Ernest Ansermet – The Royal Ballet Gala Performances (45 RPM 180 Gram 5 LP Box Set)

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Mastering Engineer
Geschwindigkeit
45 RPM
5 LPs
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
200 Gramm
Genre
Classical

Auf Bestellung

LabelAnalogue Productions
KatalognummerAAPC 6065-45
GenreClassical
Anzahl Platten5

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

Artikelnummer: AAPC 6065-45 Kategorien: , ,

Ein ganzes Ballettrepertoire in einer großen Aufnahme

Ein Marsch öffnet den Vorhang, ein Walzer lässt den Raum weiter werden, und wenige Minuten später genügt eine einzelne musikalische Geste, um eine andere Bühnenwelt aufzurufen. The Royal Ballet Gala Performances versammelt Ausschnitte aus acht Balletten. Tschaikowsky steht neben Delibes und Adam; Rossini, Schumann und Chopin begegnen uns in Bearbeitungen für das Ballett. Das Programm folgt damit keiner einzelnen Handlung. Es zeigt, wie unterschiedlich Orchestermusik Bewegung, Figuren und Atmosphäre tragen kann. Für eine Plattensammlung ist diese Aufnahme zugleich ein Zugang zu einem Repertoire und ein Wiedersehen mit vielen seiner schönsten Einzelstücke.

Im Januar 1959 nahm Ernest Ansermet das Programm mit dem Orchestra of the Royal Opera House, Covent Garden, in der Londoner Kingsway Hall auf. Die ursprüngliche Stereoausgabe erschien bei RCA Victor Red Seal unter LDS-6065 auf zwei LPs. Hinter der Aufnahme stehen Michael Williamson als Produzent und Kenneth Wilkinson als Toningenieur. Diese Namen verbinden das Projekt mit der britischen Aufnahmetradition von Decca, obwohl die ursprüngliche Veröffentlichung den Namen RCA trägt. Die Unterscheidung ist für Sammler aufschlussreicher als eine bloße Einordnung unter einem berühmten Etikett: Aufnahmeteam, Orchester und Veröffentlichungslabel sind hier verschiedene Teile derselben Geschichte.

Ansermet ist besonders eng mit dem Orchestre de la Suisse Romande verbunden. Hier steht jedoch das Londoner Opernhausorchester vor ihm. Ein Ensemble aus dem Theater bringt einen eigenen Erfahrungshintergrund mit: In Ballettmusik sind Phrasen nicht nur Melodiebögen, sondern auch Zeit für Schritte, Hebungen und Übergänge. Die Aufnahme entstand im Saal, nicht als Mitschnitt einer Bühnenvorstellung. Dennoch lohnt es sich, diesen Theaterbezug mitzudenken. Die ausgewählten Nummern müssen als selbständige Orchesterstücke bestehen und zugleich etwas von ihrer ursprünglichen Bewegung bewahren.

Ernest Ansermet · um 1959 · historisch inspirierte Illustration
Ernest Ansermet · um 1959

Ernest Ansermet und die Kunst, Tanz musikalisch zu denken

Ansermets Name ist kein zufälliger Zusatz zu diesem Programm. Der Schweizer Dirigent war mit dem Ballettrepertoire seit seiner Arbeit mit den Ballets Russes vertraut. Diese Erfahrung bietet einen sinnvollen Hintergrund für eine Sammlung, die zwischen großen Tschaikowsky-Balletten, französischer Theatermusik und orchestrierten Klavierstücken wechselt. Die Aufgaben verändern sich dabei erheblich: Ein Walzer braucht einen anderen inneren Schwung als eine Charakterminiatur, ein Pas de deux eine andere Spannweite als ein rascher Ensembletanz. Beim Hören kannst du verfolgen, wie das Orchester diese Unterschiede durch Gewicht, Artikulation und Phrasenlänge kenntlich macht.

