Tennessee Ernie Ford – Country Hits…Feelin‘ Blue

58,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Cohearent Audio
Geschwindigkeit
33⅓ RPM
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Male Vocalist

Nur noch wenige

✓ Versand meist in 1–2 Werktagen

LabelAnalogue Productions
KatalognummerAAPP 126

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

Mir ist bewusst und ich stimme zu, dass die Platte aus der Originalfolie genommen wird (die Folie liegt der Lieferung bei).

Artikelnummer: AAPP 126 Kategorien: , , ,

Eine große Stimme in kleiner Besetzung

Country Hits… Feelin’ Blue zeigt Tennessee Ernie Ford in einer besonders konzentrierten musikalischen Umgebung. Zwölf Country-Songs, eine unverwechselbare Stimme und zwei Begleiter bilden das Programm dieses Capitol-Albums. Die offizielle Albumchronik datiert die Aufnahmen auf 1963, die Veröffentlichung auf Juni 1964. Im Mittelpunkt steht kein aufwendig besetztes Orchester, sondern die Begegnung von Fords Gesang mit Billy Stranges Gitarre und John Moshers Kontrabass. Diese Entscheidung gibt jedem Bestandteil eine klar erkennbare Aufgabe und macht das Album auch innerhalb einer umfangreichen Sammlung amerikanischer Vokalmusik zu einer eigenständigen Entdeckung.

Der Titel verbindet zwei Gedanken, die gut zusammenpassen: vertrautes Country-Repertoire und eine vom Blues berührte Gefühlswelt. „Blue“ bezeichnet hier zunächst eine Stimmung und einen Zugang zu den Liedern. Daraus folgt nicht, dass sämtliche Stücke denselben Bluesaufbau besitzen. Die Auswahl führt vielmehr zu verschiedenen Songwritern und unterschiedlichen Formen, um Verlust, Erinnerung, verletzten Stolz oder eine letzte Hoffnung auszudrücken. Ford begegnet diesen Geschichten als Sänger, dessen tiefe Stimme eine eigene Identität mitbringt. Die kleine Besetzung lässt Raum, die sprachlichen Entscheidungen und den Verlauf der Melodien genauer zu verfolgen.

Für Hörer, die Ford vor allem mit „Sixteen Tons“ verbinden, eröffnet dieses Album einen anderen Ausschnitt seines Repertoires. Der berühmte Titel steht hier nicht auf dem Programm. Stattdessen entsteht Zusammenhang durch zwölf ausgewählte Songs, die einander thematisch berühren, ohne austauschbar zu sein. Das macht die Platte zu mehr als einer Ansammlung bekannter Melodien. Sie fragt auf ihre Weise, was ein Sänger aus vertrauten Worten machen kann, wenn die Begleitung auf wenige, bewusst gewählte Stimmen beschränkt bleibt.

Tennessee Ernie Ford · Gesang · Porträtvorlage 1958 · historisch inspirierte Illustration
Tennessee Ernie Ford · Gesang · Porträtvorlage 1958

Billy Strange und John Mosher als musikalische Partner

Billy Strange übernimmt die Gitarre, John Mosher den Kontrabass. Die offizielle Ford-Chronik beschreibt ausdrücklich diese beiden Musiker als Begleiter des Albums. Es besteht deshalb kein Anlass, aus Gewohnheit noch einen Schlagzeuger, eine Steelgitarre oder einen Streicherteppich hinzuzudenken. Gerade die konkrete Besetzung ist eine wesentliche Information. Eine Country-Platte lässt sich nicht allein aus den typischen Instrumenten eines Genres erklären; sie entsteht aus den tatsächlich beteiligten Menschen und den Entscheidungen, die sie für diese Songs treffen.

In einem solchen Trio können die Rollen eng ineinandergreifen. Die Gitarre kann Harmonie, Rhythmus und kurze melodische Verbindungen übernehmen, während der Kontrabass den Verlauf mit einer eigenen Linie trägt. Über beiden steht die Stimme, die nicht nur eine Melodie vorträgt, sondern Worte gewichtet und Geschichten gliedert. Beim Hören lohnt sich die Frage, wie diese Aufgaben verteilt sind: Wann folgt die Begleitung einem gesungenen Gedanken, wann bereitet sie ihn vor, und wie viel Ausdruck kann schon im Abstand zwischen zwei Phrasen liegen? Das sind konkrete Zugänge zur Interpretation, ohne den Eindruck einer eigenen Hörsitzung vorzutäuschen.

