SACD Stone Temple Pilots – Core

44,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Format
Hybrid Stereo SACD
Quelle
Originale Masterbänder
Genre
Alternative

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LabelAnalogue Productions (Atlantic 75 Series)
KatalognummerCAPA 028 SA
GenreAlternative
Artikelnummer: CAPA 028 SA Kategorien: ,

Der erste Auftritt unter neuem Namen

Bevor die Gitarren von „Dead & Bloated“ einsetzen, gehört der Anfang Scott Weilands Stimme. Core nimmt sich diesen kurzen Moment allein mit dem Sänger, ehe die Band ihr Gewicht dagegenstellt. Das Debüt der Stone Temple Pilots erschien im September 1992. Hinter dem neuen Namen steckte bereits eine gemeinsame Vorgeschichte: Als Mighty Joe Young hatten die Musiker Demos aufgenommen und sich in Südkalifornien ein Publikum erspielt. Die Umbenennung kam erst kurz vor der Veröffentlichung, weil der frühere Name schon vergeben war.

Weiland, Gitarrist Dean DeLeo, Bassist Robert DeLeo und Schlagzeuger Eric Kretz nahmen das Album mit Produzent Brendan O’Brien bei Rumbo Recorders in Los Angeles auf. Nick DiDia betreute die Aufnahme. Diese Zusammenarbeit sollte auch die folgenden Platten prägen. Auf Core steht zunächst die unmittelbare Wirkung des Quartetts im Vordergrund: markante Figuren, ein beweglicher Unterbau und Gesang, der sowohl nah am Sprechen als auch mit großer Kraft funktionieren kann. Die Musik hat Druck, aber sie besteht nicht nur aus Druck.

Die Sessions fanden im Mai 1992 statt. Dick Kaneshiro ist als zweiter Toningenieur genannt; gemischt wurde bei Can-Am Recorders. Tom Baker übernahm das Mastering der ursprünglichen Veröffentlichung bei Future Disc. Diese Namen gehören zur Entstehung des Albums und sind vom späteren Mastering einer Neuauflage zu unterscheiden. Zugleich erinnern sie daran, dass die geschlossene Wirkung einer Rockband auf Platte auch aus Entscheidungen über Aufnahme, Balance und Ablauf entsteht. Die zwölf Titel sind eine gestaltete Folge, in der ein einzelner Gesangseinsatz ebenso wichtig werden kann wie das gemeinsame Einsetzen aller Instrumente.

Scott Weiland · historisch inspirierte Illustration
Scott Weiland

Plush und die andere Seite der Band

„Plush“ zeigt, wie viel Melodie in dieser Besetzung steckt. Die Gitarrenakkorde tragen eine Gesangslinie, die sich auch ohne die volle elektrische Begleitung behaupten kann; die späteren akustischen Fassungen machten das besonders deutlich. Der Song brachte der Band 1994 einen Grammy für die beste Hard-Rock-Darbietung. Für das Album ist er zugleich ein Mittelpunkt, an dem sich die Härte der Instrumente und Weilands Sinn für eine weit gesungene Melodie begegnen.

„Creep“ rückt die zurückgenommene Seite nach vorn. Zwischen diesen beiden Songs liegen Welten und doch dieselben vier Musiker. Auch das kurze Instrumental „No Memory“ verändert den Ablauf, bevor „Sin“ wieder mehr Raum einnimmt. Core lässt sich deshalb gut als Ganzes hören: Die Pausen und kleineren Übergänge geben den schweren Stücken eine Kontur. Wer nur „Sex Type Thing“ oder „Wicked Garden“ kennt, entdeckt eine Platte, die ihren Ausdruck immer wieder durch weniger dichte Arrangements verändert.

Auch die Autorencredits öffnen einen Blick auf die Zusammenarbeit. Bei Creep stammt die Musik von Robert DeLeo, der Text ist Weiland und Robert DeLeo zugeschrieben. Plush verbindet Robert DeLeos Musik mit einem Text von Weiland und Kretz. Der Schlagzeuger steht also nicht ausschließlich hinter dem rhythmischen Gerüst, und der Bassist prägt mehr als die tiefste Instrumentalstimme. Solche Verbindungen helfen, die Band als gemeinsames Songprojekt wahrzunehmen. Die Namen in den Credits stehen für unterschiedliche Beiträge, die in der fertigen Aufnahme zu einer unverwechselbaren Gestalt zusammenkommen.

Dean DeLeo · historisch inspirierte Illustration
Dean DeLeo

Unterhalb der Gitarrenwand

Robert DeLeos Bass ist ein lohnender Weg in die Musik. Achte darauf, wann er das Gitarrenmotiv stützt und wann er eine eigene Bewegung hinzufügt. Eric Kretz hält den Zusammenhang, ohne jede Lücke schließen zu müssen. Dean DeLeo arbeitet darüber mit unterschiedlichen Akkordlagen und Klangfarben. Gerade bei bekannten Songs kann dieser Wechsel der Aufmerksamkeit helfen: Ein vertrauter Refrain bekommt wieder Einzelheiten, sobald du der Rhythmusgruppe oder einer Begleitfigur statt ausschließlich der Stimme folgst.

