Saint-Saëns: Symphony No. 3 als Hybrid-Mehrkanal-SACD aus der RCA-Living-Stereo-Reihe von Analogue Productions: Charles Munch und das Boston Symphony Orchestra, mit Berj Zamkochian an der Orgel, von Ryan Smith bei Sterling Sound von den originalen analogen Dreispur-Bändern neu gemastert. Die ganze Sinfonie läuft am Stück.
Die Orgel ist nicht die ganze Geschichte
Natürlich wartest du in Saint-Saëns’ dritter Sinfonie auf die Orgel – ihr Einsatz steht hinter dem Beinamen des Werks und hinter so mancher unvergesslichen Vorführung einer Musikanlage. Doch wer die Aufnahme auf diesen Effekt reduziert, verpasst die Reise: Die Musik erarbeitet sich ihre Größe durch Übergänge, wiederkehrende Gedanken und ein Orchester, das einer neuen Farbe Raum geben kann.
Charles Munch dirigiert das Boston Symphony Orchestra, Berj Zamkochian spielt die Orgel. 1959 in der Bostoner Symphony Hall aufgenommen, erschien das Album bei RCA als A Stereo Spectacular – ein Titel aus einer Zeit, in der Stereo selbst noch ein aufregendes Versprechen war. Heute ist es ebenso lohnend zu entdecken, wie sorgfältig die Komposition unter dieser Überschrift gebaut ist.

Zwei große Teile, vier vertraute Aufgaben
Saint-Saëns gliedert die Sinfonie in zwei große Teile, und doch erkennst du die Aufgaben einer viersätzigen Sinfonie: einen bewegten Beginn, einen langsamen Teil, einen scherzoartigen Satz und ein Finale. Die Übergänge gehören zur Anlage – das sind keine vier unabhängigen Sätze mit ungewöhnlicher Zählung.
Das verändert das Hören. Ein neuer Abschnitt folgt nicht einfach, er verwandelt etwas bereits Gesagtes. Folg der Wiederkehr melodischer Gedanken und hör, was eine andere Instrumentierung aus ihnen macht: Wann wird eine zurückhaltende Geste feierlich, und wann wird scheinbar Geklärtes wieder drängend? Der Zusammenhang des Werks ist eine seiner großen Freuden.

Neben der Orgel steht ein Klavier
Ein weiteres ungewöhnliches Element geht neben der berühmten Orgel leicht unter: Die Partitur verlangt Klavier, zeitweise vierhändig gespielt – deshalb stehen sowohl Bernard Zighera als auch Leo Litwin in den Credits. Das Klavier ist hier kein Konzertsolist; es erweitert die Farben und Bewegungen des Ensembles, so wie Zamkochians Orgel Teil eines Gewebes aus gehaltenem Klang, Orchesterfiguren und harmonischem Wechsel ist.
Im Auftrag der Royal Philharmonic Society entstanden, wurde die Sinfonie 1886 in London unter der Leitung des Komponisten uraufgeführt; sie ist dem Andenken an Franz Liszt gewidmet. Diese Verbindung lädt ein, ein sich entfaltendes Werk zu hören statt einer Sammlung eindrucksvoller Stellen – hinter dem Stereo Spectacular steht eine Sinfonie mit Richtung, Gedächtnis und einer außergewöhnlichen Farbenvielfalt.
Die Hybrid-Mehrkanal-SACD von Analogue Productions
CAPC 2341 SA ist eine Hybrid-Mehrkanal-SACD aus der RCA-Living-Stereo-Reihe von Analogue Productions. Laut Herausgeber hat Ryan Smith sie bei Sterling Sound von den originalen analogen Dreispur-Bändern neu gemastert – für diese Wiederveröffentlichungsreihe wurden die originalen Dreispur-Sessionbänder verwendet. Für das Dreikanal-Programm brauchst du einen mehrkanalfähigen SACD-Spieler und eine passende Anlage; die CD-Schicht spielst du auf jedem gewöhnlichen CD-Spieler ab. Die Disc enthält die vollständige Sinfonie in vier Titeln.
Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.
Mehr aus der Reihe: RCA Living Stereo Series
Auch in anderen Ausgaben: Doppel-LP (45 RPM) · LP (33⅓ RPM)
Weitere SACDs mit Charles Munch: Debussy: La Mer / Ibert: Escales
Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen
Beteiligte Musiker
Genannte Solisten, Dirigenten und Ensembles. Einzelne Orchestermitglieder sind in den Albumcredits nicht vollständig namentlich ausgewiesen.
- Charles MunchDirigat
- Boston Symphony OrchestraOrchester
- Berj ZamkochianOrgel
- Leo LitwinKlavier
- Bernard ZigheraKlavier









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