Als Produzent ist Lee Gillette genannt. Der Albumkontext bleibt damit eine Capitol-Produktion der frühen 1960er-Jahre, auch wenn diese Neuauflage erst viel später entstand. Aufnahme, ursprüngliche Veröffentlichung und heutiges Mastering sind verschiedene Stationen derselben Geschichte. Ihre Unterscheidung hilft besonders dann, wenn ein Album in mehreren Formaten und Pressungen vorliegt. Die neue Illustration zeigt Ford am Mikrofon; ihr gesichertes Gesichtsvorbild stammt von 1958. Die zweite Illustration widmet sich Gitarre und Kontrabass in plausiblen Größenverhältnissen und unterstreicht die reduzierte Besetzung.

Die drei Musiker verdienen dabei gleichzeitige Aufmerksamkeit. Eine kleine Begleitung ist nicht zwangsläufig eine einfache Aufgabe. Sie lässt weniger Möglichkeiten, fehlende Übergänge durch zusätzliche Instrumente zu verdecken, und verlangt ein klares Verhältnis zwischen Bewegung und Zurückhaltung. Für Liebhaber vokaler Alben liegt darin ein besonderer Reiz: Man kann sich auf den Sänger konzentrieren und anschließend denselben Song mit dem Ohr für die beiden Partner neu betrachten. Die Namen bleiben deshalb auch direkt im Musikerblock sichtbar.

Gitarre und Kontrabass · die kleine Besetzung des Albums · historisch inspirierte Illustration
Gitarre und Kontrabass · die kleine Besetzung des Albums

Zwölf Arten, von Verlust und Erinnerung zu erzählen

Die erste Seite beginnt mit „Try Me One More Time“ von Ernest Tubb. Es folgen „No Letter Today“, „Born to Lose“ und „Don’t Rob Another Man’s Castle“. Schon die Titel umreißen unterschiedliche Situationen: die Bitte um eine weitere Chance, das Ausbleiben einer Nachricht, eine scheinbar festgeschriebene Niederlage und die Warnung vor einem Eingriff in das Leben eines anderen. Diese Perspektiven geben dem Programm eine innere Vielfalt. Es geht nicht zwölfmal um denselben Kummer, sondern um verschiedene Arten, ihm Worte und eine musikalische Form zu geben.

„There’ll Be No Teardrops Tonight“ von Hank Williams und „I Don’t Hurt Anymore“ von Don Robertson und Jack Rollins schließen die erste Seite. Beide Titel laden dazu ein, auf das Verhältnis zwischen Behauptung und Empfindung zu achten. Ein Song kann Stärke formulieren und zugleich die Frage offenlassen, wie gefestigt diese Stärke tatsächlich ist. Solche Spannungen gehören zum Reichtum des Country-Songwritings. Sie müssen nicht durch zusätzliche Erklärungen aufgelöst werden; die Interpretation kann mit ihnen arbeiten und dem Hörer seinen eigenen Zugang lassen.

Die zweite Seite beginnt mit „Worried Mind“ und „No One Will Ever Know“. Danach steht Willie Nelsons „Funny How Time Slips Away“, dessen Titel den Blick auf Erinnerung und verstrichene Zeit lenkt. Don Gibsons „Sweet Dreams“ führt den Gedanken weiter in eine andere Gefühlslage. Die Autoren hinter diesen Songs bilden keine zufällige Namensliste: Sie stehen für verschiedene Möglichkeiten, eine prägnante Alltagssprache mit einer tragfähigen Melodie zu verbinden. Ford macht daraus ein Album, dessen Einheit über die Interpretation entsteht.

