Miles Davis – Cookin‘ With The Miles Davis Quintet (Mono)

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Mastering Engineer
Geschwindigkeit
33⅓ RPM
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Jazz

Auf Bestellung

LabelAnalogue Productions (Prestige)
KatalognummerAPRJ 7094
GenreJazz
Anzahl Platten1

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

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Artikelnummer: APRJ 7094 Kategorien: , , ,

Ein eingespieltes Quintett und ein letzter Prestige-Herbst

Cookin‘ With The Miles Davis Quintet führt mitten in die Zusammenarbeit einer Band, deren Namen bald zu Grundpfeilern einer Jazzsammlung gehören werden: Miles Davis, John Coltrane, Red Garland, Paul Chambers und Philly Joe Jones. Für Prestige hält Rudy Van Gelder dieses Quintett in Hackensack fest, Bob Weinstock betreut die Aufnahmen. Die beiden großen Termine vom 11. Mai und 26. Oktober 1956 liefern Material für vier Alben: Cookin‘, Relaxin‘, Workin‘ und Steamin‘. Sie stehen am Ende von Davis‘ Prestige-Zeit und im Zusammenhang mit seinem Wechsel zu Columbia.

Für dieses einzelne Album ist eine Präzisierung wichtig: Sämtliche fünf Titel von Cookin‘ stammen vom 26. Oktober 1956. Die oft gemeinsam erzählte Geschichte der beiden Sessions bedeutet nicht, dass jede der vier Platten Material beider Tage enthält. Cookin‘ erschien 1957 als erste Veröffentlichung dieser Gruppe. Es bewahrt damit einen zusammenhängenden Ausschnitt aus einem Repertoire, das die Musiker als Band miteinander erarbeitet hatten. Die Stücke stehen nicht wie fünf voneinander unabhängige Studioprojekte nebeneinander; eine gemeinsame Sprache verbindet Ballade, Blues und bewegteres Material.

Davis muss in dieser Besetzung nicht ununterbrochen die Richtung vorgeben. Garland, Chambers und Jones schaffen eine Rhythmusgruppe, die den Solisten zugleich Halt und Reibung bietet. Coltranes Tenor bringt eine andere Artikulation und Dichte neben die Trompete. Gerade die Verschiedenheit der Stimmen macht die Band interessant: Zusammenhalt bedeutet hier nicht, dass alle dieselben Akzente setzen. Für das Hören ist es ergiebiger, den Übergängen zwischen den Musikern zu folgen, als jede Nummer nur als Folge großer Soli abzuhaken. Häufig erklärt bereits die Begleitung, warum eine solistische Wendung an genau dieser Stelle Wirkung entwickelt.

Miles Davis · 1956 · historisch inspirierte Illustration
Miles Davis · 1956

My Funny Valentine: die Kraft einer Quartettbesetzung

Am Anfang steht My Funny Valentine, die Komposition von Richard Rodgers und Lorenz Hart. Trotz des Quintettnamens auf dem Cover ist diese Aufnahme ein Quartett: John Coltrane spielt hier nicht mit. Miles Davis wird von Red Garland, Paul Chambers und Philly Joe Jones begleitet. Diese einfache Besetzungsinformation verändert die Perspektive. Die Trompete muss ihre Aussage nicht mit einer zweiten Bläserstimme teilen; zwischen ihr und dem Klavier entsteht ein unmittelbarer Bezug. Das Stück eröffnet die Platte mit Konzentration statt mit einer demonstrativen Vorstellung aller fünf Bandmitglieder.

Eine Ballade stellt andere Fragen als ein schnelles Stück. Wo endet eine Phrase wirklich? Wie lange bleibt ein Ton im musikalischen Gedächtnis, nachdem er verklungen ist? Wann führt Garland weiter, und wann lässt die Rhythmusgruppe den Vordergrund offen? Solche Hörfragen passen besonders gut zu diesem Beginn. Sie benötigen kein behauptetes Urteil über eine bestimmte Anlage oder Pressung. Die Gestaltung des Stücks selbst bietet genug Anlass, sich Zeit zu nehmen und die Verteilung von Melodie, Akkorden und Puls bewusst zu verfolgen.

