Wynton Kelly Trio and Wes Montgomery – Smokin‘ At The Half Note

44,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Sterling Sound
Geschwindigkeit
33⅓ RPM
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Jazz

Ausverkauft

Artikelnummer: AVER 82901 Kategorien: , , , ,

Schutz für diese Ausgabe

Gatefold · 1 LP

Das aufklappbare Cover lässt sich auf zwei Arten schützen:

Für die Platte: eine Innenhülle. Außenhüllen schützen das Cover; Innenhüllen schützen jeweils eine Schallplatte. Bereits passende Innenhüllen kannst du weiterverwenden.

Vier Musiker und mehr als ein Aufnahmeort

Smokin’ At The Half Note bringt Wes Montgomery mit Wynton Kelly, Paul Chambers und Jimmy Cobb zusammen. Gitarre, Klavier, Kontrabass und Schlagzeug bilden ein Quartett, dessen Namen auf dem Cover bereits eine musikalische Beziehung ausdrücken: das Wynton Kelly Trio und Wes Montgomery. Wer Smokin’ At The Half Note auf Vinyl kaufen möchte, findet hier die Acoustic-Sounds-Series-Ausgabe mit fünf Titeln auf einer 180-Gramm-Stereo-LP. Sie läuft mit 33⅓ RPM und bewahrt das konzentrierte Programm des ursprünglichen Albums.

Der Titel nennt einen New Yorker Club, doch die Aufnahmegeschichte umfasst zwei Orte. Ein Teil entstand im Juni 1965 live im Half Note, ein weiterer am 22. September desselben Jahres im Van Gelder Studio in Englewood Cliffs, New Jersey. Die vorliegende Ausgabendokumentation führt beide Termine auf, ohne die fünf Stücke einzeln zuzuordnen. Deshalb ist die Platte als Verbindung von Live- und Studioaufnahmen einzuordnen. Ein einheitlicher, durchgehend im Club aufgezeichneter Abend wäre eine andere Behauptung.

Das musikalische Zentrum bleibt über diese Herkunft hinweg klar: vier Instrumente und dieselben vier Musiker. Montgomery ist kein Gitarrensolist vor einem anonymen Begleitorchester. Kellys Trio besitzt eine eigene Identität, die schon durch die gemeinsame Arbeit der drei Musiker in anderen Zusammenhängen erkennbar wird. Wer Paul Chambers und Jimmy Cobb von Miles-Davis-Aufnahmen kennt, begegnet ihnen hier wieder, nun in einem Gespräch, in dem Gitarre und Klavier die melodischen und harmonischen Aufgaben miteinander teilen.

Für das Hören ist diese übersichtliche Besetzung ein guter Ausgangspunkt. Man kann der Gitarre folgen und später beobachten, wie das Klavier eine Phrase aufnimmt oder eine harmonische Bewegung begleitet. Bass und Schlagzeug halten nicht nur den Hintergrund besetzt; sie sind die übrigen Stimmen dieses Quartetts. Fünf längere Stücke geben genügend Raum, solche Beziehungen über den Verlauf einer Aufnahme wahrzunehmen. Das Album verlangt keine große Besetzung, um ein abwechslungsreiches musikalisches Gespräch zu ermöglichen.

Wes Montgomery · Vorlage aus den mittleren 1960ern · historisch inspirierte Illustration
Wes Montgomery · Vorlage aus den mittleren 1960ern

No Blues und die Geduld einer langen ersten Seite

No Blues eröffnet das Programm und stammt von Miles Davis. Mit einer dokumentierten Laufzeit von dreizehn Minuten nimmt es den größten Teil der ersten Plattenseite ein. Schon die Länge setzt einen anderen Maßstab als ein kurzer Einstiegstitel: Die Gruppe hat Zeit, einen Zusammenhang aufzubauen und verschiedene Beiträge darin unterzubringen. Für den Hörer lohnt es sich, nicht nur auf einen besonders auffälligen Moment zu warten, sondern den Weg von einer Phrase zur nächsten mitzuverfolgen.

Der Komponistenname verbindet das Stück mit einem vertrauten musikalischen Umfeld, macht Davis aber nicht zum zusätzlichen Mitspieler. Auf dieser Aufnahme bleiben Montgomery, Kelly, Chambers und Cobb die Besetzung. Diese Trennung zwischen Autor und Interpret ist gerade bei Jazzstandards wichtig. Ein Stück kann durch verschiedene Gruppen und Instrumentenkombinationen wandern, ohne seinen Ursprung zu verlieren. Der Reiz einer bestimmten Platte liegt darin, welche Musiker hier tatsächlich gemeinsam daraus etwas machen.

