Bad Company im französischen Studio
Für ihr viertes Studioalbum reisen Bad Company im Sommer 1976 ins Château d'Hérouville. Burnin' Sky erscheint 1977 und verbindet Paul Rodgers' Gesang mit Mick Ralphs' Gitarre, Boz Burrells Bass und Simon Kirkes Schlagzeug. Die Band produziert selbst, Chris Kimsey betreut die Aufnahmen als Toningenieur. Der gemeinsame Nenner bleibt eine kleine Rockbesetzung, die ihre Songs aus Stimme, Rhythmus und Gitarrenarbeit entwickelt.
Das Titelstück eröffnet das Album und setzt einen klaren Bezugspunkt. Von dort führt die Folge durch kürzere Songs und kleinere Umwege bis zum ausgedehnten „Master of Ceremony“. Es lohnt sich, diese Strecke vollständig zu hören: Die Platte enthält mehr unterschiedliche Formen, als der Blick auf den bekannten Bandnamen zunächst vermuten lässt.

Songs mit einer Vorgeschichte
„Like Water“ reicht in Paul Rodgers' Zeit vor Bad Company zurück. Er hatte das Stück bereits mit seiner kurzlebigen Gruppe Peace aufgenommen. Auf Burnin' Sky erhält es einen neuen Platz innerhalb des Bandrepertoires. Solche Verbindungen zeigen, dass ein Album auch Material zusammenführen kann, das zu unterschiedlichen Zeiten entstanden ist.
Eine andere Überraschung ist das kurze „Knapsack“, das auf „The Happy Wanderer“ zurückgeht. Zwischen den längeren Rocksongs wirkt dieser Ausflug wie eine Unterbrechung des gewohnten Ablaufs. „Too Bad“ und „Man Needs Woman“ stammen von Mick Ralphs, „Peace of Mind“ von Simon Kirke. Obwohl Rodgers einen großen Teil des Materials beisteuert, kommen also auch andere kompositorische Stimmen zu Wort.

Der Raum zwischen Gesang und Gitarre
Achte beim Hören einmal darauf, was Ralphs während einer Gesangszeile spielt und was er erst danach ergänzt. In einer Besetzung dieser Größe entscheidet die Verteilung der Aufgaben wesentlich über einen Song. Bass und Schlagzeug können den Zusammenhang halten, während Stimme und Gitarre ihre Akzente unterschiedlich setzen. Die Aufmerksamkeit lässt sich dabei zwischen einzelnen Teilen und dem vollständigen Arrangement verschieben.
„Master of Ceremony“ nimmt am Schluss mehr als sieben Minuten ein und erweitert damit noch einmal den Maßstab. Nach mehreren kompakten Songs bekommt das Ensemble einen längeren Abschnitt. Das Album lässt sich über diese Unterschiede entdecken: ein prägnanter Auftakt, Stücke mit verschiedener Herkunft und ein großzügiger Schluss. Wer Bad Company bislang vor allem über die frühen Hits kennt, findet hier weitere Seiten ihres gemeinsamen Repertoires.
Diese Ausgabe
AAPA 057-45 aus der Analogue Productions Atlantic 75 Series enthält zwei 180-Gramm-LPs mit 45 RPM. Ryan K. Smith masterte laut Herausgeber von einer eigens angefertigten Bandkopie („one-off tape copy“). Die Produktseite nennt Quality Record Pressings und ein Stoughton-Tip-On-Gatefold. Enthalten ist das Albumprogramm; diese Ausgabe ist von der erweiterten Deluxe-Veröffentlichung mit zusätzlichen Alternativfassungen zu unterscheiden.
Auch als SACD: Burnin’ Sky
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Kundenfragen: Atlantic 75: welche Titel lohnen sich? · Analogue Productions in Europa kaufen
Serie: Atlantic 75 Series – alle 75 Alben, Zeitreise und die Menschen hinter Atlantic
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Paul Rodgers | Akkordeon, Gesang, Gitarre, Klavier |
| Mick Ralphs | Tasteninstrumente, Gitarre |
| Simon Kirke | Schlagzeug |
| Boz Burrell | Bass |
| Mel Collins | Saxofon, Flöte |
| Tim Hinkley | Tasteninstrumente |
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