Oscar Peterson – We Get Requests

44,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Sterling Sound
Geschwindigkeit
33⅓ RPM
Quelle
Rein analog (AAA)
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Jazz

Ausverkauft

Schutz für diese Ausgabe

Gatefold · 1 LP

Das aufklappbare Cover lässt sich auf zwei Arten schützen:

Für die Platte: eine Innenhülle. Außenhüllen schützen das Cover; Innenhüllen schützen jeweils eine Schallplatte. Bereits passende Innenhüllen kannst du weiterverwenden.

We Get Requests: bekannte Melodien, unverwechselbare Partner

Manche Platten laden dazu ein, sich zunächst einfach einer Melodie anzuvertrauen. We Get Requests gehört schon durch seine Titelauswahl in diese Nähe: The Days of Wine and Roses, My One and Only Love, People und The Girl from Ipanema sind keine schwer zugänglichen Ausgangspunkte. Das Oscar Peterson Trio macht daraus ein eigenes Programm. Oscar Peterson am Klavier, Ray Brown am Kontrabass und Ed Thigpen am Schlagzeug bilden auf allen zehn Titeln die Besetzung. Drei Musiker reichen, um Melodie, harmonische Bewegung und rhythmische Gestalt in ein immer wieder neu austariertes Verhältnis zu bringen.

Die Aufnahmen entstanden zwischen 19. Oktober und 20. November 1964 in den RCA Studios in New York. Das ist ein klarer zeitlicher Anker, auch wenn die Angaben zum ersten Erscheinungsjahr zwischen 1964 und 1965 schwanken. Für die Einordnung dieser Platte ist die belegte Aufnahmephase hilfreicher als eine scheinbar zweifelsfreie Jahreszahl auf jeder Ebene. Hier begegnet man dem Trio in einem überschaubaren Programm aus zehn Stücken, dessen Reiz gerade aus der Verbindung von Bekanntem und persönlicher Handschrift entsteht. Die vertrauten Themen machen den Zugang leicht, ohne die musikalischen Entscheidungen vorwegzunehmen.

Der Albumtitel lässt an Wünsche aus dem Publikum denken. Man muss daraus keine erfundene Geschichte über einen bestimmten Abend ableiten, um seine Idee zu verstehen: Musik, zu der Menschen eine Beziehung haben, wird zur Grundlage eines gemeinsamen Gesprächs. Petersons Name steht vorn, doch Brown und Thigpen sind keine austauschbare Begleitung. Bass und Schlagzeug bestimmen mit, wie eine Melodie sich setzen, entwickeln und wieder zurücknehmen kann. Wer die Platte wiederholt hört, kann deshalb vom bekannten Thema aus immer weiter in das Zusammenspiel hineinwandern, ohne den unmittelbaren Genuss dabei zu verlieren.

Oscar Peterson · Porträtvorlage 1978; freie Illustration · historisch inspirierte Illustration
Oscar Peterson · Porträtvorlage 1978; freie Illustration

Zehn Titel mit unterschiedlichen Größen und Gewichten

Die erste Seite beginnt mit Quiet Nights of Quiet Stars (Corcovado) und führt über The Days of Wine and Roses zu My One and Only Love. Danach folgen People aus Funny Girl und Have You Met Miss Jones?. Bereits diese fünf Titel verbinden verschiedene musikalische Hintergründe. Im Trioformat werden sie durch dieselben drei Instrumente vermittelt. Die gemeinsame Besetzung kann Zusammenhalt schaffen, während die Stücke ihre eigene Gestalt behalten. Ein schöner Einstieg ist, auf die Art zu achten, wie jedes Thema vorgestellt wird: Welche Teile der Melodie geben sofort Orientierung, welche Möglichkeiten öffnen sich erst im weiteren Verlauf?

Seite B setzt mit You Look Good to Me an und führt anschließend zu The Girl from Ipanema, D. & E., Time and Again und Goodbye J.D.. Die Reihenfolge ist als Albumprogramm interessant, weil sie Bekanntheit nicht zum einzigen Maßstab macht. Neben weithin vertrauten Titeln stehen Stücke, die für viele Hörer erst mit dieser Platte ein eigenes Gesicht bekommen. Man kann deshalb zwischen Wiedererkennen und Entdecken wechseln. Gerade bei einem häufig gespielten Album lohnt es sich, nicht nur auf einen persönlichen Favoriten zuzusteuern, sondern auch die Übergänge und den Schluss als Teil einer vollständigen Form wahrzunehmen.

