Eric Dolphy – Out There (Stereo)

58,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Geschwindigkeit
33⅓ RPM
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Jazz

Lieferbar

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LabelAnalogue Productions (Prestige)
KatalognummerAPRJ 8252
GenreJazz
Anzahl Platten1

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

Mir ist bewusst und ich stimme zu, dass die Platte aus der Originalfolie genommen wird (die Folie liegt der Lieferung bei).

Artikelnummer: APRJ 8252 Kategorien: , , , ,

Vier Musiker, eine ungewöhnliche Klangwelt

Schon die Besetzung von Out There macht neugierig: Eric Dolphy mit vier verschiedenen Blasinstrumenten, Ron Carter am Violoncello, George Duvivier am Kontrabass und Roy Haynes am Schlagzeug. Ein Klavier fehlt. Dafür stehen zwei gestrichene beziehungsweise gezupfte Saiteninstrumente nebeneinander, deren Aufgaben sich auf interessante Weise ergänzen können. Das Cello gehört zu Carter, der Kontrabass zu Duvivier. Diese Unterscheidung ist für das Verständnis der Platte entscheidend: Wer Carter nur mit seiner späteren Rolle als Bassist im Miles-Davis-Quintett verbindet, begegnet hier einem anderen Ausschnitt seiner musikalischen Persönlichkeit.

Die vier Musiker kamen am 15. August 1960 in Rudy Van Gelders Studio in Englewood Cliffs zusammen. Esmond Edwards produzierte die Sitzung; veröffentlicht wurde das Album im September 1961 auf New Jazz, dem mit Prestige verbundenen Label. Die ursprüngliche Katalognummer lautet NJLP 8252. Dolphy stand damals an einem Punkt, an dem sich seine unverwechselbare Sprache auf mehreren eigenen Aufnahmen ausformte. Der Titel Out There passt zu dieser Offenheit, doch er sollte nicht dazu verleiten, die Musik ausschließlich als Grenzüberschreitung zu betrachten. Ebenso wichtig sind die kleinen Formen, die sorgfältige Auswahl fremder Kompositionen und die Aufmerksamkeit für Klangfarben.

Vier eigene Stücke stehen drei Beiträgen anderer Komponisten gegenüber. Charles Mingus, Randy Weston und Hale Smith sind dabei keine zufällig zusammengestellte Reihe prominenter Namen. Ihre Werke führen zu unterschiedlichen Möglichkeiten, eine Melodie, einen harmonischen Gedanken oder eine musikalische Stimmung zu gestalten. Dolphy verbindet diese Perspektiven mit seiner eigenen Vorstellungswelt. Für den Einstieg kann es deshalb hilfreich sein, sich weniger auf das Etikett „Avantgarde“ zu konzentrieren als auf eine einfache Frage: Welche Stimme übernimmt gerade die Führung, und was verändert sich, wenn ein anderer Musiker antwortet?

Eric Dolphy · um 1960 · historisch inspirierte Illustration
Eric Dolphy · um 1960

Cello, Bass und Schlagzeug als eigenständige Stimmen

Ron Carters Cello nimmt einen Platz ein, den in einem konventionelleren Jazzquartett vielleicht ein Klavier oder eine zweite Bläserstimme besetzen würde. Sein Register liegt zwischen den hohen Linien des Solisten und dem Fundament des Kontrabasses. Das eröffnet Möglichkeiten für Gegenbewegung, Zusammenklang und wechselnde Dichte, ohne die Musik auf eine einzige Begleitform festzulegen. Gerade bei einem Album, auf dem Dolphy mehrfach das Instrument wechselt, ist dieses mittlere Register ein wichtiger Bezugspunkt. Es kann Nähe herstellen, aber ebenso einen eigenen Weg einschlagen.

George Duvivier hält daneben den Kontrabass als separate Stimme präsent. Cello und Bass sind hier also keine zwei Bezeichnungen für dasselbe Instrument. Wer ihrer Beziehung folgt, kann die räumliche und musikalische Ordnung des Quartetts genauer erfassen: Wo treffen sich Linien, wo bewegen sie sich auseinander, und wie verändert sich die Wirkung eines tiefen Tons unter einem Wechsel des Blasinstruments? Die kleine Besetzung macht solche Fragen unmittelbar interessant. Sie bietet reichlich Bewegung, ohne dass eine große Zahl von Musikern nötig wäre.

