The Gil Evans Orchestra – Out Of The Cool

44,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Sterling Sound
Geschwindigkeit
33⅓ RPM
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Jazz

Ausverkauft

Artikelnummer: AIMP 21101 Kategorien: , , , , Marke:

Schutz für diese Ausgabe

Gatefold · 1 LP

Das aufklappbare Cover lässt sich auf zwei Arten schützen:

Für die Platte: eine Innenhülle. Außenhüllen schützen das Cover; Innenhüllen schützen jeweils eine Schallplatte. Bereits passende Innenhüllen kannst du weiterverwenden.

Out of the Cool: ein Orchester mit Platz für einzelne Persönlichkeiten

Ein großes Jazzensemble kann durch Wucht beeindrucken. Bei Gil Evans ist ebenso interessant, wie es sich zusammensetzt: Welche Instrumente werden Nachbarn, welche Stimme tritt aus dem gemeinsamen Klang hervor, und wie verändert eine neue Farbe die Bedeutung einer Melodie? Out of the Cool lädt dazu ein, ein Orchester auf diese Weise zu entdecken. Trompeten, verschiedene Posaunen, Tuba und Holzbläser stehen neben Klavier, Gitarre, Bass und Perkussion. Die Besetzung eröffnet andere Möglichkeiten als eine gleichmäßig aufgebaute Reihe von Saxofonen und Blechbläsern. Schon ihre Zusammenstellung ist Teil der musikalischen Vorstellung.

Das 1961 veröffentlichte Impulse!-Album wird von Gil Evans am Klavier und als musikalischem Leiter geprägt. Creed Taylor verantwortete die Produktion, Rudy Van Gelder die Aufnahme. Die fünf Stücke verbinden eigene Kompositionen von Evans mit Musik anderer Autoren. Gerade daran lässt sich seine Arbeit als Arrangeur gut verfolgen: Ein Album kann eine unverwechselbare Handschrift besitzen, ohne dass sämtliche Themen von derselben Person stammen. Die Auswahl, die Verteilung der Stimmen und das Verhältnis zwischen Ensemble und einzelnen Spielern schaffen einen Zusammenhang, der über die Herkunft einer Melodie hinausreicht.

Wer Evans vor allem durch seine Zusammenarbeit mit anderen Bandleadern kennt, kann ihn hier als Mittelpunkt eines eigenen Orchesterprojekts hören. Dafür braucht es keinen Umweg über einen vermeintlichen Wettbewerb mit bekannteren Alben. Diese Aufnahme besitzt ihre eigene Besetzung und ihr eigenes Programm. Die Aufmerksamkeit darf bei den konkreten Musikern bleiben: bei einer Trompetenlinie, einem Gitarrenbeitrag, der Tiefe der Tuba oder dem Übergang zwischen zwei Holzbläserfarben. Solche Einzelheiten stehen nicht außerhalb der großen Form. Sie sind die Mittel, mit denen ein Arrangeur das Ensemble zusammenführt und zugleich seine verschiedenen Persönlichkeiten erkennbar lässt.

Gil Evans · freie Illustration nach vorhandener Vorlage der 1960er-Jahre · historisch inspirierte Illustration
Gil Evans · freie Illustration nach vorhandener Vorlage der 1960er-Jahre

Von La Nevada bis Sunken Treasure: fünf unterschiedliche Formen

Mit La Nevada beginnt das Album in großem Maßstab. Die Komposition von Gil Evans nimmt mit gut fünfzehn Minuten einen erheblichen Teil der ersten Seite ein. Das gibt Zeit, Veränderungen innerhalb eines gemeinsamen Verlaufs wahrzunehmen. Ein hilfreicher Zugang ist, auf die Verteilung der Aufmerksamkeit zu achten: Wann wirkt der Ensembleklang als Umgebung, wann als eigenes Ereignis? Wie verändert ein neu hinzukommendes Instrument die Balance, ohne dass dafür das ganze Geschehen neu beginnen müsste? Die Länge lässt sich so als Gelegenheit verstehen, Beziehungen wachsen zu hören, statt lediglich auf den nächsten Titel zu warten.

Where Flamingos Fly folgt als zweites Stück der ersten Seite. Es stammt von John Benson Brooks, Harold Courlander und Elthea Peale. Bereits diese Nachbarschaft zeigt, dass das Album seine Einheit aus der Bearbeitung verschiedener musikalischer Ausgangspunkte gewinnt. Die kürzere Form stellt eine andere Aufgabe als das ausgedehnte La Nevada: Ein Gedanke muss innerhalb eines engeren Rahmens Gestalt annehmen. Die Reihenfolge bietet einen guten Anlass, nach dem ersten Durchlauf noch einmal auf den Übergang zu achten. Das Orchester bleibt derselbe übergeordnete Zusammenhang, aber Umfang und Material stellen neue Anforderungen an seine Rollenverteilung.