Blues By Five erweitert anschließend das Geschehen zum vollständigen Quintett. Coltrane ist wieder dabei, und der deutlich längere Blues schafft Platz für die unterschiedlichen Stimmen. Die Gegenüberstellung mit der Eröffnungsballade erklärt einen wichtigen Teil des Albums: Davis präsentiert seine Band nicht in einer einzigen Haltung. Red Garland bleibt dabei ein eigenständiger Akteur. Sein Klavier verbindet rhythmische Präzision mit harmonischer Übersicht und ist sowohl Begleitung als auch solistische Stimme. Paul Chambers und Philly Joe Jones bilden dazu kein starres Raster, sondern eine bewegliche Grundlage, auf die Trompete und Tenor unterschiedlich reagieren können.

Red Garland · 1956 · historisch inspirierte Illustration
Red Garland · 1956

Fünf Titel, viele Möglichkeiten des Zusammenspiels

Sonny Rollins‘ Airegin bringt einen weiteren Charakter in das Programm. Schon der Wechsel vom ausgedehnten Blues zu diesem Stück fordert eine andere Aufmerksamkeit für Form und Bewegung. Mit Tune Up und When Lights Are Low folgen zwei weitere Stationen, die auf dieser LP getrennt aufgeführt sind. Der letztgenannte Standard stammt von Benny Carter und Spencer Williams. Die fünf Titel bilden also kein Album ausschließlich eigener Davis-Kompositionen. Gerade das gemeinsame Bearbeiten verschiedener Vorlagen macht sichtbar, wie stark ein Ensemble durch seine Spielweise erkennbar werden kann.

Es lohnt sich, bei einem Durchgang ganz bei der Rhythmusgruppe zu bleiben. Chambers‘ Bass legt nicht nur die Grundtöne aus, sondern verbindet die Abschnitte zu einer Linie. Jones kann einen Solisten antreiben, eine Wendung unterstreichen und den nächsten Einsatz vorbereiten. Garland sorgt für die harmonischen Bezugspunkte, ohne die Musik in eine starre Akkordfolge einzusperren. Beim nächsten Hören können Trompete und Tenor wieder in den Mittelpunkt rücken. Ihr Unterschied wird deutlicher, wenn man zuvor bewusst wahrgenommen hat, worauf beide reagieren.

Für Sammler besitzt Cookin‘ deshalb eine doppelte Funktion. Es ist ein eigenständiges, überschaubares Album mit einer sorgfältig zu unterscheidenden Quartettaufnahme am Anfang. Zugleich gehört es zu jenem größeren Prestige-Komplex, in dem dieses Quintett über mehrere Veröffentlichungen hinweg dokumentiert ist. Man kann es genießen, ohne sofort die ganze Vierergruppe besitzen zu müssen. Wer später ergänzt, erhält zusätzliche Perspektiven auf dieselbe Band und ihr Repertoire. Das macht die Aufnahme zu einem guten Bezugspunkt für eine Sammlung, die sich nicht nur an berühmten Titeln, sondern auch an musikalischen Beziehungen orientiert.

Die Prestige-Mono-Ausgabe auf einer 33⅓-LP

Diese Vinylveröffentlichung trägt die Katalognummer APRJ 7094. Sie gehört zur Prestige Mono Series von Analogue Productions und enthält eine LP mit 33⅓ Umdrehungen. Kevin Gray übernahm das Mastering bei Cohearent Audio von den originalen Mono-Masterbändern. Quality Record Pressings ist das genannte Presswerk, Gary Salstrom wird für die Galvanik geführt. Die aktuelle Herstellerbeschreibung nennt 180-Gramm-Vinyl. Die frühe AP-Auflage von 2013 ist dagegen mit 200 Gramm dokumentiert; deren anfängliche Nummerierung ist keine Zusicherung für jede heute angebotene Nachpressung.

