Eine Sängerin öffnet den Raum
Mit When I Look In Your Eyes erweitert Diana Krall 1999 den Rahmen ihrer Musik. Klavier, Stimme und die vertraute Arbeit einer kleinen Jazzbesetzung treffen auf Orchesterarrangements von Johnny Mandel. Die Grundaufnahmen entstanden im Herbst 1998 in den Avatar Studios in New York; die Orchesterparts kamen in den Capitol Studios in Los Angeles hinzu. Tommy LiPuma produzierte, Al Schmitt nahm auf und mischte.
Diese Verbindung macht das Album als Ganzes interessant. Die größere Besetzung eröffnet zusätzliche Farben, während Kralls Arbeit als Pianistin und Sängerin weiterhin den Ausgangspunkt bildet. Wer die Platte auflegt, kann beiden Ebenen folgen: dem unmittelbaren Austausch innerhalb der kleinen Gruppe und der Art, wie die Arrangements den Liedern einen weiteren Rahmen geben.

Die Musiker hinter den Liedern
Russell Malone spielt auf allen zwölf Titeln Gitarre. Am Kontrabass wechseln sich John Clayton und Ben Wolfe ab; Jeff Hamilton und Lewis Nash übernehmen je nach Stück das Schlagzeug. Larry Bunkers Vibrafon ist auf „Let’s Fall In Love“ und „I’ve Got You Under My Skin“ dokumentiert. Die Besetzungen verändern sich innerhalb des Albums, weshalb sich ein Blick auf die titelbezogenen Credits besonders lohnt.
Johnny Mandel wird für die Orchesterarrangements und deren Leitung genannt, Eddie Karam ebenfalls als Dirigent. Krall und ihre Mitmusiker gestalten zugleich die kleineren Besetzungen. Es entsteht ein Album, bei dem die Namen hinter der Sängerin viel über die musikalische Arbeit erzählen. Die Begleitung ist ein guter Anlass für einen zweiten Durchlauf: einmal mit dem Ohr bei Malones Gitarre, ein anderes Mal bei Bass, Schlagzeug oder den zusätzlichen Orchesterfarben.

Ein Songbook über vier Plattenseiten
„Let’s Face The Music And Dance“ eröffnet das Programm, „Devil May Care“ und „Let’s Fall In Love“ führen weiter. Der Titeltrack steht am Anfang der zweiten Seite. Zwischen „Popsicle Toes“, „East Of The Sun (And West Of The Moon)“ und „Do It Again“ entfaltet sich ein Repertoire, das unterschiedliche Songtraditionen miteinander verbindet. Bekannte Melodien geben Orientierung und lassen zugleich Platz für die persönliche Gestaltung.
Das Album gewann bei den Grammys 2000 in der Kategorie Jazzgesang; Al Schmitt wurde für die Aufnahmetechnik ausgezeichnet. Hinzu kam eine Nominierung als Album des Jahres. Die hier angebotene Doppel-LP enthält zwölf Titel. Der CD-Zusatztitel „Why Should I Care“ gehört nicht zu ihrem Programm. Die vier Seiten besitzen damit genau die Folge, die für diese Vinyl-Ausgabe dokumentiert ist.
Die Acoustic Sounds Series auf Doppel-LP
Diese Verve-Ausgabe trägt die Katalognummer AVER 512454. Zwei 180-Gramm-LPs werden bei Quality Record Pressings gepresst und in einem Tip-on-Klappcover von Stoughton Printing präsentiert. Bernie Grundman übernahm laut Herausgeber das Mastering von den originalen analogen Bändern.
Der sorgfältige Umgang mit diesem Album beginnt bereits bei seiner Entstehung: LiPuma beschrieb Aufnahme und Mischung seinerzeit ausdrücklich als analog. Für die aktuelle Ausgabe bleibt die Quellenangabe des Herausgebers maßgeblich. Zusammen mit dem vollständigen Vinyl-Programm und dem großzügigen Klappcover entsteht eine Veröffentlichung, die dazu einlädt, Kralls Songs in Ruhe über vier Seiten zu begleiten.
Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden. Noch nicht vorrätige Ausgaben versenden wir nach Wareneingang.
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Serie: Verve – alle 34 Platten: Stimmen, Orgel und Bossa Nova
Beteiligte Musiker
Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.
- Diana KrallGesang; Klavier außer B1; ArrangementsMitwirkung: A1, A2, A3, B1, B2, B3, C1, C2, C3, D1, D2, D3
- Russell MaloneGitarreMitwirkung: Album-Besetzung
- John ClaytonKontrabass, Co-ArrangementsMitwirkung: A1, A3, B2, D1, D2, D3
- Ben WolfeKontrabassMitwirkung: A2, B3, C2, C3
- Jeff HamiltonSchlagzeugMitwirkung: A1, A3, B2, D1, D2, D3
- Lewis NashSchlagzeugMitwirkung: B3, C2
- Larry BunkerVibrafonMitwirkung: A3, B3
- Johnny MandelOrchesterarrangements, DirigatMitwirkung: A1, A3, B1, B3, C2, D1, D3
- Eddie KaramDirigentMitwirkung: A1, A3, B1, B3, C2, D1, D3
Diana Krall (Gesang; Klavier außer B1), Russell Malone (Gitarre), John Clayton (Kontrabass; A1, A3, B2, D1–D3), Ben Wolfe (Kontrabass; A2, B3, C2, C3), Jeff Hamilton (Schlagzeug; A1, A3, B2, D1–D3), Lewis Nash (Schlagzeug; B3, C2), Larry Bunker (Vibrafon; A3, B3). Orchester (Musiker nicht genannt) auf A1, A3, B1, B3, C2, D1, D3: Arrangements und Leitung Johnny Mandel, Dirigent Eddie Karam. Kleinbesetzungs-Arrangements Diana Krall und Trio; Co-Arrangements Diana Krall und John Clayton. Produktion: Tommy LiPuma; Co-Produktion der Orchestertitel Johnny Mandel. Aufnahme und Mischung: Al Schmitt (Avatar Studios, New York; Orchester Capitol Studios, Los Angeles; Mischung Bill Schnee Studios). Diese Ausgabe: Remastering und Lackschnitt Bernie Grundman; Betreuung Chad Kassem; gepresst bei Quality Record Pressings.
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