Die zweite Seite führt mit dem Bilbao Song von Kurt Weill und Bertolt Brecht weiter. Danach steht George Russells Stratusphunk, bevor Evans’ eigenes Sunken Treasure das Album beschließt. Russells Komposition sollte nicht versehentlich Evans zugeschrieben werden, nur weil dessen Name über dem Orchester steht. Gerade die verschiedenen Autoren machen die Auswahl interessant. Fünf Titel mit unterschiedlichen Größenverhältnissen ergeben ein Album, dessen Zusammenhang nicht aus einer einheitlichen Schablone entsteht. Es lohnt sich, zunächst dem gesamten Ablauf zu folgen und später einzelne Stücke herauszugreifen. So kann man sowohl die Gesamtgestalt als auch die Entscheidungen innerhalb einer kürzeren Form entdecken.

Tuba, Flöte und Partitur · freie Vignette zum Orchesterklang · historisch inspirierte Illustration
Tuba, Flöte und Partitur · freie Vignette zum Orchesterklang

Fünfzehn Musiker und die Farben zwischen den Instrumentengruppen

Die vollständigen Ausgabencredits nennen fünfzehn Musiker. Johnny Coles und Phil Sunkel spielen Trompete, Jimmy Knepper und Keg Johnson Posaune. Tony Studd ist für Bassposaune aufgeführt, Bill Barber für Tuba. Diese tieferen Blechbläser sind für das Verständnis der Besetzung ebenso wichtig wie die leichter erkennbaren Solostimmen. Sie eröffnen Möglichkeiten zwischen Fundament, Gegenlinie und gemeinsamer Klangfarbe. Wer bei einer großen Besetzung zunächst nur auf die höchsten Stimmen achtet, kann hier bewusst die Richtung wechseln und den unteren Bereich als aktiven Teil der musikalischen Gestaltung verfolgen.

Budd Johnson ist an Tenor- und Sopransaxofon beteiligt; Bob Tricarico wird mit Fagott, Flöte und Piccolo genannt. Bei den weiteren Holzbläsern ist die Titelzuordnung ausdrücklich dokumentiert: Ray Beckenstein spielt auf La Nevada und Bilbao Song, Eddie Caine auf Where Flamingos Fly, Stratusphunk und Sunken Treasure. Beide sind mit Altsaxofon, Flöte und Piccolo aufgeführt. Diese Angaben benennen ihre jeweiligen Instrumentengruppen, ohne zu behaupten, jedes Instrument erklinge durchgehend auf jedem zugeordneten Stück. Der Wechsel zwischen den beiden Spielern bleibt im Musikerreiter sichtbar und wird nicht in einer allgemeinen Orchesterzeile versteckt.

Dazu kommen Ray Crawford an der Gitarre, Ron Carter am Bass, Charlie Persip und Elvin Jones an der Perkussion sowie Evans am Klavier. Der Anbieter nennt Jones auch als Schlagzeuger; die Credits dieser Ausgabe verwenden für beide Rhythmiker den weiteren Begriff Perkussion. Diese Differenz wird nachvollziehbar erhalten. Eine allgemeine Solistenliste würde die Besetzung nur teilweise wiedergeben. Deshalb stehen unter der Geschichte alle fünfzehn Namen mit ihren Rollen. Rudy Van Gelder gehört als Aufnahmeingenieur zu den technischen Credits, nicht als sechzehnter Spieler ins Orchester. Die genaue Trennung macht es leichter, dem Ensemble beim Hören einzelne Beiträge zuzuordnen, ohne aus einem technischen Namen einen Musiker zu machen.

Out of the Cool auf Vinyl: die Acoustic Sounds Series

Diese Ausgabe trägt die Artikelnummer AIMP 21101 und gehört zur Acoustic Sounds Series. Das Impulse!-Album wird als Stereo-LP mit 33⅓ U/min auf 180-Gramm-Vinyl präsentiert. Der Anbieter nennt Ryan K. Smith bei Sterling Sound für das Mastering aus den originalen Analogbändern. Gepresst wird bei Quality Record Pressings, die Verpackung ist ein Stoughton-Tip-on-Klappcover. Diese Angaben beschreiben die konkrete Wiederveröffentlichung. Für Sammler sind sie hilfreich, weil sie den häufig identischen Albumtitel mit einem nachvollziehbaren Herstellungsweg verbinden.