Die Unterscheidung zwischen Aufnahme und Ausgabe ist bei diesem häufig wiederveröffentlichten Album besonders hilfreich. Prestige veröffentlichte das Original 1957 als PRLP 7094. Die hier beschriebene Analogue-Productions-Platte gehört zu einer späteren Editionsgeschichte, greift aber auf die originale Mono-Aufnahme zurück. Mono bedeutet, dass die Musiker gemeinsam in einem Klangbild stehen. Es gibt keine künstlich aufgeteilten linken und rechten Positionen, die als angebliche Stereoaufnahme verkauft werden müssten. Für das Hören kann das die Aufmerksamkeit auf Balance, Phrasierung und die innere Bewegung des Ensembles lenken.

Die Aufteilung dieser LP folgt zwei Titeln auf Seite A und drei auf Seite B. Auf die intime Eröffnung folgt der ausgedehnte Blues; nach dem Wenden beginnt mit Airegin ein neuer Abschnitt. Tune Up und When Lights Are Low werden in der dokumentierten Tracklist dieser Ausgabe getrennt geführt. Andere Veröffentlichungen fassen diese beiden letzten Nummern zusammen. Eine abweichende Zahl von Tracks bezeichnet daher nicht automatisch zusätzliche Musik. Entscheidend ist, welches Programm die konkrete Ausgabe enthält und wie es unterteilt wurde.

Eine einzelne Platte mit 33⅓ Umdrehungen bewahrt diese vertraute Albumdramaturgie mit nur einem Seitenwechsel. Das ist ein handfester Vorteil für einen zusammenhängenden Hörabend, ohne daraus einen allgemeinen Sieg einer Drehzahl über eine andere abzuleiten. Bei fünf Titeln, die ihre Wirkung aus dem Verhältnis zueinander beziehen, gehört die Reihenfolge selbst zum Reiz. Die klassische Hüllengestaltung mit dem von Reid Miles entworfenen Cover und Phil Hays’ Illustration ist Teil der Geschichte dieses Prestige-Titels; sie steht für eine andere visuelle Sprache als ein späteres Konzertfoto des Trompeters.

Im Shop existiert außerdem die bereits gesondert beschriebene Hybrid-SACD CPRJ 7094 SA. Die hier angebotene APRJ 7094 bleibt jedoch eine Vinyl-LP: Angaben zu Disc-Schichten oder SACD-Wiedergabegeräten gehören zu der anderen Ausgabe. Gerade für eine wachsende Sammlung ist diese klare Trennung nützlich. Man kann sich für das bevorzugte Abspielformat entscheiden, ohne dabei Aufnahme, Besetzung und konkrete Herstellung miteinander zu verwechseln.

Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

Im Magazin: Miles Davis: Eine Geschichte in Platten

Auch als SACD: Cookin‘ With The Miles Davis Quintet

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Künstlerseite: Alle Titel von Miles Davis

Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Miles DavisPorträt: 1950er-JahreTrompeteMitwirkung: Alle Titel
  • John ColtranePorträt: 1950er-JahreTenorsaxofonMitwirkung: alle außer A1
  • Red GarlandPorträt: 1950er-JahreKlavierMitwirkung: Alle Titel
  • Paul ChambersPorträt: 1958KontrabassMitwirkung: Alle Titel
  • Philly Joe JonesPorträt: 1962SchlagzeugMitwirkung: Alle Titel

Alle fünf Titel: 26. Oktober 1956, Hackensack. John Coltrane spielt nicht auf A1, My Funny Valentine.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,7 kg

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Miles DavisPorträt: 1950er-JahreTrompeteMitwirkung: Alle Titel
  • John ColtranePorträt: 1950er-JahreTenorsaxofonMitwirkung: alle außer A1
  • Red GarlandPorträt: 1950er-JahreKlavierMitwirkung: Alle Titel
  • Paul ChambersPorträt: 1958KontrabassMitwirkung: Alle Titel
  • Philly Joe JonesPorträt: 1962SchlagzeugMitwirkung: Alle Titel

Alle fünf Titel: 26. Oktober 1956, Hackensack. John Coltrane spielt nicht auf A1, My Funny Valentine.


Seite A

  • A1 · My Funny Valentine (6:06)
  • A2 · Blues by Five (10:37)

Seite B

  • B1 · Airegin (4:29)
  • B2 · Tune Up (5:44)
  • B3 · When Lights Are Low (7:35)