Eddie ‚Lockjaw‘ Davis & Johnny Griffin Quintet – The Tenor Scene (Stereo)

58,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Geschwindigkeit
33⅓ RPM
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Jazz

Lieferbar

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LabelAnalogue Productions (Prestige)
KatalognummerAPRJ 7191
GenreJazz
Anzahl Platten1

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

Mir ist bewusst und ich stimme zu, dass die Platte aus der Originalfolie genommen wird (die Folie liegt der Lieferung bei).

Artikelnummer: APRJ 7191 Kategorien: , , , ,

Zwei Tenöre bei Minton’s

Am 6. Januar 1961 spielten Eddie „Lockjaw“ Davis und Johnny Griffin mit ihrem Quintett in Minton’s Playhouse in Harlem. Aus dem dort aufgenommenen Material entstand unter anderem The Tenor Scene, das Prestige noch 1961 als PRLP 7191 veröffentlichte. Diese Platte wird dem sogenannten „Breakfast Set“ zugeordnet. Der Hinweis beschreibt ihren Platz innerhalb der umfangreicheren Aufnahmesituation, aus der mehrere eigenständige Alben hervorgingen. Gesichert ist die Begegnung zweier Tenorsaxofonisten mit Junior Mance, Larry Gales und Ben Riley an einem Ort von erheblicher Jazzgeschichte.

Minton’s war 1938 von Henry Minton im Cecil Hotel an der 118th Street gegründet worden. In den frühen 1940er-Jahren wurde der Club mit Musikern wie Thelonious Monk, Kenny Clarke, Charlie Christian, Charlie Parker und Dizzy Gillespie zu einem zentralen Schauplatz der Entwicklung des Bebop. Die Aufnahme von 1961 ist kein Dokument jener allerersten Jahre. Sie zeigt vielmehr, wie ein historisch aufgeladener Ort weiterhin als lebendige Bühne diente. Davis und Griffin brachten ihre eigene Gruppe und ihre Gegenwart in diesen Raum.

Die beiden bildeten um 1960 bis 1962 eine Partnerschaft, die unter dem Namen „Tough Tenors“ bekannt wurde. Davis war mit Prestige verbunden, Griffin mit Riverside beziehungsweise Jazzland. Nach Darstellung des Herausgebers entstanden während der Zusammenarbeit jeweils fünf Alben für die beiden Labelzusammenhänge. The Tenor Scene ist ein konkreter Ausschnitt aus dieser produktiven Verbindung. Es besitzt einen eigenen Ablauf und sollte nicht mit sämtlichen Aufnahmen aus Minton’s zu einem beliebigen Doppeltenor-Programm zusammengezogen werden.

Eddie „Lockjaw“ Davis · späteres Porträt, 1973 · historisch inspirierte Illustration
Eddie „Lockjaw“ Davis · späteres Porträt, 1973

Davis, Griffin und eine eigenständige Rhythmusgruppe

Eddie „Lockjaw“ Davis und Johnny Griffin spielen beide Tenorsaxofon. Die gemeinsame Instrumentenfamilie macht ihre Begegnung interessant, weil Unterschiede nicht durch einen offensichtlichen Gegensatz wie Trompete und Saxofon vorgegeben sind. Zwei Musiker müssen innerhalb verwandter Klangmittel ihre eigene Sprache behaupten und zugleich einen gemeinsamen Verlauf herstellen. Der vertraute Begriff „Saxofonduell“ erfasst nur einen Teil davon. Ein Quintett braucht ebenso Verständigung, Reaktionen und die Bereitschaft, einem anderen Spieler Platz zu lassen.

Griffin kam aus Chicago und besuchte die DuSable High School. Seine Laufbahn führte ihn über Lionel Hampton, die Jazz Messengers und Thelonious Monk in unterschiedliche musikalische Zusammenhänge. Bei Monk spielte er im Five Spot nach John Coltrane. Solche Stationen geben seinem Namen Kontur, ohne die konkrete Aufnahme schon zu erklären. Hier steht er Davis gegenüber, und beide arbeiten mit einer Rhythmusgruppe, die für alle fünf Titel dokumentiert ist: Junior Mance am Klavier, Larry Gales am Kontrabass und Ben Riley am Schlagzeug.