Roy Haynes komplettiert dieses Gefüge. Seine Aufgabe erschöpft sich nicht darin, einen gleichmäßigen Hintergrund bereitzustellen. In einem Quartett ohne Klavier werden Akzente, Beckenfarben und die Platzierung rhythmischer Antworten zu wichtigen Bestandteilen der gemeinsamen Form. Das lässt sich als Einladung hören, auch zwischen den Solophrasen aufmerksam zu bleiben. Dolphys Musik lebt nicht allein von den auffälligen Konturen seiner eigenen Linien, sondern ebenso von den Beziehungen, die sich um sie herum bilden.

Bei Dolphy selbst lohnt die genaue Zuordnung: Auf dem Titelstück und auf „Feathers“ spielt er Altsaxofon. „Serene“ und „The Baron“ gehören zur Bassklarinette; in „Eclipse“ ist die gewöhnliche Klarinette zu hören. Für „17 West“ und „Sketch of Melba“ wechselt er zur Flöte. Diese vier Instrumente eröffnen unterschiedliche Ausdrucksräume. Ihre Reihenfolge ist Teil der Dramaturgie des Albums und lässt sich beim Hören ebenso bewusst verfolgen wie die wechselnden Komponisten.

Violoncello und Kontrabass · zwei eigenständige Stimmen · historisch inspirierte Illustration
Violoncello und Kontrabass · zwei eigenständige Stimmen

Sieben Stücke zwischen Beweglichkeit und Konzentration

Die erste Seite gehört vollständig Dolphys eigenen Kompositionen. „Out There“ eröffnet das Programm mit dem Altsaxofon, bevor „Serene“ und das deutlich kürzere „The Baron“ die Bassklarinette in den Mittelpunkt stellen. Schon diese Abfolge verhindert, dass sich das Quartett auf eine einzige Klanggestalt festlegt. Der Wechsel betrifft nicht nur die Tonhöhe. Ansatz, Artikulation und die Art, wie eine Linie in die übrigen Stimmen hineinreicht, verändern sich mit dem Instrument. Gerade die Gegenüberstellung zweier längerer Stücke und einer kompakten dritten Nummer gibt der Seite eine eigene Form.

Auf der zweiten Seite erweitert sich der Blick. Mingus’ „Eclipse“ bringt die Klarinette ins Spiel. Danach folgen Dolphys „17 West“ und Westons „Sketch of Melba“ mit Flöte, ehe Hale Smiths „Feathers“ zum Altsaxofon zurückführt. Der Abschluss greift damit eine Farbe des Beginns wieder auf, ohne den dazwischenliegenden Weg aufzuheben. Sieben Stücke reichen aus, um eine bemerkenswerte Vielfalt von Konstellationen entstehen zu lassen. Die Musik benötigt dafür weder eine ausgedehnte Suite noch die wechselnden Besetzungen einer großen Studiosession.

Es lohnt sich, die einzelnen Kompositionen zunächst als überschaubare Räume kennenzulernen. Ein wiederkehrender melodischer Gedanke, der Abstand zwischen zwei Einsätzen oder die Bewegung einer Begleitstimme kann einen leichteren Zugang eröffnen als der Versuch, jede Wendung sofort theoretisch einzuordnen. Dolphys Spiel verlangt Aufmerksamkeit, belohnt aber auch Neugier ohne Vorwissen. Wer mit seinem Namen vor allem extreme Sprünge und ungewöhnliche Klangfarben verbindet, kann hier zugleich die Bedeutung von Form, Zurückhaltung und partnerschaftlichem Musizieren entdecken.

Für eine Sammlung ist Out There gerade deshalb reizvoll, weil es keine austauschbare Station zwischen bekannteren Titeln darstellt. Die Besetzung und die Verteilung der Instrumente geben dieser Sitzung einen eigenen Charakter. Auch neben anderen Dolphy-Alben bleibt sie klar erkennbar. Mit Ron Carter am Cello dokumentiert sie außerdem eine musikalische Konstellation, die sich nicht einfach aus den späteren Rollen der Beteiligten ableiten lässt. Die Platte bewahrt einen konkreten Moment gemeinsamen Erkundens.