Am Beginn steht eine Auswahl aus Der Nussknacker: Marsch, Tanz der Zuckerfee, Arabischer Tanz, Chinesischer Tanz, Tanz der Rohrflöten und Blumenwalzer. Schon diese Folge stellt unterschiedliche Orchesterfarben nebeneinander. Die Zuckerfee ist mit dem hellen Klang der Celesta verbunden; die Rohrflöten lenken die Aufmerksamkeit auf die Holzbläser, der Blumenwalzer entfaltet eine größere tänzerische Form. Es sind ausgewählte Nummern, keine vollständige Aufführung des Balletts. Gerade ihre unmittelbare Nachbarschaft macht die kleinen Besetzungs- und Charakterwechsel besonders gut nachvollziehbar.

La Boutique fantasque führt zu Rossinis Musik in Respighis Bearbeitung. Tarantella, Andante mosso und Can-Can bringen eine andere Art von Theater in die Folge: Figuren und Gesten scheinen schon in den Titeln mitzuschwingen. Danach begegnen sich in Coppélia Introduktionen, Mazurka, Walzer, Csárdás und der Puppenwalzer. Delibes‘ Musik lebt von der Nähe zwischen Tanz und szenischer Charakterisierung. Die Auswahl gibt genügend Raum, diese Welt kennenzulernen, ohne die große Form eines vollständigen Bühnenabends zu beanspruchen. Das macht den Reiz einer sorgfältig zusammengestellten Gala aus: Jeder Ausschnitt ist ein eigenes Fenster.

Ballettmusik · freie Vignette · historisch inspirierte Illustration
Ballettmusik · freie Vignette

Von Giselle bis Les Sylphides: acht verschiedene Bühnenwelten

Mit Giselle von Adolphe Adam kommt die romantische Balletttradition ausdrücklich ins Zentrum. Introduktion und Walzer aus dem ersten Akt stehen neben Pas de deux und Variation aus dem zweiten. Schwanensee ist mit dem Tanz der kleinen Schwäne, einem Pas de deux und einem Walzer vertreten. Vertraute Melodien sind dabei ein guter Ausgangspunkt, aber nicht das Ende der Entdeckung. Achte einmal darauf, wie sich die Begleitfiguren unter einer langen Gesangslinie bewegen oder wie eine kurze Einleitung die Proportionen einer folgenden Nummer vorbereitet. Solche Übergänge geben den Ausschnitten ihre Form.

Carnaval führt zu Schumanns Klaviermusik in orchestrierter Gestalt. Pierrot, Reconnaissance, Aveu sowie Pantalon et Colombine gehören zu den ausgewählten Charakterstücken. Die Orchestrierung, an der unter anderem Glasunow und Rimski-Korsakow beteiligt waren, verändert das Material grundlegend: Was am Klavier aus Anschlag, Register und Pedal entsteht, wird im Orchester auf Instrumentenfarben und Gruppen verteilt. Das ist ein besonders reizvoller Perspektivwechsel innerhalb des Albums. Man kann bekannte musikalische Gedanken wiedererkennen und zugleich entdecken, wie anders ihre Konturen im größeren Ensemble hervortreten.

Für Dornröschen kehrt das Programm zu Tschaikowsky zurück: Introduktion mit der Fliederfee, Rosen-Adagio und Walzer verbinden festliche Anlage und weit gespannte Bewegung. Den Abschluss bilden drei Chopin-Stücke aus Les Sylphides in Roy Douglas‘ Orchestrierung: das A-Dur-Prélude op. 28 Nr. 7, die C-Dur-Mazurka op. 67 Nr. 3 und die Grande Valse brillante Es-Dur op. 18. So endet die Sammlung mit Musik, deren Herkunft am Klavier weiterhin erkennbar bleibt. Aus acht Bühnenwerken entsteht ein Zusammenhang, der durch wechselnde Formen zusammengehalten wird: Marsch und Walzer, Charakterstück und Adagio, großes Tableau und kleine Geste.

Die Analogue-Productions-Ausgabe auf fünf LPs

Diese Ausgabe trägt die Katalognummer AAPC 6065-45 und verteilt das Stereoprogramm auf fünf LPs mit 45 Umdrehungen pro Minute. Bernie Grundman verantwortet das Mastering; als Quelle nennt der Herausgeber das analoge Originalband. Neun Seiten enthalten das musikalische Programm. Die zehnte Seite wiederholt den Inhalt der ersten – sie enthält keine zusätzliche, bislang unbekannte Ballettnummer. Diese Besonderheit gehört zur konkreten Edition und ist beim Planen eines vollständigen Hörabends hilfreich.

