Die Sängerin sitzt selbst am Klavier
Aretha Franklins erstes Atlantic-Album beginnt mit „Respect“. Das Stück stammt von Otis Redding, doch Franklin entwickelt daraus eine eigene Perspektive. Schon dieser Auftakt macht deutlich, worum es auf I Never Loved a Man the Way I Love You geht: Eine Sängerin übernimmt Songs, spielt Klavier und gestaltet die musikalischen Antworten um sich herum. Das 1967 erschienene Album zeigt sie als handelnde Musikerin.
Nach den Columbia-Jahren beginnt die Zusammenarbeit mit Jerry Wexler. Ein Teil der Aufnahmen entsteht in den FAME Studios in Muscle Shoals, der größere Rest in New York bei Atlantic. Die Geschichte des Albums führt somit durch zwei Studioumfelder. Der Titeltrack und „Do Right Woman, Do Right Man“ gehören zum Anfang in Alabama; das gesamte Album als eine einzige Muscle-Shoals-Session zu verstehen würde diesen Weg verkürzen.

Eine Familie hinter dem Mikrofon
Carolyn und Erma Franklin gehören zu den Stimmen, die Aretha begleiten. Gerade bei „Respect“ lohnt es sich, die Antworten im Hintergrund bewusst zu verfolgen. Sie sind nicht nur eine Verstärkung der Hauptstimme, sondern tragen die Gestalt des Stücks mit. Der bekannte Wechsel zwischen Ruf und Antwort lässt sich als Zusammenarbeit hören, bei der mehrere Personen am Ergebnis beteiligt sind.
Die Schwester Carolyn taucht außerdem als Mitautorin auf, etwa bei „Baby, Baby, Baby“. Das verbindet Gesang und Songwriting innerhalb derselben Familie. Mit King Curtis gehört ein weiterer prägender Mitwirkender zum Kreis der Musiker: Sein Saxofonsolo steht in „Respect“. Beim Hören kannst du der Übergabe zwischen Stimme, Hintergrundgesang und Bläser folgen, statt den Song nur über seinen berühmten Refrain wiederzuerkennen.

Sam Cooke steht zweimal im Programm
„Good Times“ und das abschließende „A Change Is Gonna Come“ führen zu Sam Cooke. Die beiden Stücke stellen unterschiedliche Aufgaben und geben dem Album weitere Bezugspunkte. Dazu kommen eigene beziehungsweise mitgeschriebene Songs wie „Dr. Feelgood“. Franklin bewegt sich zwischen Vorlagen und eigenem Material, ohne ihre Rolle als Interpretin abzugeben.
Ein guter Einstieg ist, auf das Klavier zu achten: Wann führt es einen Abschnitt an, wann bleibt es zwischen Gesang und Rhythmusgruppe? Musiker wie Spooner Oldham, Tommy Cogbill und Roger Hawkins gehören zu den Beteiligten, ebenso Jimmy Johnson und Chips Moman. Die Aufnahmen zeigen, wie aus individuellen Beiträgen eine Begleitung für diese Stimme entsteht. Das Albumende mit Cookes Song lohnt anschließend den vollständigen Durchgang: Es setzt einen anderen Schlusspunkt als die bekannten Singles allein.
Vier Seiten in der Atlantic 75 Series
Die Ausgabe von Analogue Productions besteht aus zwei 180-Gramm-LPs mit 45 RPM. Kevin Gray bei Cohearent Audio wird für das Mastering vom originalen Masterband genannt. Der Herausgeber führt Quality Record Pressings sowie eine Tip-On-Klapphülle von Stoughton auf. AAPA 016-45 ist die Katalognummer dieser Veröffentlichung. Die elf Albumtitel verteilen sich auf vier Seiten; spätere CD-Bonusfassungen gehören nicht zu diesem Programm.
Michael 45 lagert die Ware in Deutschland und versendet aus Hilden, sodass Kunden in Deutschland und der EU bestellen können, ohne einen persönlichen US-Import zu organisieren oder auf die Zollabfertigung zu warten.
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Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Aretha Franklin | Gesang, Klavier |
| Spooner Oldham | Tasteninstrumente, Klavier |
| Jimmy Johnson | Gitarre |
| Chips Moman | Gitarre |
| Tommy Cogbill | E-Bass |
| Gene Chrisman | Schlagzeug |
| Roger Hawkins | Schlagzeug |
| Melvin Lastie | Trompete |
| Charles Chalmers | Tenorsaxofon |
| King Curtis | Tenorsaxofon |
| Willie Bridges | Baritonsaxofon |
| Carolyn Franklin | Begleitgesang |
| Erma Franklin | Begleitgesang |
| Cissy Houston | Begleitgesang |








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