Vier Musiker, ein gemeinsamer Puls
Bei den Meters ist der Rhythmus keine Abteilung im Hintergrund. Er entsteht zwischen allen vier Musikern: Zigaboo Modelistes Schlagzeug, George Porter Jr.s Bass, Leo Nocentellis Gitarre und Art Nevilles Keyboards greifen ineinander. Rejuvenation, 1974 erschienen, ist das fünfte Studioalbum der Band. Nach den überwiegend instrumentalen frühen Platten hatte sich mit Cabbage Alley der Gesang stärker nach vorn geschoben. Der Nachfolger führt diesen Weg weiter.
Aufgenommen wurde in den Sea-Saint Studios in New Orleans, die Allen Toussaint und Marshall Sehorn erst 1973 eröffnet hatten. Toussaint produzierte, Ken Laxton war Toningenieur. Für eine Band, deren musikalische Sprache so eng mit ihrer Stadt verbunden ist, war das ein passender Arbeitsort. Die vier Mitglieder sind zugleich als Autoren der neun Stücke geführt: Das Zusammenspiel beginnt bereits beim Schreiben.

Vom Song in die lange Form
„People Say“, „Just Kissed My Baby“ und „Hey Pocky A-Way“ bieten unterschiedliche Zugänge zu diesem Album. Bei „Just Kissed My Baby“ kommt mit Lowell George von Little Feat ein Gast an der Slide-Gitarre hinzu. Seine Beteiligung ist eine konkrete Verbindung zwischen zwei Bands, die Rhythmus und Gitarrenarbeit auf sehr eigene Weise miteinander verzahnten.
„It Ain’t No Use“ nimmt mit fast zwölf Minuten besonders viel Raum ein. Ein solches Stück verändert das Maß einer Platte: Ein Motiv muss nicht nach drei Minuten verschwinden, sondern darf sich über längere Strecken behaupten. Wenn du dem Bass oder dem Schlagzeug einmal durchgehend folgst, wird aus dem vertrauten Blick auf Melodie und Refrain eine andere Art des Zuhörens. Auf der neuen Doppel-LP teilt sich das Stück eine Seite mit „Hey Pocky A-Way“.

Ein Bass ist auch eine Stimme
George Porter Jr.s Anteil lässt sich besonders gut verfolgen, wenn du die Aufmerksamkeit zwischen Bass, Gitarre und Schlagzeug wechseln lässt. Interessant sind dabei nicht nur die gespielten Noten, sondern die Stellen, an denen ein Instrument Platz für ein anderes lässt. Genau dieses gemeinsame Denken verbindet die stärker gesungenen Stücke mit der instrumentalen Vorgeschichte der Gruppe.
Die neun Titel reichen von „People Say“ bis „Africa“. Das Album verlangt deshalb keine Entscheidung zwischen Songs und ausgedehntem Bandspiel; es bietet beides innerhalb derselben Besetzung. Rejuvenation zeigt die Meters an einem Punkt, an dem ihre eigene Sprache genügend Beweglichkeit für kurze Formen, Gastbeiträge und einen langen Mittelteil besitzt.
Diese Ausgabe
AAPR 017-45 gehört zur Acoustic Sounds 40 Series von Analogue Productions. Die neun Originaltitel verteilen sich auf zwei 180-Gramm-LPs mit 45 RPM. Gepresst wird bei QRP, das Tip-On-Klappcover kommt von Stoughton. Der Herausgeber nennt ausdrücklich das originale analoge Masterband als Quelle. Ein Mastering-Engineer und die weitere Übertragungskette sind für diesen Titel nicht ausgewiesen; daraus lässt sich keine durchgehend analoge Herstellung ableiten. Die Ausgabe ist von der separaten Vinyl-Me-Please-LP zu unterscheiden.
Auch als SACD: Rejuvenation
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Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen
Serie: Acoustic Sounds 40th Anniversary – alle 25 Alben, Empfehlungen und Musiker
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Ziggy Modeliste | Gesang, Schlagzeug |
| Art Neville | Tasteninstrumente, Gesang |
| Leo Nocentelli | Begleitgesang, Gitarre |
| George Porter Jr. | Begleitgesang, Bass |
| Lowell George | Slide-Gitarre |







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