Der lange Abschluss „Where the River Goes“ gibt der Band mehr Zeit als die kompakten Singles. Er führt die Platte nicht mit einem schnellen Ausrufezeichen hinaus, sondern lässt ihre Figuren und Stimmungen ausgreifen. Dass Core bei Erscheinen stark mit anderen Bands seiner Zeit verglichen wurde, gehört zur Rezeptionsgeschichte. Die Songs selbst bieten einen konkreteren Zugang: Du hörst bereits die melodische Neugier, die auf Purple weiter hervortreten sollte, eingebettet in die schwere, direkte Sprache dieses Debüts.

Zwischen den bekannten Titeln tragen Naked Sunday, Piece of Pie und Crackerman dazu bei, die Spannweite des Albums zusammenzuhalten. Sie sind keine bloßen Zwischenstationen auf dem Weg zur nächsten Single. Wer die Platte in ihrer Reihenfolge verfolgt, erlebt, wie sich die Gewichtung von Stimme, Riff und rhythmischer Bewegung immer wieder verändert. Für eine Sammlung ist gerade diese Fähigkeit zum erneuten Entdecken wertvoll. Ein Album bleibt interessant, wenn ein vertrauter Gesamteindruck einzelne Beiträge nicht verdeckt, sondern den Weg zu ihnen öffnet.

Die Hybrid-Stereo-SACD der Atlantic 75 Series

Diese Ausgabe ist die CAPA 028 SA von Analogue Productions: eine Hybrid-SACD mit den zwölf Originaltiteln in Stereo. Die CD-Schicht spielt auf gewöhnlichen CD-Spielern, die DSD-Schicht benötigt SACD-kompatible Technik. Das Programm enthält weder die spätere 5.1-Neuabmischung noch das zusätzliche Material der Jubiläumsboxen. Die durchlaufende Titelfolge ist dieselbe Albumfolge von Dead & Bloated bis Where the River Goes.

Für dieses Mastering ist Ryan K. Smith bei Sterling Sound genannt. Herausgeber und Verpackung beschreiben den Transfer des originalen analogen Bands nach DSD. Die Herkunft wird damit als Herstellerangabe konkret benannt. Eine genaue DSD-Rate und der verwendete Wandler sind nicht dokumentiert. Der Hinweis auf ein analoges Ausgangsband macht aus einer SACD selbstverständlich keinen analogen Tonträger; entscheidend für die Auswahl sind die tatsächliche Disc, ihr Stereoprogramm und die benannte Bearbeitung.

Auch die 45-RPM-Vinylausgabe der Reihe bleibt eine eigene Veröffentlichung. Angaben zu Plattengewicht, Lackfolienschnitt oder Presswerk gehören zu ihr und werden nicht auf diese SACD übertragen. Hier lässt sich das Album ohne Seitenwechsel verfolgen – mit seinen deutlichen Einschnitten, kurzen Übergängen und langen Schlusslinien. Für Musikliebhaber ist das eine Einladung, die Debütplatte erneut als zusammenhängendes Werk zu erleben und nicht allein als Herkunft einiger bekannter Rocksongs. Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

Auch in einer anderen Ausgabe: Core

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Scott WeilandGesangMitwirkung: albumweit (4 Instrumental, ohne Gesang-Beleg)
  • Dean DeLeoGitarreMitwirkung: Album-Besetzung
  • Robert DeLeoBassMitwirkung: Album-Besetzung
  • Eric KretzSchlagzeugMitwirkung: Album-Besetzung

Albumcredits bedeuten nicht, dass jedes Instrument auf jedem Titel gespielt wird. Gesicherte Titelzuordnungen stehen bei den jeweiligen Rollen; weitergehende Zuordnungen bleiben offen.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,2 kg

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Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Scott WeilandGesangMitwirkung: albumweit (4 Instrumental, ohne Gesang-Beleg)
  • Dean DeLeoGitarreMitwirkung: Album-Besetzung
  • Robert DeLeoBassMitwirkung: Album-Besetzung
  • Eric KretzSchlagzeugMitwirkung: Album-Besetzung

Albumcredits bedeuten nicht, dass jedes Instrument auf jedem Titel gespielt wird. Gesicherte Titelzuordnungen stehen bei den jeweiligen Rollen; weitergehende Zuordnungen bleiben offen.


SACD

  • 1 · Dead & Bloated
  • 2 · Sex Type Thing
  • 3 · Wicked Garden
  • 4 · No Memory
  • 5 · Sin
  • 6 · Naked Sunday
  • 7 · Creep
  • 8 · Piece Of Pie
  • 9 · Plush
  • 10 · Wet My Bed
  • 11 · Crackerman
  • 12 · Where The River Goes