Künstler · Jazz

Sonny Rollins. Ein Tenor, der Geschichten erzählt.

Acht Alben von 1956 bis 1966: drei Prestige-Alben aus einem einzigen Jahr, zwei Aufnahmen für Contemporary in Los Angeles und drei Alben aus den Sechzigern, darunter die Filmmusik zu „Alfie“. Dazu drei Alben, auf denen Rollins bei Thelonious Monk und Miles Davis spielt. Die Rollins-Alben gibt es alle als Schallplatte, „Way Out West“ zusätzlich als UHQR, „Saxophone Colossus“ und „Rollins Plays for Bird“ auch als Hybrid-SACD in Mono.

Tipp auf ein Cover – du springst zum Album.

01 / Wer spielt neben Rollins?

Mit Klavier – oder ohne?

Auf „Saxophone Colossus“ spielt Tommy Flanagan Klavier, auf „Way Out West“ gibt es keins: Dann tragen Bass und Schlagzeug Harmonie und Form mit, und jede der drei Stimmen lässt sich einzeln verfolgen. Die Tafel zeigt, wer auf den acht Alben neben Rollins spielt. Tipp auf eine Besetzung oder einen Namen – Tafel und Katalog zeigen die passenden Alben.

Besetzung
Mehrfach dabei

Wer spielt auf den acht Rollins-Alben neben dem Tenorsaxofon? Angaben aus unseren Produkttexten.
AlbumKlavierBassSchlagzeugDazu
Red GarlandPaul ChambersPhilly Joe JonesJohn Coltrane (Tenorsaxofon, im Titelstück)
Tommy FlanaganDoug WatkinsMax Roach–
Wade LeggeGeorge MorrowMax RoachKenny Dorham (Trompete)
ohne KlavierRay BrownShelly Manne–
Hampton HawesLeroy VinnegarShelly ManneBarney Kessel (Gitarre), Victor Feldman (Vibrafon, in „You“)
Ray BryantWalter BookerMickey Roker–
Roger KellawayWalter BookerFrankie DunlopKenny Burrell (Gitarre), Bläsersatz unter Oliver Nelson
ohne KlavierJimmy GarrisonElvin JonesFreddie Hubbard (Trompete, im Titelstück)
„Das musikalische Werk von Sonny Rollins ist für die Ewigkeit: Solange Menschen Musik hören, in welcher Form auch immer, wird er dabei bleiben. Sonny Rollins hat einen Platz im Olymp, einen Platz in der Ewigkeit.“
Michael 45 über Sonny Rollins · Video ab 4:23
„Gründervater des Hardbop, ein absoluter Jazz-Gigant: Er hat mit allen gespielt, und alle wollten mit ihm spielen.“
Michael 45 über Sonny Rollins · Video ab 0:27

02 / Alle Alben

Alle 11 Alben, von Prestige bis Impulse!

In der Reihenfolge ihrer Aufnahme, dazu Rollins als Gast. Preise und Lieferstatus kommen live aus dem Shop.

1956 · Prestige

Drei Alben aus einem Jahr: „Saxophone Colossus“ im Juni und „Rollins Plays for Bird“ im Oktober, beide bei Rudy Van Gelder in Hackensack, dazu „Tenor Madness“ mit John Coltrane im Titelstück.

Sonny Rollins – Tenor Madness

aufgenommen 1956

Tenor Madness

Sonny Rollins

Mit: Red Garland, Paul Chambers, Philly Joe Jones

1956 mit der Rhythmusgruppe, die damals mit Miles Davis spielte – im Titelstück solieren Rollins und John Coltrane gemeinsam: die einzige offiziell veröffentlichte Aufnahme, auf der das zu hören ist. Dazu „Paul’s Pal“, Rollins’ Widmung an Paul Chambers.

„Absoluter Wahnsinn – eins seiner ganz, ganz großen Alben.“
Michael 45 · Video ab 2:02
  • Schallplatte · 33⅓ RPM1 LP · 180 g · Mono

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Sonny Rollins – Saxophone Colossus

aufgenommen 1956

Saxophone Colossus

Sonny Rollins

Mit: Tommy Flanagan, Doug Watkins, Max Roach

Ein Nachmittag im Juni 1956 bei Rudy Van Gelder in Hackensack: fünf Stücke, dieselben vier Musiker in allen – von „St. Thomas“ bis zum ausgedehnten Blues „Blue 7“.

