Der zweite Anlauf geht ins Detail
Mit Double Vision veröffentlicht Foreigner 1978 das zweite Studioalbum. Die Aufnahmen entstehen bei Sound City in Kalifornien; Keith Olsen produziert gemeinsam mit Mick Jones und Ian McDonald. Lou Gramm singt, Jones und McDonald bringen Gitarren und weitere Instrumente ein, Al Greenwood spielt Keyboards, Ed Gagliardi Bass und Dennis Elliott Schlagzeug.
„Hot Blooded“ und der Titelsong werden große Singles. Die zehn Stücke zeigen daneben eine Band mit mehr Möglichkeiten, als diese beiden Einstiege allein vermuten lassen. Zwischen Gitarrenriffs, Balladen und einem Instrumental verteilt sich das Gewicht immer wieder neu.

Lou Gramm und die Wendung im Refrain
Gramm erzählt, die Idee zum Titel sei ihm bei einer Fernsehübertragung eines Eishockeyspiels gekommen: Der Ausdruck „double vision“ fiel im Kommentar. Eine beiläufig gehörte Formulierung wurde zum Ausgangspunkt eines Songs. Solche Details erinnern daran, dass auch eine große Rockproduktion mit einer kleinen Idee beginnen kann.
Bei „Blue Morning, Blue Day“ lohnt es sich, den Weg vom Beginn zum Refrain zu verfolgen. Was verändert sich in der Begleitung, und wie platziert Gramm seine Stimme darin? Die Spannung entsteht im Zusammenspiel, nicht allein durch den Gesang.

Ein Instrumental öffnet den Blick
„Tramontane“ rückt die Instrumente in den Vordergrund. Als Autoren sind Al Greenwood, Ian McDonald und Mick Jones genannt. Der Titel ist ein guter Anlass, die Keyboardarbeit wahrzunehmen und die Platte jenseits ihrer bekanntesten Gesangsstücke zu hören.
Jones übernimmt selbst den Leadgesang bei „Back Where You Belong“ und „I Have Waited So Long“. Damit wechselt innerhalb des Albums auch die vordere Stimme. Wenn du diese Stücke neben Gramms Beiträge stellst, wird die Aufgabenteilung der damaligen Besetzung deutlicher.
Die Doppel-LP mit 45 RPM
AAPA 049-45 gehört zur Atlantic-75-Reihe und enthält die zehn Albumtitel auf zwei 180-Gramm-LPs. QRP und das Stoughton-Tip-on-Klappcover werden vom Herausgeber genannt. Die dokumentierten Auslaufrillen weisen den Lackschnitt Ryan K. Smith bei Sterling Sound zu. Die Herausgeberseite benennt dagegen keine konkrete Bandquelle; eine entsprechende Zusage wird hier nicht ergänzt. Produktionsangaben der älteren MoFi-Ausgabe gelten nicht automatisch für diese Neuauflage.
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Auch als SACD: Double Vision
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Serie: Atlantic 75 Series – alle 75 Alben, Zeitreise und die Menschen hinter Atlantic
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Lou Gramm | Leadgesang, Perkussion |
| Mick Jones | Begleitgesang, Leadgesang, Gitarre, Klavier |
| Ian McDonald | Tasteninstrumente, Gesang, Gitarre |
| Al Greenwood | Synthesizer, Tasteninstrumente |
| Ed Gagliardi | Gesang, Bass |
| Dennis Elliott | Schlagzeug |
| Ian Lloyd | Begleitgesang |
So hört Michael diese Ausgabe
Höreindruck · sinngemäß zusammengefasst
Double Vision gehört für Michael zu den Überraschungen der Atlantic-75-Reihe. Die Qualität dieser Ausgabe lässt ihn Musik neu entdecken, die er außerhalb der Serie nach eigener Aussage kaum gekauft hätte. Als Einstieg spielt er den Titelsong an. Sein Lob beschreibt diese neue Hörerfahrung; einen Vergleich mit anderen Pressungen führt er hier nicht durch.










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