Strange Days als Hybrid-Mehrkanal-SACD aus der Doors-Reihe von Analogue Productions: Doug Sax hat sie mit einem reinen Röhrensystem unter der Aufsicht von Bruce Botnick gemastert, und das Surround-Programm stammt aus Botnicks eigenen 24-Bit/96-kHz-Mischungen. Alle zehn Songs laufen am Stück – vom Titelstück bis „When the Music’s Over“.
Das Studio spielt mit
Nur wenige Monate lagen 1967 zwischen dem Debüt der Doors und Strange Days, und doch zeigt das zweite Album die Gruppe in neuem Licht. Die Songs behalten ihre klaren Umrisse, während um sie herum ungewohnte Klänge und überraschende Übergänge auftauchen. Jim Morrisons Stimme, Ray Manzareks Tasten, Robby Kriegers Gitarre und John Densmores Schlagzeug bleiben der Kern – und das Studio wird zur fünften Ideenquelle.
In den Sunset Sound Studios in Hollywood arbeiteten die Doors erneut mit Produzent Paul A. Rothchild und Toningenieur Bruce Botnick. Eine Achtspurmaschine ersetzte die Vierspur-Technik des Debüts und schuf Raum, Ideen getrennt aufzunehmen und zusammenzuführen; Doug Lubahn kam bei den meisten Songs als Studio-Bassist hinzu. Das Ergebnis bewahrt die Energie der Band und erkundet zugleich Möglichkeiten, die erst im Aufnahmeraum ihre Form fanden.

Knappe Songs mit schrägem Blick
„People Are Strange“ fasst sein Unbehagen in eine kurze, unvergessliche Form, „Love Me Two Times“ setzt eine bewegliche Gitarrenfigur und einen anderen rhythmischen Akzent daneben. Beide wurden Singles, doch keiner zeigt die ganze Spannweite des Albums. „You’re Lost Little Girl“ führt in einen zurückhaltenderen Rahmen, und „Moonlight Drive“ lenkt dein Ohr auf die Verbindung zwischen Morrisons Gesang und Kriegers Gitarrenfarben.
Das Titelstück gehört zu den frühen Rockaufnahmen mit einem Moog-Synthesizer; Paul Beaver half der Band, mit dem neuen Instrument zu arbeiten – nicht um Technik vorzuführen, sondern um eine Stimme oder eine Klangfläche fremd wirken zu lassen. Das kurze „Horse Latitudes“ unterbricht die Folge mit gesprochenen Worten und Geräuschen und hält vertraute Formen herrlich aus dem Gleichgewicht.

Elf Minuten ändern den Maßstab
Am Ende bekommt „When the Music’s Over“ einen völlig anderen Raum. Die rund elfminütige Aufnahme baut Spannung durch Wiederkehr, Unterbrechung und den Austausch zwischen Band und Morrisons Stimme auf; Densmores Einsätze und Manzareks wiederkehrende Figuren geben Halt, während die Musik ihren Zustand wechselt. Nach so vielen kurzen Stücken wirkt das Finale wirklich weit.
Botnick erklärte später, dass das gedoppelte Gitarrensolo seinen verzerrten Charakter bekam, indem man einen Mikrofonvorverstärker in einen zweiten speiste – handfestes Handwerk hinter einer unwirklichen Atmosphäre. Selbst das Cover verzichtet auf das übliche Bandporträt: Joel Brodsky fotografierte Straßenkünstler im New Yorker Sniffen Court. Bild und Musik lassen beide eine vertraute Welt wunderbar fremd werden.
Die Hybrid-Mehrkanal-SACD von Analogue Productions
CAPP 74014 SA ist eine Hybrid-Mehrkanal-SACD aus der Doors-Reihe von Analogue Productions. Laut Herausgeber hat Doug Sax sie mit einem reinen Röhrensystem gemastert, betreut vom Produzenten und Toningenieur der Doors, Bruce Botnick. Das Surround-Programm stammt aus den originalen 24-Bit/96-kHz-Dateien, die Botnick für die DVD-Audio-Veröffentlichung Doors/Perception gemischt und gemastert hat, entstanden von den originalen analogen Achtspur-Masterbändern; für die SACD wurden diese Mischungen ohne Filter mit dem Weiss-Saracon-Wandler nach DSD hochgerechnet und von Gus Skinas im Super Audio Center aufbereitet. Für das Surround-Programm brauchst du einen mehrkanalfähigen SACD-Spieler und eine passende Anlage; die CD-Schicht spielst du auf jedem gewöhnlichen CD-Spieler ab. Die Disc enthält die zehn Songs des Originalalbums.
Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.
Auch in einer anderen Ausgabe: Strange Days
Weitere SACDs von The Doors: Waiting For The Sun · The Soft Parade · Morrison Hotel · L.A. Woman
Künstlerseite: Alle Titel von The Doors
Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Jim Morrison | Synthesizer, Gesang |
| Ray Manzarek | Tasteninstrumente, Marimba |
| Robby Krieger | Gitarre |
| John Densmore | Schlagzeug |
| Doug Lubahn | E-Bass |







Rezensionen
Es gibt noch keine Rezensionen.