Die fünf Stücke verteilen sich auf zwei Seiten, mit La Nevada und Where Flamingos Fly auf der ersten und den übrigen drei Kompositionen auf der zweiten. Die einzelne LP erhält damit zwei längere Hörabschnitte. Gerade das ausgedehnte Eröffnungsstück kann sich innerhalb einer Seite entfalten. Das ist ein praktischer Vorzug dieser Aufteilung, kein pauschales Urteil über andere Formate. Ebenso bleiben historische Angaben sorgfältig begrenzt: Das Originalalbum stammt von 1961; konkrete Aufnahmetage werden hier nicht ergänzt, solange die verwendeten Quellen sie nicht zuverlässig tragen. Ein präziser Text darf an einer solchen Stelle weniger behaupten und zugleich die musikalisch wichtigen Informationen vollständig geben.

Wer Out of the Cool auf Vinyl kaufen möchte, erhält mit dieser Ausgabe einen Zugang zu Evans’ Orchesterdenken in einer klar beschriebenen Form. Die Platte kann als Ganzes gehört werden, bietet aber auch viele kleine Ansatzpunkte für weitere Durchläufe: die Rolle einer tiefen Blechstimme, ein Holzbläserwechsel, das Verhältnis von Gitarre und Ensemble oder die zeitliche Entwicklung eines längeren Stücks. Ihre Faszination entsteht aus solchen Beziehungen. Ein großes Orchester bleibt hier eine Gruppe von Menschen mit unterschiedlichen Aufgaben und einer gemeinsamen musikalischen Vorstellung. Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Eddie CaineAltsaxofon, Flöte, PiccoloMitwirkung: A2, B2, B3
  • Ray BeckensteinAltsaxofon, Flöte, PiccoloMitwirkung: A1, B1
  • Ron CarterVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungKontrabassMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Tony StuddBassposauneMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Bob TricaricoFagott, Flöte, PiccoloMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Ray CrawfordGitarreMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Charlie PersipVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungPerkussionMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Elvin JonesVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungPerkussionMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Gil EvansVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungKlavierMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Budd JohnsonTenor- und SopransaxofonMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Jimmy KnepperVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungPosauneMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Keg JohnsonPosauneMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Johnny ColesVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungTrompeteMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Phil SunkelTrompeteMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Bill BarberTubaMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung

15 Musiker nach Ausgabencredits. Gil Evans: Klavier und Orchesterleitung/Arrangements. Eddie Caine und Ray Beckenstein wechseln nach Titeln. Charlie Persip und Elvin Jones: Perkussion nach Ausgabe; Anbieter nennt Jones auch Schlagzeug. Rudy Van Gelder: Aufnahmeingenieur. Genaue Aufnahmetage nicht gesichert. Wiederveröffentlichung: Ryan K. Smith / Sterling Sound, originale Analogbänder; QRP, 180 g; Stoughton-Klappcover (Anbieterangaben).

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,8 kg

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Eddie CaineAltsaxofon, Flöte, PiccoloMitwirkung: A2, B2, B3
  • Ray BeckensteinAltsaxofon, Flöte, PiccoloMitwirkung: A1, B1
  • Ron CarterVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungKontrabassMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Tony StuddBassposauneMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Bob TricaricoFagott, Flöte, PiccoloMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Ray CrawfordGitarreMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Charlie PersipVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungPerkussionMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Elvin JonesVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungPerkussionMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Gil EvansVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungKlavierMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Budd JohnsonTenor- und SopransaxofonMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Jimmy KnepperVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungPosauneMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Keg JohnsonPosauneMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Johnny ColesVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungTrompeteMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Phil SunkelTrompeteMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Bill BarberTubaMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung

15 Musiker nach Ausgabencredits. Gil Evans: Klavier und Orchesterleitung/Arrangements. Eddie Caine und Ray Beckenstein wechseln nach Titeln. Charlie Persip und Elvin Jones: Perkussion nach Ausgabe; Anbieter nennt Jones auch Schlagzeug. Rudy Van Gelder: Aufnahmeingenieur. Genaue Aufnahmetage nicht gesichert. Wiederveröffentlichung: Ryan K. Smith / Sterling Sound, originale Analogbänder; QRP, 180 g; Stoughton-Klappcover (Anbieterangaben).


Seite A

  • A1 · La Nevada (15:33)
  • A2 · Where Flamingos Fly (5:11)

Seite B

  • B1 · Bilbao Song (4:10)
  • B2 · Stratusphunk (8:00)
  • B3 · Sunken Treasure (4:15)