Alice Coltrane – Journey In Satchidananda

44,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Sterling Sound
Geschwindigkeit
33⅓ RPM
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Jazz

Ausverkauft

Artikelnummer: AIMP 67501 Kategorien: , , , ,

Schutz für diese Ausgabe

Gatefold · 1 LP

Das aufklappbare Cover lässt sich auf zwei Arten schützen:

Für die Platte: eine Innenhülle. Außenhüllen schützen das Cover; Innenhüllen schützen jeweils eine Schallplatte. Bereits passende Innenhüllen kannst du weiterverwenden.

Journey in Satchidananda: eine eigene musikalische Welt

Bei Journey in Satchidananda ist schon die Besetzung eine Einladung, anders zuzuhören. Harfe, Klavier und Sopransaxofon begegnen Bass und Schlagzeug; Tambura, Glocken und Tamburin erweitern die Möglichkeiten. Alice Coltrane verbindet diese Instrumente zu einer Musik, in der Wiederholung und Bewegung voneinander leben. Ein wiederkehrender Grund kann Orientierung geben, während eine andere Stimme darüber neue Wege sucht. Das Album lässt sich deshalb als Reise verstehen, ohne dass man seine Titel in ein festes erzählerisches Programm übersetzen müsste. Entscheidend ist die Aufmerksamkeit für das, was sich innerhalb eines scheinbar ruhigen Zusammenhangs verändert.

Die 1971 veröffentlichte Impulse!-Aufnahme zeigt Coltrane als eigenständige Komponistin, Pianistin, Harfenistin und musikalische Leiterin. Alle fünf Stücke stammen von ihr. Der Titel verweist auf Swami Satchidananda und gehört zu ihrem spirituellen Lebenszusammenhang. Für den Zugang zur Musik ist jedoch kein bestimmtes Glaubensbekenntnis erforderlich. Die Instrumente und ihre Beziehungen machen die Idee eines gemeinsamen Suchens unmittelbar erfahrbar. Wer die Platte wegen ihrer Verbindung zu John Coltrane entdeckt, begegnet hier einer eigenen künstlerischen Sprache. Die Erinnerung an ihn ist Bestandteil dieser Welt, sie erklärt aber nicht alles, was Alice Coltrane darin entwickelt.

Auch die Aufnahmegeschichte besitzt zwei deutlich verschiedene Orte. Die ersten vier Stücke entstanden am 8. November 1970 im Heimstudio in Dix Hills, New York. Das Schlussstück Isis and Osiris wurde bereits am 4. Juli 1970 im Village Gate in New York live aufgenommen. Die Albumfolge ist somit keine chronologische Abfolge einer einzigen Sitzung. Sie führt zwei Besetzungen und zwei Aufnahmesituationen zusammen. Diese Unterscheidung macht die Platte noch interessanter: Ihre Geschlossenheit entsteht durch Coltranes musikalische Entscheidungen, obwohl das Material aus unterschiedlichen Zusammenhängen kommt.

Alice Coltrane · freie Illustration nach der historischen Albumvorlage, um 1970 · historisch inspirierte Illustration
Alice Coltrane · freie Illustration nach der historischen Albumvorlage, um 1970

Fünf Kompositionen und der Wechsel zwischen zwei Räumen

Das Titelstück eröffnet die erste Seite und gibt dem Album seine Richtung. Ein sinnvoller Hörzugang ist, zunächst dem Fundament zu folgen: dem Verhältnis zwischen Bassbewegung, rhythmischen Impulsen und länger gehaltenen Klanganteilen. Darüber können sich Harfe und Sopransaxofon als unterschiedliche Linien entfalten. Die Harfe bietet einen gezupften Anschlag mit eigenem Nachklang, das Saxofon einen vom Atem geformten Ton. In dieser Gegenüberstellung liegt bereits viel von der besonderen Farbigkeit der Aufnahme. Sie lässt sich als Zusammenspiel konkreter Instrumente entdecken, ohne die Musik vorschnell auf eine einzige Stimmung festzulegen.

Shiva-Loka und das kürzere Stopover Bombay vervollständigen die erste Seite. Die Titel öffnen unterschiedliche Vorstellungsräume, doch es lohnt sich, zusätzlich ihre Größenverhältnisse wahrzunehmen. Zwei ausgedehntere Stücke stehen neben einer knapperen Form. Dadurch bekommt die Seite einen inneren Rhythmus, der sich von einer gleichmäßig fortgesetzten Atmosphäre unterscheidet. Die Musiker können vertraute Klangfarben in einen anderen zeitlichen Rahmen setzen. Beim erneuten Hören bietet sich an, auf die Übergänge zwischen den Stücken zu achten: Was bleibt als Erinnerung zurück, und wie verändert die nächste Komposition die Erwartung, die der vorherige Verlauf aufgebaut hat?

