapsody in Blue“ auf A, „An American in Paris“ auf B.

Bei den Gewichtsangaben ist die konkrete Ausgabehistorie zu beachten. Die aktuelle Herausgeberseite führt 180 Gramm, während der herangezogene Discogs-Eintrag einer älteren Pressung 200 Gramm nennt. Diese Angaben werden nicht zu einer vermeintlich eindeutigen Zusage vermischt. Für die gelieferte Charge ist ihre tatsächliche Kennzeichnung maßgeblich. Die gesicherten Kernmerkmale bleiben eine LP, 33⅓ RPM, der Schnitt von Ryan K. Smith und das vollständige Programm mit einem Werk je Seite. Ein ungeprüftes Pressungsgewicht ist für die Beschreibung der musikalischen Zusammenstellung nicht erforderlich.

Die ersten 250 nummerierten Exemplare waren im Rahmen eines Abonnements der Reihe erhältlich. Das beschreibt eine historische Teilauflage und begrenzt nicht die gesamte Veröffentlichung auf 250 Stück. Eine solche Nummerierung ist für ein heute geliefertes Exemplar nicht automatisch zugesagt. Ebenso ist die separat erschienene Hybrid-SACD eine andere Ausgabe mit eigenen Formatmerkmalen. Wer sammelt oder verschiedene Veröffentlichungen vergleicht, sollte Katalognummer, Trägerformat und konkrete Charge gemeinsam betrachten, statt einzelne Angaben zwischen ihnen zu übertragen.

Diese LP bietet einen konzentrierten Gershwin-Abend mit zwei klar unterschiedenen Formen. Earl Wild und Pasquale Cardillo geben der „Rhapsody“ ihre benannten solistischen Stimmen; Fiedler und das Boston Pops Orchestra tragen beide Seiten. Der Zugang kann bei einer vertrauten Melodie beginnen und sich von dort zum Zusammenspiel der ganzen Besetzung erweitern. Gerade die übersichtliche Paarung macht es leicht, nach dem Seitenwechsel genauer wahrzunehmen, was sich verändert hat und was beide Werke musikalisch miteinander verbindet.

Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Arthur FiedlerPorträtvorlage: 1961DirigentMitwirkung: Beide Werke
  • Boston Pops OrchestraOrchesterMitwirkung: Beide Werke
  • Earl WildPorträtvorlage: 1961KlavierMitwirkung: A · Rhapsody In Blue
  • Pasquale CardilloKlarinetteMitwirkung: A · Rhapsody In Blue

Richard Mohr: Produktion; Lewis Layton: Ton; Deems Taylor: Hülltext. Datum und Ort nicht gesichert. Earl Wild und Pasquale Cardillo auf Rhapsody in Blue, Fiedler/Boston Pops auf beiden Werken. Ryan K. Smith/Sterling Sound: Schnitt; Gary Salstrom: Matrizen. 180/200-g-Chargen unterscheiden; 250 nummerierte Abonnementexemplare waren eine Teilauflage.

Auch als SACD: Gershwin: Rhapsody in Blue / An American in Paris

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,7 kg

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Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Arthur FiedlerPorträtvorlage: 1961DirigentMitwirkung: Beide Werke
  • Boston Pops OrchestraOrchesterMitwirkung: Beide Werke
  • Earl WildPorträtvorlage: 1961KlavierMitwirkung: A · Rhapsody In Blue
  • Pasquale CardilloKlarinetteMitwirkung: A · Rhapsody In Blue

Richard Mohr: Produktion; Lewis Layton: Ton; Deems Taylor: Hülltext. Datum und Ort nicht gesichert. Earl Wild und Pasquale Cardillo auf Rhapsody in Blue, Fiedler/Boston Pops auf beiden Werken. Ryan K. Smith/Sterling Sound: Schnitt; Gary Salstrom: Matrizen. 180/200-g-Chargen unterscheiden; 250 nummerierte Abonnementexemplare waren eine Teilauflage.


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