Eine fünfte Stimme im Gefüge
Fire on the Bayou verändert die Besetzung der Meters an einer entscheidenden Stelle. Cyril Neville gehört auf diesem Album von 1975 erstmals als Mitglied zur Band. Zu Art Neville, Leo Nocentelli, George Porter Jr. und Zigaboo Modeliste kommen seine Congas, Perkussion und Stimme hinzu. Ein zusätzliches Instrument ist bei einer so eng verzahnten Gruppe immer auch eine neue Beziehung zwischen den vorhandenen Spielern.
Das sechste Studioalbum entstand erneut in den Sea-Saint Studios in New Orleans. Als Produzenten sind Allen Toussaint und die Meters genannt, als Toningenieure Roberta Grace und Ken Laxton. Wardell Quezergue steuerte Bläserarrangements bei. Der Ort bleibt also vertraut, während die Band ihre personellen und musikalischen Möglichkeiten erweitert. Im selben Jahr spielten die Meters als Vorgruppe auf der amerikanischen Tournee der Rolling Stones.

New Orleans im Titel und im Repertoire
„Talkin’ ’Bout New Orleans“, „They All Ask’d for You“ und „Mardi Gras Mambo“ machen die Verbindung zur Stadt unmittelbar sichtbar. Daneben stehen Stücke wie „Out in the Country“ und „You’re a Friend of Mine“. Die elf Titel bilden keinen einzigen durchgezogenen Jam, sondern ein Album mit wechselnden Formen und unterschiedlichen Ausgangspunkten.
Zwei Kompositionen kommen von außerhalb der Band: „Liar“ stammt von Russ Ballard, „Mardi Gras Mambo“ von Frankie Adams, Lou Welsch und Ken Elliot. Diese Nachbarschaft ist reizvoll, weil sich dadurch die Frage stellt, was die Meters aus verschiedenem Material machen. Nicht nur die Herkunft eines Songs entscheidet über seinen Platz auf einer Platte, sondern auch die gemeinsame Sprache der Musiker, die ihn spielen.

Mehr Raum für Bewegung
Cyril Neville ist bei „Fire on the Bayou“ und „Talkin’ ’Bout New Orleans“ auch als Mitautor beteiligt. Sein Einstieg betrifft damit nicht allein die Klangfarbe der Congas. Die zusätzliche Stimme wird Teil der Arbeit an den Songs. Beim Hören kannst du darauf achten, wie Perkussion und Schlagzeug unterschiedliche Aufgaben innerhalb desselben Takts übernehmen.
„Middle of the Road“ ist mit knapp acht Minuten das längste Stück. Auf der 45-RPM-Ausgabe eröffnet es die vierte Seite; danach folgen das kurze „Running Fast“ und „Mardi Gras Mambo“. Dieser Wechsel von ausgedehnter Form zu knappen Stücken gehört zum Aufbau des Albums. Gerade neben Rejuvenation lässt sich verfolgen, wie die Meters ihre vertraute Besetzung erweitern, ohne die Bedeutung des gemeinsamen Rhythmus aus dem Blick zu verlieren.
Diese Ausgabe
Analogue Productions veröffentlicht AAPR 018-45 innerhalb der Acoustic Sounds 40 Series auf zwei 180-Gramm-LPs mit 45 RPM, gepresst bei QRP und verpackt im Stoughton-Tip-On-Klappcover. Die Titelfolge umfasst die elf Stücke des Originalalbums, keine späteren CD-Bonustracks. Als Quelle nennt der Herausgeber das originale analoge Masterband. Ein titelbezogener Mastering-Engineer und die vollständige Übertragungskette sind nicht dokumentiert. Eine pauschale AAA-Zusage ist damit nicht belegt.
Auch als SACD: Fire On The Bayou
Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen
Serie: Acoustic Sounds 40th Anniversary – alle 25 Alben, Empfehlungen und Musiker
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| George Porter Jr. | Begleitgesang, E-Bass |
| Leo Nocentelli | Begleitgesang, Gitarre |
| Art Neville | Tasteninstrumente, Gesang |
| Cyril Neville | Perkussion, Gesang, Congas |







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