Zwei Namen, fünf Musiker
Benny Carter Meets Oscar Peterson: Der Titel stellt ein Treffen in Aussicht, doch die Musik entsteht mit fünf Beteiligten. Am 14. November 1986 stehen Carter und Peterson Joe Pass an der Gitarre, Dave Young am Bass und Martin Drew am Schlagzeug zur Seite. Norman Granz produziert die Sitzung in Los Angeles. Carter ist zu diesem Zeitpunkt 79 Jahre alt; die Verbindung zu Peterson reicht bereits Jahrzehnte zurück.
Schon 1952 hatten die beiden für Alone Together zusammengearbeitet. Das „Meets“ auf der Hülle bezeichnet deshalb keine erste Begegnung. Es lädt dazu ein, zwei lange musikalische Lebenswege an einem späteren gemeinsamen Punkt zu hören. Die kleinere Besetzung macht es leicht, neben den beiden Hauptnamen auch den übrigen Musikern Aufmerksamkeit zu geben.

Sechs Standards und ein gemeinsamer Blues
Die sieben Stücke verbinden vertrautes Songmaterial mit „Some Kind of Blues“, das Carter und Peterson gemeinsam zugeschrieben wird. „Just Friends“, „Sweet Lorraine“, „Baubles, Bangles and Beads“, „It’s a Wonderful World“, „If I Had You“ und „Whisperin’“ bilden das übrige Programm. Solche Standards geben den Spielern einen gemeinsamen Ausgangspunkt, an dem unterschiedliche Entscheidungen sichtbar werden.
Wenn du einige dieser Melodien kennst, kannst du dich auf den Beginn einer Phrase, eine Verzögerung oder eine Antwort der Begleitung konzentrieren. Gerade weil die Komposition nicht jedes Mal erklärt werden muss, bleibt Raum für das Verhältnis zwischen Thema und eigener Formulierung. Der abschließende gemeinsame Blues setzt daneben einen eigenen Akzent.

Joe Pass gehört mitten hinein
Klavier und Gitarre teilen sich in dieser Gruppe Aufgaben, die einander berühren. Beide können Akkorde setzen, den Puls mittragen oder eine eigene Linie entwickeln. Pass ist deshalb mehr als ein weiterer Name unter dem Albumtitel. Ein Durchgang, bei dem du zuerst seiner Gitarre und dann Petersons Klavier folgst, kann die Anlage der Gruppe verständlicher machen.
Young und Drew halten eine weitere Ebene bereit. Während die Aufmerksamkeit leicht an Carters Altsaxofon hängen bleibt, lohnt sich der Blick auf die Übergänge: Wer nimmt ein Ende auf, wer eröffnet den nächsten Gedanken? Diese Fragen passen zu einer Platte, deren Repertoire auf vertrauten Formen beruht, während die konkrete Begegnung von den fünf beteiligten Persönlichkeiten lebt.
Die Pablo-Neuauflage
Analogue Productions veröffentlicht das Album unter AAPJ 192 als 180-Gramm-Einzel-LP mit 33⅓ RPM. Matthew Lutthans übernahm das Mastering bei The Mastering Lab; der Herausgeber nennt das originale analoge Masterband als Quelle. Gepresst wird bei Quality Record Pressings. Die sieben Stücke dieser Ausgabe dokumentieren das Quintett von 1986 – trotz der zwei Namen, die den Titel bestimmen.
Michael 45 hält die Ware in Deutschland vor und versendet aus Hilden, sodass du in Deutschland und der gesamten EU bestellen kannst, ohne einen eigenen US-Import zu organisieren oder mit der damit verbundenen Wartezeit beim Zoll konfrontiert zu sein.
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Serie: Pablo – alle 30 Platten, Musiker und das Sessionbuch
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Benny Carter | Altsaxofon |
| Oscar Peterson | Klavier |
| Joe Pass | Gitarre |
| Dave Young | Kontrabass |
| Martin Drew | Schlagzeug |







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