Johnny Hodges – Johnny Hodges With Billy Strayhorn

(1 Kundenrezension)

82,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Sterling Sound
Geschwindigkeit
45 RPM
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Jazz

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LabelAnalogue Productions
KatalognummerAVRJ 8452-45
GenreJazz
Anzahl Platten1

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

Mir ist bewusst und ich stimme zu, dass die Platte aus der Originalfolie genommen wird (die Folie liegt der Lieferung bei).

Artikelnummer: AVRJ 8452-45 Kategorien: , ,

Ein Altsaxofon im vertrauten Orchesterkreis

Johnny Hodges With Billy Strayhorn And The Orchestra stellt eine musikalische Beziehung ins Zentrum, die sich nicht mit dem Wort Begleitung erschöpft. Johnny Hodges steht mit seinem Altsaxofon vor einem Orchester, dessen Mitglieder vielfach aus dem Umfeld Duke Ellingtons kommen. Billy Strayhorn gestaltet die Arrangements und dirigiert. Er ist auf dieser Aufnahme ausdrücklich nicht als Pianist gemeint; am Klavier sitzt Jimmy Jones. Wer dieses Johnny-Hodges-Album auf Vinyl kaufen möchte, findet hier eine Begegnung von Solist, Arrangeur und vertrauten Orchesterstimmen, angeboten als Analogue-Productions-Doppel-LP mit 45 RPM.

Aufgenommen wurde am 11. und 12. Dezember 1961, veröffentlicht wurde das Album 1962 bei Verve. Creed Taylor produzierte, Rudy Van Gelder verantwortete die Tontechnik. Diese Namen gehören zur Entstehungsgeschichte, doch der musikalische Kern liegt im Zusammenspiel zwischen Hodges und Strayhorn. Der eine führt mit einer einzelnen Stimme durch das Programm, der andere entscheidet, wie sich das Ensemble darum organisiert. Eine solche Rollenverteilung kann ebenso viel über einen Solisten erzählen wie eine kleine Gruppe, in der jeder Beitrag unmittelbar freiliegt.

Die elf Stücke greifen vielfach in das Repertoire des Ellington-Kreises. Don’t Get Around Much Any More, I’ve Got It Bad And That Ain’t Good, Jeep’s Blues und Day Dream tragen schon als Titel eine vertraute musikalische Welt in sich. Dazwischen stehen weniger selbstverständlich im Vordergrund stehende Nummern wie Your Love Has Faded, Juice-A-Plenty und Tailor Made. Die Zusammenstellung erlaubt deshalb sowohl Wiedererkennen als auch Entdecken. Man kann mit einer bekannten Melodie beginnen und sich von dort zu einem weniger vertrauten Stück weiterführen lassen.

Hodges bleibt dabei der Bezugspunkt. Ein Orchesteralbum muss nicht ständig mit Masse argumentieren. Gerade ein charakteristisches Altsaxofon kann zeigen, wie viel eine einzelne Linie gegenüber einem größeren Klangkörper ausrichtet. Für den Hörer entsteht daraus eine doppelte Perspektive: der Melodie folgen und zugleich beobachten, wie das Arrangement ihr Raum gibt. Das macht die Platte auch für Sammler interessant, die Hodges bisher eher aus kleineren Formationen kennen.

Johnny Hodges · Porträtvorlage von 1958 · historisch inspirierte Illustration
Johnny Hodges · Porträtvorlage von 1958

Strayhorns Arbeit und die Stimmen des Orchesters

Die Besetzung ist umfangreich und konkret dokumentiert. In den Holzbläsern begegnet Hodges unter anderem Russell Procope, Jimmy Hamilton, Paul Gonsalves und Harry Carney. Die Credits nennen bei Procope Altsaxofon und Klarinette, bei Carney Baritonsaxofon und Bassklarinette. Solche unterschiedlichen Register geben einem Arrangeur mehrere Möglichkeiten, eine Melodie zu umgeben. Nicht jede Passage verlangt dieselbe Farbe, und nicht jede Stimme muss dieselbe Aufgabe übernehmen. Die Instrumentenliste ist deshalb mehr als ein Anhang: Sie hilft, die Anlage des Orchesters zu verstehen.

