John Coltrane – A Love Supreme

44,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Sterling Sound
Geschwindigkeit
33⅓ RPM
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Jazz

Nur noch wenige

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LabelImpulse (Acoustic Sounds Series)
KatalognummerAIMP 7701
GenreJazz
Anzahl Platten1

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

I am aware and agree, that the Record will be put out of the original shrink wrap (this will be included to the delivery).

Schutz für diese Ausgabe

Gatefold · 1 LP

Das aufklappbare Cover lässt sich auf zwei Arten schützen:

Für die Platte: eine Innenhülle. Außenhüllen schützen das Cover; Innenhüllen schützen jeweils eine Schallplatte. Bereits passende Innenhüllen kannst du weiterverwenden.

Vier Teile, ein innerer Zusammenhang

Ein Bassmotiv aus vier Tönen kann eine ganze Plattenseite im Gedächtnis zusammenhalten. Bei A Love Supreme trägt es noch mehr: Es verbindet die musikalische Gestalt mit den vier Silben des Titels und führt mitten in John Coltranes Vorstellung von Dankbarkeit, Hingabe und persönlicher Erneuerung. Die Suite entstand am 9. Dezember 1964 in Rudy Van Gelders Studio in Englewood Cliffs. Im Januar 1965 erschien sie bei Impulse! — ein überschaubar langer Abend im Studio wurde zu einem Album, dessen Zusammenhang weit über einzelne Soli oder Themen hinausreicht.

Coltrane hatte seine religiösen Gedanken selbst in den Begleittext und in ein Gedicht gefasst. Diese eigenen Worte sind ein wichtiger Zugang: Die spirituelle Bedeutung wird dem Album nicht erst nachträglich von seiner berühmten Stellung in der Jazzgeschichte verliehen. Sie gehört zur Konzeption. Zugleich braucht man keine bestimmte Glaubenshaltung, um den Weg durch „Acknowledgement“, „Resolution“, „Pursuance“ und „Psalm“ nachzuvollziehen. Die Satznamen geben eine Richtung vor; wie aus dieser Richtung Musik wird, entscheiden vier außergewöhnlich aufeinander eingespielte Musiker.

Am Tenorsaxofon steht Coltrane, am Klavier McCoy Tyner, am Kontrabass Jimmy Garrison und am Schlagzeug Elvin Jones. Diese Besetzung ist wesentlich. Häufig kursieren rund um A Love Supreme auch die Namen Archie Shepp und Art Davis. Beide gehören zu den erweiterten Alternativaufnahmen vom folgenden Tag, nicht zum ursprünglichen Album auf dieser LP. Hier bleibt die Suite Sache des Quartetts. Auch Coltranes Stimme ist zu hören: In „Acknowledgement“ singt er das Mantra des Titels.

Für eine Sammlung ist das Werk deshalb weit mehr als ein Pflichtname auf einer Klassikerliste. Es zeigt, wie eine Aufnahme gleichzeitig geschlossen und offen sein kann: geschlossen in ihrer gedanklichen Bewegung, offen im Zusammenspiel und in der Improvisation. Wer Coltrane bisher über einzelne Standards oder die schärferen Konturen von Giant Steps kennt, begegnet hier einer anderen Art von Ordnung. Der Zusammenhalt entsteht nicht nur durch Akkordfolgen, sondern ebenso durch Wiederkehr, Spannung, Atem und die Beharrlichkeit einer kleinen musikalischen Idee.

John Coltrane · A Love Supreme · historisch inspirierte Illustration
John Coltrane · A Love Supreme

Ein Quartett, das den Gedanken trägt

Jimmy Garrisons Beitrag ist der natürliche Ausgangspunkt. Sein Bass stellt in „Acknowledgement“ das prägnante Motiv vor und verankert damit eine Musik, die sich gleichzeitig weit von einem bloßen Begleitmodell entfernt. Auf den Bass zu achten bedeutet hier, die Architektur unter den Bewegungen des Tenorsaxofons wahrzunehmen. Garrison ist kein zusätzlicher Farbtupfer im berühmten Quartett, sondern ein tragender Teil seines Gleichgewichts. Gerade die Wiederholung eröffnet den anderen Musikern einen Raum, in dem unterschiedliche Intensitäten zusammenfinden können.

McCoy Tyner bringt eine ebenso unverwechselbare Vorstellung von Klang und Gewicht ein. Seine Akkorde können breite Flächen bilden, ohne den rhythmischen Impuls stillzustellen. Neben Coltranes langen Linien ist das Klavier deshalb weder bloße harmonische Auskunft noch dekorative Antwort. Ein schöner Hörfokus liegt im Wechsel zwischen den Stellen, an denen Tyner den harmonischen Raum bündelt, und jenen, in denen das Saxofon dessen Grenzen weiter ausmisst. Die beiden Stimmen besitzen unterschiedliche Mittel, arbeiten aber an derselben Bewegung.