Die Prestige-Ausgabe von Analogue Productions

Die hier angebotene Stereoausgabe trägt die Katalognummer APRJ 8252 und gehört zur Prestige-Reihe von Analogue Productions. Kevin Gray schnitt sie von den originalen Analogbändern; gepresst wird bei Quality Record Pressings. Die einzelne LP läuft mit 33⅓ Umdrehungen pro Minute. Ein Tip-on-Cover und die Gestaltung mit Deep-Groove-Etikett greifen die historische Präsentation auf. Die aktuelle Herausgeberangabe nennt 180 Gramm; ältere dokumentierte Ausgaben dieser Reihe wurden mit 200 Gramm beschrieben. Die Gewichtsangaben sind daher im Zusammenhang mit der jeweiligen Auflage zu lesen.

Das Format bewahrt die klare Gliederung in zwei Albumseiten. Auf der ersten stehen die drei Dolphy-Kompositionen, auf der zweiten folgt die abwechslungsreichere Folge mit Mingus, Weston und Smith. Bei 33⅓ bleibt diese Anlage ohne zusätzliche Seitenwechsel erhalten. Für ein konzentriertes Album wie dieses ist das eine angenehme Art, die Abfolge kennenzulernen: erst die kleine Binnenwelt der ersten Seite, dann der weiter gespannte Blick der zweiten.

Rudy Van Gelders Aufnahme, Esmond Edwards’ Produktion und Kevin Grays späterer Schnitt bezeichnen verschiedene Schritte der Geschichte dieser Ausgabe. Zusammen verbinden sie eine besondere Sitzung des Jahres 1960 mit einer sorgfältig dokumentierten Wiederveröffentlichung. Im Mittelpunkt bleiben jedoch vier Musiker, deren Instrumente ein ungewöhnliches Verhältnis zueinander eingehen. Out There lädt dazu ein, diesem Verhältnis Zeit zu geben — und in einer kleinen Besetzung immer wieder neue Einzelheiten zu entdecken.

Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir übernehmen den US-Import und versenden aus Hilden.

Mehr von Eric Dolphy: Outward Bound · At The Five Spot, Vol. 1

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Eric DolphyPorträt: 1960AltsaxofonMitwirkung: A1, B4
  • Eric DolphyPorträt: 1960BassklarinetteMitwirkung: A2, A3
  • Eric DolphyPorträt: 1960KlarinetteMitwirkung: B1
  • Eric DolphyPorträt: 1960FlöteMitwirkung: B2, B3
  • Ron CarterPorträt: BestandsporträtVioloncelloMitwirkung: Alle Titel
  • George DuvivierPorträt: vorhandenes gesichertes PorträtKontrabassMitwirkung: Alle Titel
  • Roy HaynesPorträt: vorhandenes gesichertes PorträtSchlagzeugMitwirkung: Alle Titel

Mitwirkung bezogen auf die hier aufgeführte Original-LP. Abweichende Format- und Bonusfassungen sind nicht einbezogen.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,7 kg

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Eric DolphyPorträt: 1960AltsaxofonMitwirkung: A1, B4
  • Eric DolphyPorträt: 1960BassklarinetteMitwirkung: A2, A3
  • Eric DolphyPorträt: 1960KlarinetteMitwirkung: B1
  • Eric DolphyPorträt: 1960FlöteMitwirkung: B2, B3
  • Ron CarterPorträt: BestandsporträtVioloncelloMitwirkung: Alle Titel
  • George DuvivierPorträt: vorhandenes gesichertes PorträtKontrabassMitwirkung: Alle Titel
  • Roy HaynesPorträt: vorhandenes gesichertes PorträtSchlagzeugMitwirkung: Alle Titel

Mitwirkung bezogen auf die hier aufgeführte Original-LP. Abweichende Format- und Bonusfassungen sind nicht einbezogen.


Seite A

  • A1 · Out There (6:55)
  • A2 · Serene (7:01)
  • A3 · The Baron (2:57)

Seite B

  • B1 · Eclipse (2:45)
  • B2 · 17 West (4:50)
  • B3 · Sketch of Melba (4:40)
  • B4 · Feathers