Cat Anderson, Harold Baker, Bill Berry und Ed Mullens sind als Trompeter genannt. Howard McGhee tritt auf drei ausdrücklich bezeichneten Stücken hinzu: I’m Just A Lucky So And So, Azure und Tailor Made. Diese Einschränkung ist wichtig. Eine lange Namensliste kann leicht den Eindruck erwecken, sämtliche Musiker seien in jeder Nummer gleichermaßen beteiligt. Hier lässt sich zumindest McGhees Mitwirkung genau eingrenzen. Die übrigen Angaben folgen den Albumcredits und werden nicht durch frei erfundene Einzelzuordnungen erweitert.

Lawrence Brown, Quentin Jackson und Chuck Connors bilden die Posaunengruppe. Jimmy Jones am Klavier, Aaron Bell am Kontrabass und Sam Woodyard am Schlagzeug liefern die Rhythmusbesetzung. Strayhorn steht als Arrangeur und Dirigent darüber nicht außerhalb der Musik, sondern prägt ihre Form auf andere Weise. Sein Beitrag besteht in der Organisation der Stimmen, in Übergängen, Gewichtungen und den Möglichkeiten, die eine Partitur den Musikern eröffnet. Das ist eine andere Tätigkeit als ein eigenes Klaviersolo, aber keineswegs eine weniger zentrale.

Gerade die Vertrautheit vieler Beteiligter macht den Reiz aus. Der Ellington-Bezug liegt nicht allein in berühmten Kompositionen, sondern auch in individuellen Klangvorstellungen und lang erprobten musikalischen Beziehungen. Gleichzeitig ist dies ein Hodges-Album unter Strayhorns Leitung, keine beliebige Orchesterplatte mit auswechselbarem Solisten. Wer die Musikerübersicht mit dem Programm vergleicht, erkennt eine Konstellation, in der vertraute Namen für einen eigenständigen Anlass zusammenkommen.

Billy Strayhorn als Arrangeur und Dirigent · freie Darstellung, keine Sessionabbildung · historisch inspirierte Illustration
Billy Strayhorn als Arrangeur und Dirigent · freie Darstellung, keine Sessionabbildung

Elf Stücke zwischen Lied, Blues und Orchesterfarbe

Die erste Seite setzt mit Don’t Get Around Much Any More, I’ve Got It Bad And That Ain’t Good und Gal From Joe’s drei unterschiedliche melodische Ausgangspunkte. Für einen ersten Durchgang ist es hilfreich, auf die Länge und Richtung einer Phrase zu achten, bevor man sich in Einzelheiten des Satzes vertieft. Bekannte Lieder machen das leicht: Die Melodie gibt Orientierung, während der Solist entscheidet, wie direkt oder wie weit umspielend er sich auf sie bezieht. Das Orchester kann dabei Gegenüber, Hintergrund und verbindendes Element sein.

Auf der zweiten Seite stehen Your Love Has Faded und I’m Just A Lucky So And So. Letzteres gehört zu den drei Titeln mit Howard McGhee. Eine solche Information muss das Hören nicht in eine Suchaufgabe verwandeln; sie ist ein zusätzlicher Anhaltspunkt für spätere Durchgänge. Das Album lässt sich zunächst als Folge von Stimmungen erleben und anschließend gezielter nach Besetzung und Arrangement erkunden. Diese zwei Zugänge schließen einander nicht aus. Gerade eine Platte mit vertrautem Repertoire kann beim wiederholten Hören neue Fragen aufwerfen.