Elvin Jones wiederum lässt das Metrum nicht wie ein Geländer neben der Musik herlaufen. Seine rhythmischen Schichten, Akzente und Übergänge gehören zur eigentlichen Erzählung. Dabei lohnt es sich, das Schlagzeug nicht nur an den energiereichsten Momenten zu verfolgen. Wie Jones Dichte entstehen lässt und wieder öffnet, erklärt viel vom langen Atem dieser Suite. Wer die Platte ausschließlich als Saxofonmonument betrachtet, übersieht einen wesentlichen Teil ihres Ausdrucks: Die Freiheit des Solisten bekommt durch die anderen drei Musiker Form und Widerstand.

Produzent Bob Thiele und Toningenieur Rudy Van Gelder gehören zur Entstehungsgeschichte, aber nicht als zusätzliche Instrumentalisten in diese Besetzung. Die Unterscheidung ist gerade bei einer so oft neu aufgelegten Aufnahme hilfreich. Das historische Album ist das dokumentierte Zusammenspiel dieses Quartetts an diesem Dezembertag. Spätere Editionen mit zusätzlichen Takes können faszinierende Ergänzungen sein; sie verändern jedoch nicht die vierköpfige Besetzung und die dramaturgische Gestalt der ursprünglichen Veröffentlichung.

Symbolische Kompositionsvignette · keine Darstellung eines belegten Innenraums · historisch inspirierte Illustration
Symbolische Kompositionsvignette · keine Darstellung eines belegten Innenraums

Vom Bekenntnis zum wortlosen Psalm

„Acknowledgement“ stellt das zentrale Material vor und verbindet schließlich Instrumentalmusik und menschliche Stimme. Der Titel wird hörbar ausgesprochen, nachdem seine musikalische Gestalt bereits im Raum steht. Das ist ein ungewöhnlich direkter Moment auf einer Jazzplatte: Die Worte erklären nicht nachträglich jeden einzelnen Ton, sondern geben der wiederkehrenden Figur eine zusätzliche Ebene. Man kann diesem Zusammenhang folgen, ohne die Aufnahme auf eine einzige Botschaft zu reduzieren. Motiv, Stimme und Improvisation bleiben unterschiedliche Ausdrucksformen desselben Gedankens.

„Resolution“ ist der zweite Teil auf Seite A. Schon der Übergang von Anerkennung zu Entschlossenheit macht deutlich, dass die vier Satzüberschriften zusammengehören. Für konzentriertes Hören bietet sich an, auf die veränderte Organisation der Energie zu achten: Welche Rolle übernimmt das Thema, wie verhalten sich die improvisierten Linien dazu, und wie halten Klavier, Bass und Schlagzeug die Bewegung zusammen? Solche Fragen führen näher an die Musik als die Vorstellung, man müsse vor einem kanonischen Meisterwerk zunächst Ehrfurcht empfinden.

Auf Seite B folgen „Pursuance“ und „Psalm“. Die Tracklist dieser Ausgabe fasst beide unter einem gemeinsamen Eintrag zusammen; die Suite hat trotzdem vier Teile. Gerade diese zweite Seite gewinnt durch das ununterbrochene Hören ihren Sinn. Die Suche und das abschließende Gebet stehen in einem Zusammenhang, der über zwei isolierte Stücktitel hinausgeht. Die ursprüngliche LP-Aufteilung bewahrt den langen Bogen, statt für jeden Satz eine eigene Plattenseite zu verlangen.

Für „Psalm“ ist das abgedruckte Gedicht besonders aufschlussreich. Der Coltrane-Forscher Lewis Porter hat den Schluss als wortlose Rezitation beschrieben: Das Saxofon folgt dem Sprachgestus des Textes. Mit dem Gedicht daneben wird eine Verbindung zwischen musikalischer Phrasierung und sprachlichem Rhythmus nachvollziehbar, die beim beiläufigen Hören leicht unbemerkt bleibt. Das heißt nicht, dass man das Stück nur lesend verstehen kann. Es eröffnet vielmehr einen zweiten Zugang zu einem Finale, dessen Intensität gerade nicht von einer konventionellen Gesangsstimme abhängt.

