Drei Suiten aus dem Archiv
The Ellington Suites erschien 1976, zwei Jahre nach Duke Ellingtons Tod. Die Aufnahmen stammen aus 1959, 1971 und 1972. Ellington hatte Musik seines Orchesters auch auf eigene Kosten aufnehmen lassen und die Bänder aufbewahrt. Norman Granz machte daraus später diese Veröffentlichung für Pablo. Die Platte verbindet damit mehrere Zeiten innerhalb eines gemeinsamen Programms.
„The Queen’s Suite“ nimmt die erste Seite ein. Auf der zweiten folgen „The Goutelas Suite“ und „The Uwis Suite“. Das Wort Suite bezeichnet hier jeweils eine Folge zusammengehöriger Sätze. Fünfzehn einzelne Titel verteilen sich auf diese drei Gruppen; die Ordnung hilft, auch die vielen kurzen Abschnitte in ihrem Zusammenhang wahrzunehmen.

Ellington und Strayhorn
Die sechs Teile von „The Queen’s Suite“ entstanden 1959 an mehreren Aufnahmetagen. Billy Strayhorn ist als Komponist wesentlich beteiligt. „Lightning Bugs and Frogs“ und „Northern Lights“ stammen allein von ihm, weitere Sätze tragen gemeinsame Credits mit Ellington. Die Musik der Suite gehört damit zur langjährigen Zusammenarbeit zweier Autoren.
„The Single Petal of a Rose“ bietet einen besonders konzentrierten Einstieg. Daneben stehen Titel wie „Sunset and the Mocking Bird“ und „Apes and Peacocks“. Die Bilder in den Namen laden zum Hören ein, ohne als genaue Anweisung verstanden werden zu müssen. Du kannst verfolgen, wie unterschiedlich die Sätze besetzt und angelegt sind und was die Folge dennoch zusammenhält.

Ein Auftrag aus Wisconsin
„The Uwis Suite“ führt an die University of Wisconsin in Madison. Ellington war dort 1972 für eine fünftägige Residenz mit Konzerten, Workshops und Unterricht zu Gast. Die Suite entstand eigens für diesen Anlass. Ihr Name bewahrt die Verbindung zur Universität auch dann, wenn man das Album weit entfernt von seinem Entstehungsort hört.
Davor steht die 1971 aufgenommene „Goutelas Suite“. Zwei kurze „Fanfare“-Sätze rahmen ihren Ablauf. Die Orchesterbesetzung hat sich gegenüber 1959 verändert: Clark Terry gehört zu den früheren Aufnahmen, Cootie Williams zu den späteren. Die Platte zeigt damit nicht nur drei Werkgruppen, sondern auch Ellingtons Arbeit mit seinem Orchester über mehr als ein Jahrzehnt.
Die Pablo-Ausgabe
Analogue Productions AAPJ 187 ist eine 180-Gramm-Einzel-LP mit 33⅓ RPM. Matthew Lutthans übernahm das Mastering bei The Mastering Lab von der originalen analogen Masterbandquelle laut Herausgeber. Gepresst wird bei Quality Record Pressings. Die Ausgabe bewahrt die Zusammenstellung der drei Suiten mit ihren fünfzehn Sätzen auf zwei Plattenseiten.
Michael 45 hält die Ware in Deutschland vor und versendet aus Hilden, sodass du in Deutschland und der EU bestellen kannst, ohne einen privaten US-Import zu organisieren oder auf die Zollabfertigung zu warten.
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Serie: Pablo – alle 30 Platten, Musiker und das Sessionbuch
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Duke Ellington | Klavier |
| Clark Terry | Trompete |
| Paul Gonsalves | Tenorsaxofon |
| Cootie Williams | Trompete |
| Wulf Freedman | E-Bass |
Die drei Suiten stammen aus unterschiedlichen Sitzungen mit wechselnden Besetzungen. „The Single Petal Of A Rose“ ist ein Klaviersolo.







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