Jeep’s Blues, Day Dream und Juice-A-Plenty teilen sich die dritte Seite. Schon die Gegenüberstellung der Titel lenkt den Blick auf die Spannweite zwischen Bluesbezug und melodischer Träumerei. Dabei bleibt wichtig, die Stücke als eigenständige Kompositionen ernst zu nehmen, statt das ganze Programm unter ein einziges Stimmungswort zu stellen. Hodges’ Altsaxofon verbindet die Auswahl, doch die jeweiligen Melodien geben ihm unterschiedliche Aufgaben. Wer seine Sammlung nach bestimmten Musikern aufbaut, findet hier mehrere Perspektiven auf denselben Solisten innerhalb eines Albums.

Azure, Tailor Made und Stardust schließen die vierte Seite. Bei den ersten beiden ist McGhee wiederum ausdrücklich genannt; Stardust bildet den Schluss mit einer weithin bekannten Melodie. Die Reihenfolge führt damit nicht zu einem großen konzeptionellen Bruch, sondern bleibt bei der Idee, Lieder und Orchesterfarben um eine bestimmte musikalische Persönlichkeit zu gruppieren. Man kann die elf Stücke am Stück verfolgen oder eine einzelne Seite als kleines Programm wählen. Die Doppel-LP bietet für beide Hörweisen klar erkennbare Abschnitte.

Die Verve-Neuauflage auf zwei LPs mit 45 RPM

Die angebotene Analogue-Productions-Ausgabe trägt die Shop-Katalognummer AVRJ 8452-45. Sie verteilt die elf Stücke auf zwei LPs mit 45 Umdrehungen pro Minute. George Marino bei Sterling Sound wird für das Mastering genannt, Quality Record Pressings für die Pressung. Damit ist die technische Identität dieser Ausgabe klar umrissen. Die Dokumentation historischer Pressungen nennt teilweise 200 Gramm, während der Herausgeber auch 180 Gramm angibt. Deshalb steht hier die eindeutig belegte Ausgabe im Mittelpunkt, ohne eine ungeprüfte aktuelle Presscharge über das Gewicht zu versprechen.

Die Aufteilung lautet drei, zwei, drei und drei Stücke. Sie macht aus dem Album vier überschaubare Hörabschnitte und verlangt entsprechend häufigere Seitenwechsel. Das ist eine reale Eigenschaft der Ausgabe, keine bloße Zahl auf dem Etikett. Wer eine möglichst unterbrechungsfreie Wiedergabe sucht, sollte das berücksichtigen; wer einzelne Seiten bewusst auflegt, kann die kompakten Programme gut nutzen. Aus dem Format allein folgt keine pauschale Aussage über die klangliche Überlegenheit gegenüber jeder anderen Pressung.

Für eine Sammlung mit Ellington, Hodges oder Strayhorn ist diese Platte besonders schlüssig, weil sie deren musikalische Beziehungen aus einer klaren Perspektive beleuchtet. Hodges führt, Strayhorn arrangiert und dirigiert, die dokumentierte Orchesterbesetzung gibt dem Ganzen seine individuelle Zusammensetzung. Die vollständige Tracklist und die Musikercredits unter dem Text helfen, vor dem Kauf genau zu sehen, was enthalten ist. Die Platte bleibt dabei vor allem ein Album mit elf Stücken, das zum Zuhören einlädt, nicht nur ein Katalog interessanter Namen.

Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Johnny HodgesVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungAltsaxofonMitwirkung: Album-Besetzung
  • Russell ProcopePorträtvorlage: 1946Altsaxofon, KlarinetteMitwirkung: Album-Besetzung
  • Jimmy HamiltonTenorsaxofonMitwirkung: Album-Besetzung
  • Paul GonsalvesPorträtvorlage: 1963TenorsaxofonMitwirkung: Album-Besetzung
  • Harry CarneyVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungBaritonsaxofon, BassklarinetteMitwirkung: Album-Besetzung
  • Cat AndersonVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungTrompeteMitwirkung: Album-Besetzung
  • Harold BakerTrompeteMitwirkung: Album-Besetzung
  • Bill BerryTrompeteMitwirkung: Album-Besetzung
  • Ed MullensTrompeteMitwirkung: Album-Besetzung
  • Howard McGheeTrompeteMitwirkung: B2, D1, D2
  • Lawrence BrownVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungPosauneMitwirkung: Album-Besetzung
  • Quentin JacksonPosauneMitwirkung: Album-Besetzung
  • Chuck ConnorsPosauneMitwirkung: Album-Besetzung
  • Jimmy JonesVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungKlavierMitwirkung: Album-Besetzung
  • Aaron BellKontrabassMitwirkung: Album-Besetzung
  • Sam WoodyardVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungSchlagzeugMitwirkung: Album-Besetzung
  • Billy StrayhornVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungArrangement, DirigatMitwirkung: Album-Besetzung

Billy Strayhorn: Arrangements und Dirigat, nicht Klavier. Howard McGhee nur B2, D1, D2. Übrige Rollen nach Albumcredits, kein eigenständig belegter Einzeltracknachweis. Aufgenommen 11./12. Dezember 1961; Creed Taylor: Produktion; Rudy Van Gelder: Ton; George Marino / Sterling Sound: Mastering dieser Ausgabe; QRP: Pressung. Gewicht 180/200 g je Quelle verschieden.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,7 kg

Internationale Kundenstimmen

1 Rezension für Johnny Hodges – Johnny Hodges With Billy Strayhorn

  1. 4dd –

    It’s amazing.

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Johnny HodgesVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungAltsaxofonMitwirkung: Album-Besetzung
  • Russell ProcopePorträtvorlage: 1946Altsaxofon, KlarinetteMitwirkung: Album-Besetzung
  • Jimmy HamiltonTenorsaxofonMitwirkung: Album-Besetzung
  • Paul GonsalvesPorträtvorlage: 1963TenorsaxofonMitwirkung: Album-Besetzung
  • Harry CarneyVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungBaritonsaxofon, BassklarinetteMitwirkung: Album-Besetzung
  • Cat AndersonVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungTrompeteMitwirkung: Album-Besetzung
  • Harold BakerTrompeteMitwirkung: Album-Besetzung
  • Bill BerryTrompeteMitwirkung: Album-Besetzung
  • Ed MullensTrompeteMitwirkung: Album-Besetzung
  • Howard McGheeTrompeteMitwirkung: B2, D1, D2
  • Lawrence BrownVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungPosauneMitwirkung: Album-Besetzung
  • Quentin JacksonPosauneMitwirkung: Album-Besetzung
  • Chuck ConnorsPosauneMitwirkung: Album-Besetzung
  • Jimmy JonesVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungKlavierMitwirkung: Album-Besetzung
  • Aaron BellKontrabassMitwirkung: Album-Besetzung
  • Sam WoodyardVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungSchlagzeugMitwirkung: Album-Besetzung
  • Billy StrayhornVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungArrangement, DirigatMitwirkung: Album-Besetzung

Billy Strayhorn: Arrangements und Dirigat, nicht Klavier. Howard McGhee nur B2, D1, D2. Übrige Rollen nach Albumcredits, kein eigenständig belegter Einzeltracknachweis. Aufgenommen 11./12. Dezember 1961; Creed Taylor: Produktion; Rudy Van Gelder: Ton; George Marino / Sterling Sound: Mastering dieser Ausgabe; QRP: Pressung. Gewicht 180/200 g je Quelle verschieden.


Seite A

  • A1 · Don’t Get Around Much Any More
  • A2 · I’ve Got It Bad And That Ain’t Good
  • A3 · Gal From Joe’s

Seite B

  • B1 · Your Love Has Faded
  • B2 · I’m Just A Lucky So And So

Seite C

  • C1 · Jeep’s Blues
  • C2 · Day Dream
  • C3 · Juice-A-Plenty

Seite D

  • D1 · Azure
  • D2 · Tailor Made
  • D3 · Stardust