Die Acoustic Sounds Series auf einer LP

Die hier angebotene Ausgabe trägt die Bestellnummer AIMP 7701 und gehört zur Acoustic Sounds Series von Verve/UMe. Sie enthält das Stereoalbum auf einer 180-Gramm-LP mit 33⅓ Umdrehungen pro Minute, gepresst bei Quality Record Pressings, im Stoughton-Klappcover. Den Schnitt übernahm Ryan K. Smith bei Sterling Sound. Das ist eine eigenständige Ausgabe mit eigener Herstellungsgeschichte; Angaben zur UHQR-Doppel-LP mit 45 Umdrehungen oder zur Tonbandedition lassen sich nicht einfach auf sie übertragen.

Besonders interessant ist die Bandquelle. Der Herausgeber beschreibt ausdrücklich eine flache Bandkopie, die Rudy Van Gelder im April 1965 für einen britischen Schnitt hergestellt hatte. Dieses Band wurde in Abbey Road wiedergefunden und soll zwischen 1965 und 2002 unbenutzt geblieben sein. Das ursprüngliche Masterband existiere zwar, sei jedoch stärker abgenutzt. Die präzise Aussage lautet hier deshalb nicht „direkt vom Originalmaster“, sondern: Schnitt auf Grundlage der vom Herausgeber dokumentierten Van-Gelder-Kopie. Für Sammler ist diese konkrete Herkunft aussagekräftiger als eine pauschale Masterbandformel.

Auch das Format passt zur Gestalt des Albums. Eine einzelne 33er bewahrt „Acknowledgement“ und „Resolution“ auf der ersten sowie den Zusammenhang von „Pursuance“ und „Psalm“ auf der zweiten Seite. Es gibt nur einen Seitenwechsel, und die Suite bleibt als kompakter Albumabend erfahrbar. Die kleine Pause zwischen den beiden Seiten gehört dabei zur vertrauten Gestalt des Albums. Das Klappcover bietet Platz für Coltranes eigene Worte, sodass Musik, Gedicht und Begleittext auch als zusammengehörige Teile einer Veröffentlichung betrachtet werden können.

Zu frühen Exemplaren der Neuauflage ist ein Etikettenfehler auf Seite II dokumentiert: Dort stand „Resolution“ anstelle von „Psalm“. Spätere Pressungen korrigierten ihn. Ohne Prüfung des konkreten Exemplars lässt sich daraus weder ein Fehler noch ein besonderes Sammlermerkmal der gelieferten Platte ableiten. Entscheidend bleiben die richtige Ausgabe, ihre belegte Bandgeschichte und das vollständige Originalalbum. Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

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Künstlerseite: Alle Titel von John Coltrane

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • John ColtranePorträt: 1950er-JahreTenorsaxofon, Gesang (Mantra, Teil I)Mitwirkung: Alle Titel
  • McCoy TynerPorträt: 1965KlavierMitwirkung: Alle Titel
  • Jimmy GarrisonPorträt: BestandsporträtKontrabassMitwirkung: Alle Titel
  • Elvin JonesPorträt: 1964SchlagzeugMitwirkung: Alle Titel

Quartett der Originalaufnahme vom 9. Dezember 1964. Archie Shepp und Art Davis gehören zu den Alternativaufnahmen des Folgetags. Pursuance und Psalm stehen gemeinsam auf Seite B.

So hört Michael diese Ausgabe

Höreindruck · sinngemäß zusammengefasst

Michael beschreibt das Mastering der Acoustic-Sounds-Ausgabe als warm und hebt die klare Instrumententrennung und schöne Bühne hervor. Das Urteil stammt aus seinem Jahresrückblick 2020 und gilt dieser 33⅓-RPM-Ausgabe, nicht der späteren UHQR.

Michaels Videostelle ansehen · 18:45

🎧 Review video: 21 Albums to start an Audiophile Collection in 2021

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Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,7 kg

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • John ColtranePorträt: 1950er-JahreTenorsaxofon, Gesang (Mantra, Teil I)Mitwirkung: Alle Titel
  • McCoy TynerPorträt: 1965KlavierMitwirkung: Alle Titel
  • Jimmy GarrisonPorträt: BestandsporträtKontrabassMitwirkung: Alle Titel
  • Elvin JonesPorträt: 1964SchlagzeugMitwirkung: Alle Titel

Quartett der Originalaufnahme vom 9. Dezember 1964. Archie Shepp und Art Davis gehören zu den Alternativaufnahmen des Folgetags. Pursuance und Psalm stehen gemeinsam auf Seite B.


Seite A

  • A1 · Part I – Acknowledgement (7:39)
  • A2 · Part II – Resolution (7:15)

Seite B

  • B1 · Part III – Pursuance / Part IV – Psalm (17:40)