If You Could See Me Now folgt als zweiter Titel auf Seite A. Die Komposition von Tadd Dameron und Carl Sigman stellt nach No Blues eine andere melodische Vorlage zur Verfügung. Die erste Seite wird damit nicht zu einer endlosen Folge gleichartiger Nummern. Zwei Stücke reichen, um dem Quartett unterschiedliche Aufgaben zu geben. Mit gut sechs Minuten bleibt auch der zweite Titel ausführlich genug, damit eine Melodie nicht bloß vorgestellt und sofort wieder verlassen werden muss.

Gitarre und Klavier können innerhalb einer solchen Besetzung sowohl einzelne Linien als auch harmonische Zusammenhänge darstellen. Dadurch entsteht eine interessante Nachbarschaft: Zwei Instrumente verfügen über verwandte Möglichkeiten, sprechen sie aber auf unterschiedliche Weise aus. Montgomerys Beitrag und Kellys Spiel lassen sich als getrennte Stimmen verfolgen, zugleich als Teile derselben Gruppe. Chambers und Cobb geben diesem Verhältnis seine rhythmische Grundlage. Wer die Seite wiederholt hört, kann den Schwerpunkt deshalb problemlos vom Solisten zur Begleitung verlagern.

Wynton Kelly · vorhandene Illustration, keine Sessionabbildung · historisch inspirierte Illustration
Wynton Kelly · vorhandene Illustration, keine Sessionabbildung

Drei Stücke auf der Rückseite

Unit 7 beginnt die zweite Seite. Das Stück stammt vom Bassisten und Komponisten Sam Jones, der auf dieser Aufnahme nicht mitspielt; den Bass übernimmt Paul Chambers. Der Titel ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein Autorenname den Horizont eines Albums erweitern kann, ohne seine Besetzung zu verändern. Zwischen Miles Davis auf Seite A und Jones auf Seite B entsteht ein Repertoire aus dem Umfeld spielender Jazzmusiker, ergänzt durch Songs aus einer anderen Tradition.

Four On Six ist Montgomerys eigene Komposition und rückt ihn auch als Autor in den Mittelpunkt. Innerhalb der fünf Titel steht sie zwischen fremdem Material, nicht als alleiniger Maßstab für die ganze Platte. Das macht die Auswahl reizvoll: Man hört den Gitarristen sowohl mit einem eigenen Stück als auch im Umgang mit Vorlagen anderer. Ein Album kann dadurch Persönlichkeit zeigen, ohne ausschließlich aus Eigenkompositionen zu bestehen. Die Musiker bringen ihre Identität auch in Stücke ein, deren Melodie bereits vor dieser Sitzung existierte.

What’s New? von Bob Haggart und Johnny Burke beschließt das Programm. Die dokumentierten sechs Minuten geben dem letzten Titel Raum, ohne die LP durch zusätzliche Aufnahmen zu verlängern. Die Rückseite hat mit Unit 7, Four On Six und What’s New? drei klar benannte Stationen. Zusammen mit den beiden Stücken der ersten Seite entsteht ein fünfteiliger Ablauf, bei dem sich die Länge der einzelnen Aufnahmen unmittelbar aus der Tracklist erschließen lässt.

Creed Taylor produzierte das Album. Rudy Van Gelder ist für die Aufnahme genannt, Val Valentin für die technische Leitung. Diese Namen gehören zur Geschichte der Veröffentlichung, ebenso wie Chuck Taylors Hülltext, Acy Lehmans Gestaltung und Jon Henrys Coverfoto. Im Musikerblock stehen dagegen die vier Spieler. Die Unterscheidung hält die Informationen übersichtlich und verhindert, dass ein bekannter Produzenten- oder Toningenieursname versehentlich zu einem zusätzlichen Instrumentalisten auf der Platte wird.

Die Acoustic-Sounds-Series-LP

Die konkrete Neuauflage trägt die Katalognummer AVER 82901 und erschien 2023. Ryan K. Smith übernahm das Mastering bei Sterling Sound von den originalen Analogbändern. Quality Record Pressings fertigte die einzelne 180-Gramm-LP; das Klappcover im Tip-on-Stil stammt von Stoughton Printing. Die Ausgabe gehört zur Verve/UMe Acoustic Sounds Series. Diese technische Einordnung beschreibt die angebotene Neuauflage und ist von der Produktion der Aufnahmen im Jahr 1965 zu unterscheiden.