„Saxophone Colossus: absolut herausragend.“
Michael 45 zu: Schallplatte · 33⅓ RPM · Video ab 2:22
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Sonny Rollins – Rollins Plays for Bird

aufgenommen 1956

Rollins Plays for Bird

Sonny Rollins

Mit: Wade Legge, George Morrow, Max Roach

Eine Verbeugung vor Charlie Parker: Die erste Seite ist ein Medley aus sieben Melodien, gut 26 Minuten lang, in dem Rollins, Kenny Dorham und das Trio die Führung wechseln.

  • Schallplatte · 33⅓ RPM1 LP · Mono

    ● Nur noch wenige

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1957–1958 · Contemporary, Los Angeles

„Way Out West“ im Trio ohne Klavier, anderthalb Jahre später die Contemporary Leaders mit Klavier, Gitarre und Vibrafon.

Sonny Rollins – Way Out West

aufgenommen 1957

Way Out West

Sonny Rollins

Mit: Ray Brown, Shelly Manne

Um drei Uhr morgens in Los Angeles, im Trio ohne Klavier: Western-Lieder wie „I’m an Old Cowhand“ neben Ellingtons „Solitude“ und Rollins’ eigenem „Come, Gone“.

„Way Out West als UHQR verbindet mich im Moment besonders stark mit ihm: Mit diesem Album kannst du bei der Lautsprecherentwicklung auf bestimmte Dinge extrem achten, gerade weil es diese frühe Stereoaufnahme ist. Bei der Entwicklung meines Lautsprechers spielte es eine zentrale Rolle.“
Michael 45 zu: UHQR · 45 RPM · Video ab 2:25
„Nach allen Versionen, die ich habe und kenne, ist das die ultimative Version.“
Michael 45 zu: UHQR · 45 RPM · Video ab 4:33 · aus dem Englischen übersetzt
  • UHQR · 45 RPM2 LPs · 200 g Clarity Vinyl

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Sonny Rollins – Sonny Rollins and the Contemporary Leaders

aufgenommen 1958

Sonny Rollins and the Contemporary Leaders

Sonny Rollins

Mit: Hampton Hawes, Leroy Vinnegar, Shelly Manne

Anderthalb Jahre nach „Way Out West“ wieder bei Contemporary, jetzt mit Klavier, Gitarre und – in „You“ – Vibrafon: acht Lieder, keine eigenen Stücke, Rollins’ letzte Studioaufnahmen der Fünfziger.

  • Schallplatte · 33⅓ RPM1 LP · 180 g

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1965–1966 · Die Sechziger

Das Quartettalbum „On Impulse!“, die Filmmusik „Alfie“ mit Oliver Nelson und „East Broadway Run Down“ mit Jimmy Garrison und Elvin Jones.

Sonny Rollins – On Impulse!

aufgenommen 1965

On Impulse!

Sonny Rollins

Mit: Ray Bryant, Walter Booker, Mickey Roker

Ein Quartett mit Standards und Blues: von „On Green Dolphin Street“ über das Calypso-nahe „Hold ’Em Joe“ bis zum langen „Blue Room“.

„Ein wunderbar klingendes Album – schöne Trennung, schöne Bühne, sehr dynamisch.“
Michael 45 · Video ab 1:43 · aus dem Englischen übersetzt
  • Schallplatte · 33⅓ RPM1 LP · 180 g

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Sonny Rollins – Alfie

aufgenommen 1966

Alfie

Sonny Rollins

Mit: Roger Kellaway, Walter Booker, Frankie Dunlop

Aus der Musik zu Lewis Gilberts Film mit Michael Caine wurde ein eigenes Album: im Januar 1966 bei Rudy Van Gelder aufgenommen, arrangiert und dirigiert von Oliver Nelson.

„Filmmusik, gespielt von diesen Jazz-Giganten, ist für mich persönlich immer ein Muss – und genauso jetzt ‚Alfie‘ in der Acoustic Sounds Series, in einer wunderschönen Hülle. Großartig – ein absoluter Knaller.“
Michael 45 · Video ab 14:37 · aus dem Englischen übersetzt
  • Schallplatte · 33⅓ RPM180 g

    ● Lieferbar

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Sonny Rollins – East Broadway Run Down

aufgenommen 1966

East Broadway Run Down

Sonny Rollins

Mit: Jimmy Garrison, Elvin Jones

Mai 1966, ohne Klavier: Das Titelstück mit Freddie Hubbard füllt mit über zwanzig Minuten die ganze erste Seite, auf der zweiten spielt Rollins im Trio.