Die Laufzeiten unterstützen diesen Eindruck. The Days of Wine and Roses bleibt mit 2:40 knapp, My One and Only Love erhält 5:06 und D. & E. 5:10. Der Abschluss Goodbye J.D. dauert 2:35. Das Programm strebt also keine gleichmäßige Länge an. Kurze und längere Darstellungen stehen nebeneinander und verändern das Tempo, in dem sich die Platte als Ganzes erschließt. Auf einer LP ist diese Mischung besonders gut greifbar: fünf Titel pro Seite, ein bewusster Wechsel dazwischen und ein festgelegtes Ende. So lässt sich das Album auch dann neu hören, wenn einzelne Stücke längst vertraut sind.

Kontrabass, Besen und Studiomikrofon · freie Illustration · historisch inspirierte Illustration
Kontrabass, Besen und Studiomikrofon · freie Illustration

Ray Brown und Ed Thigpen im Mittelpunkt des Zuhörens

Ein Klavier kann sehr viel Raum einnehmen. Gerade deshalb ist es reizvoll, bei We Get Requests zeitweise das Ohr auf Ray Brown und Ed Thigpen zu richten. Browns Kontrabass hat eine andere Art, Töne beginnen und ausklingen zu lassen; Thigpens Schlagzeug verfügt über wieder andere Möglichkeiten, Zeit zu gliedern. Wie sich diese drei Arten von Artikulation zueinander verhalten, ist ein wesentlicher Bestandteil einer Trioaufnahme. Dafür muss man keine musikalische Fachsprache beherrschen. Es genügt, einmal bewusst dem Instrument zu folgen, das man beim ersten Hören eher im Hintergrund wahrgenommen hat.

Wähle etwa einen der kürzeren Titel und höre ihn zweimal hintereinander. Beim ersten Mal bleibst du bei der Melodie, beim zweiten beim Bass. Ein dritter Durchgang könnte sich den Akzenten und Pausen des Schlagzeugs widmen. Solche Perspektivwechsel sind kein Test, den eine Anlage bestehen muss, sondern eine Möglichkeit, musikalische Beziehungen zu entdecken. Sie helfen auch dabei, eine bekannte Aufnahme aus der Rolle des bloßen Vorführstücks zu lösen. Das Zusammenspiel verdient Aufmerksamkeit um seiner selbst willen, unabhängig davon, ob gerade eine neue Komponente angeschlossen wurde oder die Platte einfach einen ruhigen Abend begleitet.

Die Produktion lag bei Jim Davis, die Aufnahme bei Bob Simpson; Val Valentin ist für die technische Leitung genannt. Diese Angaben beschreiben die Entstehung des Albums und bleiben von den Musikercredits getrennt. Auf der spielenden Seite ist die Sache angenehm klar: Peterson, Brown und Thigpen, durchgehend. Daraus folgt allerdings nicht, dass auf jedem Titel jede mögliche Spieltechnik vorkommt. Die Übersicht nennt die belegte Besetzung; was die drei daraus machen, erschließt sich beim Hören. Genau darin liegt der langfristige Wert einer Trioaufnahme: dieselben Partner, aber immer neue Verhältnisse innerhalb des gemeinsamen Rahmens.

Diese Ausgabe: ein genauer Blick auf die analoge Bandkette

Die Verve Acoustic Sounds Series präsentiert We Get Requests als 180-Gramm-LP mit 33⅓ Umdrehungen in Stereo. Ryan K. Smith bei Sterling Sound übernahm das Mastering; gepresst wurde bei Quality Record Pressings, mit einem Klappcover von Stoughton Printing. Die konkrete Ausgabennummer lautet B0033797-01, die Shopkennung AVER 79701. Für dieses Album lohnt sich ein genauer Blick auf die Beschreibung der Bandquelle, weil sie differenzierter ist als die oft verkürzte Formulierung „vom Originalmaster“. Eine präzise Angabe ist hier hilfreicher als ein möglichst eindrucksvolles Schlagwort.