Auf der zweiten Seite steht zunächst Something About John Coltrane. Schon die Formulierung lässt Raum: Sie verspricht eine persönliche Annäherung, keine vollständige musikalische Biografie. Danach folgt mit Isis and Osiris die Liveaufnahme aus dem Village Gate. Hier ändern sich die beteiligten Instrumente und Personen. Der Wechsel ist Teil des Albumaufbaus und sollte beim Hören nicht als bloßes technisches Detail übergangen werden. Die LP versammelt fünf Kompositionen, aber keinen unveränderten Gruppenklang über sämtliche Titel. Gerade der Schluss kann deshalb dazu anregen, die erste Seite noch einmal aufzulegen und die Beziehungen zwischen beiden Besetzungen genauer zu verfolgen.

Tambura und Oud · freie Albumvignette; Instrumente aus zwei verschiedenen Sessions · historisch inspirierte Illustration
Tambura und Oud · freie Albumvignette; Instrumente aus zwei verschiedenen Sessions

Acht Musiker, zwei Besetzungen und klar verteilte Aufgaben

In Dix Hills spielen neben Alice Coltrane Pharoah Sanders am Sopransaxofon und an der Perkussion, Cecil McBee am Bass und Rashied Ali am Schlagzeug. Dazu kommen Tulsi an der Tambura sowie Majid Shabazz mit Glocken und Tamburin. Die Credits nennen Coltrane für diese vier Studiotitel mit Harfe und Klavier. Damit ist die Palette beschrieben, ohne zu behaupten, jedes dieser Instrumente erklinge durchgehend auf jedem Stück. Besonders wichtig ist die Saxofonzuordnung: Sanders ist hier am Sopransaxofon beteiligt. Wer ihn vor allem als Tenorsaxofonisten kennt, hört auf diesem Album eine andere instrumentale Seite seiner Arbeit.

Für Isis and Osiris bleibt ein Kern aus Alice Coltrane, Sanders und Ali erhalten. Charlie Haden übernimmt den Bass, Vishnu Wood spielt Oud; Coltrane ist bei dieser Liveaufnahme mit Harfe aufgeführt. Cecil McBee, Tulsi und Majid Shabazz gehören dagegen zu den Studiotiteln. Über das gesamte Album sind damit acht unterschiedliche Personen beteiligt. Die beiden Bassisten sind keine austauschbaren Namen in einer langen Liste: Ihre Zuordnung erklärt, wie sich das Ensemble zwischen den Aufnahmeorten verändert. Ebenso gehören Tambura und Oud zu unterschiedlichen Sitzungen. Ein gemeinsames Instrumentenmotiv kann diese Farben veranschaulichen, ist aber keine Rekonstruktion einer Besetzung, die so zusammen aufgenommen hätte.

Coltranes Rolle reicht über das Spiel hinaus. Sie verantwortet die Kompositionen und wird in der Produktion gemeinsam mit Ed Michel genannt; Orville O’Brien und Roy Musgnug erscheinen bei der Aufnahmetechnik, O’Brien zusätzlich für die Liveaufnahme. Für Hörer ist das ein hilfreicher Zusammenhang: Die ungewöhnliche Instrumentierung entsteht innerhalb eines von ihr geprägten Albums. Wer einzelne Stimmen verfolgen möchte, kann mit dem Bass beginnen, dann die rhythmischen Schichten hinzunehmen und erst danach die führenden Linien betrachten. Diese Art des Hörens setzt keine Bewertung als Entspannungs- oder Meditationsmusik voraus. Sie nimmt ernst, dass hier Musiker miteinander handeln und dass Ruhe ebenso bewusst gestaltet werden kann wie Verdichtung.

Alice Coltrane auf Vinyl: die konkrete Acoustic-Sounds-Ausgabe

Diese Wiederveröffentlichung von Journey in Satchidananda trägt die Artikelnummer AIMP 67501. Sie gehört zur Acoustic Sounds Series und präsentiert das Impulse!-Album als Stereo-LP mit 33⅓ U/min auf 180-Gramm-Vinyl. Der Anbieter nennt Ryan K. Smith bei Sterling Sound für das Mastering aus den originalen Analogbändern. Die Pressung entsteht bei Quality Record Pressings, die Platte steckt in einem Stoughton-Tip-on-Klappcover. Damit sind die wesentlichen Merkmale dieser Ausgabe konkret benannt. Sie sollten beim Vergleich mit anderen Veröffentlichungen desselben Titels gemeinsam betrachtet werden.