Mance, Gales und Riley verdienen dabei einen eigenen Blick. Die Herausgeberbeschreibung hebt Mance bei „Light and Lovely“, Riley bei „Woody’n You“ und Gales bei „Bingo Domingo“ hervor. Das sind hilfreiche Anknüpfungspunkte, um die Platte nicht ausschließlich auf die beiden Bläser zu reduzieren. Eine Rhythmusgruppe unterstützt nicht nur den Vordergrund; sie gestaltet die Bedingungen, unter denen ein Solo, ein Wechsel oder eine gemeinsam gespielte Passage überhaupt Bedeutung gewinnt. Gerade längere Livefassungen lassen Raum, diesen Zusammenhängen zu folgen.

Für einen ersten Durchgang kann man die Aufmerksamkeit zwischen den Tenören wechseln. Beim nächsten lässt sich verfolgen, wie das Klavier harmonische Orientierung bietet und wie Bass und Schlagzeug den Verlauf zusammenhalten. Solche Hörwege verlangen keine Rangordnung zwischen den Beteiligten. Sie nehmen ernst, dass fünf Musiker gemeinsam auf der Platte stehen. Die beiden berühmten Namen auf dem Cover öffnen die Tür, die Arbeit des gesamten Quintetts macht den Aufenthalt interessant.

Johnny Griffin · Porträtvorlage 1962 · historisch inspirierte Illustration
Johnny Griffin · Porträtvorlage 1962

Fünf Titel zwischen eigenen Stücken und Bebop-Repertoire

„Light and Lovely“ eröffnet die erste Seite mit einer dokumentierten Laufzeit von über elf Minuten. Darauf folgt Monks „Straight, No Chaser“, ebenfalls eine ausgedehnte Darbietung. Die erste LP-Seite besteht damit aus zwei großen Formen statt einer Folge kurzer Nummern. Das gibt dem Album einen klaren ersten Bogen. Bei „Straight, No Chaser“ lenkt auch die Herausgeberbeschreibung die Aufmerksamkeit auf den Austausch der Tenöre. Monks Komposition verbindet den Ort der Aufnahme zudem mit einem Musiker, dessen Name eng zur früheren Geschichte von Minton’s gehört.

Die zweite Seite beginnt mit Dizzy Gillespies „Woody’n You“. Es folgen „Bingo Domingo“ und zum Abschluss „I’ll Remember April“. Letzteres wurde von Gene de Paul, Patricia Johnston und Don Raye geschrieben und gehört zu den Standards, die in sehr unterschiedlichen Jazzbesetzungen ein langes Eigenleben entwickelt haben. „Bingo Domingo“ ist als Davis-Komposition dokumentiert. Bei „Light and Lovely“ unterscheiden sich die Autorenangaben der Quellen zwischen Davis allein und Davis zusammen mit George Duvivier; die widersprüchliche Zuschreibung bleibt in der Faktenakte erhalten.

Mit diesen fünf Titeln verbindet die Platte eigene Stücke, Bebop-Repertoire und einen verbreiteten Standard. Das ist ein ergiebiges Feld für ein Doppeltenorquintett. Ein bekanntes Thema stellt einen gemeinsamen Bezug her, während die längere Aufführungsform Raum für individuelle Entwicklung lässt. Wer mehrere Versionen von „I’ll Remember April“ oder „Straight, No Chaser“ besitzt, kann die Unterschiede von Besetzung und Aufführungssituation besonders gut verfolgen. Der Wert einer weiteren Fassung liegt dann nicht nur im bekannten Titel, sondern in den konkreten Musikern, die ihn miteinander bearbeiten.

Die Aufnahmen wurden später auch unter dem Titel The Breakfast Show wiederveröffentlicht. Das erklärt, weshalb Sammlern dieselbe Musik unter einer anderen Hülle begegnen kann. The Tenor Scene bleibt der ursprüngliche Albumbezug dieser AP-Ausgabe. Andere Minton’s-Veröffentlichungen aus dem Umfeld der Session enthalten anderes Material; weder zusätzliche Stücke noch benachbarte Sets werden hier stillschweigend in die fünf Titel hineingerechnet.

