Hinter dem Bandnamen steckt ein Album
„Get Down Tonight“, „That’s the Way (I Like It)“ und „Boogie Shoes“ sind so bekannt, dass sie leicht wie der Inhalt einer Hitsammlung wirken. Hier stehen sie jedoch auf ihrem ursprünglichen gemeinsamen Album: dem selbstbetitelten zweiten Studioalbum von KC and the Sunshine Band aus dem Jahr 1975. Die neun Stücke bilden ein eigenes Programm, eröffnet und abgeschlossen von den beiden Teilen von „Let It Go“.
Im Zentrum stehen Harry Wayne Casey und Richard Finch. Sie produzierten das Album und sind an sämtlichen Kompositionen beteiligt; bei „I’m So Crazy (’Bout You)“ kommt Willie Clarke als Autor hinzu. Casey spielt Keyboards und singt, Finch übernimmt Bass sowie weitere Rhythmusinstrumente. Die Verbindung von Songwriting, Produktion und eigener Beteiligung an der Rhythmusgruppe ist ein guter Ausgangspunkt, um diese Platte genauer zu betrachten.

Mehr als ein gleichmäßiger Takt
Jerome Smith spielt Gitarre, Robert Johnson Schlagzeug. Trompeten von Ken Faulk und Vinnie Tanno treffen auf Mike Lewis am Tenor- und Whit Sidener am Baritonsaxofon. Dazu kommen Perkussion und die Hintergrundstimmen von Beverly Champion, Margaret Reynolds und Jeanette Williams. Hinter dem kompakten Eindruck einer Tanznummer steckt eine Besetzung mit vielen möglichen Abstufungen.
Beim Hören lohnt es sich, einzelne Aufgaben auseinanderzuhalten: Was übernimmt die Gitarre zwischen den Gesangszeilen? Wann setzt ein Bläserakzent ein, und welche Stimme antwortet? Die unmittelbare Erkennbarkeit der Songs muss nicht bedeuten, dass man jedes Detail ihres Aufbaus bereits kennt. Gerade vertraute Titel lassen sich auf diese Weise noch einmal aufmerksam hören.

Ein Rahmen aus zwei Teilen
„Let It Go“ umschließt das Album in zwei getrennten Abschnitten. Dazwischen stehen neben den bekannten Titeln auch „Ain’t Nothin’ Wrong“, „What Makes You Happy“ und „I Get Lifted“. Die Folge zeigt, wie wichtig ein zusammenhängender Rahmen sein kann, selbst wenn einzelne Songs längst ein eigenes Leben außerhalb der Platte führen.
„Boogie Shoes“ ist dafür ein anschauliches Beispiel. Es gehörte bereits 1975 zum Album, bevor es über den Soundtrack von Saturday Night Fever ein größeres Publikum erreichte. In seiner ursprünglichen Nachbarschaft hört man es als einen Teil der Bandarbeit jener Jahre. Das Album bietet somit die Gelegenheit, bekannte Musik wieder in ihrem ersten Zusammenhang zu entdecken.
Diese Ausgabe
Die Ausgabe AAPR 014-45 von Analogue Productions gehört zur Acoustic Sounds 40 Series. Die neun Originaltitel verteilen sich auf zwei 180-Gramm-LPs mit 45 RPM, gepresst bei QRP und im Stoughton-Tip-On-Klappcover. Der Herausgeber nennt das originale analoge Masterband als Quelle. Ein Mastering-Engineer und die vollständige Übertragungskette sind für diesen Titel nicht angegeben. Bonusstücke späterer Wiederveröffentlichungen gehören nicht zu diesem Programm; auch eine durchgehend analoge Kette ist nicht ausdrücklich bestätigt.
Auch als SACD: KC & The Sunshine Band
Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen
Serie: Acoustic Sounds 40th Anniversary – alle 25 Alben, Empfehlungen und Musiker
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Harry Wayne Casey | Tasteninstrumente, Gesang |
| Jerome Smith | Gitarre |
| Richard Finch | E-Bass, Perkussion |
| Robert Johnson | Schlagzeug |
| Oliver C. Brown | Perkussion |
| Fermin Goytisolo | Perkussion |
| Ken Faulk | Trompete |
| Vinnie Tanno | Trompete |
| Mike Lewis | Tenorsaxofon |
| Whit Sidener | Baritonsaxofon |
| Beverly Champion | Begleitgesang |
| Margaret Reynolds | Begleitgesang |
| Jeanette Williams | Begleitgesang |







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