Nach der Pause zurück ins Studio
Vier Alben in vier Jahren, dazu Tourneen: Bad Company hatten seit ihrem Debüt 1974 ein hohes Tempo gehalten. Vor Desolation Angels nahm sich die Band mehr Zeit. Ihr fünftes Studioalbum entstand im August und September 1978 in Ridge Farm und erschien 1979. Das englische Wohnstudio bot einen anderen Rahmen als der ständige Wechsel zwischen Bühne, Reise und nächstem Aufnahmetermin.
Paul Rodgers, Mick Ralphs, Boz Burrell und Simon Kirke produzierten die Platte selbst; Tony Patrick betreute die Aufnahmen als Engineer. Die Originalbesetzung blieb zusammen, doch die Credits zeigen, wie viele Aufgaben sie untereinander verteilen konnte: Neben Gesang, Gitarre, Bass und Schlagzeug stehen auch Tasteninstrumente im Instrumentarium.

Ein Titel, der lange wartete
Der Albumname führt zu Jack Kerouacs Roman Desolation Angels von 1965. Rodgers hatte diesen Titel nach eigener Erinnerung schon ungefähr ein Jahrzehnt früher für das zweite Free-Album erwogen. Erst bei Bad Company fand er seinen Platz auf einer Plattenhülle. Die literarische Verbindung ist damit eine persönliche Spur durch zwei Bands und mehrere Jahre.
„Rock ’n’ Roll Fantasy“ eröffnet das Album. Der Anstoß für seinen Riff kam von einem Gitarrensynthesizer. Hinter dem vertrauten Bandnamen steht also auch die Neugier auf ein damals ungewöhnliches Werkzeug. Wenn du den Song hörst, lässt sich auf die Beziehung zwischen wiederkehrender Figur und Gesang achten, ohne aus dem verwendeten Instrument gleich eine Aussage über das ganze Album abzuleiten.

Vier Musiker schreiben mit
Rodgers’ Eröffnung ist nur ein Teil des Programms. Burrell schrieb „Gone, Gone, Gone“, während „Rhythm Machine“ gemeinsam auf Kirke und Burrell zurückgeht. Ralphs steuerte unter anderem „Oh, Atlanta“ bei. Damit sind alle vier Bandmitglieder als Autoren beteiligt. Die Platte lässt sich auch entlang dieser unterschiedlichen Beiträge entdecken.
„Oh, Atlanta“ bekam später durch Alison Krauss ein weiteres Kapitel: Sie nahm den Song für ihr 1995 erschienenes Album Now That I’ve Found You: A Collection auf. Diese Verbindung lohnt sich als gedanklicher Seitenweg vom britischen Rock der Siebziger in ein anderes musikalisches Umfeld. Auf Desolation Angels bleibt das Stück Teil eines gemeinsamen Bandalbums, dessen Hüllengestaltung von Hipgnosis stammt.
Die Ausgabe auf zwei LPs
AAPA 058-45 gehört zur Atlantic 75 Series von Analogue Productions. Die Musik verteilt sich auf zwei 180-Gramm-LPs mit 45 RPM in einer Stoughton-Tip-On-Klapphülle. Das Original erschien bei Swan Song, dessen Vertrieb über Atlantic lief. Einen Mastering-Ingenieur und eine Bandquelle weist die konkrete Herausgeberseite dieser Doppel-LP nicht aus; entsprechend bleiben solche Angaben hier offen.
Michael 45 verschickt die Ware aus Hilden, sodass Kunden in Deutschland und der gesamten EU einen eigenen US-Import und die damit verbundene Wartezeit beim Zoll vermeiden können.
Auch als SACD: Desolation Angels
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Kundenfragen: Atlantic 75: welche Titel lohnen sich? · Analogue Productions in Europa kaufen
Serie: Atlantic 75 Series – alle 75 Alben, Zeitreise und die Menschen hinter Atlantic
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Paul Rodgers | Synthesizer, Gesang, Gitarre, Klavier |
| Mick Ralphs | Tasteninstrumente, Gitarre |
| Boz Burrell | Bass |
| Simon Kirke | Schlagzeug |







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