Eine Rhythmusgruppe nimmt Gestalt an
Herbie Hancock, Ron Carter, Tony Williams: Auf Seven Steps to Heaven begegnen dir 1963 drei Musiker, deren gemeinsame Arbeit Miles Davis’ nächste Jahre entscheidend prägen wird. Besonders auffällig ist Williams’ Alter. Beim New Yorker Aufnahmetermin am 14. Mai ist er erst 17. Davis versammelt hier eine neue Konstellation, ergänzt durch George Coleman am Tenorsaxofon.
Von diesem Termin stammen das Titelstück, „So Near, So Far“ und „Joshua“. Sie bilden allerdings nur die Hälfte des Albums. Die andere kommt aus Los Angeles, wo Davis im April mit Victor Feldman am Klavier, Frank Butler am Schlagzeug und ebenfalls Ron Carter am Bass gearbeitet hatte. Das Album hält den Übergang zwischen diesen Besetzungen fest.

Drei Standards aus Los Angeles
„Basin Street Blues“, „I Fall in Love Too Easily“ und „Baby Won’t You Please Come Home“ sind die Los-Angeles-Aufnahmen der veröffentlichten LP. Die Auswahl verbindet älteres Songmaterial mit den anderen drei Titeln aus New York. In der Abfolge des Albums wechseln sich die Herkunftsorte ab; die Geschichte lässt sich deshalb nicht einfach als erste und zweite Plattenhälfte lesen.
Aus den April-Sitzungen existieren auch Fassungen von Stücken, die für das Album später in New York aufgenommen wurden. Sie erschienen erst in anderen Veröffentlichungszusammenhängen. Die sechs Titel der ursprünglichen LP sind somit eine bewusste Auswahl aus umfangreicherer Arbeit. Für das Hören ist das hilfreich: Ein Album kann einen Besetzungswechsel sichtbar machen und zugleich viele seiner Zwischenschritte auslassen.

Hancock spielt Feldmans Kompositionen
„Joshua“ stammt von Feldman; „Seven Steps to Heaven“ schrieb er mit Davis. Obwohl Feldman sich gegen die dauerhafte Arbeit in der Tourneeband entschied, bleiben seine Stücke im Programm. Hancock spielt sie auf den veröffentlichten New Yorker Fassungen. Der personelle Wechsel und die Kontinuität des Materials laufen also gleichzeitig ab.
Höre einmal gezielt auf das Zusammenspiel von Hancock, Carter und Williams, bevor du dich wieder der Trompete zuwendest. Wie gestalten die drei einen Einsatz, wie begleiten sie eine längere Phrase? Du begegnest hier dem entstehenden Kern einer später berühmten Gruppe. Das vollständige Quintett mit Wayne Shorter ist es noch nicht: Shorter kommt erst 1964 hinzu. Coleman gehört zu diesem konkreten Moment von 1963.
Die Doppel-LP mit George Marino
Diese Ausgabe von Analogue Productions trägt AAPJ 8851-45 und besteht aus zwei 180-Gramm-LPs mit 45 RPM. Das Mastering stammt von George Marino bei Sterling Sound. Der Herausgeber benennt für diese Fassung keine Bandquelle. Die Angaben zu Ryan K. Smith und zur Quelle der separat erhältlichen 33⅓-RPM-Einzel-LP werden deshalb nicht übernommen.
Michael 45 versendet aus Hilden in Deutschland, sodass Kunden in Deutschland und der gesamten EU einen eigenen US-Import und die Wartezeit beim Zoll vermeiden können.
Im Magazin: Miles Davis: Eine Geschichte in Platten
Auch in einer anderen Ausgabe: Seven Steps to Heaven
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Künstlerseite: Alle Titel von Miles Davis
Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Miles Davis | Trompete |
| George Coleman | Tenorsaxofon |
| Victor Feldman | Klavier |
| Ron Carter | Bass |
| Frank Butler | Schlagzeug |
| Herbie Hancock | Klavier |
| Tony Williams | Schlagzeug |
Zwei Sitzungen mit wechselndem Klavier und Schlagzeug. George Colemans Mitwirkung ist nicht für jeden Titel belegt.









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