Nach der Herausgeberbeschreibung wurde vom ursprünglichen Dreispurmaster ein neues analoges Stereoband erstellt. Die LP wurde anschließend direkt von diesem neuen Stereomaster geschnitten. Die Kette bleibt damit analog; zwischen dem ursprünglichen Dreispurband und dem Schnitt liegt jedoch das neu hergestellte Stereoband. Das ist die dokumentierte Arbeitsweise dieser Ausgabe. Daraus wird weder eine unbelegte Überlegenheit gegenüber jeder anderen Pressung noch ein vermeintlicher Direktschnitt vom Dreispurband abgeleitet. Wer verschiedene Veröffentlichungen sammelt, bekommt damit eine konkrete Information, die sich tatsächlich zur Einordnung dieser Fassung verwenden lässt.

Musikalisch bleibt We Get Requests eine Einladung, vertraute Themen in einer besonders übersichtlichen Besetzung zu erleben. Zehn Stücke, drei Musiker und zwei Plattenseiten bieten genügend Abwechslung, ohne das Album auseinanderzuziehen. Michael 45 versendet Bestellungen aus Hilden in Deutschland, sodass Kunden in Deutschland und der EU ohne einen eigenen Import aus den Vereinigten Staaten und ohne Warten auf die Zollabfertigung bestellen können. Wenn du We Get Requests auf Vinyl kaufen möchtest, findest du hier die Acoustic-Sounds-Ausgabe mit nachvollziehbarer Bandkette, vollständiger Tracklist und den drei Musikern, deren gemeinsames Spiel den eigentlichen Mittelpunkt der Platte bildet.

Die aktuelle Verfügbarkeit und Lieferzeit stehen am Kaufbereich; eine Beschreibung dieser Ausgabe ist keine Lagerzusage.

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Oscar PetersonPorträtvorlage: 1977KlavierMitwirkung: alle zehn Titel
  • Ray BrownPorträtvorlage: 1976KontrabassMitwirkung: alle zehn Titel
  • Ed ThigpenPorträtvorlage: spätere undatierte VorlageSchlagzeugMitwirkung: alle zehn Titel

Produktion: Jim Davis. Ton: Bob Simpson. Technische Leitung: Val Valentin. Reihenbetreuung: Chad Kassem. Mastering: Ryan K. Smith, Sterling Sound. Neue analoge Stereobandfassung vom ursprünglichen Dreispurband; von dieser wurde die LP geschnitten.

So hört Michael diese Ausgabe

Höreindruck · sinngemäß zusammengefasst

Michael lobt die klare Wiedergabe und schöne Bühne der Acoustic-Sounds-Ausgabe. Im direkten Vergleich bevorzugt er dennoch die ältere AP-45er mit George-Marino-Mastering: Sie klingt für ihn offener und druckvoller, besonders im Bass. Auch die neue 33⅓-Ausgabe bewertet er weiterhin sehr hoch.

Michaels Videostelle ansehen · 4:51

🎧 Review video: Acoustic Sounds Series: Oscar Peterson Trio–We Get Requests vs. Analogue Production 45 rpm RPM

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Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,7 kg

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Oscar PetersonPorträtvorlage: 1977KlavierMitwirkung: alle zehn Titel
  • Ray BrownPorträtvorlage: 1976KontrabassMitwirkung: alle zehn Titel
  • Ed ThigpenPorträtvorlage: spätere undatierte VorlageSchlagzeugMitwirkung: alle zehn Titel

Produktion: Jim Davis. Ton: Bob Simpson. Technische Leitung: Val Valentin. Reihenbetreuung: Chad Kassem. Mastering: Ryan K. Smith, Sterling Sound. Neue analoge Stereobandfassung vom ursprünglichen Dreispurband; von dieser wurde die LP geschnitten.


Seite A

  • A1 · Quiet Nights Of Quiet Stars (Corcovado) (2:45)
  • A2 · The Days Of Wine And Roses (2:40)
  • A3 · My One And Only Love (5:06)
  • A4 · People (aus dem Musical „Funny Girl“) (3:29)
  • A5 · Have You Met Miss Jones? (4:10)

Seite B

  • B1 · You Look Good To Me (4:49)
  • B2 · The Girl From Ipanema (3:51)
  • B3 · D. & E. (5:10)
  • B4 · Time And Again (4:34)
  • B5 · Goodbye J.D. (2:35)