Das 33⅓-RPM-Format hält die fünf Titel auf zwei Seiten zusammen. Gerade bei einem langen Auftakt wie No Blues ist die Abfolge ein Teil des Hörerlebnisses: Die erste Seite wird von zwei ausgedehnten Stücken getragen, die zweite von drei weiteren. Es ist keine Auswahl aus mehreren Alben und keine nachträglich mit CD-Boni verlängerte Titelfolge. Wer die Platte kauft, erhält dieses klar umrissene Programm in der dokumentierten LP-Konfiguration.

Für eine Sammlung mit Schwerpunkt Jazzgitarre ist das Quartett eine besonders anschauliche Konstellation. Es stellt Montgomery neben einen Pianisten mit eigener Stimme und eine eingespielte Bass-Schlagzeug-Verbindung. Zugleich kann das Album ein guter nächster Schritt für Hörer sein, die Kelly, Chambers und Cobb bisher vor allem als Begleiter von Bläsern kennen. Mit der Gitarre verschiebt sich die instrumentale Nachbarschaft; die bekannten Namen bekommen einen anderen Mittelpunkt, ohne ihre eigene Bedeutung zu verlieren.

Smokin’ At The Half Note bleibt damit interessant, auch wenn man die berühmte Gitarristenperspektive einmal beiseitelässt. Man kann einem Stück wegen Kellys Klavier erneut zuhören oder bewusst darauf achten, wie Chambers und Cobb längere Verläufe tragen. Der Albumtitel eröffnet den Zugang über einen Club; die vollständigen Angaben führen weiter zu zwei Aufnahmeorten, fünf Kompositionen und vier konkret benannten Musikern. Genau diese Verbindung macht aus der Platte einen eigenständigen Teil einer Jazzsammlung.

Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Wes MontgomeryPorträtvorlage: 1959GitarreMitwirkung: Album-Besetzung; Einzelumfang nicht ausgewiesen
  • Wynton KellyPorträtvorlage: 1962KlavierMitwirkung: Album-Besetzung; Einzelumfang nicht ausgewiesen
  • Paul ChambersPorträtvorlage: 1958KontrabassMitwirkung: Album-Besetzung; Einzelumfang nicht ausgewiesen
  • Jimmy CobbVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungSchlagzeugMitwirkung: Album-Besetzung; Einzelumfang nicht ausgewiesen

Quartett nach Albumcredits. Juni1965 Half Note und 22.September1965 Van Gelder Studio: Live-/Studioherkunft getrennt, keine ungesicherte Titelzuordnung. Creed Taylor: Produktion; Rudy Van Gelder: Aufnahme; Val Valentin: technische Leitung. Miles Davis/Sam Jones sind Autoren, keine zusätzlichen Musiker. Ryan K. Smith / Sterling Sound: Mastering vom originalen Analogband; QRP: Pressung; Stoughton: Cover.

So hört Michael diese Ausgabe

Höreindruck · sinngemäß zusammengefasst

Michael hört die Gespräche und Bestellungen des Publikums leise im Hintergrund. Diese hörbare Clubatmosphäre vermittelt ihm das Gefühl, selbst im Half Note zu sitzen. Er konnte die besprochene Acoustic-Sounds-Ausgabe dabei nicht mit seiner gesuchten älteren AP-45er vergleichen.

Michaels Videostelle ansehen · 2:53

🎧 Review video: Acoustic Sound Series: Wynton Kelly Trio / Wes Montgomery – Smokin' At The Half Note

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Wes MontgomeryPorträtvorlage: 1959GitarreMitwirkung: Album-Besetzung; Einzelumfang nicht ausgewiesen
  • Wynton KellyPorträtvorlage: 1962KlavierMitwirkung: Album-Besetzung; Einzelumfang nicht ausgewiesen
  • Paul ChambersPorträtvorlage: 1958KontrabassMitwirkung: Album-Besetzung; Einzelumfang nicht ausgewiesen
  • Jimmy CobbVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungSchlagzeugMitwirkung: Album-Besetzung; Einzelumfang nicht ausgewiesen

Quartett nach Albumcredits. Juni1965 Half Note und 22.September1965 Van Gelder Studio: Live-/Studioherkunft getrennt, keine ungesicherte Titelzuordnung. Creed Taylor: Produktion; Rudy Van Gelder: Aufnahme; Val Valentin: technische Leitung. Miles Davis/Sam Jones sind Autoren, keine zusätzlichen Musiker. Ryan K. Smith / Sterling Sound: Mastering vom originalen Analogband; QRP: Pressung; Stoughton: Cover.


Seite A

  • A1 · No Blues (13:00)
  • A2 · If You Could See Me Now (6:45)

Seite B

  • B1 · Unit 7 (7:30)
  • B2 · Four On Six (6:45)
  • B3 · What’s New? (6:00)