Zwei Sessions hinter zwei großen Namen
Side by Side versammelt Aufnahmen aus zwei New Yorker Sessions von 1958 und 1959. Der gemeinsame Nenner ist Johnny Hodges. Duke Ellington sitzt nur auf drei der neun Stücke am Klavier; auf den übrigen sechs spielt Billy Strayhorn. Wer vom Titel ein durchgehendes Treffen desselben Ensembles erwartet, entdeckt hier eine vielseitigere Geschichte.
Die Ellington-Stücke stammen aus dem Umfeld der Aufnahmen zu Back to Back. Für Side by Side wurden sie mit der früheren Hodges-Session verbunden. Norman Granz bringt damit zwei Besetzungen zusammen, die denselben Altsaxofonisten in unterschiedlichen musikalischen Nachbarschaften zeigen. Der Wechsel ist ein Teil des Albums, kein Detail am Rand.

Ellington am Klavier, Hodges im Mittelpunkt
„Stompy Jones“, „Squeeze Me“ und „Going Up“ gehören zur Ellington-Session. Harry „Sweets“ Edison ist an der Trompete beteiligt, Les Spann an Gitarre beziehungsweise Flöte. Al Hall spielt Bass, Jo Jones Schlagzeug. Gerade in einer kleinen Gruppe lassen sich die Antworten zwischen den Instrumenten gut verfolgen.
Bei „Going Up“ lohnt es sich, auf Spanns Flöte zu achten. Sie fügt dem Verhältnis zwischen Klavier und Saxofon eine andere Farbe hinzu. Die Besetzung ruft Ellingtons musikalische Welt auf, ohne ein großes Orchester zu benötigen. Raum entsteht hier durch die Auswahl und Verteilung der Stimmen.

Billy Strayhorn und die andere Hälfte der Geschichte
Die frühere Session bringt Hodges mit Roy Eldridge, Lawrence Brown und Ben Webster zusammen. Strayhorn spielt Klavier, Wendell Marshall Bass; Jo Jones bleibt am Schlagzeug. Hodges und Jones sind die beiden Musiker, die durch das ganze Album führen. Um sie herum verändern sich Klangfarben und Beziehungen.
„Just a Memory“, „Let’s Fall in Love“ und „Ruint“ bieten gute Anknüpfungspunkte für diesen zweiten Zusammenhang. Folge erst Hodges’ Linie und dann den Antworten seiner Mitspieler. Die Unterschiede zwischen den Sessions werden so hörbar, ohne dass du die Musikerlisten während des Hörens auswendig kennen musst.
Diese Ausgabe der Acoustic Sounds Series
AVER 68105 ist die einzelne 180-Gramm-LP mit 33⅓ RPM aus der Verve Acoustic Sounds Series. Der Herausgeber nennt analoges Mastering durch Matthew Lutthans bei The Mastering Lab und die Pressung bei Quality Record Pressings. Die Neuauflage besitzt ein erweitertes Klappcover. Diese Angaben gehören zur vorliegenden 33er-Ausgabe; die separat erschienene 45-RPM-Version und die SACD haben andere Produktionsdaten.
Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Duke Ellington | Klavier |
| Johnny Hodges | Altsaxofon |
| Harry "Sweets" Edison | Trompete |
| Les Spann | Gitarre, Flöte |
| Jo Jones | Schlagzeug |
| Roy Eldridge | Trompete |
| Billy Strayhorn | Klavier |
🎧 Review video: Amazing NEW Reissues: Jethro Tull - Dr. John - Duke Ellington - Bad Company
Dieses Video kommt von YouTube (Google). Es wird erst geladen, wenn du in den Cookie-Einstellungen „Funktionen“ einschaltest.







Rezensionen
Es gibt noch keine Rezensionen.