Den Abschluss bilden „Tears on My Pillow“ von Fred Rose und Gene Autry sowie „May You Never Walk Alone“ von Hank Williams. Gerade bei „Tears on My Pillow“ lohnt der Blick auf die Autoren, denn bekannte Songtitel können zu unterschiedlichen Werken gehören. Die Tracklist folgt dieser konkreten Capitol-LP mit sechs Titeln pro Seite. Zusammen ergeben die zwölf Stücke ein Programm, in dem Klage, Selbstbehauptung und ein Wunsch für den anderen nebeneinander Platz haben. Wer Liedtexte ebenso ernst nimmt wie Stimmen und Instrumente, findet hier viele Ansatzpunkte für ein wiederholtes Hören.

Analogue Productions und der Schnitt von Kevin Gray

Die angebotene Neuauflage trägt die Bestellnummer AAPP 126 und präsentiert das Album als Stereo-LP mit 33⅓ Umdrehungen. Kevin Gray bei Cohearent Audio hat vom Originalband gemastert; Quality Record Pressings übernimmt die Pressung. Die Ausstattung umfasst eine klassische Tip-on-Hülle von Stoughton. Die aktuellen Herausgeberangaben nennen 180 Gramm, während eine dokumentierte ältere Pressungsfassung mit 200 Gramm geführt wird. Diese Abweichung wird nicht in eine unbelegte Zusage zum Gewicht jedes einzelnen Exemplars verwandelt.

Das Format mit einer LP bewahrt die beiden sorgfältig zusammengestellten Sechs-Titel-Seiten. Für dieses Repertoire ist das eine schlüssige Präsentation: Die Songs können als Folge wirken, ohne dass nach wenigen Minuten erneut umgedreht werden muss. Der Reiz der Ausgabe liegt im dokumentierten Mastering und in der klar identifizierten Herkunft, nicht in einer pauschalen Rangordnung zwischen unterschiedlichen Drehzahlen. Auch bei einer kleinen Besetzung bleibt die ursprüngliche Darbietung der Ausgangspunkt; ein neuer Schnitt ersetzt weder die Künstler noch ihre musikalischen Entscheidungen.

Country Hits… Feelin’ Blue richtet den Blick auf die Verbindung von Stimme, Song und zwei sorgfältig gewählten Begleitern. Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir übernehmen den US-Import und versenden aus Hilden. Für Sammler ergänzt diese Ausgabe das Bild Tennessee Ernie Fords um ein intim besetztes Capitol-Album; für Musikliebhaber öffnet sie zwölf kleine Erzählräume, in denen bekannte Country-Songs durch eine unverwechselbare Sängerpersönlichkeit zusammenfinden.

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Tennessee Ernie FordPorträtvorlage 1958GesangMitwirkung: Albumbesetzung
  • Billy StrangeGitarreMitwirkung: Albumbesetzung
  • John MosherKontrabassMitwirkung: Albumbesetzung

Gesang, Gitarre und Kontrabass: die offizielle Ford-Albumchronik bestätigt Billy Strange und John Mosher als die beiden Begleiter. Aufnahme 1963, Veröffentlichung Juni 1964. Produktion Lee Gillette. Kein Schlagzeug- oder Orchestercredit erfunden.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,7 kg

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Tennessee Ernie FordPorträtvorlage 1958GesangMitwirkung: Albumbesetzung
  • Billy StrangeGitarreMitwirkung: Albumbesetzung
  • John MosherKontrabassMitwirkung: Albumbesetzung

Gesang, Gitarre und Kontrabass: die offizielle Ford-Albumchronik bestätigt Billy Strange und John Mosher als die beiden Begleiter. Aufnahme 1963, Veröffentlichung Juni 1964. Produktion Lee Gillette. Kein Schlagzeug- oder Orchestercredit erfunden.


Seite A

  • A1 · Try Me One More Time (2:38)
  • A2 · No Letter Today (2:30)
  • A3 · Born To Lose (3:11)
  • A4 · Don’t Rob Another Man’s Castle (2:52)
  • A5 · There’ll Be No Teardrops Tonight (2:45)
  • A6 · I Don’t Hurt Anymore (2:46)

Seite B

  • B1 · Worried Mind (2:29)
  • B2 · No One Will Ever Know (2:57)
  • B3 · Funny How Time Slips Away (3:08)
  • B4 · Sweet Dreams (2:51)
  • B5 · Tears On My Pillow (2:45)
  • B6 · May You Never Walk Alone (2:40)