Die Verteilung auf neun Programmseiten schafft andere Schnittbedingungen als die ursprüngliche Doppel-LP. Bei gleicher Rillenposition bewegt sich die Rille mit 45 Umdrehungen schneller an der Nadel vorbei als mit 33⅓. Daraus allein lässt sich kein fertiges Klangurteil ableiten; im Alltag bedeutet die Ausgabe vor allem kürzere Abschnitte und mehr Seitenwechsel. Wer die Aufnahme wegen ihrer Orchesterfarben und der einzelnen Tanznummern schätzt, kann diese Unterteilung bewusst nutzen. Die Werkfolge bleibt erhalten, während der physische Ablauf stärker gegliedert ist.

Zum Paket gehören ein Schuber, Tip-on-Klappcover von Stoughton Printing und ein 22-seitiges illustriertes Buch, das in die Covergestaltung integriert ist. Texte von Arnold L. Haskell und Ansermet ergänzen die musikalische Auswahl. Bei dieser Katalognummer sind unterschiedliche Pressauflagen dokumentiert; eine bestimmte Nummerierung oder ein bestimmtes Presswerk wird deshalb hier nicht für jedes Exemplar versprochen. Entscheidend sind die klar zugeordneten Merkmale dieser Fassung: fünf Stereo-LPs mit 45 U/min, Grundmans Mastering und die ausführliche Buchausstattung. Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

Auch als SACD: The Royal Ballet Gala Performances

Auch in einer anderen Ausgabe: The Royal Ballet Gala Performances

Kundenfragen: 45 oder 33⅓ RPM: Welche Ausgabe lohnt sich? · Analogue Productions in Europa kaufen

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Ernest AnsermetDirigentMitwirkung: gesamtes Programm
  • Orchestra of the Royal Opera House, Covent GardenOrchesterMitwirkung: gesamtes Programm

Dirigent und Orchester sind belegt; weitere Orchestermitglieder nicht namentlich gesichert. Die Tracklist zeigt die acht Werkgruppen. Satzgenaue Grenzen der 45-RPM-Seiten sind nicht gesichert; neun Seiten enthalten das Programm, die zehnte wiederholt die erste.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 3 kg

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  • Ernest AnsermetDirigentMitwirkung: gesamtes Programm
  • Orchestra of the Royal Opera House, Covent GardenOrchesterMitwirkung: gesamtes Programm

Dirigent und Orchester sind belegt; weitere Orchestermitglieder nicht namentlich gesichert. Die Tracklist zeigt die acht Werkgruppen. Satzgenaue Grenzen der 45-RPM-Seiten sind nicht gesichert; neun Seiten enthalten das Programm, die zehnte wiederholt die erste.


Werke

  • 1 · Der Nussknacker (Suite): Marsch; Tanz der Zuckerfee; Arabischer Tanz; Chinesischer Tanz; Tanz der Rohrflöten; Blumenwalzer
  • 2 · La Boutique fantasque: Tarantella; Andante mosso; Can-Can
  • 3 · Coppélia: Introduktion und Mazurka; Introduktion und Walzer; Csárdás; Valse de la poupée
  • 4 · Giselle: Introduktion und Walzer; Pas de deux und Variation
  • 5 · Schwanensee: Tanz der kleinen Schwäne; Pas de deux; Walzer
  • 6 · Carnaval: Pierrot; Reconnaissance; Aveu; Pantalon et Colombine
  • 7 · Dornröschen: Introduktion – Die Fliederfee; Rosen-Adagio; Walzer
  • 8 · Les Sylphides: Prélude op. 28/7; Mazurka op. 67/3; Grande Valse brillante op. 18

Dirigent und Orchester sind belegt; weitere Orchestermitglieder nicht namentlich gesichert. Die Tracklist zeigt die acht Werkgruppen. Satzgenaue Grenzen der 45-RPM-Seiten sind nicht gesichert; neun Seiten enthalten das Programm, die zehnte wiederholt die erste.