Rózsa: Violin Concerto / Benjamin: Romantic Fantasy als Hybrid-Mehrkanal-SACD aus der RCA-Living-Stereo-Reihe von Analogue Productions: Jascha Heifetz in zwei Werken für den Konzertsaal, von Ryan Smith bei Sterling Sound von den originalen analogen Dreispur-Bändern neu gemastert. Rózsas drei Sätze und Benjamins Fantasie laufen am Stück.
Zwei Arten, eine Solostimme zu hören
Diese Kopplung führt auf einem weniger bekannten Weg in den Heifetz-Katalog als die berühmten Meilensteine des Violinkonzerts – und auf einem wunderbar lohnenden. Miklós Rózsas Konzert und Arthur Benjamins Romantic Fantasy laden ein, auf das Verhältnis von Virtuosität und Gesang zu hören, von führender Stimme und den Farben um sie herum. Schon die Besetzung weist in verschiedene Richtungen: Benjamin schreibt für Violine, Viola und Orchester.
Das verändert das Hören. Ein Konzert lässt dich einer Solostimme folgen, die sich ihren Platz erobert; in der Fantasie bietet das Gespräch zweier verwandter und doch verschiedener Instrumente eine andere Einladung. Die Viola ist weit mehr als eine tiefere Verlängerung der Violine – ihr Register und ihr Gewicht geben dem Austausch eine eigene Perspektive.

Rózsa und ein ganz besonderer Interpret
Rózsas Violinkonzert op. 24 stammt aus dem Jahr 1953 und ist eng mit Jascha Heifetz verbunden: Der Geiger spielte die Uraufführung am 15. Januar 1956 mit dem Dallas Symphony Orchestra unter Walter Hendl. Hier trifft also nicht einfach ein berühmter Interpret auf eine interessante Partitur – der Solist gehört zur frühen Geschichte des Werks.
Wenn du Rózsa vor allem von Ben-Hur oder Spellbound kennst, findest du hier einen Zugang zu seiner Konzertmusik, der nie wie Filmmusik ohne Bilder wirkt. Eine lange musikalische Linie muss ihre eigene Richtung finden, und die Spannung entsteht aus dem Verhältnis der Gedanken statt aus einem Schnitt – eine Gelegenheit, den Komponisten außerhalb seines vertrauten Rahmens zu hören.

Eine Empfehlung, die bis in die Partitur reicht
Emmanuel Bay, der Klavierpartner von Heifetz, spielte eine wichtige Rolle: Er brachte das Konzert zu Heifetz, dessen Interesse die Fertigstellung beförderte. Und schon der Beginn stellt die Vorstellung vom bloßen Virtuosenstück infrage – ein Klarinetten-Ostinato eröffnet den ersten Satz, der Einsatz der Violine bezieht sich auf dessen Material, und bald greifen Bratschen und Klarinette Gedanken der Solostimme auf. Das Orchester diskutiert mit, statt nur auf die Begleitung zu warten.
Arthur Benjamins Romantic Fantasy von 1935 stellt Violine und Viola gemeinsam vor das Orchester; die Besetzung enthält Klavier, verzichtet aber auf Posaunen und Tuba. Die Kopplung bietet also nicht zweimal dieselbe Art von Brillanz – sie stellt Streichern im Konzertsaal ganz unterschiedliche Aufgaben.
Die Hybrid-Mehrkanal-SACD von Analogue Productions
CAPC 2767 SA ist eine Hybrid-Mehrkanal-SACD aus der RCA-Living-Stereo-Reihe von Analogue Productions. Laut Herausgeber hat Ryan Smith sie bei Sterling Sound von den originalen analogen Dreispur-Bändern neu gemastert, und für die Romantic Fantasy bietet die Disc sowohl eine Dreikanal- als auch eine Stereomischung. Für das Dreikanal-Programm brauchst du einen mehrkanalfähigen SACD-Spieler und eine passende Anlage; die CD-Schicht spielst du auf jedem gewöhnlichen CD-Spieler ab. Die Disc enthält Rózsas drei Konzertsätze und Benjamins Romantic Fantasy.
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Mehr aus der Reihe: RCA Living Stereo Series
Auch in einer anderen Ausgabe: Rózsa: Violin Concerto / Benjamin: Romantic Fantasy
Weitere SACDs mit Jascha Heifetz: Bruch: Scottish Fantasy / Vieuxtemps: Concerto No. 5
Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Walter Hendl und das Dallas Symphony Orchestra sind der Rózsa-Aufnahme zugeordnet. Die vollständige Besetzung der Benjamin-Kopplung bleibt offen.
- Jascha HeifetzVioline
- Walter HendlDirigat
- Dallas Symphony OrchestraOrchester








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