Liveaufnahme und Stereo-Wiederveröffentlichung

Rudy Van Gelder nahm das Quintett vor Ort auf; Esmond Edwards produzierte, Joe Goldberg schrieb die Liner Notes. Van Gelders Name bezeichnet hier also eine Liveaufnahme in Minton’s, keinen Studiotermin in Englewood Cliffs. Diese Unterscheidung ist wichtig für die Geschichte der Platte. Sie erlaubt aber noch keine unbelegte Rekonstruktion der genauen Mikrofonaufstellung oder der transportierten Technik. Das Dokumentierte reicht aus: eine konkrete Band, ein bestimmter Club und das Datum 6. Januar 1961.

Die angebotene Analogue-Productions-Ausgabe heißt APRJ 7191 und gehört zur Prestige-Stereo-Reihe. Sie enthält die fünf Titel auf einer LP mit 33⅓ Umdrehungen pro Minute, gepresst bei Quality Record Pressings, mit Tip-on-Cover. Kevin Gray wird für den Schnitt genannt, Gary Salstrom für die Galvanik. Für eine dokumentierte 2023er-Pressung erscheint auf Seite A zusätzlich ein Schnittbezug zu Momchil Zanev. Diese konkrete Auflagenangabe sollte nicht pauschal auf jede Ausgabe übertragen werden; sie gehört zur sorgfältigen Unterscheidung verschiedener Pressungsstände.

Die aktuelle Herausgeberseite nennt 180 Gramm. Eine frühere, 2017 dokumentierte AP-Auflage ist als nummerierte 200-Gramm-Ausgabe verzeichnet, die spätere von 2023 mit 180 Gramm. Nummerierung und Grammatur des einzelnen Lagerexemplars bleiben ohne dessen Prüfung offen. Das 33⅓-Format bewahrt zwei längere Albumseiten und lässt besonders dem ausgedehnten ersten Teil einen zusammenhängenden Verlauf. Für eine Sammlung von Live-Jazz ist The Tenor Scene eine präzise benennbare Begegnung von fünf Musikern an einem geschichtsträchtigen Ort. Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Eddie „Lockjaw“ DavisPorträt 1973TenorsaxofonMitwirkung: Alle Titel
  • Johnny GriffinPorträt 1962TenorsaxofonMitwirkung: Alle Titel
  • Junior MancePorträt 1965KlavierMitwirkung: Alle Titel
  • Larry GalesKontrabassMitwirkung: Alle Titel
  • Ben RileyPorträt 1965SchlagzeugMitwirkung: Alle Titel

6. Januar 1961, Minton’s Playhouse, New York; Rudy Van Gelder, Liveaufnahme; Esmond Edwards, Produktion. Quintett auf allen fünf Titeln. Später als The Breakfast Show wiederveröffentlicht. APRJ7191: Kevin Gray; dokumentierte2023er-SeiteA zusätzlich Momchil Zanev.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,7 kg

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Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Eddie "Lockjaw" DavisPorträt 1973TenorsaxofonMitwirkung: Alle Titel
  • Johnny GriffinPorträt 1962TenorsaxofonMitwirkung: Alle Titel
  • Junior MancePorträt 1965KlavierMitwirkung: Alle Titel
  • Larry GalesKontrabassMitwirkung: Alle Titel
  • Ben RileyPorträt 1965SchlagzeugMitwirkung: Alle Titel

6. Januar 1961, Minton’s Playhouse, New York; Rudy Van Gelder, Liveaufnahme; Esmond Edwards, Produktion. Quintett auf allen fünf Titeln. Später als The Breakfast Show wiederveröffentlicht. APRJ7191: Kevin Gray; dokumentierte2023er-SeiteA zusätzlich Momchil Zanev.


Seite A

  • A1 · Light and Lovely (11:33)
  • A2 · Straight, No Chaser (10:03)

Seite B

  • B1 · Woody’n You (7:20)
  • B2 · Bingo Domingo (4:33)
  • B3 · I’ll Remember April (9:29)