Die fünf Stücke verteilen sich auf eine einzelne Schallplatte: drei auf Seite A, zwei auf Seite B. Das erhält längere musikalische Zusammenhänge und verlangt nur einen Seitenwechsel. Gerade hier ist es sinnvoll, das Format in Beziehung zur Musik zu setzen. Ein Album, das mit wiederkehrenden Figuren und ausgedehnter Entwicklung arbeitet, profitiert beim Hören davon, dass der Ablauf nicht häufig unterbrochen wird. Daraus folgt kein allgemeines Klangurteil über andere Drehzahlen oder Pressungen. Es beschreibt die praktische Form dieser Ausgabe und hilft bei der Entscheidung, wie man das Album in der eigenen Sammlung hören möchte.

Wer Journey in Satchidananda auf Vinyl kaufen möchte, bekommt hier ein klar umrissenes Programm mit nachvollziehbarer Herstellung und sorgfältig getrennten Sessioncredits. Die eigentliche Entdeckung bleibt Coltranes Umgang mit musikalischer Zeit: unterschiedliche Instrumente, ein gemeinsamer Bezugspunkt und genügend Freiheit für individuelle Bewegung. Die Platte ist zugänglich, ohne sich beim ersten Durchlauf zu erschöpfen. Ihre fünf Kompositionen laden dazu ein, den Blickwinkel zu wechseln und aus einer vertrauten Klangfarbe wieder eine eigenständige Stimme werden zu lassen. Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Cecil McBeeVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungKontrabassMitwirkung: A1–B1
  • Charlie HadenPorträtvorlage: 2007KontrabassMitwirkung: B2
  • Majid ShabazzGlocken, TamburinMitwirkung: A1–B1
  • Rashied AliSchlagzeugMitwirkung: A1–B2
  • Alice ColtranePorträtvorlage: um 1970Harfe, KlavierMitwirkung: Harfe, Klavier A1–B1; Harfe B2
  • Vishnu WoodOudMitwirkung: B2
  • Pharoah SandersPorträtvorlage: 2006Sopransaxofon, PerkussionMitwirkung: A1–B2
  • TulsiTamburaMitwirkung: A1–B1

A1–B1: Dix Hills, 8. November 1970. B2: Village Gate, 4. Juli 1970, live. Alice Coltrane: Harfe und Klavier A1–B1, Harfe B2; alle Kompositionen. Produktion: Alice Coltrane mit Ed Michel; Aufnahme: Orville O’Brien, Roy Musgnug; Liveaufnahme: O’Brien. Wiederveröffentlichung: Ryan K. Smith / Sterling Sound, originale Analogbänder; QRP, 180 g; Stoughton-Klappcover (Anbieterangaben).

So hört Michael diese Ausgabe

Höreindruck · sinngemäß zusammengefasst

Michael beschreibt ein offenes Mastering mit großem Raum, hoher Dynamik und gut voneinander unterscheidbaren Instrumenten. Er bezieht dieses Urteil ausdrücklich auf Journey in Satchidananda und die ebenfalls besprochene Acoustic-Sounds-Ausgabe von Karma.

Michaels Videostelle ansehen · 3:55

🎧 Review video: Acoustic Sounds Series: Alice Coltrane Journey In Satchidananda

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Zusätzliche Informationen

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Cecil McBeeVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungKontrabassMitwirkung: A1–B1
  • Charlie HadenPorträtvorlage: 2007KontrabassMitwirkung: B2
  • Majid ShabazzGlocken, TamburinMitwirkung: A1–B1
  • Rashied AliSchlagzeugMitwirkung: A1–B2
  • Alice ColtranePorträtvorlage: um 1970Harfe, KlavierMitwirkung: Harfe, Klavier A1–B1; Harfe B2
  • Vishnu WoodOudMitwirkung: B2
  • Pharoah SandersPorträtvorlage: 2006Sopransaxofon, PerkussionMitwirkung: A1–B2
  • TulsiTamburaMitwirkung: A1–B1

A1–B1: Dix Hills, 8. November 1970. B2: Village Gate, 4. Juli 1970, live. Alice Coltrane: Harfe und Klavier A1–B1, Harfe B2; alle Kompositionen. Produktion: Alice Coltrane mit Ed Michel; Aufnahme: Orville O’Brien, Roy Musgnug; Liveaufnahme: O’Brien. Wiederveröffentlichung: Ryan K. Smith / Sterling Sound, originale Analogbänder; QRP, 180 g; Stoughton-Klappcover (Anbieterangaben).


Seite A

  • A1 · Journey In Satchidananda (6:33)
  • A2 · Shiva-Loka (6:33)
  • A3 · Stopover Bombay (2:50)

Seite B

  • B1 · Something About John Coltrane (9:40)
  • B2 · Isis And Osiris (11:32)