Erinnerungen aus erster Hand
Clark Terry kannte Duke Ellingtons Musik aus der täglichen Arbeit. Von 1951 bis 1959 gehörte er zu dessen Orchester, nachdem er zuvor bei Count Basie gespielt hatte. Als er 1980 Memories of Duke aufnahm, blickte er deshalb auf ein Repertoire zurück, das Teil seines eigenen Musikerlebens war. Die neun Stücke sind mit diesem Hintergrund besonders interessant.
Für die von Norman Granz produzierte Sitzung am 11. März 1980 in Los Angeles kam ein Quintett zusammen: Terry an Trompete und Flügelhorn, Jack Wilson am Klavier, Joe Pass an der Gitarre, Ray Brown am Bass und Frank Severino am Schlagzeug. Die großen Orchesterstimmen werden hier nicht einfach durch eine kleinere Zahl von Musikern ersetzt. Die Besetzung eröffnet andere Möglichkeiten, Melodien und Begleitung zu verteilen.

Ellingtons musikalische Familie
Der Albumtitel nennt Duke, das Programm reicht aber in dessen engeres musikalisches Umfeld. Der Auftakt „Passion Flower“ stammt von Billy Strayhorn. „Things Ain’t What They Used to Be“ führt zu Mercer Ellington, Dukes Sohn. Wer auf die Autorennamen achtet, begegnet einem Netzwerk von Komponisten, das den Ellington-Kosmos mitgeprägt hat.
Daneben stehen unter anderem „Echoes of Harlem“, „Sophisticated Lady“, „Cotton Tail“ und „Come Sunday“. Die Auswahl bietet verschiedene Zugänge: über eine bekannte Melodie, einen rhythmischen Verlauf oder einen Song, den du aus einer anderen Aufnahme kennst. Ein Wiedererkennen ist hier der Beginn des Vergleichs, nicht sein Ende.

Ein Flügelhorn zwischen den Standards
Bei „Everything But You“ hebt die Herausgeberbeschreibung Terrys Wechsel zum Flügelhorn hervor. Das ist ein konkreter Punkt, auf den du beim Hören achten kannst. Zugleich bleiben Wilson, Pass und Brown gleichberechtigte Bezugspunkte: Klavier, Gitarre und Bass können eine Melodie auf unterschiedliche Weise einrahmen und fortführen.
Nimm etwa einen bekannten Titel und höre ihn zweimal, zunächst mit Aufmerksamkeit für Terry, dann für die Begleitung. Wo erhält eine Phrase Platz, wo wird sie beantwortet? Das Quintett erlaubt einen anderen Blick auf Stücke, die oft mit der Klangvorstellung eines Orchesters verbunden sind. „Happy Go Lucky Local“ und „Come Sunday“ haben außerdem einen Zusammenhang mit der Pablo-Veröffentlichung A Celebration of Duke; die Ellington-Erinnerung reicht über dieses einzelne Album hinaus.
Die 180-Gramm-Ausgabe
AAPJ 195 ist die Analogue-Productions-Neuauflage innerhalb der Pablo-Reihe: eine LP mit 33⅓ RPM, gepresst bei Quality Record Pressings. Matthew Lutthans verantwortet das Mastering bei The Mastering Lab. Als Quelle nennt der Herausgeber das originale analoge Masterband. Das Programm umfasst die neun Stücke der Quintettaufnahme von 1980.
Michael 45 lagert die Ware in Deutschland und versendet aus Hilden, sodass du in Deutschland und der EU bestellen kannst, ohne einen privaten US-Import zu organisieren oder mit der Wartezeit beim Zoll konfrontiert zu sein.
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Serie: Pablo – alle 30 Platten, Musiker und das Sessionbuch
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Clark Terry | Trompete |
| Jack Wilson | Klavier |
| Joe Pass | Gitarre |
| Ray Brown | Bass |
| Frank Severino | Schlagzeug |







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