  • Schallplatte · 33⅓ RPM1 LP · 180 g

    ● Lieferbar

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Rollins bei anderen

Bei Thelonious Monk und Miles Davis spielt Rollins als Gast.

Thelonious Monk – Brilliant Corners

aufgenommen 1956

Brilliant Corners

Thelonious Monk

Rollins spielt: auf vier der fünf Stücke – nicht in „I Surrender, Dear“, das Monk allein spielt

Thelonious Monks Album, aufgenommen im Oktober und Dezember 1956: Das Titelstück setzte Produzent Orrin Keepnews nach 25 Anläufen aus mehreren Takes zusammen, in „Bemsha Swing“ spielt Max Roach zusätzlich Pauken.

  • Schallplatte · 33⅓ RPM1 LP · 180 g

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Miles Davis – Bags Groove

aufgenommen 1954

Bags Groove

Miles Davis

Rollins spielt: auf der zweiten Seite, mit Horace Silver, Percy Heath und Kenny Clarke

Die zweite Seite entstand am 29. Juni 1954 bei Rudy Van Gelder in Hackensack, mit drei Rollins-Stücken: „Airegin“, „Oleo“ und „Doxy“ – alle drei wurden feste Bestandteile des Jazz-Repertoires.

„Miles Davis mit Sonny Rollins, Milt Jackson, Thelonious Monk, Horace Silver, Percy Heath und Kenny Clarke – Bags’ Groove. Wow.“
Michael 45 · Video ab 7:16 · aus dem Englischen übersetzt
  • Schallplatte · 33⅓ RPM1 LP · 180 g · Mono

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Thelonious Monk – The Riverside Tenor Sessions

The Riverside Tenor Sessions

Thelonious Monk

Rollins spielt: auf den „Brilliant Corners“-Aufnahmen

Die Box begleitet Thelonious Monk durch seine Begegnungen mit Tenorsaxofonisten – Rollins bringt architektonische Stärke in „Brilliant Corners“, dazu Coleman Hawkins, John Coltrane, Johnny Griffin, Charlie Rouse und Harold Land.

  • Schallplatte · 33⅓ RPM7 LPs

    ○ Ausverkauft

    288,00 € inkl. MwSt.

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03 / Wegweiser

Wo fängst du an?

Die acht Sonny-Rollins-Alben bei uns reichen von 1956 bis 1966: drei Prestige-Alben aus einem einzigen Jahr, zwei Aufnahmen für Contemporary in Los Angeles und drei Alben aus den Sechzigern. Dazu kommen drei Alben, auf denen Rollins bei Thelonious Monk und Miles Davis spielt. Die Rollins-Alben gibt es alle als Schallplatte, „Way Out West“ zusätzlich als UHQR, „Saxophone Colossus“ und „Rollins Plays for Bird“ auch als Hybrid-SACD in Mono. Wo du einsteigst, hängt davon ab, was du hören willst.

Du willst mit einem Klassiker beginnen

Dann nimm „Saxophone Colossus“: ein Nachmittag im Juni 1956, fünf Stücke, dieselben vier Musiker in allen. „St. Thomas“ lädt mit seiner karibischen Melodie sofort ein, „Blue 7“ ist ein ausgedehnter Blues, in dem sich kleine Motive Schritt für Schritt verändern. Achte auf eine kurze Phrase und darauf, was im nächsten Chorus mit ihr passiert.

Du willst Rollins ohne Klavier hören

Illustration: Sonny Rollins, 1957
Illustration · Sonny Rollins 1957 – zur Zeit von „Way Out West“

Dann beginnst du mit „Way Out West“: März 1957 in Los Angeles, eine Session ab drei Uhr morgens, nur mit Ray Brown und Shelly Manne. Western-Lieder wie „I’m an Old Cowhand“ und „Wagon Wheels“ stehen neben Ellingtons „Solitude“ und Rollins’ eigenem „Come, Gone“. 1966 spielt er wieder ohne Klavier: Auf „East Broadway Run Down“ füllt das Titelstück mit über zwanzig Minuten die ganze erste Seite.

Du willst Rollins neben anderen Jazzgrößen hören

Auf „Tenor Madness“ solieren Rollins und John Coltrane im Titelstück gemeinsam, begleitet von Red Garland, Paul Chambers und Philly Joe Jones. Bei Thelonious Monk spielt Rollins auf „Brilliant Corners“: Das Titelstück setzte Produzent Orrin Keepnews nach 25 Anläufen aus mehreren Takes zusammen. Und auf „Bags Groove“ spielt Rollins 1954 neben Miles Davis – mit drei eigenen Stücken: „Airegin“, „Oleo“ und „Doxy“.

