Steely Dan hatte mehr als einen Sänger
„Do It Again“ eröffnet Can't Buy a Thrill mit Donald Fagens Stimme. Schon beim folgenden „Dirty Work“ übernimmt David Palmer. Später singt Schlagzeuger Jim Hodder „Midnite Cruiser“. Wer Steely Dan automatisch mit einer einzigen Stimme verbindet, findet auf dem Debüt von 1972 eine andere Ausgangslage. Die Songs stammen von Walter Becker und Fagen, ihre Darstellung ist noch auf mehrere Sänger verteilt.
Aufgenommen wurde im August 1972 im Village Recorder in Los Angeles, produziert von Gary Katz und aufgenommen von Roger Nichols. Zur Band gehören neben Becker und Fagen die Gitarristen Jeff „Skunk“ Baxter und Denny Dias, Hodder und Palmer. Die bekannte spätere Vorstellung vom Studioprojekt zweier Autoren trifft diese frühe Konstellation nur teilweise: Hier entwickelt sich eine Gruppe mit eigenen Spielern und unterschiedlichen Leadstimmen.

Der Umweg nach Kalifornien
Becker und Fagen hatten sich 1967 am Bard College kennengelernt. Später arbeiteten sie in New York im Umfeld von Kenny Vance und Jay and the Americans. Gary Katz holte sie als Songschreiber nach Los Angeles. Das Debüt steht am Ende dieses Weges und am Anfang einer Bandgeschichte, die ihre Arbeitsform bald wieder verändern sollte.
Zwei Songs wurden zu frühen Hits: „Do It Again“ und „Reelin’ in the Years“. Es lohnt sich, die vertrauten Titel im Albumfluss wiederzufinden. „Dirty Work“ folgt unmittelbar auf den Opener, „Fire in the Hole“ auf „Reelin’ in the Years“. So hörst du auch die weniger allgegenwärtigen Stücke als Nachbarn derselben Platte, mit Wechseln in Gesang und Instrumentierung.

Eine Sitar, die elektrisch gespielt wird
Denny Dias spielt auf dem Album neben Gitarre auch elektrische Sitar. Das Instrument eröffnet einen anderen Zugang zur Gitarrenrolle: Achte bei „Do It Again“ auf den solistischen Abschnitt und darauf, wie sich dessen Klangfarbe zur laufenden Begleitung verhält. Das ist keine Aufforderung, ein Instrument isoliert zu bewerten; interessant wird es durch seinen Platz im Arrangement.
Auch Gastmusiker prägen das Debüt. Elliott Randall steuert Leadgitarre bei, Victor Feldman Perkussion. Die Band öffnet ihre Besetzung bereits hier für zusätzliche Stimmen. David Palmers Leadgesang bleibt dagegen auf dieses Steely-Dan-Album beschränkt. Beim Nachfolger übernimmt Fagen sämtliche Hauptstimmen. Das Debüt hält damit eine Möglichkeit fest, die kurz darauf nicht mehr die Richtung der Gruppe bestimmte.
Die SACD-Ausgabe des Debüts
Die Hybrid Stereo SACD CAPP 134 SA von Analogue Productions enthält die zehn Albumtitel. Bernie Grundman wird für das Mastering vom originalen Masterband genannt. Die Disc besitzt eine CD-Schicht für gewöhnliche CD-Spieler und eine hochauflösende SACD-Schicht für kompatible Geräte. Beide geben das Album in Stereo wieder. „Dallas“ und „Sail the Waterway“, die nicht zum Albumprogramm gehören, sind hier nicht als Bonustitel ergänzt.
Michael 45 hat die Disc in Deutschland und versendet sie aus Hilden, sodass ein eigener Import aus den USA und das damit verbundene Warten auf den Zoll entfallen.
Auch als LP mit 45 RPM: Can’t Buy A Thrill
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Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Donald Fagen | E-Piano, Gesang, Klavier, Orgel |
| Walter Becker | E-Bass, Gesang |
| Jeff "Skunk" Baxter | Pedal-Steel-Gitarre, Gitarre |
| Denny Dias | Gitarre, Sitar |
| Jim Hodder | Perkussion, Gesang, Schlagzeug |
| David Palmer | Gesang |
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