Du suchst etwas Besonderes

Illustration: Sonny Rollins, 1966
Illustration · Sonny Rollins 1966 – zur Zeit von „Alfie“

„Alfie“ ist Filmmusik, die zum eigenen Album wurde: Für Lewis Gilberts Film mit Michael Caine nahm Rollins 1965 in London Skizzen auf, im Januar 1966 machte er daraus bei Rudy Van Gelder eine eigene Aufnahme – arrangiert und dirigiert von Oliver Nelson. Auf „Rollins Plays for Bird“ erinnert er an Charlie Parker: Die erste Seite ist ein Medley aus sieben Melodien, gut 26 Minuten lang, in dem Rollins, Kenny Dorham und das Trio die Führung wechseln.

Welche Ausgabe passt zu dir?

Die drei Prestige-Alben kommen von Analogue Productions in Mono. „Way Out West“ gibt es als Schallplatte mit 33⅓ aus der Contemporary-Reihe von Craft und Acoustic Sounds, geschnitten von Bernie Grundman – oder als UHQR: zwei 200-Gramm-Platten aus Clarity Vinyl mit 45 Umdrehungen, laut Verlag von den analogen Originalbändern gemastert, gepresst bei Quality Record Pressings, in der Box. „Saxophone Colossus“ und „Rollins Plays for Bird“ gibt es außerdem als Hybrid-SACD in Mono: Die CD-Schicht läuft auf jedem CD-Spieler, die SACD-Schicht braucht einen SACD-Spieler.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Mit welchem Sonny-Rollins-Album fange ich an?

Das hängt davon ab, was du suchst: „Saxophone Colossus“ (1956) ist ein Quartett mit Tommy Flanagan, Doug Watkins und Max Roach, mit „St. Thomas“ und „Blue 7“; „Way Out West“ (1957) ist das Trio ohne Klavier mit Ray Brown und Shelly Manne; auf „Tenor Madness“ (1956) solieren Rollins und John Coltrane gemeinsam.

Auf welchen Alben spielt Sonny Rollins ohne Klavier?

Auf „Way Out West“ (1957) mit Ray Brown und Shelly Manne und auf „East Broadway Run Down“ (1966) mit Jimmy Garrison und Elvin Jones – im Titelstück kommt dort Freddie Hubbard an der Trompete dazu. Ohne Klavier gibt der Bass die harmonische Richtung und entwickelt dabei eine eigene Linie, das Schlagzeug formt den Verlauf.

Spielen Sonny Rollins und John Coltrane zusammen?

Ja, im Titelstück von „Tenor Madness“ (1956): Es ist die einzige offiziell veröffentlichte Aufnahme, auf der die beiden Tenorsaxofonisten gemeinsam solieren. Ein Blues ist die gemeinsame Grundlage, Rollins baut aus rhythmischen Varianten und kräftigen Motiven, Coltrane setzt längere, dicht verbundene Linien dagegen.

„Way Out West“: UHQR oder Schallplatte mit 33⅓?

Die Schallplatte mit 33⅓ (ACONC 599) ist eine 180-Gramm-Platte aus der Contemporary-Reihe von Craft und Acoustic Sounds, geschnitten von Bernie Grundman. Die UHQR (AUHQR 0021-45) verteilt das Album auf zwei 200-Gramm-Platten aus Clarity Vinyl mit 45 Umdrehungen, laut Verlag von Bernie Grundman von den analogen Originalbändern gemastert, nummeriert und in der Box. Beide enthalten die sechs Stücke des Originalalbums.

Welche Sonny-Rollins-Alben gibt es als SACD?

„Saxophone Colossus“ und „Rollins Plays for Bird“, beide als Hybrid-SACD in Mono von Analogue Productions. Die CD-Schicht läuft auf jedem CD-Spieler, die SACD-Schicht auf einem SACD-Spieler.

Was sagt Michael 45 über Sonny Rollins?

Er zählt ihn zu seinen Jazzhelden, und sein Werk bleibe, solange Menschen Musik hören. „Tenor Madness“ nennt er eines seiner ganz großen Alben, „Saxophone Colossus“ absolut herausragend – und mit „Way Out West“ auf UHQR hat er seinen eigenen Lautsprecher abgestimmt.

Angaben aus unseren Produkttexten, Jahreszahlen = Aufnahmejahr (Stand 19.09.2026). Preis und Lagerstand live aus dem Shop.